Adolf Hümmer
17304
Iwan der Schreckliche
Jeder, der in D ehrenamtlich einen Dienst für die Allgemeinheit oder für die Familie verrichtet, ist in der Liebe. Die jeweiligen Selbst-Beweihräucherungen hier sind ziemlich unerträglich! @Klaus Elmar Müller @Waagerl
Waagerl
Jo, Selbstbeweihräucherung. Das ist genau der Ausdruck, mit welchem Sie sich gerade geoutet, geschmückt haben.

Denn nicht alle ehrenamtlichen Dienste, oder Dienste innerhalb der Familie sind gleichzusetzen mit Nächstenliebe! Sondern oft nur fadenscheinige Ausreden, oder ein Sprungbrett in höhere Postionen, in Politik oder Gesellschafft oder Kirche. Sehen und gesehen werden. Anerkennung und …
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Jo, Selbstbeweihräucherung. Das ist genau der Ausdruck, mit welchem Sie sich gerade geoutet, geschmückt haben.

Denn nicht alle ehrenamtlichen Dienste, oder Dienste innerhalb der Familie sind gleichzusetzen mit Nächstenliebe! Sondern oft nur fadenscheinige Ausreden, oder ein Sprungbrett in höhere Postionen, in Politik oder Gesellschafft oder Kirche. Sehen und gesehen werden. Anerkennung und Entlohnung heischend. Entlohnung um ihre Organisationen weiterzubringen. Und Anerkennung um sich in Kirche, Politik und Gesellschaft in höhere Positionen zu bringen.
Ich habe noch von keinem caritativen Dienst, unentgeltliche Hilfe erfahren. Oder Hilfe aus reiner Nächstenliebe.

Und es gibt genügend Leute die eine Pflegschaft übernehmen, nicht aus Nächstenliebe, sondern, weil das Geld nicht stinkt, welches sie dafür bekommen. @Iwan der Schreckliche.

Nehmen Sie das Beispiel, Maria, schwanger und Josef sind auf Herbergssuche. Wieviele Menschen haben, der Heiligen Familie aus reiner Nächstenliebe, eine Herberge angeboten? Wieviele Menschen standen unter dem Kreuz, als Jesus Christus gekreuzigt wurde? Nun, ist es nicht heute auch so?
Klaus Elmar Müller
Sie, @Iwan der Schreckliche, schreiben erstens sachlich und zweitens ohne jede Selbst-Beweihräucherung. Aber drittens: Geärgert haben Sie sich über den Narzissmus anderer. Was kränkt Sie am Weihrauch für andere?
Escorial
@Klaus Elmar Müller Ich glaube der warme Schweini hat sich selbst geliked, weil er zwar aus Ebersberg kommt, dafür aber noch paar andere narzistische Profile aufgemacht hat.
Klaus Elmar Müller
Sehr tiefer, aspektereicher und wohltuender Text zum Jahresvorsatz. Den Abschnitt "Liebe und Mitleid" verstehe ich indessen nicht. Was ich verstehe: Behinderte möchten nicht ständig an ihre Hilfsbedürftigkeit und Ohnmacht erinnert werden, was hingegen demonstratives Mitleid tut. ABER wir anderen empfinden halt Mitleid, wenden uns doch zu und sind halt nicht erfahren, machen das ein oder andere …More
Sehr tiefer, aspektereicher und wohltuender Text zum Jahresvorsatz. Den Abschnitt "Liebe und Mitleid" verstehe ich indessen nicht. Was ich verstehe: Behinderte möchten nicht ständig an ihre Hilfsbedürftigkeit und Ohnmacht erinnert werden, was hingegen demonstratives Mitleid tut. ABER wir anderen empfinden halt Mitleid, wenden uns doch zu und sind halt nicht erfahren, machen das ein oder andere falsch, obwohl Mitleid meines Erachtens Liebe ist! Sollen wir uns ängstlich von Behinderten zurückziehen, um sie nicht zu kränken?
Waagerl
Es gibt ein Unterschied, zwischen Mitleid und mitleiden. Das was aber zu 99 Prozent in dieser Welt zu finden ist, ist dieses Lippenbekenntnis, von Mitleid.

Mitleiden, Anteilnahme, Hilfsbereitschaft, mittun, mittragen, sich an den anderen verschenken, ist ganz selten zu finden. Es ist wie mit dem Gleichnis vom Barmherzigen Samariter.
Adolf Hümmer
Es ist so wie @Waagerl sagt. Liebe muss echt sein, muss von innen kommen. Alles andere ist nur Schein, Heuchelei. Echtes Mitleid ist Liebe, wie Sie sagen, Herr Müller.
Klaus Elmar Müller
Allgemeine Kritik an falscher Haltung nervt mich, erinnert mich an frühere Predigten. Sonntag 1: "Eine Liebe ohne Tat und Spende ist nichts wert", Sonntag 2: "Man kann sich mit einer Spende nicht von echter Liebe freikaufen". Fehlhaltungen zu benennen: das kann jeder leicht. Der obere Teil des Artikel ist hilfreich, inspiriert. @Adolf Hümmer @Waagerl
Waagerl
@Klaus Elmar Müller Sie haben es nicht erfasst, was ich sagen möchte.

Fast alle die Menschen, die immer große Reden schwingen, über Behinderte oder auch mal mit ihnen reden, sind aber DIEJENIGEN, WELCHE: Ja ich habe auch einen Bekannten, der hat eine/n Bekannte und der/die ist behindert, da habe ich ich mal 1Eimer Kohlen hoch getragen, aber ich habe auch keine Zeit, weil, ich habe ja genug …
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@Klaus Elmar Müller Sie haben es nicht erfasst, was ich sagen möchte.

Fast alle die Menschen, die immer große Reden schwingen, über Behinderte oder auch mal mit ihnen reden, sind aber DIEJENIGEN, WELCHE: Ja ich habe auch einen Bekannten, der hat eine/n Bekannte und der/die ist behindert, da habe ich ich mal 1Eimer Kohlen hoch getragen, aber ich habe auch keine Zeit, weil, ich habe ja genug um die Ohren, schließlich hat man ja selber Familie und kann sich nicht um die ganze Welt kümmern. Und um mich kümmert sich ja auch keiner... Da muss der/die halt ins Heim gehen, wenn der/die nicht mehr alleine kann. Schließlich, für was sind Heime da,..... usw. usw.

Die meißten denken, sie haben schon ihre Barmherzigkeit gezeigt, wenn sie den Behinderten mal grüßen, tut ja sonst keiner. Und sich gern im Freundeskreis damit rühmen, ach ja da kenn ich jemanden und da habe mal 10.... Eimer Kohlen hochgetragen..., da waren es plötzlich 10 Eimer und nicht nur einer!
Und das er fürs Hochtragen entlohnt wurde, wird natürlich verschwiegen.
Ich hoffe, ich habe mich jetzt so ausgedrückt, so dass Sie verstehen, was ich sagen möchte.
Klaus Elmar Müller
@Waagerl: Wenn Sie Menschen kennen, die bezüglich Hilfsbereitschaft "große Reden schwingen" - ich kenne keine. Und: Im Sinne von @Adolf Hümmer müssten Sie dem Behinderten doch die Ehre gönnen, den Helfer zu entlohnen. Sie sagen: Manche grüßen nur; aber zu grüßen ist doch gut, ist respektvoll, unaufdringlich. Andererseits: Ich habe mal als junger Hilfspfleger (gut bezahlt) in einer …More
@Waagerl: Wenn Sie Menschen kennen, die bezüglich Hilfsbereitschaft "große Reden schwingen" - ich kenne keine. Und: Im Sinne von @Adolf Hümmer müssten Sie dem Behinderten doch die Ehre gönnen, den Helfer zu entlohnen. Sie sagen: Manche grüßen nur; aber zu grüßen ist doch gut, ist respektvoll, unaufdringlich. Andererseits: Ich habe mal als junger Hilfspfleger (gut bezahlt) in einer Nervenklinik gearbeitet, und mir wurde gesagt, junge Leute, keineswegs bettlägerig, dynamisch, seien von ihrer Familie abgeschoben worden; und ebenso empört mich, wenn alte Menschen ins Altenheim abgeschoben werden; ich stelle mir vor: "Schau, der schöne Blick vom Balkon", und klar: Der Behinderte kann vom Rollstuhl aus gar nicht über die Brüstung schauen. Es gibt also die Heuchelei von "Fürsorge". Da stimme ich Ihnen und Herrn Adolf Hümmer zu. Es heißt im 4. Gebot ja auch nicht: "Du sollst deine Eltern organisieren", sondern "du sollst deine Eltern ehren". Aber wenn Herr @Adolf Hümmer fordert "Liebe muss echt sein, muss von innen kommen", dann fördert das einen skrupelhaften Psychologismus, der an Luther erinnert. Einfach, befreiend, katholisch ist: "Wer meine Gebote hält, der ist es, der mich liebt" (Joh 14, 21) - ohne schwierige, fruchtlose Psychoanalyse der möglicherweise erbsündig kontaminierten Motive!
Waagerl
@Klaus Elmar Müller Ich habe mal als junger Hilfspfleger (gut bezahlt) in einer Nervenklinik gearbeitet,.. Zitatende

Sehen Sie und da gehts schon los: Hätten Sie diese Erfahrungen, gemacht, wenn Sie nicht als Hilfspfleger gearbeitet hätten? Und wenn Sie kein gläubiger Christ wären? Glauben Sie wirklich, die Menschen denken alle so wie Sie?

Bei weitem nicht! Selbst die Behinderten sind auch …
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@Klaus Elmar Müller Ich habe mal als junger Hilfspfleger (gut bezahlt) in einer Nervenklinik gearbeitet,.. Zitatende

Sehen Sie und da gehts schon los: Hätten Sie diese Erfahrungen, gemacht, wenn Sie nicht als Hilfspfleger gearbeitet hätten? Und wenn Sie kein gläubiger Christ wären? Glauben Sie wirklich, die Menschen denken alle so wie Sie?

Bei weitem nicht! Selbst die Behinderten sind auch nicht nur gut unter ihres gleichen. Wie leben in einer autistischen Gesellschaft. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt. Was stört, wird weggeboxt! Das heißt, dieses Bild was Sie da zeichnen, mit der Hilfsbereitschaft, trifft nicht zu! Es macht keiner was aus, reiner Nächstenliebe. Die Menschen, sind oft nur freundlich zu Behinderten, wenn sie gesehen werden wollen oder nicht ausweichen können, oder es ihnen entlohnt wird.Aber da auch nicht immer. Aber ansonsten, lassen sie den lieben Gott einen frommen Mann sein. Das ist nicht nur in der Gesellschafft so, sondern auch unter Christen.

Das Märchen, von der Integration der Behinderten hält sich zäh und dient dazu sein eigenes Gewissen zu beruhigen, sich mit dem Thema nicht zu beschäftigen. Warum auch?

Die Realität des Alltags im Umgang mit Behinderten, sieht ganz anders aus. Auch in Heimen und Behinderteneinrichtungen.
Adolf Hümmer
Herzliches Vergelt's Gott @Waagerl! Das ist sehr gut, was Sie sagen! Gesegneten Tag!
nujaas Nachschlag
Deshalb bemüht man sich ja vor allem in den Kindergärten und Schulen, vielen Menschen die Gelegenheit zu geben, Erfahrungen auf Augenhöhe zu machen..
Klaus Elmar Müller
Um mich zu erklären: "Reine Nächstenliebe"? Jesus sagt: "Keiner ist gut." Luther bestritt darum, dass wir gute Werke tun könnten; immer seien egoistische Nebenmotive dabei, die das Gute verdürben. Die Kirche ist nicht so rigoristisch.Aus "reiner Nächstenliebe" verlangen Sie, @Waagerl, müsse unser Handeln sein. Ich stelle mir gerade vor, wie Sankt Martin den Bettler sieht, sein Gewand teilen …More
Um mich zu erklären: "Reine Nächstenliebe"? Jesus sagt: "Keiner ist gut." Luther bestritt darum, dass wir gute Werke tun könnten; immer seien egoistische Nebenmotive dabei, die das Gute verdürben. Die Kirche ist nicht so rigoristisch.Aus "reiner Nächstenliebe" verlangen Sie, @Waagerl, müsse unser Handeln sein. Ich stelle mir gerade vor, wie Sankt Martin den Bettler sieht, sein Gewand teilen will und ihm dann einfällt, wie bei seiner Rückkehr in die Kaserne die Mitsoldaten seinen halben Mantel thematisieren: großes Hallo, Bewunderung und Lustigkeit. Sankt Martin prüft nun, ob er "aus reiner Nächstenliebe" oder auch aus Eitelkeit handelt und begibt sich in eine Kirche, wo er sein Gewissen prüfend vor Gott stellt. Als er die Kirche verlässt, ist der Bettler immer noch da, am selben Platz, nur erfroren. Zum immer noch üblichen moralischen Predigen aus der Warte des Besseren sagte Pfarrer Hans Milch spöttisch: "Es predigt." @Waagerl @Adolf Hümmer @nujaas Nachschlag
Waagerl
@nujaas Nachschlag

Vieleicht haben Sie andere Erfahrungen gemacht als ich, mit der Integration, mit der Nächstenliebe. Vieleicht haben Sie auch ein dickeres Fell, als ich. Aber vieleicht machen Sie sich selber und anderen nur was vor!
Waagerl
@Klaus Elmar Müller
Zum immer noch üblichen moralischen Predigen aus der Warte des Besseren sagte Pfarrer Hans Milch spöttisch: "Es predigt." Zitatende

Dem ist nichts hinzuzufügen.
One more comment from Waagerl
Waagerl
Zusatz: Ich habe Ihrem Text entnommen, dass Ihr Heiliger Martin, den Mantel teilen wollte, aber es nur beim Wollen geblieben ist. Nicht aber zur Handlung des Teilens kam. Der Bettler ist erfroren. ES PREDIGT das Gewissen, doch die Handlungen bleiben beim Vorsatz, (ich nehme mir vor)... Das nächste mal.... kommt Zeit kommt Rat, kommt Zeit kommt Rat, kommt Zeit kommt Rat...? .Der nächste Winter …More
Zusatz: Ich habe Ihrem Text entnommen, dass Ihr Heiliger Martin, den Mantel teilen wollte, aber es nur beim Wollen geblieben ist. Nicht aber zur Handlung des Teilens kam. Der Bettler ist erfroren. ES PREDIGT das Gewissen, doch die Handlungen bleiben beim Vorsatz, (ich nehme mir vor)... Das nächste mal.... kommt Zeit kommt Rat, kommt Zeit kommt Rat, kommt Zeit kommt Rat...? .Der nächste Winter kommt bestimmt! Wie wird sich Ihr Heiliger Martin entscheiden?

Deshalb prüfe jeder sich selbst! @Klaus Elmar Müller

Im Endeffekt, ist es genau die Ergänzung, zu meinen sämtlichen Ausführungen.