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Die Heilige Germaine Cousin. Gedenktag 15. Juni. Germaine war die Tochter armer Bauern, die in der Nähe von Toulouse in Frankreich lebten. Ihre Heimat war das Dorf Pibrac, wo sie 1579 geboren wurde. …More
Die Heilige Germaine Cousin. Gedenktag 15. Juni.
Germaine war die Tochter armer Bauern, die in der Nähe von Toulouse in Frankreich lebten. Ihre Heimat war das Dorf Pibrac, wo sie 1579 geboren wurde. Die Mutter starb früh. Die Stiefmutter hielt Germaine von der neuen Familie fern, da das Mädchen von Geburt an mit einer verkrüppelten Hand behindert war und zudem an Skrofulose, einer sogenannten Halsdrüsengeschwulst litt. Anstatt Germaine in die Schule zu schicken, wurde sie zum Schafhüten bestimmt. Germaine lernte die Einsamkeit und die Zuflucht zu Gott lieben. Sie besuchte täglich die Heilige Messe und beim Hüten der Schafe betete sie den Rosenkranz. Oft besuchten sie die Kinder des Dorfes auf der Weide, um Geschichten von Jesus zu hören, die Germaine ihnen gerne erzählte. Ebenso war sie gut zu den Armen, mit denen sie das Wenige, was sie bekam, teilte. Schon zu ihren Lebzeiten wurde von wunderbaren Begebenheiten gesprochen. An einem Morgen im Jahr 1601 fand der Vater die 22-jährige Germaine tot im Bett. Als ihr Grab 1644 geöffnet wurde, war ihr Leichnam unverwest. Man verlegte das Grab in die Kirche. Nun kamen immer mehr Pilger nach Pibrac. Über 400 wunderbare Heilungen und Zeichen wurden registriert. 1854, anlässlich der Seligsprechung, kamen die unversehrten Gebeine in den heutigen Schrein. 1867 erfolgte die Heiligsprechung. soziale Isolation Armut, Arbeitslosigkeit, Fremde, Schuld, Krankheit und Behinderung, Trennung sowie Leid und Tod waren nie die wirklichen Probleme in einem funktionierenden Gemeinwesen oder in einer gedeihenden Glaubensgemeinschaft. Problematisch ist allein die „soziale Isolation“. Sie beginnt, wenn es an lebensnotwendigen Kontakten zu anderen Menschen mangelt. Die hl. Germaine hat diese Art der Vereinsamung jahrelang erfahren. Darum wird sie heute auch als Schutzpatronin der Alleingelassenen verehrt. Wenn wir heute also in unserer Umgebung von Depression, Burn-out Syndrom, Sucht, Verwahrlosung, Obdachlosigkeit, Ängsten usw. hören, wissen wir, dass etwas nicht stimmt. Diese Unstimmigkeit bezieht sich dann nicht nur auf die betreffende Person. Staat und Kirche sind hier gefragt. Und ich darf nicht wegschauen. Eine Schutzpatronin, die hl. Germaine, erinnert mich daran. _______________________________ P. Dr. Thomas Klosterkamp OMI derpater!
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