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Versatz
16

Zur Lage der katholischen Kirche

Hier ein paar Rechtsradikale, die ihr Mütchen kühlen, da ein paar Marxisten, die Zuflucht zur letzten Bastion der Apodiktik genommen haben. Und in allem die alte Versuchung der Macht. Daneben noch ein Rest Kirche, die einst so verheißungsvolle kleine Herde, die die Vollzüge der Restkirche, die alles andere als eine Restarmee ist, mehr psychisch - im Guten wie im Bösen - und mehr für sich selber braucht als für den Herrn. Neokonservative und Progressive teilen sich im erbitterten Kampf die Sahnestücke des Restkuchens auf. Dabei stehen beide auf der falschen Seite. Nicht jeder vermeintliche Gegensatz beschreibt schon das Ganze, die ganze Fülle des Möglichen. Auch hier wie fast überall: Irrtum über Irrtum. Fortschreitend.

Ich gehe da nicht mehr mit, es ist nur noch Zeitverschwendung. Das Katholische stirbt aus und wo es noch kämpft, verkämpft es sich. Die engagierte Ruhe eines Lefebvre ist längst dahin, die Reaktion zersplittert. Woanders werden die Reste des Katholischen gerade abgeschüttelt und man sucht das reine Christliche. Ohne Tradition, ganz neu läßt das Konzil die führende Hand der Tradition los. Jung und stürmisch stolpert die neue Kirche von Irrsinn zu Irrlehre, als hätten wir das alles nicht schon einmal gehabt. Und doch liegt da die Zukunft: Nach 2.000 Jahren bricht das Christliche endlich durch, es schüttelt die Antike ab. Hier und da wird Verschüttetes wieder aufgelesen werden, doch die Kirche wird nie mehr so sein wie zuvor. Der Christ hingegen wird gelten wie noch nie zuvor. Nach einem Zeitalter der Kirche, des Ganzen, des Öffentlichen, eröffnet das Christliche den eigenen Zugang zum ewigen Heil. Der Mensch kommt Jesus näher. Und Sein Wille geschieht.
Kirchenkätzchen
Christus und Kirche wollte schon so manch einer trennen.
Cavendish
@Versatz, danke für Ihren wertvollen Beitrag, der auf einen wunden Punkt hinweist: Wer nur Partei ist und den anderen nicht verstehen will oder kann, hat keinen Anspruch auf das Ganze und hilft nur selbst Satan, dem alten Spalter.

Vorsichtig wäre ich hingegen bei einer Gegenüberstellung von "Kirche" und "Christlichem": Die Kirche hat sich nie als eine reine, "katharische" Kirche, sondern immer …More
@Versatz, danke für Ihren wertvollen Beitrag, der auf einen wunden Punkt hinweist: Wer nur Partei ist und den anderen nicht verstehen will oder kann, hat keinen Anspruch auf das Ganze und hilft nur selbst Satan, dem alten Spalter.

Vorsichtig wäre ich hingegen bei einer Gegenüberstellung von "Kirche" und "Christlichem": Die Kirche hat sich nie als eine reine, "katharische" Kirche, sondern immer als eine sündige Kirche auf dem holprigen Weg des mehrfach gestrauchelten Hl. Petrus verstanden. Das macht aber gar nichts und muss sogar so sein: Hinter ihr, Petrus und seinen Nachfolgern, steht von Anfang an der HERR selbst, der auch dafür sorgt, dass die Kirche bei beständiger Reinigung bis zur Vollendung der Zeiten niemals untergehen wird.
Und was die Antike betrifft, sollten nicht gerade wir heute sie mehr denn je in den Blick nehmen? Die Parallelen beispielsweise zum Römischen Reich, vom Zusammenbruch der Moral, totalitaristischen Tendenzen bis hin zur Migrationsfrage, aber auch hinsichtlich wacher Reaktionen darauf, sind meines Erachtens unübersehbar.
Kirchen-Kater
Den Gedanken zum gestrauchelten Petrus, gerade bezogen auf seine aktuellen Nachfolger, finden wir auch hier: Sedevacantismus ist "per se" immer ein Neo-Protestantismus. – gloria.tv
Sin Is No Love
Die Antike in den Blick nehmen sicher, allerdings wohl kaum als Vorbild. Wir haben jetzt Christus. Das ist wichtig. Dennoch ist ihr Hinweis zur Kirche richtig, und die Kirchengeschichte zeigt es deutlich.
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2722
"Jung und stürmisch stolpert die neue Kirche von Irrsinn zu Irrlehre, als hätten wir das alles nicht schon einmal gehabt."
Sin Is No Love
So jung sind die Alt-68er wahrlich nicht ...
Sin Is No Love
Sie haben sich verirrt.
Sin Is No Love
Gut getroffen.
Die Kirche aber, auch die Menschen Seiner Kirche, lasse ich nicht im Stich.
Ottaviani
dann auf auf