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3. Juli: Hl. Irenäus von Lyon - Ein wichtiger Zeuge der apostolischen Überlieferung

Copertino
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Irenäus von Lyon (altgriechisch Εἰρηναῖος ὁ Σμυρναῖος Eirenaios ho Smyrnaios ‚Irenäus aus Smyrna / der Smyrner‘; * um 135; † um 200), ein Kirchenvater, war zweiter überlieferter Bischof in Lugdunu…More
Irenäus von Lyon (altgriechisch Εἰρηναῖος ὁ Σμυρναῖος Eirenaios ho Smyrnaios ‚Irenäus aus Smyrna / der Smyrner‘; * um 135; † um 200), ein Kirchenvater, war zweiter überlieferter Bischof in Lugdunum in Gallien (heute Lyon/Frankreich).

Gemäß einer Angabe in Eusebs Historia Ecclesiastica stammte er vermutlich aus Smyrna in Kleinasien, dem heutigen İzmir (Türkei) und der Heimatstadt von Polykarp von Smyrna. Er gilt als dessen Schüler, auch wenn er sich nie ausdrücklich als solchen bezeichnete. Er gibt an, Polykarp in seiner frühen Jugend gesehen bzw. gehört zu haben, als jener bereits ein sehr alter Mann war. Irenäus erwähnt, dass Polykarp „nicht nur durch die Apostel unterwiesen worden war und mit vielen sprach, welche Christus gesehen hatten, sondern auch von den Aposteln in Asia als Bischof der Kirche von Smyrna eingesetzt worden“ sei.

Er gilt als einer der bedeutendsten Theologen des 2. Jahrhunderts und einer der ersten systematischen Theologen des Christentums. Seine Schriften waren in der frühen Entwicklung der christlichen Theologie wegweisend, vor allem seine fünf Bücher „gegen die Häresien“ (adversus haereses). Er prägte den Begriff der Regula fidei, der „Regel des Glaubens“.

Die Bibliothek der Kirchenväter enthält die Schriften des Hl. Irenäus:
"Gegen die Häresien":
www.unifr.ch/bkv/kapitel581.htm

"Erweis der apostolischen Verkündigung":
www.unifr.ch/bkv/kapitel1671.htm

Zitate:
Da der Glaube ein und derselbe ist, hat keiner mehr, der viel über ihn sagen kann, und keiner weniger, der wenig über ihn sagen kann.

Die Herrlichkeit Gottes verleiht Leben. Die Gott schauen, erhalten Anteil am Leben. Deswegen macht sich der unfaßbare, unbegreifliche Gott sichtbar, begreifbar und faßbar für die Menschen, um ihnen Leben zu schenken, wenn sie ihn durch den Glauben aufnehmen und sehen.


Benedikt XVI. über den Hl. Irenäus von Lyon:
de.zenit.org/…/benedikt-xvi-ub…
Zitat daraus:

Indem sich Irenäus fest in der biblischen Lehre über die Schöpfung verankerte, widerlegte er den Dualismus und den gnostischen Pessimismus, die die körperlichen Wirklichkeiten entwerteten. Entschieden verteidigte er die ursprüngliche Heiligkeit der Materie, des Leibes und des Fleisches nicht weniger als die des Geistes. Sein Werk geht alles weit über die bloße Widerlegung der Häresie hinaus. Man kann durchaus sagen, dass er der erste große Theologe der Kirche ist, der die systematische Theologie geschaffen hat; er selbst spricht vom System der Theologie, das heißt von der inneren Stimmigkeit des ganzen Glaubens. Im Mittelpunkt seiner Lehre steht die Frage nach der „Glaubensregel“ und ihrer Überlieferung.

Für Irenäus fällt die „Glaubensregel“ praktisch mit dem Credo der Apostel zusammen und gibt uns den Schlüssel für die Interpretation des Evangeliums, für die Interpretation des Credos im Licht des Evangeliums. Das Apostolische Glaubensbekenntnis, das eine Art Synthese des Evangeliums ist, hilft uns zu verstehen, was das Evangelium selbst sagen will, wie wir es lesen müssen.

In der Tat ist das von Irenäus verkündete Evangelium jenes, das er von Polykarp, dem Bischof von Smyrna, empfangen hat, und dieses Evangelium des Polykarp geht auf den Apostel Johannes zurück, dessen Jünger Polykarp war. Und damit ist die wahre Lehre nicht jene, die von den Intellektuellen jenseits des einfachen Glaubens der Kirche erfunden wird. Das wahre Evangelium ist jenes, das die Bischöfe lehren, die es in einer ununterbrochenen Kette von den Aposteln empfangen haben. Diese haben nichts anderes gelehrt als gerade diesen einfachen Glauben, der auch die wahre Tiefe der Offenbarung Gottes ist. Es steht also keine Geheimlehre hinter dem gemeinsamen Credo der Kirche, sagt uns Irenäus. Es gibt kein höheres Christentum für Intellektuelle. Der öffentlich von der Kirche bekannte Glaube ist der gemeinsame Glaube aller. Nur dieser Glaube ist apostolisch, kommt von den Aposteln, das heißt von Jesus und von Gott.

Wenn die Christen diesem öffentlich von den Aposteln ihren Nachfolgern übertragenen Glauben anhängen, müssen sie dem folgen, was die Bischöfe sagen; sie müssen vor allem die Lehre der herausragenden und sehr antiken Kirche Roms beachten. Diese Kirche hat aufgrund ihres Alters die höchste Apostolizität; sie hat ihren Ursprung in der Tat in den Säulen des Apostelkollegiums, Petrus und Paulus. Mit der Kirche Roms müssen sich alle Kirchen verständigen und in ihr das Maß der wahren apostolischen Tradition anerkennen, des einzigen gemeinsamen Glaubens der Kirche.
der Logos
Copertino
@der Logos Danke für den Verweis! Daraus folgendes Zitat:
Sein heiliger Leib blieb Lyon`s Schatz bis zum Jahre 1562, wo der Haß der Hugenotten ihn zerstörte. Man konnte nur noch die Hirnschale retten, welche jetzt in der St. Johannes-Kirche zu Lyon ehrenvoll aufbewahrt wird.
der Logos
@Copertino Noch eine Ergänzung und Danke für Ihre Mitteilung. HL. IRENÄUS Bischof, Märtyrer