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Wie ich zur lateinischen Messe kam - Pater Wildfeuer

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Ad Orientem Die Rückkehr-Ökumene richtet die Forderung an die anderen christlichen Gemeinschaften, in das Vaterhaus der katholischen Kirche zurückzukehren, von der sie sich unseligerweise getrennt haben. Pius XI. hat in seiner Enzyklika Mortalium animos diese Forderung erhoben mit den Worten:
„Es gibt nämlich keinen anderen Weg, die Vereinigung aller Christen herbeizuführen, als den, die Rückke…More
Ad Orientem Die Rückkehr-Ökumene richtet die Forderung an die anderen christlichen Gemeinschaften, in das Vaterhaus der katholischen Kirche zurückzukehren, von der sie sich unseligerweise getrennt haben. Pius XI. hat in seiner Enzyklika Mortalium animos diese Forderung erhoben mit den Worten:
„Es gibt nämlich keinen anderen Weg, die Vereinigung aller Christen herbeizuführen, als den, die Rückkehr aller getrennten Brüder zur einen wahren Kirche Christi zu fördern, von der sie sich ja einst unseligerweise getrennt haben. … Zum Apostolischen Stuhle also … mögen die getrennten Söhne kommen, nicht in der Absicht und Hoffnung, die Kirche des lebendigen Gottes, die Säule und Grundfeste der Wahrheit (Cyprian, Epist. XLVIII ad Cornelium, PL 4, 541), werde die Reinheit ihres Glaubens aufgeben und Irrtümer dulden und zulassen, sondern im Gegenteil, um sich ihrem Lehramt und ihrer Führung zu überlassen. O möchte doch Uns durch eine gütige Vorsehung das gelingen, was so vielen unserer Vorgänger nicht gelungen ist, daß Wir all die Söhne, deren durch frevelhaftes Beginnen entstandene Trennung Wir tief bedauern, in väterlicher Liebe wieder umarmen können! O möchte doch Gott, unser Erlöser, der will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (I. Tim. III 15, II 4), Uns hören, da Wir so inständig zu ihm flehen, er möge alle Irrenden zur Einheit der Kirche zurückführen!“[1]

[1]
A. Rohrbasser: „Heilslehre der Kirche“, Freiburg/Schweiz 1953, Nr. 686 bzw. 688, S. 408 bzw. 410.
Ad Orientem: HH Pater Wildfeuer sagt mit Recht, dass es "für viele" heißen muss und dass "für alle" falsch ist. Eine Begründung finden Sie z. B. in W. Schüler: "Zweites Vatikanisches Konzil: Segen oder Fluch" www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de. Ich zitiere sie:

"Wir wollen uns hier auf den schwersten Defekt beschränken, nämlich eine sinnentstellende Falschübersetzung der Wandlungswor…More
Ad Orientem: HH Pater Wildfeuer sagt mit Recht, dass es "für viele" heißen muss und dass "für alle" falsch ist. Eine Begründung finden Sie z. B. in W. Schüler: "Zweites Vatikanisches Konzil: Segen oder Fluch" www.zweites-vatikanisches-konzil-hoerspiel.de. Ich zitiere sie:

"Wir wollen uns hier auf den schwersten Defekt beschränken, nämlich eine sinnentstellende Falschübersetzung der Wandlungsworte in den meisten landessprachlichen Übersetzungen. Der lateinische Text zur Wandlung des Weines und seine Übersetzung lauten in der überlieferten Messe:

„Hic est enim Calix Sanguinis mei, novi et aeterni testamenti: mysterium fidei: qui pro vobis et pro multis effundetur in remissionem peccatorum.“ – „Das ist der Kelch Meines Blutes, des neuen und ewigen Bundes – Geheimnis des Glaubens –, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“

"Anstelle von „für viele“ lautet die Übersetzung in der Neuen Messe „für alle“. Wäre das richtig, dann müsste anstelle von „pro multis“ der lateinische Text lauten „pro omnibus“, aber das ist nicht der Fall. Es liegt hier eindeutig eine Falschübersetzung vor. Der Catechismus Romanus, der nach den Beschlüssen des Konzils von Trient verfasst und von den Päpsten Pius V. und Klemens XIII. herausgegeben wurde, gibt bereits das entscheidende Argument dafür an, dass das „für alle“ falsch ist, wenn er sagt:
„Aber jene Worte, welche beigefügt sind; ‘für euch und für viele’ sind teils aus Matthäus, teils aus Lukas genommen, von der heiligen Kirche aber, welche vom Heiligen Geist belehrt ist, verbunden worden und dienen dazu, um die Frucht und den Nutzen des Leidens zu verdeutlichen.
Denn wenn wir die Kraft desselben betrachten, so muss man sagen, dass der Heiland sein Blut für das Heil aller vergossen hat; wenn wir aber die Frucht, welche die Menschen daraus ziehen, im Auge haben, werden wir leicht einsehen, dass dessen Nutzen nicht allen, sondern nur vielen zuteil werde.
Indem er also ‘für euch’ sagte, meinte er damit entweder die Anwesenden oder die Auserkorenen des Judenvolkes, wie die Jünger waren, mit Ausnahme des Judas, mit welchen er redete. Wenn er aber beifügte: ‘für viele’, so wollte er darunter die übrigen Auserwählten aus den Juden und Heiden verstanden wissen. Es ist also mit Recht geschehen, dass nicht gesagt wurde ‘für alle’, da hier bloss von den Früchten des Leidens die Rede war, welches doch nur den Auserwählten die Frucht des Heiles gebracht hat [!]. Und hierauf beziehen sich jene Worte des Apostels: ‘Christus ist einmal geopfert worden, um die Sünden vieler wegzunehmen’ (Hebr. 9,28), und was der Herr bei Johannes sagt: ‘Ich bitte für sie, nicht für die Welt bitte ich, sondern für diese, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind.’ (Jo 17,9).“[1]
Mit anderen Worten:
Es geht bei den Wandlungsworten nicht um das Heilsangebot Christi, das sich in der Tat an alle Menschen richtet, sondern es geht hier um die Heilswirksamkeit, die nicht allen Menschen zuteil wird, weil es Menschen gibt, die dieses Heilsangebot ablehnen.
Die Tatsache, dass es nicht um das Heilsangebot Christi, sondern um die Heilswirksamkeit Seiner Erlösungstat geht, kommt in den Wandlungsworten dadurch zum Ausdruck, dass das Blut im Kelch von Christus nicht als Sühneblut, sondern als Bundesblut weiterbestimmt wird. Als Sühneblut hätte es universalen Charakter, weil seine Sühnekraft hinreicht, die Sünden aller Menschen aller Zeiten zu tilgen. Als Bundesblut betrifft es aber nicht alle Menschen, weil es nur für diejenigen vergossen wurde, die den Bund mit Gott schließen wollen; nur für sie wird es wirksam „zur Vergebung der Sünden.“
Die Neuerer besaßen also die Dreistigkeit, dieser eindeutigen Lehre der Kirche zu widersprechen. Dabei trifft das nachkonziliare Rom die Hauptschuld, denn es hat die Falschübersetzung der betreffenden Bischofskonferenzen gebilligt.

Benedikt XVI. hat die Falschübersetzung erkannt und im Oktober 2006 wurde von Rom die Richtigstellung der falschen Übersetzung verlangt. Dafür ließ man den Bischofskonferenzen zwei Jahre Zeit. Einige Messbücher sind inzwischen tatsächlich verbessert worden. Im englischsprachigen Messbuch, das im Advent 2011 in Kraft treten soll, wird es nun „for many“ heißen. Auch das revidierte spanische und niederländische Messbuch haben das „für viele“. Für Deutschland erklärte allerdings der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, bei der Herbstvollversammlung der Bischöfe 2010, die deutschen Bischöfe seien dafür, die theologisch korrekte Aussage „für alle“ beizubehalten und sie nicht durch „für viele“ zu ersetzen. Bedeutsam ist, dass Erzbischof Zollitsch die Zurückweisung der Korrektur damit begründet, man wolle Priestern und Gemeinden „keine fundamental neue Übersetzung“ zumuten. Damit gibt er zu, dass durch das „für alle“ tatsächlich etwas anderes ausgedrückt wird als durch das „für viele“. Vor allem aber zeigen die oben angeführten Argumente, dass die Übersetzung „für alle“ eben nicht theologisch korrekt ist, sondern im Gegenteil, dass sie theologisch unhaltbar ist."

Nachtrag: In der Neuausgabe des "Gotteslob" steht zwar "für viele", aber viele Priester ignorieren offenbar diese fatale Falschübersetzung.

[1] Catechismus romanus: Zweiter Teil, viertes Hauptstück, Kirchen/Sieg, 1970, S. 170.
@Rückkehr-Ökumene Sehr schön! Danke für die Auskunft. Frage was bedeutet Rückkehr Ökumene, ich meine in welchem Sinn?
Hab nicht ganz verstanden, sagte er das für "Viele" oder für "Alle" seiner Ansicht nach korrekt ist?
Er sagt - mit Sicherheit, dafür verbürge ich mich! - daß "für viele" korrekt ist! -
Nicht nur "seiner Meinung nach", sondern der Wahrheit gemäß! ;-))
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alfredus
@Moselanus Sie sprechen hier über den " Gewohnheitschristen " der ohne zu reflektieren, stur seine Glauben abdient. Genau diese Christen wurden gleich nach dem Konzil lächerlich gemacht ! Heute wäre man froh, solche treuen, frommen " Gewohnheitschristen "in den leeren Kirchen zu haben. Nicht jeder kann im Glauben über sich hinaus wachsen, denn viele sind berufen, wenige aber sind auserwählt ! More
@Moselanus Sie sprechen hier über den " Gewohnheitschristen " der ohne zu reflektieren, stur seine Glauben abdient. Genau diese Christen wurden gleich nach dem Konzil lächerlich gemacht ! Heute wäre man froh, solche treuen, frommen " Gewohnheitschristen "in den leeren Kirchen zu haben. Nicht jeder kann im Glauben über sich hinaus wachsen, denn viele sind berufen, wenige aber sind auserwählt !
Moselanus
Ich sage nicht, dass jeder das muss oder kann. Aber Menschen wie Pater Wildfeuer kommen zu solchen Fragen. Und das ist dann nicht schade, schlimm oder sündhaft. Im Gegenteil.
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CollarUri
Schade um die drei Jahre, die er ohne Beten verbrachte.
Moselanus
Das ist überhaupt nicht schade, denn es geschah nicht aus Bequemlichkeit oder Ablehnung, sondern aus Aufrichtigkeit eines denkenden und suchenden Menschen, eine wichtige und vielleicht sogar notwendige Phase auf dem Weg seiner Entwicklung und Berufung. Mir ist so jemand unendlich lieber und sympathischer als jemand, der immer betet und praktiziert, möglicherweise auch den Katechismus auswendig …More
Das ist überhaupt nicht schade, denn es geschah nicht aus Bequemlichkeit oder Ablehnung, sondern aus Aufrichtigkeit eines denkenden und suchenden Menschen, eine wichtige und vielleicht sogar notwendige Phase auf dem Weg seiner Entwicklung und Berufung. Mir ist so jemand unendlich lieber und sympathischer als jemand, der immer betet und praktiziert, möglicherweise auch den Katechismus auswendig kennt, dies alles letztlich aber unreflektiert und zB aus reiner Gewohnheit.

Übertragen Sie das mal zB auf einen subjektiv frommen Protestanten! Wenn dieser sich in seiner Konfession so gewohnheitsmäßig verhält, kann eine Konversion überhaupt nicht in den Bereich des Möglichen kommen.
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Ja, das Ringen um den Glauben ist heute leider eher etwas, was verachtet wird ; und was letztendlich dabei heraus kommt, sehen wir in der Weltkirche bis zu solchen Aktionen, wie Maria 2.0.
Denn wer weder reflektiert, noch sein eigens Verhalten an Hand des Katechismus hinterfragt, ist wie ein Gärtner, der zwar den Boden bereite und gute Saat einsät, sich aber dann in seinen Schaukelstuhl setzt ,…More
Ja, das Ringen um den Glauben ist heute leider eher etwas, was verachtet wird ; und was letztendlich dabei heraus kommt, sehen wir in der Weltkirche bis zu solchen Aktionen, wie Maria 2.0.
Denn wer weder reflektiert, noch sein eigens Verhalten an Hand des Katechismus hinterfragt, ist wie ein Gärtner, der zwar den Boden bereite und gute Saat einsät, sich aber dann in seinen Schaukelstuhl setzt ,dem Unkraut beim Wachsen und Überwuchern der guten Saat zu schaut und sich wundert, dass bei der Ernte nichts von der guten Saat zu finden ist.
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JohannesT
Vergelt's Gott H.H. Pater Wildfeuer für Ihr Zeugnis!
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