Clicks562

Der junge Karl Marx, seine Christusliebe und sein Wandel hin zum Gotteshass

Copertino
1
Wer sich mit den jungen Jahren des Karl Marx zu beschäftigen beginnt und sich dazu vielleicht den vor nicht allzu langer Zeit erschienene Spielfilm mit gleichnamigem Titel anschaut, wird von einem …More
Wer sich mit den jungen Jahren des Karl Marx zu beschäftigen beginnt und sich dazu vielleicht den vor nicht allzu langer Zeit erschienene Spielfilm mit gleichnamigem Titel anschaut, wird von einem biografisch äußerst zentralen Aspekt rein nichts erfahren: Wie stand der junge Karl in seiner Gymnasialschulzeit zur Religion, namentlich zum Christentum, in dessen (protestantischen) Kultur er ja aufgewachsen war?

Um das zu erfahren muss man zu den Quellen gehen, zu Marx' frühen autobiographischen Schriften. Dabei wird man verwundert auf völlig unerwartete Texte stoßen, die man nie und nimmer mit dieser Verkörperung des materialistischen Atheismus in Verbindung gebracht hätte. Sein Religionsaufsatz im Abitur trägt den Titel „Die Vereinigung der Gläubigen mit Christo" (nach Joh. 15, 1-14) Darin lesen wir die Worte:

„So besteht die Vereinigung mit Christo aus der innigsten, lebendigsten Gemeinschaft mit ihm darin, daß wir so von Christi Liebe durchdrungen sind, daß wir unser Herz zugleich den Brüdern zuwenden, die er inniger mit uns verbunden und für die er sich auch geopfert hat."
(Marx und Engels, Ges. Werke Teil I, Intern. Publishers, New York 1974)

Dieser Textauszug zeigt, dass der junge Marx einen inneren Wandel durchlebt haben muss, der Fragen über Fragen hinterlässt. In seiner frühen Jugend war Karl Marx gläubiger Christ, und er kannte einen Weg, wie Menschen liebevolle Brüder werden konnten - durch die Liebe des Mensch gewordenen Gottessohnes. Marx fährt fort:

„Also leiht die Vereinigung mit Christo innere Erhebung, Trost im Leiden, ruhige Zuversicht und ein Herz, das der Menschenliebe, das allem Edlen, allem Großen, nicht aus Ehrgeiz, nicht aus Ruhmsucht, sondern nur Christi wegen geöffnet ist. Ebenso gibt die Vereinigung mit Christo eine Freudigkeit, die der Epikuräer vergebens in seiner leichtfertigen Philosophie, der tiefere Denker in den verborgensten Tiefen des Wissens zu erhaschen strebt. Eine Freudigkeit, die das Leben schöner gestaltet und erhebt, die nur das unbefangene, kindliche, mit Christo und durch Gott verbundene Gemüt kennt.“

Zum selben Zeitpunkt erklärt er in seinem Aufsatz ’Betrachtungen eines Jünglings bei der Wahl seines Berufes:

„Die Religion selber lehrt uns, daß das Ideal, dem alle nachstreben, sich für die Menschheit geopfert habe, und wer wagt solche Ansprüche zu vernichten? Wenn wir den Stand gewählt, in dem wir am meisten für die Menschheit wirken können, dann können uns Lasten nicht niederbeugen, weil sie nur Opfer für alle sind."

In seinem letzten Zeugnis im Gymnasium stand bei Karl Marx folgendes unter „Religionserziehung":

„Seine Kenntnis des christlichen Glaubens und der moralischen Grundsätze ist klar und sehr fundiert. Er kennt sich auch ein wenig in der Geschichte der christlichen Kirche aus."

(Archiv für die Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung 1925 in Deutschland)

Kurz nachdem er dieses Zeugnis erhielt, geschah etwas Mysteriöses in seinem Leben. Lange bevor Moses Hess ihn 1841 zur sozialistischen Überzeugung brachte, war er leidenschaftlich anti-religiös geworden. Schon während seiner Studentenjahre hatte sich ein anderer Marx herausgebildet. Er schreibt in einem Gedicht:

„Ich möchte mich an dem Einen rächen, der dort oben herrscht."

Karl Marx war also überzeugt, daß es einen im Himmel gibt, der herrscht. Er lag im Streit mit ihm. Aber der Eine dort oben hatte ihm nichts getan. Marx gehörte einer relativ wohlhabenden Familie an. Er hatte in seiner Kindheit nie gehungert. Er hatte es besser als viele Kommilitonen. Was erzeugte diesen entsetzlichen Haß gegen Gott? Über ein persönliches Motiv ist nichts bekannt. War Karl Marx mit dieser Erklärung nur das Sprachrohr eines anderen? In einem Alter, in dem jeder normale junge Mensch Träume hegt, anderen Gutes zu tun und seine eigene Zukunft plant, schrieb er folgende Zeilen. Warum?

„Einen Thron will ich mir auferbauen,
kalt und riesig soll sein Gipfel sein,
sein Bollwerk sei ihm übermenschlich Grauen,
und sein Marschall sei die düst're Pein!"

„Wer mit gesundem Auge darauf sieht,
soll tödlich blaß und stumm sich wenden,
von blinder, kalter Sterblichkeit ergriffen,
soll das Glück sein Grab bereiten."


(Zitat aus „Des Verzweifelnden Gebet", Karl Marx, Collected Works, Bd.I., International Publishers, 1974)

Die Worte, „ich möchte mir einen Thron errichten", und das Bekenntnis, daß von dem, der auf diesem Thron sitzt, nur Furcht und Leid kommt, erinnert an die überhebliche Prahlerei Luzifers:
„Ich will in den Himmel steigen und meinen Stuhl über die Sterne Gottes erhöhen." (Jesaja 14, 13)

Man tut gut daran, bei der Beurteilung des Marxismus über solche biographische Aspekte bei Karl Marx vertieft nachzudenken. Der oben stehende Text stammt von Richard Wurmbrand, evangelischer Pfarrer und Gründer der Hilfsaktion Martyrerkirche, und ist seinem Buch "War Marx Satanist?" entnommen.

Quelle:
huhorah.files.wordpress.com/2012/02/menu_kommunismus.pdf
CollarUri
Bemerkenswert. Danke für den Artikel!