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Tägliche Predigt | Samstag XXIV. Woche im Jahresrhythmus | 18.09.2021 magnificattv

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 8,4-15.
In jener Zeit als die Leute aus allen Städten zusammenströmten und sich viele Menschen um Jesus versammelten, erzählte er ihnen dieses Gleichnis:
Ein Sämann ging aufs Feld, um seinen Samen auszusäen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg; sie wurden zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen sie.
Ein anderer Teil fiel auf Felsen, und als die Saat aufging, verdorrte sie, weil es ihr an Feuchtigkeit fehlte.
Wieder ein anderer Teil fiel mitten in die Dornen, und die Dornen wuchsen zusammen mit der Saat hoch und erstickten sie.
Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden, ging auf und brachte hundertfach Frucht. Als Jesus das gesagt hatte, rief er: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!
Seine Jünger fragten ihn, was das Gleichnis bedeute.
Da sagte er: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen. Zu den anderen Menschen aber wird nur in Gleichnissen geredet; denn sie sollen sehen und doch nicht sehen, hören und doch nicht verstehen.
Das ist der Sinn des Gleichnisses: Der Samen ist das Wort Gottes.
Auf den Weg ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort zwar hören, denen es aber der Teufel dann aus dem Herzen reißt, damit sie nicht glauben und nicht gerettet werden.
Auf den Felsen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort freudig aufnehmen, wenn sie es hören; aber sie haben keine Wurzeln: Eine Zeitlang glauben sie, doch in der Zeit der Prüfung werden sie abtrünnig.
Unter die Dornen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort zwar hören, dann aber weggehen und in den Sorgen, dem Reichtum und den Genüssen des Lebens ersticken, deren Frucht also nicht reift.
Auf guten Boden ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören, daran festhalten und durch ihre Ausdauer Frucht bringen.

Lektionar. Rechte: staeko.net


Theodor von Studion (759-826)

Mönch in Konstantinopel
2. Homilie zu Mariä Geburt, 4,7; PG 96, 683f. (Homélies pour la Nativité de Marie, trad. Orval, rev.; ins Dt. trad. © Evangelizo)

„Ein anderer Teil fiel schließlich auf guten Boden“ (vgl. Lk 8,8)
Es will mir scheinen, dass der selige Prophet Joel sich an Maria wendet, wenn er ausruft: „Fürchte dich nicht, fruchtbares Land! Freu dich und juble; denn der Herr hat Großes getan“ (2,21). Denn Maria ist ein Land: jenes Land nämlich, auf dem der Gottesmann Mose den Befehl bekam, seine Sandale auszuziehen (vgl. Ex 3,5) – Sandale als ein Bild des Gesetzes, an dessen Stelle die Gnade treten wird. Sie ist auch das Land, auf dem – durch den Heiligen Geist – derjenige Wohnung nahm, von dem wir singen, dass er „die Erde auf Pfeiler gegründet hat“ (vgl. Ps 104(103),5). Sie ist ein Land, das Frucht hervorbringt, ohne eingesät worden zu sein, und dessen Frucht „allen Geschöpfen Nahrung gibt“ (Ps 136(135),25). Ein Land, auf dem der Dorn der Sünde gar nicht gewachsen ist, ganz im Gegenteil: Es bringt jenen hervor, der diesen Dorn mitsamt der Wurzel ausgerissen hat. Ein Land schließlich, das nicht verflucht ist wie das erste, von dem man Dornen und Disteln erntete (vgl. Gen 3,18), sondern auf dem der Segen des Herrn ruht und das in seinem Schoß „eine gesegnete Frucht“ birgt, wie das heilige Wort sagt (vgl. Lk 1,42) […] Freue dich, Maria, du Haus des Herrn, du Land, über das Gott geschritten ist […] Freue dich, du Paradies, das glücklicher ist als der Garten Eden, du, der Garten, in dem alle Tugenden gesprossen sind und der Baum des Lebens gewachsen ist.