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M.RAPHAEL
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Der Hochmut ist alt

Die Konfusion nimmt immer weiter zu. Selbst die Frömmsten beginnen zu zweifeln (Offb 13, 4, 7 - 8). Haben die perversen Liberalen, die ständig für die Anerkenntnis der Grautöne plädieren und deshalb behaupten, dass oft auch das Böse zum Guten führt, nicht doch irgendwie Recht? Sollen wir nicht besser mit dem Satan paktieren, damit die Menschlichkeit eine Chance hat?

Warum ist die satanische Gutmenschenbrut so stark? Niemand scheint ihnen das Maul stopfen zu können (Offb 13, 5 – 6).

Um nicht zu wanken, müssen sich die Frommen an ein paar wichtige Fakten erinnern: Die Erde wurde für die abgefallenen Geschöpfe Gottes geschaffen. Er hatte sie für einen Liebesbund erschaffen. Sie lehnten diesen aber ab. Wenn Er sie nach dieser Ablehnung einfach ausgelöscht hätte, wäre es nie Liebe in Freiheit gewesen. Freiheit verlangt den Respekt gegenüber jeder Entscheidung. Also gibt ihnen Gott was sie wollen, eine Existenz ohne ihn. Leben wir auf der Erde nicht in einer Welt ohne Gott? Oft kommt es einem schon so vor.

Die meisten Seelen auf der Erde haben sich gegen Gott entschieden, schon seit Jahrtausenden. Sie sind hochmütig. Sie halten sich selber für Gott. Sie glauben, dass ihnen alles gehört, ihnen zu dienen hat. Deshalb fressen sie auch verbotene Früchte (Eva). Auch Gott hat ihnen zu dienen. Schon immer war Er ein Instrument ihrer Selbstbestimmung in ihrer Hosentasche. Vor der Neuzeit war Er eine Art Automat: Auf der einen Seite wirft man Anbetung, Opfer, religiöse Gewalt und Liebesgeschwafel hinein, auf der anderen Seite spuckt Gott eine Verminderung von Fremdbestimmung und größere Macht aus. Kant wird Gott später ein Postulat der praktischen Vernunft nennen. Es geht nicht klarer.

Der hochmütige Mensch bildet sich ein, dass Gott ihn mehr liebt und braucht als sich selbst. So hält er Gott für seinen minderwertigen Sklaven. Deshalb soll dieser gar nicht anders können, als Seine ganze Macht nur dem Menschen zur Verfügung zu stellen, in etwa wie eine speichelleckende Frau mit all ihrer Kraft ihrem Herrengemahl dient. In diesem Sinn stellte er sich die Erde als in der Mitte des gesamten Universums existent vor, die Heimat des Menschengottes. Gott und alle Engel schienen nur dazu da, sich unablässig um das Wohl dieses großen Herren in diesem Palast des Menschen zu kümmern. Und dann kommt Kopernikus und Galileo Galilei.

Auf einmal ist der Palast des Menschen nicht im Zentrum, sondern die Heimat des Menschen ist eine winzige, sich rotierende Kugel in einem gigantischen Universum. Offenbar ist der Mensch ein kleines Stück braunes Nichts. Der hochmütige Menschengott flippt aus vor Wut. Jedes Mal wenn er in den Nachthimmel schaut, sieht er die Größe des Schöpfers und damit die eigene Nichtigkeit. Was, fragt er sich, es geht nicht nur um mich? Das demütigt ihn ohne Ende. Wie reagiert er?

Auf Gott kann und will er nicht mehr vertrauen. Zuerst antwortet er mit einem hasserfüllten Gottesbild (siehe der Willkürgott Martin Luthers, der Genius malignus von Descartes). Die Außenwelt wird zu einer Maschine erklärt, die mit Gott nichts mehr zu tun hat. Gott wird zur subjektiven mentalen Privatangelegenheit.

Zurückgeworfen auf sich selbst, konstruiert der neuzeitliche Mensch eine neue Selbstvorstellung. Er findet sie im aufgeklärten Subjektivismus. Mit diesem transformiert er sich zum transzendentalen Subjekt als Ermöglichungsgrund jeder Erkenntnis. Frei und selbstbestimmt, eben aufgeklärt, erklärt er sich frech zum Herrn der Welt, der mit Hilfe seiner Vernunft eine eigene Ordnung an Stelle der alten göttlichen Weltordnung setzt. Jetzt wird jeder einzelne Mensch zum Herrn über sein Schicksal, ein Herr über die Natur. Als solcher schließt er Verträge mit anderen Menschen, um eine geordnetes Gemeinwesen sicher zu stellen (vgl. u.a. den Leviathan von Hobbes). Entscheidend ist, dass sich jeder Mensch im Grunde autonom versteht. Jeder ist ein Einzelkämpfer ohne angeborene Verpflichtungen oder Bindungen. Deshalb haben die Aufklärer ein solches Problem mit der Vererbung der Erbsünde. Die Abtreiberinnen rufen exemplarisch: „Mein Bauch gehört mir!“ Nicht der moderne Mensch hat dem Leben zu gehorchen, sondern das Leben dem Mensch. Das ist für den heutigen Menschen völlig selbstverständlich. Damit kann er die tatsächliche Wahrheit der Existenz, die Herrschaft des wahren Gottes, nicht mehr verstehen, geschweige denn anerkennen. Er kann nicht mehr glauben. Das wollte er sowieso nie. Jede Verkündigung ist sinnlos.

Um den verhassten wahren Gott völlig zu demütigen und ihn für immer zu entmachten, unterwandert der Menschengott die Heilige Kirche durch homosexuelle Priester. Dreckiger und abscheulicher geht es nicht. Wenn jetzt ein Frommer kommt und „Gott, Gott, Gott“ ruft, wird das von der Homobande sofort durch das neu erfundene Konzept und die Lüge des lieben Gottes, der alles verzeiht, aufgefangen und unschädlich gemacht. Es ist wie ein nachgebender Schwamm, eben Schwammherzigkeit. Die Konzilskirche betet und glaubt. Davon ist sie überzeugt. Tatsächlich aber beten ihre selbstvergötzenden Anhänger ihre eigene Herrlichkeit an. An der Kommunionspendung wird das ganz deutlich: Die Konzilskirche liefert Gott in die Hände des Menschen aus. Diese sind das Symbol für die menschliche Macht und Kontrolle. Die Vat.2 Idioten haben kein Problem damit, Gott der menschlichen Herrschaft auszuliefern. Was braucht es denn noch? Das ist doch so offensichtlich.

Wenn mir dann ein Konzilspriester, den ich eigentlich gerne habe und der relativ gesehen immer noch etwas frömmer zu sein scheint, auf mein Bekenntnis zur Militia Immaculatae sagt, dass die Menschen ganz unterschiedliche Berufungen haben, dann ist es nicht mehr weit bis zu völligen Glaubenszersplitterung wie bei den Protestanten. Es wundert deshalb auch nicht, dass nicht nur dieser Vat.2 Priester eine große Sympathie für den Protestantismus hegt. An solchen Kommentaren erkennt man, dass der HOCHMÜTIGE Menschengott der Schöpfer seiner eigenen Religionsvorstellungen ist. Wer einmal DEMÜTIG sich dem Himmel geöffnet hat, wird dann nur noch den Kopf schütteln. Weil wir Frommen die Wahrheit aus dem unsichtbaren und übernatürlichen Geheimnis empfangen, werden wir auch niemals glauben, dass Satan die Welt beherrscht, da kann Bergoglio mit seiner Konzilskirche wie ein Dämon selbst die Wand hoch klettern.
geringstes Rädchen
...und der Hochmut kommt vor dem Fall! - vor dem Fall ins NICHTS!
Hier mein Text, der über das NICHTS aufklärt: ❤ Meine Texte (12): 'Nichts'