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k-tv im April

April: Von Angesicht zu Angesicht

Anfang April beginnt mit dem Palmsonntag die Leidenswoche unseres Herrn. Der Monat April ist dem Antlitz Christi geweiht. Das schmerzerfüllte Angesicht Jesu erfüllt wohl jeden nüchtern denkenden Menschen mit Trauer und Entsetzen. Gottes Sohn ist Mensch geworden, hat Notleidende gesättigt, getröstet und ermutigt, hat Kranke geheilt und sogar Tote auferweckt. In der unverbrüchlichen Liebe und Treue Jesu Christi offenbart sich unmissverständlich die unaussprechliche und unbeschreibliche Güte unseres lebendigen Gottes. Indem wir uns unserer eigenen Schuld und Sünden bewusst werden, können wir unseren Heiland wahrhaftiger auf seinem Leidens- und Kreuzweg begleiten. In Jesus begegnet uns der Erlöser und Retter der Welt. Der alte, noch unerlöste Mensch verbirgt sich aufgrund seiner Sündenlast, wie einst Adam, vor dem Angesicht Gottes! (vgl. Gen 3,8). Der Stammvater Israels, Jakob, «streitet» mit Gott und spricht: «Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und lebe noch.» (Gen 32,31) An seiner Hüfte verletzt, verlässt Jakob den Ort Penuël. Moses führt das Volk Gottes mit Hilfe des göttlichen Angesichts bis vor die Grenzen des verheissenen Landes. Die Begegnungen mit Gott im brennenden Dornbusch und von Auge zu Auge prägen das Antlitz Mose so sehr, dass er es vor dem Volk verschleiern muss. (Ex 33,11) Als erlöste Menschen bleiben wir aber nicht bei der Betrachtung des leidenden und sterbenden Christus stehen. Der auferstandene Herr lehrt uns durch die Worte des Völkermissionars Paulus, den dreifaltigen Gott in seiner vollkommenen Liebe zu betrachten: «Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen.» (vgl. 1. Kor 13,12) In den Wunderberichten der Evangelien und in den Gleichnissen Jesu lernen wir die Selbstoffenbarung Gottes auf den verschiedensten Ebenen des menschlichen Lebens kennen: in der Empfänglichkeit, in der guten Haltung, im guten Tun und in der richtigen Einstellung den materiellen Dingen gegenüber. In der Nachfolge Jesu gelangen wir Menschen durch unser ehrliches Bemühen, mit der Gnade Gottes in das unvergängliche Reich Gottes und in die Fülle des ewigen Lebens. Im würdigen Lobpreis Gottes und in der wahrhaftigen Anbetung unseres Herrn werden wir uns seiner Gegenwart bewusst: «Der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt stehen und seine Knechte werden ihm dienen. Sie werden sein Angesicht schauen und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben.» (Offb 22,3f)


Liebe Freunde des K-TV,

die Übertragungen der hl. Messe aus den verschiedensten Orten, die Exerzitienreihen, die Dokumentationen aus aller Welt, die Tagesthemen und die vielen anderen Beiträge zum Glauben und zur Kultur, mögen uns in der Betriebsamkeit und in den Unsicherheiten unseres Alltags darin bestärken, alles zur grösseren Ehre und zum Lobpreis Gottes einzusetzen. Die durch K-TV übertragenen Gebetsstunden mögen Sie ermutigen, in den Vergeblichkeiten und in der Fragwürdigkeit unseres Bemühens, die Quelle des Lebens trotz allem immer vor Augen zu bewahren, um letztlich das eigentliche Ziel jedes geistlichen Lebens zu erlangen: die Gegenwart des lebendigen Gottes. Für Ihr Gebet und Ihre materielle Unterstützung bedanken wir uns von ganzem Herzen. Dank Ihrer Spenden dürfen wir bei der Verbreitung und Vertiefung des Glaubens in unserer Zeit mitwirken.

Mit den besten Segenswünschen für das Osterfest und in dankbarer Verbundenheit grüsst Sie,

Ihr

Pfarrer Paul Schuler

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