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Lied zu Ehren des hl. Florinus von Matsch (Vinschgau) - Pfarrchor Matsch 7. Juni 2021 pfarrradioschlern in Chur: Übertragung der Gebeine: 7. August im Bistum Trier: Übertragung der Gebeine nach Koble…More
Lied zu Ehren des hl. Florinus von Matsch (Vinschgau) - Pfarrchor Matsch 7. Juni 2021 pfarrradioschlern

in Chur: Übertragung der Gebeine: 7. August
im Bistum Trier: Übertragung der Gebeine nach Koblenz: 18. Dezember

Name bedeutet: der Blühende (latein.)
Priester in Remus
* in Amatia, heute Matsch / Mazia (?) im Vinschgau / Val Venosta in Italien
† im 6./7. Jahrhundert in Ramosch / Remüs im Unterengadin in der Schweiz
Florinus war der Überlieferung zufolge Sohn eines Angelsachsen und einer christlichen Jüdin, die sich auf der Rückkehr von einer Pilgerfahrt nach Rom im Vinschgau niedergelassen hatten. Von Pfarrer Alexander von Ramosch / Remüs - durch das damals eine von den Römern angelegte Straße führte - erzogen, wirkte Florinus als dessen Nachfolger an der dortigen Kirche St. Peter. Die Legende erzählt von zahlreichen Wundertaten, so als er den Messwein holte, ihn einer armen Frau für ihren kranken Mann schenkte und stattdessen Wasser nachfüllte, das sich am Altar in Wein verwandelte.
An Florinus' Grab in der Kirche von Ramosch ereigneten sich ebenfalls viele Wunder. Schon 719 gab es eine Florinus geweihte Kirche, der Otmar von St. Gallen vorstand. 930 war die Kirche in Ramosch Florinus geweiht und Hartbert - später Bischof von Chur - wirkte dort. Um 950 kamen Reliquien durch Herzog Hermann von Schwaben in das Marienstift nach Koblenz, dessen Kirche dann Florinus geweiht wurde. Nach dessen Gründung 1142 kamen die Gebeine in das Kloster nach Schönau bei Heidelberg; weitere sind in Regensburg. Weil der Gründer des ehemaligen Klosters in Churwalden am Grab von Florinus bekehrt wurde, erwarb er Reliquien für seine Neugründung.

Die Kathedrale in Vaduz, im 19. Jahrhundert neben einer Florinus geweihten Kapelle erbaut, und die Pfarrkirche in Matsch sind Florinus geweiht; Florinus ist auch eine 1853 errichtete Kapelle am Ende dieses Dorfes geweiht, die eine Reliquie birgt und in der Nähe des Hofes steht, auf dem Florinus der Überlieferung nach geboren wurde; diese ersetzte die Kapelle am Ort seiner Geburt, nachdem diese dreimal durch Lawinen zerstört worden war.

Patron des Unter-Engadins und des Vinschgaus; von 1288 bis 1962: der Diözese Chur