Ratzi
Luther hatte keine Ahnung vom Alt-Hebräischen. Dazu hätte er mind. 30 Jahre in Palästina leben müssen. Beim Übersetzen passieren schnell Begriffsverwirrungen, bewusst oder unbewusst. So ist auch der sog. arabische Prophet Mohammed niemand anderer als Jesus Christus selbst. Mohammed als sog. arabischer Prophet ist erfunden, erstunken und erlogen: Wie "muhammad Jesus" in einen arabischen Prophet…More
Luther hatte keine Ahnung vom Alt-Hebräischen. Dazu hätte er mind. 30 Jahre in Palästina leben müssen. Beim Übersetzen passieren schnell Begriffsverwirrungen, bewusst oder unbewusst. So ist auch der sog. arabische Prophet Mohammed niemand anderer als Jesus Christus selbst. Mohammed als sog. arabischer Prophet ist erfunden, erstunken und erlogen: Wie "muhammad Jesus" in einen arabischen Propheten umgewandelt wurde
alfredus
Lucifer der Morgenstern .. ! Wer sagt uns denn, ob nicht Luther durch den Ungeist dazu angeregt wurde, ihn den Lucifer, als Morgenstern zu bezeichnen ... ? Es ist so, dass man viele theogische Gründe Luthers anführen kann, aber die Antwort kann ganz einfach sein : ... es war eine Insperation des Bösen !
DrMartinBachmaier
Es geht um zwei Bezeichnungen:
erstens: הֵילֵ֣ל (heelel) heißt Glanz, Glanzstern, Morgenstern, in der Vulgata mit lucifer ("Lichtträger") ins Lateinische übertragen. und
zweitens: בֶּן־שָׁ֑חַר (ben schachar) heißt Sohn der Morgenröte, in der Vulgata mit "qui mane oriebatur" ("der morgens aufging") ins Lateinische übertragen.
Die Bibeltexte habe ich von hier
entnommen.
Luther scheint hier die …More
Es geht um zwei Bezeichnungen:
erstens: הֵילֵ֣ל (heelel) heißt Glanz, Glanzstern, Morgenstern, in der Vulgata mit lucifer ("Lichtträger") ins Lateinische übertragen. und
zweitens: בֶּן־שָׁ֑חַר (ben schachar) heißt Sohn der Morgenröte, in der Vulgata mit "qui mane oriebatur" ("der morgens aufging") ins Lateinische übertragen.
Die Bibeltexte habe ich von hier
entnommen.
Luther scheint hier die beiden Ausdrücke, Glanzstern und Sohn der Morgenröte, mit "schöner Morgenstern" zusammengefasst zu haben.
Frank Walter Mann
MichaEL - wer ist wie GOTT
GabriEL - Kraft GOTTES
RafaEL - GOTT hat geheilt
etc.

HillEL / HeelEL - ?
Frank Walter Mann
Ich würde behaupten, dass Heelel nicht Morgenstern bedeuten kann, denn der Morgenstern ist heller als die Morgenröte. Der "Sohn" (in dem Fall das Geschöpf) kann nicht heller sein als sein Schöpfer.
CollarUri
@DrMartinBachmaier Ja, es geht um diese Bezeichnungen; aber es gibt eine Bezeichnung „Morgenstern“, die sowohl für den einen als auch für den andern verwendet wird, in letzterem Fall als „jener wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht“ (Osterlob), Christus als der wahre Licht-Bringer und also wörtlich luci-ferens. Von daher wird wohl die Begriffsverwirrung stammen bzw. die Behauptung …More
@DrMartinBachmaier Ja, es geht um diese Bezeichnungen; aber es gibt eine Bezeichnung „Morgenstern“, die sowohl für den einen als auch für den andern verwendet wird, in letzterem Fall als „jener wahre Morgenstern, der in Ewigkeit nicht untergeht“ (Osterlob), Christus als der wahre Licht-Bringer und also wörtlich luci-ferens. Von daher wird wohl die Begriffsverwirrung stammen bzw. die Behauptung der Identität Christi mit Luzifer, die dem Buchstaben nach nicht völlig falsch ist, weil Luzifer zum Lichtbringer berufen war und Christus zum Lichtbringer berufen ist. Dies wird von Oberschlauen als Identität verkauft. Dem Sinn nach sind sie aber unmöglich identisch, was aus den Christusworten in den Evangelien deutlich genug wird.
Oenipontanus
@DrMartinBachmaier
Wenn הֵילֵ֣ל von der Wurzel הלל (h-l-l) abzuleiten ist, wofür die Septuaginta, die Vulgata und auch das Targum (נוֹגְהָא – „Glanz“ oder im übertragenen Sinn „Venus“/“Morgenstern“) sprechen, dann ist es in der Tat mit „Glanz“, „Glanzstern“, „Glänzender“, „Strahlender“ etc. zu übersetzen.
Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, die sich nicht nur in der Peshitta, also der …More
@DrMartinBachmaier
Wenn הֵילֵ֣ל von der Wurzel הלל (h-l-l) abzuleiten ist, wofür die Septuaginta, die Vulgata und auch das Targum (נוֹגְהָא – „Glanz“ oder im übertragenen Sinn „Venus“/“Morgenstern“) sprechen, dann ist es in der Tat mit „Glanz“, „Glanzstern“, „Glänzender“, „Strahlender“ etc. zu übersetzen.
Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, die sich nicht nur in der Peshitta, also der syrischen Bibelübersetzung, sondern auch im Jesaja-Kommentar des hl. Hieronymus findet. Es könnte nämlich הֵילֵ֣ל auch Imperativ Hiphil von ילל (y-l-l) – „heulen“, „jammern“, „wehklagen“ sein. In diesem Sinne wäre הֵילֵ֣ל בֶּן־שָׁ֑חַר als „Heule/Wehklage, Sohn der Morgenröte!“ wiederzugeben.
Nicht nur wegen der Autorität der Vulgata, sondern auch des ganzen Zusammenhangs wegen ist aber meines Erachtens der Übersetzung „Glanz“ etc. der Vorzug zu geben.

@Frank Walter Mann
„HillEL / HeelEL - ?“
In dem Wort „Helel“ steckt nicht(!) die Gottesbezeichnung „El“. Das Wort setzt sich aus zwei Silben zusammen: 1. „He-„ (offene Silbe) und 2. „-lel“ (geschlossene Silbe).
DrMartinBachmaier
@Oenipontanus: Freut mich, dass Sie wieder da sind. Die Wehklage-Version muss ich erst noch überdenken. War die letzten 10 Tage nicht hier. Schreibe jetzt etwas voreilig, um die Mitte der heiligen Nacht noch etwas zu treffen uns somit treffend schöne Weihnacht zu wünschen.
Heilwasser
Zur Logik des Denkens nochmal, damit das ganz klar wird: Das Exsultet stammt vom hl. Augustinus, es geht hier nicht um Bibelverse, sondern was der hl. Augustinus damit gemeint hat. Das Exsultet liegt im Original in lateinischer Sprache vor und hat erst mal nichts mit Bibelübersetzungen zu tun.
Heilwasser
Luzifer heißt eigentlich "Lichtträger", nicht Morgenstern. Und die Bezeichnung weiß hier auf den wahren Lichtträger, das wahre Licht, Christus hin. Das gesamte Hochgebet des Exsultet wird dem hl. Augustinus zugeschrieben, was sehr wahrscheinlich ist. Die Namen der erschaffenen Engel zeigen Eigenschaften Gottes an. Dass derjenige, der anfangs Lucifer=Lichtträger hieß, abgefallen ist, ist eine …More
Luzifer heißt eigentlich "Lichtträger", nicht Morgenstern. Und die Bezeichnung weiß hier auf den wahren Lichtträger, das wahre Licht, Christus hin. Das gesamte Hochgebet des Exsultet wird dem hl. Augustinus zugeschrieben, was sehr wahrscheinlich ist. Die Namen der erschaffenen Engel zeigen Eigenschaften Gottes an. Dass derjenige, der anfangs Lucifer=Lichtträger hieß, abgefallen ist, ist eine zusätzliche Sache, die hier aber keine Rolle spielt. Viele nehmen das immer als Beweis der Anbetung Lucifers, aber das kann man so nicht sagen. Dass die Feinde Christi das vielleicht so interpretieren, ist klar, doch ursprünglich ist es nicht so gemeint, weil die Lichtsymbolik mit der geweihten Osterkerze im Hochgebet des Exsultet eine wichtige Rolle spielt.
Frank Walter Mann
Es gibt im AT keine Stelle, die den abgefallenen Cherub "Lucifer" nennt. Sein Name wird in Jesaja 14,12 genannt: Hillel (ben Schachar).
Heilwasser
Das liegt vielleicht daran, dass es eine gewisse Übereinstimmung in der Wissenschaft gibt, dass Luzifer und Morgenstern ein und derselbe sein sollen, aber der wahre Lichtträger und der wahre Morgenstern ist Christus.
Frank Walter Mann
Der entscheidende Punkt ist das hebräische Original, nicht, was man daraus macht. Jesaja spricht vom gefallenen Cherub, womit aus dem Kontext Satan identifiziert werden kann. Und dort ist sein Name weder "Lichtträger", noch "Morgenstern" (was aus der selben Wurzel "Luzifer" kommt.).

Hillel ben Schachar kann nicht mit "Lichtträger" oder "Morgenstern" übersetzt werden. Demnach ist Satan nicht …More
Der entscheidende Punkt ist das hebräische Original, nicht, was man daraus macht. Jesaja spricht vom gefallenen Cherub, womit aus dem Kontext Satan identifiziert werden kann. Und dort ist sein Name weder "Lichtträger", noch "Morgenstern" (was aus der selben Wurzel "Luzifer" kommt.).

Hillel ben Schachar kann nicht mit "Lichtträger" oder "Morgenstern" übersetzt werden. Demnach ist Satan nicht Luzifer.
Heilwasser
Früher, vor dem Abfall aus dem Himmel hieß er L. und nachher hieß er S. Man sagt heute noch L., um anzudeuten, wie er früher hieß und er hat auch noch gewisse Lichtfähigkeiten beibehalten, er benutzt dies, um Licht vorzuspiegeln. Es besteht null und gar kein Unterschied zwischen weißer und schwarzer Magie, sogenannten lichtvollen und dunklen Gruppierungen. Sie gehören alle dem S., der identisch …More
Früher, vor dem Abfall aus dem Himmel hieß er L. und nachher hieß er S. Man sagt heute noch L., um anzudeuten, wie er früher hieß und er hat auch noch gewisse Lichtfähigkeiten beibehalten, er benutzt dies, um Licht vorzuspiegeln. Es besteht null und gar kein Unterschied zwischen weißer und schwarzer Magie, sogenannten lichtvollen und dunklen Gruppierungen. Sie gehören alle dem S., der identisch ist mit L. Es gibt keinen Unterschied der Person, nur einen Unterschied im ersten Erscheinungsbild. Viele Leute werden hier verführt. Am Ende werden sie alle dasselbe Ergebnis haben: Knechtung durch S. in der peinvollen Hölle. Ohne Umkehr zu Jesus Christus geht da kein Weg vorbei.
Frank Walter Mann
Früher, vor dem Abfall aus dem Himmel hieß er L. und nachher hieß er S.

Haben Sie einen Beleg dafür? In der Bibel gibt es dafür keinen.
Ferner wird in Jesaja an betreffender Stelle, wo über seinen Abfall berichtet wird, nicht der Name Satan (Ankläger) verwendet, sondern sein Name HILLEL (mit Zusatz ben Schachar), also HILLEL Sohn der Morgenröte. Der ursprüngliche Name lautet demnach HILLEL.
Heilwasser
Dass er abfiel, steht ja trotzdem da. Die Identifikation von S. und L. ist in der christlichen Lehre wie in der Mystik 1000fach bezeugt.
Frank Walter Mann
Der Cherub Hillel ist identisch mit Satan. Es ist ja eben falsch diesen Luzifer zu nennen. Dafür gibt es keinen Grund - im Gegenteil. Wenn es 1000fach bezeugt sein soll durch die christliche Lehre, werden Sie mir ja nur drei Beispiele dafür aufführen können.
Frank Walter Mann
Erklären Sie mir bitte, wie man von Hillel ben Schachar (Original Name) auf Luzifer kommt?
Heilwasser
Die Hl. Vulgata, die als inspiriert gilt und vom hl. Hieronymus (5. Jh.) stammt, hat bei Jes 14,12 "Lucifer" stehen, die Einheitsübersetzung "strahlender Stern der Morgenröte". Augustinus und Hieronymus sagen dazu, dass Lucifer als Lichtträger der ersterschaffene Engel war, weswegen er wohl mit dem Stern der Morgenröte verglichen wird. Weitere Beispiele zu nennen, wäre uferlos, weil die gesamte …More
Die Hl. Vulgata, die als inspiriert gilt und vom hl. Hieronymus (5. Jh.) stammt, hat bei Jes 14,12 "Lucifer" stehen, die Einheitsübersetzung "strahlender Stern der Morgenröte". Augustinus und Hieronymus sagen dazu, dass Lucifer als Lichtträger der ersterschaffene Engel war, weswegen er wohl mit dem Stern der Morgenröte verglichen wird. Weitere Beispiele zu nennen, wäre uferlos, weil die gesamte katholische Lehre davon spricht und bei jedem Mystiker bezeugt ist: S. = L. Es ist ein und derselbe, nur dass er vor dem Abfall einen positiv klingenden Namen hatte, danach zum Durcheinanderwerfer wurde. Wenn Sie Jes 14,12ff zuende lesen, steht es ganz klar da, auch wenn der Name S. dort nicht steht.
Waagerl
Lk 10,18 Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.
Heilwasser
Beweis: in Jes 14,14 steht: "ich steige weit über die Wolken hinauf, um dem Höchsten zu gleichen". Das war L., der im Himmel war und dem Höchsten neidisch wurde. Das brachte ihn zu Fall und er wurde verwandelt zu S. und fiel in den Abgrund, was in Vers 15 steht.
Frank Walter Mann
Beweis: in Jes 14,14 steht: "ich steige weit über die Wolken hinauf, um dem Höchsten zu gleichen".

Wir missverstehen uns offensichtlich. Ich sage ja auch, dass der Cherub, der in Jesaja 14,12 (im hebräischen Original) Hillel ben Schachar genannt wird, sich Gott gleich machen wollte und damit abgefallen war und nun Satan genannt wird.
Doch auch in Jesaja 14,14 steht NICHT, dass er "Luzifer" genan…More
Beweis: in Jes 14,14 steht: "ich steige weit über die Wolken hinauf, um dem Höchsten zu gleichen".

Wir missverstehen uns offensichtlich. Ich sage ja auch, dass der Cherub, der in Jesaja 14,12 (im hebräischen Original) Hillel ben Schachar genannt wird, sich Gott gleich machen wollte und damit abgefallen war und nun Satan genannt wird.
Doch auch in Jesaja 14,14 steht NICHT, dass er "Luzifer" genannt würde.
Frank Walter Mann
Die Hl. Vulgata, die als inspiriert gilt und vom hl. Hieronymus (5. Jh.) stammt, hat bei Jes 14,12 "Lucifer" stehen, die Einheitsübersetzung "strahlender Stern der Morgenröte".

Das stimmt fast (Sohn der Morgenröte steht da). Aber das es da steht (Luzifer in der Vulgata), macht es deshalb nicht richtig.

Augustinus und Hieronymus sagen dazu, dass Lucifer als Lichtträger der ersterschaffene Engel …More
Die Hl. Vulgata, die als inspiriert gilt und vom hl. Hieronymus (5. Jh.) stammt, hat bei Jes 14,12 "Lucifer" stehen, die Einheitsübersetzung "strahlender Stern der Morgenröte".

Das stimmt fast (Sohn der Morgenröte steht da). Aber das es da steht (Luzifer in der Vulgata), macht es deshalb nicht richtig.

Augustinus und Hieronymus sagen dazu, dass Lucifer als Lichtträger der ersterschaffene Engel war, weswegen er wohl mit dem Stern der Morgenröte verglichen wird.

Verglichen wird und es ZU SEIN sind zwei verschiedene Dinge. Jesus Christus ist der Morgenstern. Demnach kann es Satan NICHT sein.
Heilwasser
In der Hl. Vulgata steht schon "lucifer" drin. Es gibt verschiedene inspirierte Bibelausgaben. Die Hl. Vulgata, Die Septuaginta und sicher noch die hebräische Originalausgabe, doch so einfach ist das nicht mit den Ausgaben. Deswegen haben wir ja auch die Mystik und Heiligen, die Schauungen hatten und 100%ige Erkenntnisse. S. = L. Das ist absolut sicher.
Frank Walter Mann
OK, dann ist Satan Luzifer und Jesus Christus ist Luzifer - gemäß Ihnen. Ich kann mich dem zwar nicht anschließen, aber belassen wir es.
Heilwasser
Nein, Jesus ist nicht Luzifer, aber Luzifer hat wie alle erschaffenen Engel einen Namen, der Eigenschaften und Wesenszüge Gottes ausdrückt. Der "Lichtträger" hat die Lichtsymbolik im Namen erhalten, weil er eben der Lichtträger als oberster Engel sein sollte und das Licht an die anderen Engel weiterleitete. Das war seine Aufgabe. Christus ist das wahre Licht, das göttliche Licht, von dem Luzifer …More
Nein, Jesus ist nicht Luzifer, aber Luzifer hat wie alle erschaffenen Engel einen Namen, der Eigenschaften und Wesenszüge Gottes ausdrückt. Der "Lichtträger" hat die Lichtsymbolik im Namen erhalten, weil er eben der Lichtträger als oberster Engel sein sollte und das Licht an die anderen Engel weiterleitete. Das war seine Aufgabe. Christus ist das wahre Licht, das göttliche Licht, von dem Luzifer sein Licht als Lichtträger im englisch tragbaren Maß hatte. Im Exsultet ist mit dem Lucifer, dem Lichtträger der wahre Lichtträger, Christus, gemeint, weil im Osterlob des Exsultet gerade die Osterkerze als Symbol Christi dargestellt ist. Sie leuchtet wie Christus, sie verzehrt sich wie Christus, sie brennt wie Christus in Frieden, sie trägt das Licht. Daher hat im Kontext des Exsultet "Lichtträger" nur etwas mit Christus selbst zu tun. Aber der, der üblicherweise mit Luzifer bezeichnet wird, ist derselbe wie Satan, vor dem Abfall L. genannt, nachher S.
Frank Walter Mann
Nein, Jesus ist nicht Luzifer...Im Exsultet ist [...] Lucifer [...] Christus, gemeint.

OK...
Waagerl
Hildegard von Bingen
Die mystische Dimension in der Schöpfungsspiritualität der Hildegard von Bingen
Auszug:

An verschiedenen Stellen in ihren Werken beschreibt Hildegard den Fall des Luzifer, z.B. in „Causa et Curae ( Heilwissen ): „…. Luzifer sah im Norden einen leeren Raum, der noch nicht in das Schöpfungswerk einbezogen war. Dort wollte er seinen Wohnsitz aufschlagen, um da noch mehr und …
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Hildegard von Bingen
Die mystische Dimension in der Schöpfungsspiritualität der Hildegard von Bingen
Auszug:

An verschiedenen Stellen in ihren Werken beschreibt Hildegard den Fall des Luzifer, z.B. in „Causa et Curae ( Heilwissen ): „…. Luzifer sah im Norden einen leeren Raum, der noch nicht in das Schöpfungswerk einbezogen war. Dort wollte er seinen Wohnsitz aufschlagen, um da noch mehr und größere Werke als Gott zu vollbringen. Er kannte dessen Absicht nicht, noch andere Geschöpfe zu erschaffen. Denn er erschaute nicht das Antlitz des Vaters, wußte nichts von seiner Macht und lernte auch seine Güte nicht kennen, weil er sich gegen Gott aufzulehnen suchte, bevor er dies erfahren konnte. Gott hatte nämlich dies noch nicht offenbart, sondern verborgen gehalten, wie es ein mächtiger, starker Mann tut, der seine Stärke manchmal vor den anderen Menschen verbirgt, so daß sie diese nicht kennen, bis er sehen kann, was sie über ihn denken und was sie beginnen und tun möchten. Als Luzifer sich in seinem verkehrten Willen zum Nichts – da es ein Nichts war, was er tun wollte – erheben wollte, stürzte er in das Nichts und konnte keinen Halt finden, weil er keinen Grund unter sich hatte. Denn er hatte keine Höhe über sich und keine Tiefe unter sich, die ihn vor einem Sturz hätte bewahren können. Als er sich aus dem Nichts ausstreckte, brachte das Beginnen dieses Strebens das Böse hervor, und alsbald entbrannte infolge der Eifersucht auf Gott das Böse, welches das helle Licht nicht kennt, in sich selbst – wie ein Rad, das sich dreht und in seinem Inneren eine glühende Finsternis sehen läßt.“ (Causa et curae S. 5,6). Gott ist der Schöpfer der Welt – er ist das „helle, strahlende Licht“, das Leben. Aus seinem Willen geht die Materie hervor. Das Licht und die Engel gehen aus der Schöpfung hervor. Die Engel sind Licht, sind Klarheit. Luzifer erbebt sich in seinem Stolz, möchte größer sein als Gott. Er sieht einen leeren Raum, den er für sich haben möchte. Und damit stürzt er ins Nichts. Der Mensch hat eine Höhe über seinem Kopf und einen Boden, einen Grund unter seinen Füßen – das ist Gott bzw. die Beziehung des Menschen zu Gott. Luzifer nicht; er steht nicht in dieser Beziehung und tut etwas, was Gott nicht von ihm gewollt hat. Der leere Raum – das Nichts, in das er fällt – steht für das Böse, das Laster, die Erhebung im Stolz. Er wird zum Bösen, wenn wir diesen Raum ohne Beziehung zu Gott nutzen. In dieser Versuchung, die uns gegebene freie Entscheidung in falscher Richtung zu nutzen, stehen wir Menschen immer wieder, und besonders auch in der heutigen säkularisierten Gesellschaft.
Im 1. Teil der 2. Vision des „Liber Sci Vias“ (Wisse die Wege) wird beschrieben, wie das Böse vom Teufel weitergegeben wird. An der Beziehung zwischen Eva und Adam wird deutlich, dass der Mensch durch Leidenschaften gekennzeichnet und damit angreifbar und besiegbar ist, wenn in unserem Herzen kein Kontakt zu Gott ist, wir mehr sein wollen, als wir sind : „Als der Teufel den Menschen im Paradies erblickte, rief er bestürzt: „Wer rührt da an die Wohnung meines wahren Glücks?“ Er war sich nämlich bewußt, daß er die Bosheit, die er in sich trug, noch in keinem anderen Geschöpf zur Vollendung gebracht hatte; doch als er Adam und Eva in kindlicher Unschuld im Paradiesgarten lustwandeln sah, war er sehr betroffen und machte sich auf, sie durch die Schlange zu verführen. … Weshalb? Weil er wußte, daß die Empfänglichkeit der Frau leichter zu besiegen ist als die männliche Stärke. Er sah auch, daß Adam Eva so leidenschaftlich liebte, daß nach einem Sieg über Eva Adam alles tun würde, was sie ihm sagte.“ ( Liber Sci Vias, S. 20/21 ).
In ihrem 3. Buch „Liber divinorum operum“ ( Das Buch der göttlichen Werke ), schreibt Hildegard, dass wir Menschen durch die Schöpfung lernen sollen, dass der Mensch der Gipfel der Schöpfung ist: Er allein kann sein Schicksal selbst bestimmen. Alles, was erschaffen ist, ist zum Dienst des Menschen da. Der Mensch ist zwar der Gipfel der Schöpfung, doch Christus ist der 7. Tag, die Vollendung. Sie schreibt: „…: Ich habe in meinem Sohn am siebten Tag, das ist in der Fülle des ganzen Guten, all mein Wirken folgendermassen begrenzt, damit das ganze kirchliche Volk, indem es schaut, hört und durch die Lehre erforscht, gut erkenne, was es in meinen Geboten zu tun habe. … Und ich habe aufgehört auf solche Weise in der Kirche zu wirken, da sie ja bereits im heiligen Werk, wie sie jetzt leuchtet, in einer vollständigen Grundlegung vollendet ist. Denn mein Sohn, der mein siebtes Werk ist, vollbrachte dies alles mit mir im Heiligen Geist, indem er aus dem Schoss der Jungfrau durch seine Menschheit hervorging, gemäß dem, was er im Evangelium sagt: „Alle Gewalt ist mir gegeben im Himmel und auf Erden“ Mt 28.,18 .“ (Liber Divinorum Operum S. 372/373). In der Menschwerdung des Sohnes stellt Gott den Kontakt zum Menschen, der durch Luzifer sowie Adam und Eva unterbrochen war, wieder her. Maria, die neue Eva, ist aus ihrer Beziehung zu Gott nicht herausgefallen. Darüber staunt Hildegard: Gott, der in seiner Güte immer wieder den Kontakt sucht und nicht ablässt – ER sucht den Kontakt durch einen Menschen, seinen Sohn. Hildegard gebraucht in diesem Zusammenhang das schöne und selten verwendete Bild vom Rad: „Aber Gott, der Vater, in seiner Güte blieb vollkommen wie ein Rad, weil seine Vaterschaft voller Güte ist; und so ist diese Vaterschaft sehr gerecht, gütig, fest, stark und, so besehen, mit einem Rad vergleichbar. … So ist die Vaterschaft wie der Umfang eines Rades, die Vaterschaft ist das vollständige Rad. Die Göttlichkeit ist in ihr, alles stammt von ihr, und ohne sie gibt es keinen Schöpfer. Luzifer aber ist nicht etwas Vollkommenes, Ganzes, sondern etwas Gespaltenes, Geteiltes, da er etwas sein wollte, was er nicht sein sollte. Als Gott die Welt erschuf, plante er seit jeher die Menschwerdung.“ (Causa et curae S. 6).
In diesem Sinne sollten wir auch wieder lernen mit der Schöpfung umzugehen: Sie ist uns von Gott gegeben, nicht um unser Maß zu überschreiten, sondern um unser Leben als mystisches Leben in Beziehung mit Gott zu leben, der uns erschaffen hat, wie Hildegard von Bingen sagt:
„Wer Gott in gläubiger Hingabe dient und ihn brennend liebt, wie es seiner würdig ist, wird durch keinen Ansturm der Ungerechtigkeit erschreckt und der himmlischen Seligkeit entrissen.“ ( Liber Sci Vias, S. 16 ).

abtei-st-hildegard.de/…itat-der-hildegard-von-bingen/
Frank Walter Mann
Es scheitert ja gleich zu Anfang, daher es widerspricht der Heiligen Schrift!

Dort wollte er seinen Wohnsitz aufschlagen, um da noch mehr und größere Werke als Gott zu vollbringen.

Jes 14,13
Du aber hattest in deinem Herzen gesagt: Den Himmel will ich ersteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten. Ich will mich niedersetzen auf dem Versammlungsberg, im äußersten Norden. 14 …More
Es scheitert ja gleich zu Anfang, daher es widerspricht der Heiligen Schrift!

Dort wollte er seinen Wohnsitz aufschlagen, um da noch mehr und größere Werke als Gott zu vollbringen.

Jes 14,13
Du aber hattest in deinem Herzen gesagt: Den Himmel will ich ersteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten. Ich will mich niedersetzen auf dem Versammlungsberg, im äußersten Norden. 14 Ich will über Wolkenhöhen emporsteigen, dem Höchsten will ich mich gleichstellen.
Frank Walter Mann
...schreibt Hildegard, dass wir Menschen durch die Schöpfung lernen sollen, dass der Mensch der Gipfel der Schöpfung ist: Er allein kann sein Schicksal selbst bestimmen.

Und die Engel? Auch sie konnten über ihr "Schicksal" selbst bestimmen und haben das auch.

Ferner würde ich eher annehmen, dass die Engel der Gipfel der Schöpfung sind, Gott aber das Niedrige erhöht und deshalb den Menschen …More
...schreibt Hildegard, dass wir Menschen durch die Schöpfung lernen sollen, dass der Mensch der Gipfel der Schöpfung ist: Er allein kann sein Schicksal selbst bestimmen.

Und die Engel? Auch sie konnten über ihr "Schicksal" selbst bestimmen und haben das auch.

Ferner würde ich eher annehmen, dass die Engel der Gipfel der Schöpfung sind, Gott aber das Niedrige erhöht und deshalb den Menschen auch über Engel gesetzt hat.