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Internationales Theologisches Institut in Trumau entlässt drei langjährige Professoren

Das Internationale Theologische Institut (ITI) in Trumau südlich von Wien wird sich von drei führenden Professoren und fünf Mitarbeitern in der Verwaltung trennen. Das bestätigte der Präsident des ITI, Christiaan Alting von Geusau, bei einem Treffen mit den Studenten am Montag. Die drei Professoren sind:

• der Fundamentaltheologe und Thomist Pater Rupert Mayer OP.
• der Philosoph Markus Riedenauer, verheiratet, 3 Kinder.
• der ukrainische Byzantinist, Pater Yosyp Veresh, der voraussichtlich bis Sommer bleiben kann.

Zwei Gastprofessoren werden gebeten, für weniger Lohn zu lehren: der Moraltheologe William Newton (verheiratet, 6 Kinder) und die Politikerin Gudrun Kugler (verheiratet, 4 Kinder).

Anhaltende Kritik am Präsidenten des ITI

Die Schock-Maßnahme kam für die Studenten nicht unerwartet. Präsident Alting informierte den bisher 22-köpfigen Lehrkörper schon letzte Woche über die Kündigungen. Die Mitteilungen sickerten schnell durch. Am vergangenen Freitag lud Alting die Studenten zu einem Informationstreffen ein, das für Montagmittag angesetzt wurde.

Doch bereits am Samstag versammelten sich die Studenten zu einer Lagebesprechung. Sie brachten ihren Unmut über die Kündigungen zum Ausdruck und stellten fest, dass jene gehen müssen, die sich gegen die im Frühjahr 2014 erfolgte Nominierung Altings zum Präsidenten des Institutes gewehrt hatten.

Seit Monaten tobt am Institut ein Streit um Altings Person. Er wurde vom Großkanzler des Instituts, Kardinal Christoph Schönborn von Wien, gegen den Willen des Professorenkollegiums eingesetzt. In dem Streit riefen die Professoren sogar die Päpstliche Bildungskongregation an. Führender Kritiker der umstrittenen Einsetzung Altings war der begabte britische Jungprofessor Alan Fimister. Ihm wurde bereits im letzten Sommer kurzfristig mitgeteilt, dass sein Unterricht ab dem Wintersemester nicht mehr erwünscht sei. Ersatz für ihn wurde bislang nicht gefunden. Der gekündigte Pater Veresh gilt als Freund Fimisters.

400.000 Euro Defizit jährlich

Alting nannte vor den Studenten eine „schwerwiegende finanzielle Situation“ des Instituts als Ursache für die Kündigungen. Das Institut produziere ein jährliches Defizit von 300.000 bis 400.000 Euro. Seit zwei bis drei Monaten seien die Spenden eingebrochen. Mehrfach unterstrich Alting, dass die Kündigungen nur wegen „struktureller Probleme“ nötig seien. Er betonte auch, dass die Kündigungen von Kardinal Schönborn entschieden worden seien. Alting präsentierte sich als dessen „Vollstrecker“ und wiederholte immer wieder, dass die Studenten „beten, studieren und einfach dem Kardinal vertrauen“ sollten: „Ihr müsst eurer Leitung vertrauen, dem Kardinal vertrauen. Wir sind glücklich, ihn zu haben. Ihr könnt ihm vertrauen.“ Und später: „Ihr habt keine andere Wahl, als zu vertrauen.“

Massive Anfragen

Alting verweigerte eine Diskussion darüber, warum die Kündigung gerade die Professoren Mayer, Veresh und Riedenauer getroffen hat. Insider gehen davon aus, dass inhaltliche und persönliche Gründe hinter der Entscheidung stehen. Das Verhältnis zwischen Pater Mayer und Kardinal Schönborn, beide Dominikaner, gilt als schwierig. Mayer wurde als bester Professor am ITI gehandelt. Ein Student stellte bei dem Treffen die Frage, ob man nicht einfach Pater Rupert loswerden wollte und deshalb finanzielle Gründe vorschob. Alting sagte über Mayer: „Wir wissen alle, was für ein großartiger Lehrer Pater Rupert ist und dass er in diesem Sinn unersetzbar ist. Aber wir wissen und vertrauen, dass wir ihn ersetzen können.“ Kursierende Gerüchte seien falsch, so Alting. Er beteuerte, dass es keine „persönliche Vendetta“ gebe.

Studenten, die sich anerboten, Spenden zu sammeln, um die gekündigten Professoren erhalten zu können, empfahl Alting, sich für verfolgte Christen einzusetzen. Außerdem erklärte er, dass geplant sei, die Gekündigten durch neue Professoren zu ersetzen. Abschließend erwähnte Alting, dass neben den finanziellen Einbrüchen auch die Studentenzahlen rückläufig seien.
Johannes 1
Tja
,denke laut u.finde es traurig das Leute in einer höheren Position immer wieder egal wo an welchen ort dieser Welt, in die selben Sünden ,wort wörtlich stürtzen !

Bringt ihnen auch keine guten Früchte ein !
Wie auf dem Feld das Unkraut wächst so lange bis es anfängt sich selber zu fressen und stirbt!

Und mal ganz ehrlich jeder der denkt das in der ITI Geld not herrscht muss blind sein ! …More
Tja
,denke laut u.finde es traurig das Leute in einer höheren Position immer wieder egal wo an welchen ort dieser Welt, in die selben Sünden ,wort wörtlich stürtzen !

Bringt ihnen auch keine guten Früchte ein !
Wie auf dem Feld das Unkraut wächst so lange bis es anfängt sich selber zu fressen und stirbt!

Und mal ganz ehrlich jeder der denkt das in der ITI Geld not herrscht muss blind sein ! Dort herrscht was anderes .

Hier hilft nur noch das Gebet!

Ps.:
Die reinsteigerung von Heilig ist Scheinheilig .
Mein alter Prof. sagte immer zu mir .:"Rüttel net am watschenbaum es naht die Frucht du merkst es kaum!"
MTA
Die VKII Revolution frisst ihre Kinder; Schönborn wird auch irgendwann gefressen sein.
Fragensteller
@Abramo
Richtig! Wenn man sich nicht Sand in die Augen hat streuen lassen, lässt sich feststellen, dass die "Offenen und Toleranten", wenn es nicht deren Linie entspricht, sofort zu den Intolerantesten werden! Von den "Barmherzigen" ganz zu schweigen....diese sind "barmherzig", wenn es die Todsünde zu tolerieren geht....aber an Unbarmherzigkeit nicht zu übertreffen, wenn es gegen die Wahrheit …More
@Abramo
Richtig! Wenn man sich nicht Sand in die Augen hat streuen lassen, lässt sich feststellen, dass die "Offenen und Toleranten", wenn es nicht deren Linie entspricht, sofort zu den Intolerantesten werden! Von den "Barmherzigen" ganz zu schweigen....diese sind "barmherzig", wenn es die Todsünde zu tolerieren geht....aber an Unbarmherzigkeit nicht zu übertreffen, wenn es gegen die Wahrheit geht! Da geht man dann auch über [Abtreibungs]Leichen...
Abramo
Man darf auch nicht vergessen, dass Schönborn zur "Barmherzigkeits-Fraktion" gehört deren Vertreter in der Wahl ihrer Mittel häufig brutal und rücksichtslos sind. Die Barmherzigen machen mit ihren Leuten oft kurzen Prozess. Man sehe auch, wie Papst Franziskus ohne Not gerade den Oberst der Schweizergarde (Vater einer vierköpfigen Familie) den Medien zum Frass vorgeworfen hat.
Theresia Katharina
Wir haben überall in der Kirche einen sogenannten Säuberungsprozess.
Wer muss denn gehen? Alle, die sich der neuen ultraliberalen Linie, die sich ja bei der weltweiten Bischofsynode schon angedeutet hat, widersetzen. Man denke nur an Kardinal Burke und andere Kardinäle, die bereits aus ihrem Amt entfernt wurden, sei es durch Versetzung oder durch Wegloben. Diese Welle setzt sich natürlich in den …More
Wir haben überall in der Kirche einen sogenannten Säuberungsprozess.
Wer muss denn gehen? Alle, die sich der neuen ultraliberalen Linie, die sich ja bei der weltweiten Bischofsynode schon angedeutet hat, widersetzen. Man denke nur an Kardinal Burke und andere Kardinäle, die bereits aus ihrem Amt entfernt wurden, sei es durch Versetzung oder durch Wegloben. Diese Welle setzt sich natürlich in den katholischen Institutionen fort. Wo Kardinal Schönborn einzuordnen ist, ist ja hinlänglich bekannt. Natürlich werden dann die entsprechenden Adlati ins Amt eingesetzt, um die Linie bis an die Basis fortzuführen.
Ich gehe davon aus, dass das die notwendigen Vorbereitungen sind für die baldige Einführung der neuen Eine-Welt-Religion. Die Selige Anna Katharina Emmerick hat vor 200 Jahren Folgendes in ihren Visionen gesehen (der berühmte Dichter Clemens Brentano hat es aufgeschrieben):
1.Die Katholiken werden alle ihre Zeichen abreißen und sie in den Graben werfen, der sie von den Protestanten trennt. Wenn aber der Graben fast voll sein wird, werden sie nicht herüberkommen wollen.
2.Ich sehe eine neue Kirche aus dem Schlamm hervorkommen (sie nannte sie "Afterkirche"). Jeder wird seinen eigenen Götzen aus der Brust hervorholen und ihn verehren.
2. Am Petersdom machen nachts Männer, die Schürzen umgebunden haben, mit ihrer Maurerkelle Zeichen, wo abgerissen werden soll.
An anderer Stelle laufen andere hin, um wieder aufzubauen.
Alles klar?!
niclaas
Wenn das ITI sehr von Spenden abhängt, könnte man sich einiges leicht erklären. Ich lese mal im Kaffeesatz jüngster Ereignisse:

Seit dem Auftritt des Großkanzlers auf der Familiensynode kann man sich eine Verbesserung der Einnahmen endgültig abschminken. Nicht nur das Institut ist ein Ableger aus den USA, sondern auch die Spender befinden sich großteils dort – und diese reagieren konsequent auf …More
Wenn das ITI sehr von Spenden abhängt, könnte man sich einiges leicht erklären. Ich lese mal im Kaffeesatz jüngster Ereignisse:

Seit dem Auftritt des Großkanzlers auf der Familiensynode kann man sich eine Verbesserung der Einnahmen endgültig abschminken. Nicht nur das Institut ist ein Ableger aus den USA, sondern auch die Spender befinden sich großteils dort – und diese reagieren konsequent auf Nichtleistung des Katholischen! Aus der ED Wien dagegen kommt nun die frohe Botschaft, Homosexpartner würden in ihrer gelebten Verantwortung füreinander wertvolle Merkmale der Ehe verwirklichen und man könne alles irgendwie abgestuft auf einem guten Weg sehen …

N.B.: Selbstredend, daß mit dem Rückgang der Spenden auch die Zahl der verfügbaren Stipendien einbricht. Bei den Entlassungen sollte man darum fairer Weise nicht mit den Studentenzahlen argumentieren (um eine andere Ursache zu entlasten).
Josephus
Der Ober sticht den Unter. Eine Regel, die nicht nur im Kartenspiel gilt. Nicht immer beliebt, aber ohne Regeln geht es nicht, nicht im Spiel und nicht im richtigen Leben. Das sollten auch Theologiestudenten möglichst bald lernen.
Lisi Sterndorfer
Das geht am ITI schon lange so:

Nur die jüngsten Rauswürfe von Präsidenten gegen ihren Willen sind bezeichnend. Prof. Michael Waldstein wurde von Schönborn faktisch eliminiert (ohne vorher informiert zu werden), indem er Prof. Larry Hogan zum neuen Präsident ernannt hat (obwohl Waldstein Präsident war).

Dann wurde Hogan abgesägt und dieser Alting eingesetzt.

Dabei waren schon Waldstein und …More
Das geht am ITI schon lange so:

Nur die jüngsten Rauswürfe von Präsidenten gegen ihren Willen sind bezeichnend. Prof. Michael Waldstein wurde von Schönborn faktisch eliminiert (ohne vorher informiert zu werden), indem er Prof. Larry Hogan zum neuen Präsident ernannt hat (obwohl Waldstein Präsident war).

Dann wurde Hogan abgesägt und dieser Alting eingesetzt.

Dabei waren schon Waldstein und Hogan autoritätshörige, neokatholische Leute.

Man darf gespannt sein, wie lange der neue Favorit des Kardinals überlebt.
tarcis
Geht es denn in der Kirche überall den Bach hinunter? Auch dort, wo man bisher davon ausgegangen war, dass wenigstens hier die katholische Lehre gelehrt wurde? Wir können uns von außen natürlich kein Urteil erlauben, aber Fragen stellen. Wahrscheinlich sind es ähnliche Fragen, wie sie die Studenten stellten; etwa, um nur drei zu nennen:
- warum gerade diese Professoren?
- warum entsteht das Gefüh…More
Geht es denn in der Kirche überall den Bach hinunter? Auch dort, wo man bisher davon ausgegangen war, dass wenigstens hier die katholische Lehre gelehrt wurde? Wir können uns von außen natürlich kein Urteil erlauben, aber Fragen stellen. Wahrscheinlich sind es ähnliche Fragen, wie sie die Studenten stellten; etwa, um nur drei zu nennen:
- warum gerade diese Professoren?
- warum entsteht das Gefühl, dass es um persönliche Animositäten geht?
- warum klagt die Leitung über zurückgehende Studierendenzahlen anstatt dafür Sorge zu tragen, dass das ITI mit guten Professoren und guten Leistungen in aller Munde ist?

Studenten mundtot zu machen, indem man ihnen sagt, sie sollen lieber für verfolgte Christen Spenden sammeln als für ihre eigene Ausbildungsstätte ist total an der Sache vorbei. Ebenso die Floskel, der Führung zu vertrauen, ohne ein Konzept zu nenen, wie es weitergehen soll.

Warum wird die Wahrheit verschwiegen?