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Erschaffung aus dreifaltiger LIebe

archangelus
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Predigt von P. Michael Wildfeuer zum Dreifaltigkeitssonntag 2020
Eugenia-Sarto
Wenn man bedenkt, welch herrliche Sprache die Kirche allein im Gloria in excelsis hat! Dann merkt man, dass diese ausdruckstiefe Predigt gut dazu klingt. So empfinde ich es jedenfalls.
Wir sollten uns auch erinnern, wie die Jünglinge im Feuerofen Gott lobten und priesen.
Möge es uns auch so ergehen, wenn wir einmal die jetzige Weltkrise überstanden haben werden.
Solimões
Guter Anfang, Schluss für mein Empfinden abgestürzt. Der Dialog der göttlichen personen ist zum Hören zu schwer, und die Erschaffung des Lichtes kommt zu brüsk, wo man es nicht erwartet.
Zudem scheint mir, war das Licht von Anfang an bei den göttlichen personen dabei; die Genesis beschreibt nur das Sein des LOGOS und seine Schöpferqualität.
Eugenia-Sarto
In der Mystik kommt das "Licht" allerdings öfters sehr "brüsk".
Mir gefällt besonders das Feuer der Predigt, das wir heute sehr brauchen.
Die begeisternde Sprache mag für uns heute ungewohnt sein, sie ist aber doch wichtig, um die Tiefe und Schönheit unseres Glaubens auszudrücken.
Solimões
@Eugenia-Sarto
Das kann P. Wildfeuer zweifellos, die Leute anfeuern. Nomen est omen.
Er sagt auch klar, was er von diesen "Schutzkonzepten" hält. NICHTS. 😇
Eugenia-Sarto
Ja, genau. Er strahlt etwas aus, das uns stärkt und in der Freude anfeuert. 😊
archangelus
Ich danke @Solimões und @Eugenia-Sarto für ihre Beiträge. Bzgl. des Lichtes möchte ich hinzufügen: Man muss unterscheiden zwischen dem unerschaffenen Licht (vgl. Jak 1,17 ("Vater des Lichtes") und dem geschaffenen Licht (Gen 1,3). Der LOGOS ist die zweite göttliche Person, als Gott ist er außerhalb der Zeit und unwandelbares LIcht. Dagegen ist das geschaffene Licht in der Veränderlichkeit.
Solimões
@archangelus
und welches Licht meinen Sie am Schluss der Predigt? das geschaffene?
Meines erachtens kann man eben diesen Unterschied nicht machen. Wie es am Anfang der Genesis heisst: und Gott sah das Licht (quod factum erat) und dass es gut war (quod bona esset), also praeexistentiell.
archangelus
@Solimões Sie haben Recht: In der lateinischen Übersetzung heißt es "quod bona esset". Aber es ist eben eine Übersetzung. Im Urtext, d. h. im Hebräischen (und nur der Urtext ist inspiriert), steht nur (was im Hebräischen nicht selten ist) nur: "Und Gott sah das Licht, dass es gut." Auch in der hochangesehenen griechischen Übersetzung (Septuaginta) steht keine Kopula. Kai eiden o Theos to phos, …More
@Solimões Sie haben Recht: In der lateinischen Übersetzung heißt es "quod bona esset". Aber es ist eben eine Übersetzung. Im Urtext, d. h. im Hebräischen (und nur der Urtext ist inspiriert), steht nur (was im Hebräischen nicht selten ist) nur: "Und Gott sah das Licht, dass es gut." Auch in der hochangesehenen griechischen Übersetzung (Septuaginta) steht keine Kopula. Kai eiden o Theos to phos, oti kalon. Außerdem heißt es ja in Gen 1,3: "Es werde Licht. Und es ward Licht" (facta erat). Also ist dieses Licht etwas Gewordenes, d. h. etwas Geschaffenes. Deshalb meine ich am Schluss meiner Predigt das geschaffene Licht.
M.RAPHAEL
Vielen Dank für die hervorragende Predigt, P. Michael Wildfeuer. Es ist vor allem auch die sich hingebende Liebe zum Anderen im Gegensatz zur narzisstischen Liebe, die die Heilige Dreifaltigkeit auszeichnet. Deshalb sind die anderen Götter eben keine Götter. Ein Gott der niemanden anderen liebt ist am Ende eine lebensfeindliche und hasserfüllte Singularität. Das ist Mangel. Das ist niemals Gott. …More
Vielen Dank für die hervorragende Predigt, P. Michael Wildfeuer. Es ist vor allem auch die sich hingebende Liebe zum Anderen im Gegensatz zur narzisstischen Liebe, die die Heilige Dreifaltigkeit auszeichnet. Deshalb sind die anderen Götter eben keine Götter. Ein Gott der niemanden anderen liebt ist am Ende eine lebensfeindliche und hasserfüllte Singularität. Das ist Mangel. Das ist niemals Gott. Deshalb ist das Böse niemals Gott. Danke für die Liebe! Diese vermisst man in vielen Predigten.