Mile Christi

Ein heiliges Kind steht heute im Martyrologium Romanum.

Simon von Trient
italienische Verniedlichung: Simonino

Fest katholisch: 24. März
Name bedeutet: Er (Gott) erhört (hebr.) Kind * 1472 in Trient in Italien
† 26. März 1475 daselbst
Am Gründonnerstag 1475, zugleich der Tag des jüdischen Passahfestes, verschwand in Trient ein dreijähriges - nach anderen Berichten zweijähriges - Kind: Simon, der Sohn eines Gerbers. Der jüdische Hofbesitzer Samuel entdeckte drei Tage später - also am Ostersonntag - in einem Bach vor seinem Haus eine Kinderleiche. Gemeinsam mit Vertretern der jüdischen Gemeinde meldete er den Fund den Behörden. Der Bischof von Trient, Johann Hinderbach, strengte den Prozess an, bei dem Samuel, der jüdische Arzt Tobias und weitere angesehene jüdische Bürger, die erst unter der Folter zu Geständnissen bereit waren, des Mordes angeklagt wurden; er endete mit der Verurteilung von fünfzehn Verdächtigen zum Tode.
Papst Sixtus IV. setzte eine Kommission ein, um die Schuldfrage zu klären. Vorsitzender und Berichterstatter war ein Freund des früher in der Stadt wirkenden Bernhardin von Feltre; der hatte sich in seinen Predigten gegen eine zu starke Annährung zwischen Juden und Christen gewandt und soll einen derartigen Vorfall prophezeit haben. Papst Sixtus IV. erklärte das Verfahren für formell einwandfrei, aber er verbot, die Juden weiter zu verfolgen. Doch waren die Mörder und acht weitere Juden bereits hingerichtet. Der Bischof von Trient förderte in seiner Diözese die Verehrung Simons, in der Kirche Santi Pietro e Paolo wurden seine Gebeine in einer Liegefigur gezeigt. Der Gedenktag wurde 1588 durch Papst Sixtus V. ins Martyrologium Romanum aufgenommen. 1755 bestätigte Papst Benedikt XIV. mit der Bulle Beatus Andreas die Gültigkeit des Prozesses sowie die Widmung des öffentlichen Gottesdienstes und bekräftigte, dass das Martyrium durch Juden in Hass auf den Glauben an Christus stattgefunden habe. 1883 wurden Teile der vatikanischen Prozessakten in Deutschland veröffentlicht und untermauerten die kanonischen Berichte.
Simon wurde schon bald als Märtyrer verehrt. Von den Kanzeln in ganz Mitteleuropa wurde gegen die Juden gepredigt und vor den Juden gewarnt, es kam zu vielen Verfolgungen. In Frankfurt am Main wurde an der Mainbrücke - heute: Alte Mainbrücke - ein Standbild von Simon angebracht, das das gemarterte Kind und die Juden mit dem Teufel darstellte, die Bildunterschrift lautete: Solange Trient und das Kind wird genannt, / der Juden Schelmstück wird bekannt.
Michael Wolgemut: Holzschnitt über den Mord am Kind Simon. Aus Hartmann Schedels Weltchronik, 1493.
Vereinzelte sektiererische jüdische Kreise ermordeten nach dem von Elio Toaff verfaßten Buch „Pasqua di Sangue“ Christen, vor allem Kinder, um ihr Blut für ihre Zeremonien zu verwenden.
* Kanonisation: Papst Sixtus V. bestätigte 1588 den Kult für Simon. 1965 empfahl eine päpstliche Kommission nach den Verlautbarungen des 2. Vatikanischen Konzils, keinerlei dem Judentum mißfallende Verkündigung mehr zuzulassen, die Aufhebung der Verehrung Simons und stellte fest, dass die Trienter Juden angeblich einem Justizirrtum zum Opfer gefallen seien um damit einen unfehlbaren Akt des Papstes, nämlich eine Heiligsprechung zu widerrufen und damit das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes zu relativieren. Konsequenterweise verfügte der Erzbischof von Trient die Wende in Sachen Simonino mit Aufhebung des Kultes, der Entfernung seiner Gebeine aus der Kirche Santi Pietro e Paolo und der Abschaffung der traditionellen Prozession durch die Straßen der Stadt, was einen bis dato nie dagewesenen Akt in der Geschichte der Kirche darstellt. Vom gläubig gebliebenen katholischen Volk wird er nach wie vor als Fürsprecher für Kinder angerufen, die Opfer von Gewalt oder Entführung wurden.
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Josefa Menendez

Hl. Simonino, ora pro nobis 🙏 🙏 🙏

Mile Christi

Trient - Judenstein - Epstein: nichts Neues unter der Sonne!

Hallo Tschüss

Beten wir zu diesen Blutzeugen, die heute so oft geleugnet werden, zum Hl, Simonino, dem seligen Andreas von Rinne und auch besonders zum Heiligen Werner von Oberwesel, dessen Gedenktag auf den 19. APRIL fällt
Dadurch, dass diese Heiligen so ungerecht in der Amtslirche behandelt werden, können sie uns große Gnaden und Hilfe erflehen.