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Durch Märtyrertod Christus ähnlich geworden: Maximilian Kolbe Maximilian Maria Kolbe OFMConv (polnisch Maksymilian, gebürtig Rajmund Kolbe; * 8. Januar 1894 in Zduńska Wola † 14. August 1941 im …More
Durch Märtyrertod Christus ähnlich geworden: Maximilian Kolbe

Maximilian Maria Kolbe OFMConv (polnisch Maksymilian, gebürtig Rajmund Kolbe; * 8. Januar 1894 in Zduńska Wola † 14. August 1941 im Stammlager des KZ Auschwitz) war ein polnischer Franziskaner-Minorit, Verleger und Publizist. Er wird heute von der katholischen Kirche als Heiliger und Märtyrer verehrt. Auch der evangelisch-lutherischen Kirche in Amerika und der anglikanischen Kirche gilt er als denkwürdiger Glaubenszeuge. Sein Gedenktag in der Liturgie ist der 14. August.

Am 14. August gedenkt die Kirche des Heiligen Maximilian Kolbe, der an diesem Tag des Jahres 1941 im Konzentrationslager Auschwitz umgebracht wurde. Am 10. Oktober 1982 wurde er durch Johannes Paul II. auf dem Petersplatz heiliggesprochen. Wir stellen ihnen hier einige Ausschnitte aus der Predigt vor, die der später selbst heiliggesprochene Papst damals hielt.

Christine Seuss - Vatikanstadt

Hier die Stimme von Johannes Paul II. zum Nachhören

„„Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“ (Joh 15, 13) Von heute an will die Kirche einen Mann „heilig“ nennen, dem es gegeben wurde, diese Worte des Erlösers buchstabengetreu zu erfüllen. Und in der Tat, gegen Ende Juli 1941, als sich auf Anweisung des Lagerleiters die Gefangenen in einer Reihe aufstellen mussten, die Hungers sterben sollten, hat sich dieser Mann, Maximilian Kolbe, aus freien Stücken gemeldet und bereit erklärt, anstelle eines von ihnen in den Tod zu gehen.“


„In besonderer Weise Christus ähnlich erwiesen“
Der Mann, den der Franziskanerpater Kolbe vor dem Tod bewahren wollte, so führt es auch Johannes Paul II. in seiner Predigt aus, war ein Familienvater, dessen Leben „notwendig für seine Lieben war.“ Es war Franciszek Gajowniczek, ein Vater zweier Kinder, der einer der zehn willkürlich ausgewählten Männer war, die als Vergeltung für die vermutete Flucht eines Mitgefangenen mit dem Hungertod büßen sollten. „Indem er sein Leben für einen Bruder hingegeben hat, hat sich Pater Maximilian, den die Kirche bereits seit 1971 als selig verehrt, in besonderer Weise Christus ähnlich erwiesen,“ betonte der Papst. Gajowniczek hatte den Krieg mit seiner Frau überlebt und in der Folge stets Zeugnis vom selbstlosen Opfer des späteren Heiligen abgelegt. Er war auch bei der Heiligsprechung anwesend.

„Was geschah also im Hungerbunker, am 14. August 1941?“, wandte sich Karol Wojtyla an die Gläubigen: „Es erfüllten sich die Worte Christi an die Apostel, auf dass sie sich aufmachen und Frucht bringen und dass ihre Frucht bleibe (vgl. Joh 15,16). Auf wundersame Weise überdauert in der Kirche und in der Welt die Frucht des heroischen Todes von Maximilian Kolbe!”


„Höchstes Zeugnis christlicher Bruderliebe“
Im Anschluss an die Predigt richtete sich Johannes Paul II. auch auf Deutsch an die versammelte Gemeinde:

„Liebe Brüder und Schwestern deutscher Sprache!

Durch die heutige Heiligsprechung stellt die Kirche das heroische Lebensopfer von Pater Maximilian Kolbe als höchstes Zeugnis christlicher Bruderliebe vor Augen. Es geschah im Konzentrationslager von Auschwitz, wo zusammen mit ihm unter unzähligen gemarterten Menschen auch die Dienerin Gottes Edith Stein den Tod gefunden hat. Auch für sie hat der Seligsprechungsprozess schon begonnen.

Durch seine heroische Liebestat hat Pater Maximilian Kolbe das Lebensrecht eines Unschuldigen verteidigt und das ausschließliche Recht des Schöpfers auf das Leben des Menschen bekräftigt. Er ist dadurch in einer besonderen Weise Christus ähnlich geworden, der sein Leben am Kreuz für uns hingegeben hat. Folgen auch wir wie der hl. Maximilian Kolbe diesem Beispiel Christi in opferbereitem, liebendem Einsatz für unsere Mitmenschen!“

(vatican news)

Durch Märtyrertod Christus ähnlich geworden: Maximilian Kolbe - Vatican News


Maximilian Maria Kolbe OFMConv (polnisch Maksymilian, gebürtig Rajmund Kolbe; * 8. Januar 1894 in Zduńska Wola14. August 1941 im Stammlager des KZ Auschwitz) war ein polnischer Franziskaner-Minorit, Verleger und Publizist. Er wird heute von der katholischen Kirche als Heiliger und Märtyrer verehrt. Auch der evangelisch-lutherischen Kirche in Amerika und der anglikanischen Kirche gilt er als denkwürdiger Glaubenszeuge. Sein Gedenktag in der Liturgie ist der 14. August.
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Worte des Heiligen
Das Leben ist kurz:
Wie kurz ist doch das Leben, ihr wisst es alle; und wie schnell läuft die Zeit weg. Verkaufen wir es so teuer wie möglich! Je mehr Leiden, desto besser, denn dann werden wir nach dem Tode nicht leiden müssen. Die Zeit ist kurz, um Beweise unserer Liebe zu geben, und wir leben nur einmal.

Pflichterfüllung:
Deine Heiligkeit besteht nicht in irgendwelchen auße…More
Worte des Heiligen
Das Leben ist kurz:
Wie kurz ist doch das Leben, ihr wisst es alle; und wie schnell läuft die Zeit weg. Verkaufen wir es so teuer wie möglich! Je mehr Leiden, desto besser, denn dann werden wir nach dem Tode nicht leiden müssen. Die Zeit ist kurz, um Beweise unserer Liebe zu geben, und wir leben nur einmal.

Pflichterfüllung:
Deine Heiligkeit besteht nicht in irgendwelchen außergewöhnlichen Taten, sondern in der getreuen Erfüllung deiner Pflichten Gott, dir selbst und anderen gegenüber. Kein Stand, auch der erhabenste nicht, kann dir die Heiligung deiner Seele in Aussicht stellen, wenn du selbst deine Standespflichten vernachlässigst.

Gebet:
Napoleon wurde einmal gefragt, was dazu gehöre, um eine Schlacht zu gewinnen. Er antwortete: Geld, Geld und nochmals Geld! Wenn es um die Heiligung der Seelen geht, müsste man sagen: Man braucht das Gebet, das Gebet und nochmals das Gebet! Ohne das Gebet wird die Seele schwach. Je mehr man aber aus diesem Gnadenschatz schöpft, desto mehr wird man Gnaden besitzen.

Sich von Maria führen lassen:
Lassen wir uns doch von Maria führen, damit wir durch sie Jesus ähnlicher werden. Das ist der sicherste und vollkommenste Weg. Weihe dich ganz unserer himmlischen Mutter und siegreich wirst du alle Schwierigkeiten im Leben überwinden und du selbst wirst heilig, ein großer Heiliger werden, was ich dir aus vollem Herzen wünsche. Alle Heiligen - das kann man wirklich sagen - sind ein Werk der heiligen Jungfrau Maria, und die besondere Andacht zu ihr ist das gemeinsame Merkmal der Heiligen.

Durch Leiden zur Herrlichkeit:
Vergessen wir nicht, immer wieder mit Jesus auf dem Ölberg zu sprechen: Nicht mein, sondern dein Wille geschehe. (Lukasevangelium 22, 42) Wenn Gott es für richtig und gut findet, dass es so sei wie auf dem Ölberg, dass unsere Bitte keinen Erfolg haben soll und wir den Kelch bis zur Neige trinken müssen, auch dann wollen wir nicht vergessen, dass Jesus nicht nur gelitten hat, sondern danach in Herrlichkeit auferstanden ist. So müssen auch wir durch Leiden zur Auferstehung kommen.

Christus König:
Jesus sagte nicht nein, als ihn Pilatus fragte, ob er ein König sei. Er sagte nur, sein Königtum sei nicht von dieser Welt. Wir wissen, dass Königtum in dieser Welt auf Macht beruht. Ein weltliches Königtum, das auf Liebe gegründet ist, wird man schwerlich finden. Das Königtum Christi ist um vieles tiefer, ist auf der Liebe gegründet und reicht bis in die Seele, bis in den Willen hinein.

Läuterungen:
Manchmal will es uns scheinen, als regiere Gott diese Welt nicht energisch genug. Er könnte doch mit einer Geste seines allmächtigen Willens alle in Grund und Boden hinein zerstören - die Gottlosen in der Sowjetunion, die Kirchenbrandstifter, alle diejenigen, welche die Jugend verderben usw. Wie kurzsichtig ist doch unser begrenzter Verstand. Die ewige Weisheit urteilt ganz anders. Verfolgungen läutern die Seelen wie Feuer das Gold. Die Hände der Henker schaffen ganze Scharen von Märtyrern, und den Verfolgern wird oft am Ende selbst die Gnade der Bekehrung zuteil. Unerforschlich, aber immer am weisesten sind die Wege Gottes. Das darf indes nicht heißen, dass wir unsere Hände in den Schoß legen und den Feinden der menschlichen Seelen alle Freiheit lassen sollen. Gewiss nicht. Nur sollen wir nicht versuchen, die unendliche Weisheit zu korrigieren und den Heiligen Geist zu dirigieren. Wir müssen uns vielmehr seiner Führung ganz überlassen.
Quelle: Maximilian Kolbe: Jedem ist der Weg gewiesen - Texte eines Märtyrers. Ostfildern 1977, S. 111, 83, 92f, 60, 37, 30f
zusammengestellt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB,
Benediktinerabtei Schäftlarn,
für die Katholische SonntagsZeitung

Maximilian Maria Kolbe - Ökumenisches Heiligenlexikon
Elista
Der Hl. Maximilian Kolbe ist dieses Jahr mein Jahresheilger
Mir vsjem
Glückwunsch.