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Wie früh im Leben wir fühlende Wesen sind und wie ein Abtreibungsarzt das Leben als heilig erkannte

Copertino
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Bereits 2017 konnten Wissenschaftler nachweisen, dass Nervenstrukturen von Kindern in der 12. Schwangerschaftswoche den Strukturen gleichen, wie sie bei erwachsenen Menschen vorkommen. 2006 hatte …More
Bereits 2017 konnten Wissenschaftler nachweisen, dass Nervenstrukturen von Kindern in der 12. Schwangerschaftswoche den Strukturen gleichen, wie sie bei erwachsenen Menschen vorkommen. 2006 hatte Prof. Stuart Derbyshire noch geschrieben, Ungeborene würden keinen Schmerz fühlen. Heute, als Professor an der Nationalen Universität in Singapur sieht er das anders. Zusammen mit seinem Kollegen John Bockmann hat er kürzlich neue wissenschaftliche Ergebnisse vorgelegt, die zeigen, dass das Nervensystem von Ungeborenen schon so weit entwickelt ist, dass bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt die Möglichkeit von Schmerzerfahrung besteht.

Es sei daher eine "moralische Rücksichtslosigkeit", sich gegenüber dem Ungeborenen so zu verhalten, als wäre man sicher, es empfinde keinen Schmerz. Anderen Wissenschaftlern gelang 2017 die Nervenstrukturen von ungeborenen Kindern schon ab der siebenten Schwangerschaftswoche sichtbar zu machen. Sie kamen wie Derbyshire zum Schluss, dass die Nervenstrukturen weit vor der zwölften Schwangerschaftswoche jenen eines Erwachsenen ähnlich sind.

Die Schlussfolgerungen daraus sind geradezu dramatisch, wenn man sich einmal vor Augen hält, welch unermessliches Leid jeden Tag allein dadurch verursacht wird, diesen Aspekt außen vor zu lassen. Heute werden Betreiber von Schlachthöfen juristisch belangt, wenn sie es unterlassen, Tiere vor dem Schlachten zu betäuben. Ungeborene hingegen werden im 21. Jahrhundert legal ohne Betäubung im Mutterleib zerteilt, um sie aus der Gebärmutter zu entfernen. Prof. Stuart Derbyshire schlägt deshalb vor, Feten vor einer Abtreibung medikamentös schmerzunempfindlich zu machen.

Einen konsequenteren Weg ging Dr. Bernard Nathanson, einer der Gründerväter der US-amerikanischen Abtreibungsorganisation NARAL und Leiter einer der grössten Abtreibungskliniken Amerikas in New York. Im Jahre 1973 war Nathanson zum Chefarzt der gynäkologischen Abteilung des St. Luke’s Krankenhauses in New York ernannt worden. Dort wurde zum ersten Mal ein Ultraschallgerät installiert, welches die Beobachtung des Fötus im Mutterleib ermöglichte. Die Ärzte erkannten darauf, dass ein Embryo ein normal funktionierendes Lebewesen ist. Sie konnten den Embryo vermessen, ihn wägen, sein Alter bestimmen und ihm zuschauen wie er schluckt oder Wasser lässt.

Von diesem Augenblick an war Nathanson nicht mehr von den „Abtreibungen auf Wunsch“ überzeugt. Er schränkte die Zahl der Abbrüche drastisch ein und führte nur Eingriffe durch, die seiner Meinung nach medizinisch notwendig waren, den letzten im Jahre 1979 vor. Mit seinem Freund Jay, der 20 Abtreibungen täglich vornahm, liess er 1984 das Ultraschallgerat eingeschaltet und zeichnete den Eingriff auf einem Filmband auf. Später schauten beide die Aufnahmen an und waren so schockiert über die Abwehrbewegungen des Ungeborenen, dass sie keine Abtreibung mehr vornahmen. So entstand der Film „The Silent Scream“ (Der stumme Schrei).

Die Erstaufführung des Filmes war im Januar 1985 in Florida und verursachte grosses Aufsehen. Auch durch die Abtreibungsdokumentation „Die Finsternis der Vernunft" 1987 wurde Dr. Nathanson bekannt. 1996 veröffentlichte er seine Biografie unter dem Titel „In der Hand Gottes. Eine Reise vom Tod zum Leben". Im selben Jahr konvertierte Dr. Nathanson, der sich einmal als jüdischer Atheist bezeichnete, zur katholischen Kirche. Kardinal John O'Connor taufte ihn am 8. Dezember in der New Yorker Saint-Patrick's Cathedral symbolträchtig am Fest der Unbefleckten Empfängnis.

Dr. Nathanson gab durch Filme, Bücher und Seminare Zeugnis, dass das Leben heilig ist. Seine Filmdokumentation "The silent Scream" erschien in vielen Ländern und Sprachen. Link zu "Der stumme Schrei": www.youtube.com/watch

Am 19. Oktober 1996 richtete Prof. Nathanson in Warschau an die polnischen Parlamentarier folgenden Appell: „Ich flehe euch an: Macht keinen Schritt in Richtung Liberalisierung der Abtreibung! Die Geschichte wird euch das nicht verzeihen. Ich möchte euch warnen vor den Fehlern, die wir in Amerika gemacht haben. Die Stimme für die Abtreibung wird zugleich zur Stimme für die Euthanasie, zur Tötung alter und behinderter Menschen sowie Kranker im Endstadium, für genetische Experimente – sie wird zu einem ersten Schritt auf einer schiefen Ebene, an deren Ende die völlige Enthumanisierung des Leben steht, ein Tal des Todes.“ Wie zutreffend die damalige Analyse und wie prophetisch sein Zeugnis war erkennen wir erst heute, 24 Jahre später! Bernard Nathanson starb 2011 an einem Krebsleiden.

Quellen:
"Tridimensional Visualization and Analysis of Early Human Development", Derbyshire SW, Bockmann JC, Reconsidering fetal pain, Journal of Medical Ethics 2020, 46;3-6

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