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Iacobus
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Totaler Krieg gegen Franziskaner der Immakulata?

„Uneingeschränkter Krieg“ gegen die Franziskaner der Immakulata? Der unsägliche „Makel“
5. Dezember 2013 14:11

(Rom) Für keinen anderen Orden hatte der Pontifikatswechsel im Spätwinter 2013 so dramatische Folgen wie für die Franziskaner der Immakulata. Im Juli wurde der Orden von der Ordenskongregation mit päpstlicher Zustimmung unter kommissarische Verwaltung gestellt. Obwohl der Orden eigentlich genau dem entspricht, was Papst Franziskus wünscht, nämlich evangelische Armut, missionarischer Eifer und Neuevangelisierung, sind die Franziskaner der Immakulata der einzige Orden, gegen den der neue Papst mit drastischen Maßnahmen vorgehen läßt.
So drastisch, daß sich selbst ein progressiver Vatikanist wie Marco Tosatti nun fragte, was diese armen Ordensbrüder nur angestellt, ja verbrochen haben sollen, um eine so harte Bestrafung zu verdienen? Eine Antwort darauf fand er keine, weil er keine „Verbrechen“ finden konnte, die ihnen zur Last gelegt werden. Er veröffentlichte deshalb eine Brief, der die Radikalität schildert, mit denen der Orden umgebaut wird. Die Frage bleibt: Warum zerstört man einen blühenden Orden?

Jung, arm, missionarisch und evangelisierend, doch mit einem „Makel“…

Die Antwort ist nämlich auf einer ganz anderen Ebene zu suchen und trifft die Bestraften ganz unschuldig. Es geht einmal um die Ebene der Intrige. Um einen ebenso kalten, wie brutalen Putsch einer Minderheit im Orden. Möglich wurde dieser allerdings nur, weil diese Minderheit Gehör in der Ordenskongregation fand und diese wiederum Gehör beim Papst. Der Orden hatte einen großen „Makel“. Den „Makel“ unter der Führung und Anleitung von Papst Benedikt XVI. den überlieferten Ritus wiederentdeckt und ordensintern übernommen zu haben. In der Seelsorge wurde der Orden birtuell, ordensintern altrituell. Alles in perfekter Übereinstimmung mit den geltenden Bestimmungen und dem Kirchenrecht.
Der Orden gehört zu den wenigen Orden, die zahlreiche Berufungen haben und sowohl im männlichen als auch im weiblichen Zweig als blühende Ordensfamilie bezeichnet werden können. Die Widerentdeckung des liturgischen Reichtums der Kirche macht die Franziskaner der Immakulata noch mehr zu einer einzigartigen Erscheinung in der Katholischen Kirche. Franziskanisch, missionarisch, blühend und altrituell. Einzigartig war an den Franziskanern der Immakulata, daß ein neuritueller Orden zum Alten Ritus wechselte. Eine Kombination, die dem Orden nicht nur Freunde im Vatikan einbrachte. Mit der Wiederentdeckung der alten Liturgie begann der Orden sich auch intensiv mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und seiner Prüfung und Auslegung im Licht der immer gültigen Tradition zu befassen.

Der Orden folgte Benedikt XVI. und entdeckte den Alten Ritus

Ein „Makel“, der umso schwerer wog, als der Orden zahlreiche Berufungen hatte. Ein „Makel“, den bestimmte, wenig freundlich gesonnene und wohl auch neidische Kirchenkreise unter Papst Benedikt XVI. nicht zu kritisieren wagten. Umso ungehemmter und mit unerhörter Eile schlugen sie nach dessen Abtritt zu. Und Papst Franziskus erlaubte es ihnen. Für keinen Orden wirkte sich der Pontifikatswechsel dramatischer aus, als für die Franziskaner der Immakulata.

Hören wir also was Marco Tosatti am Mittwoch in der Tageszeitung La Stampa schrieb:
„Wir erhielten den Brief eines Laien, der den Franziskanern der Immakulata nahesteht, eines kleinen Ordens, der unter ‚kommissarische Verwaltung‘ gestellt wurde (eine höchst diskutable Angelegenheit), und der eine besondere Härte beklagt, die von den neuen Verwaltern ausgeht. Aufgrund langer Erfahrung wissen wir, daß die Grausamkeit im Umgang mit Mitbrüdern in kirchlichen Kreisen jener anderer Kreise um nichts nachsteht. Aber gerade Papst Franziskus, der die kommissarische Verwaltung unterschrieben hat, forderte in seinem Interview mit dem Chefredakteur der Civiltà Cattolica zu einer Haltung der ‚Barmherzigkeit‘ und der ‚Sanftheit‘ auf. Er war es, der von der Kirche als einem ‚Feldlazarett nach einer Schlacht‘ sprach und sagte: ‚Ich sehe ganz klar, dass das, was die Kirche heute braucht, die Fähigkeit ist, Wunden zu heilen‘, denn: ‚Dessen ungeachtet sind die Menschen des Autoritarismus überdrüssig‘.
Jeder Leser soll selbst entscheiden, ob in der Sache der Franziskaner der Immakulata Autoritarismus und Schwester Anmaßung eine Rolle spielen. Man fragt sich: Was nur werden diese armen Ordensmänner angestellt haben? Geld verspekuliert, Minderjährige sexuell mißbraucht oder einen unmoralischen Lebenswandel gepflegt haben? Hier also der Brief.“

Brief eines Laien, der den Franziskanern der Immakulata nahesteht

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cyprian
Ich wusste am 11.2., was die Stunde geschlagen hat! -Die alte Messe wird - wie diesmal in Maria Luggau - immer mehr zurückgedrängt werden und am Ende wohl nur noch in Ausnahmefällen (womöglich hinter verschlossenen Türen) gefeiert werden dürfen!
cyprian
Dem Ordensgründer, Pater Manelli, wirft man vor, das "Gründungscharisma aufgegeben" zu haben. Wieviele andere Orden aber haben längst das Charisma ihrer Ordensgründer aufgegeben?!!
Tradition und Kontinuität
@a.t.m.
Genau dieser Effekt ist von Rom bezweckt. Die liturgischen Reformbestrebungen von Papst Benedikt sollen rückgängig gemacht werden.
In einer Zeit, wo die Kirchen immer leerer werden, sollten die Verantwortlichen das Experiment der Tradition zulassen. Aber sie fürchten sich davor.
Lassen wir uns nicht unterkriegen, und den fanatischsten Gegnern der Alten Messe seien folgende Verse von …More
@a.t.m.
Genau dieser Effekt ist von Rom bezweckt. Die liturgischen Reformbestrebungen von Papst Benedikt sollen rückgängig gemacht werden.
In einer Zeit, wo die Kirchen immer leerer werden, sollten die Verantwortlichen das Experiment der Tradition zulassen. Aber sie fürchten sich davor.
Lassen wir uns nicht unterkriegen, und den fanatischsten Gegnern der Alten Messe seien folgende Verse von Nikolaus Lenau ins Stammbuch geschrieben:

Trutz euch!
Ihr kriegt mich nicht nieder,
Ohnmächtige Tröpfe!
Ich komme wieder und wieder,
Und meine steigenden Lieder
Wachsen begrabend euch über die Köpfe.
a.t.m
Da wird sich aber Franziskus freuen, denn in Ö- prescht man schon offiziell (inoffiziell mit Wissen der Bischöfe ja schon lange) in Vorauseilenden Gehorsam voran www.katholisches.info/…/maria-luggau-me…

Gebet zum Heiligen Erzengel Michael
„Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels, sei unser Schutz. ‘Gott gebiete ihm‘, so bitten …More
Da wird sich aber Franziskus freuen, denn in Ö- prescht man schon offiziell (inoffiziell mit Wissen der Bischöfe ja schon lange) in Vorauseilenden Gehorsam voran www.katholisches.info/…/maria-luggau-me…

Gebet zum Heiligen Erzengel Michael
„Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels, sei unser Schutz. ‘Gott gebiete ihm‘, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umherschleichen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.“

„Sancte Michael Archangele,defende nos in proelio contra nequitiam et insidias diaboli esto praesidium. ‘Imperet illi Deus‘, supplices deprecamur: tuque, Princeps militiae coelestis, Satanam aliosque spiritus malignos, qui ad perditionem animarum pervagantur in mundo, divina virtute, in infernum detrude. Amen.“
Fischl
Im "Watschenmann" der fünfziger Jahre – als es noch einen kritischen Rundfunk in Österreich gab – da traten regelmäßig zwei Teuferln auf, die einander haarsträubende Übelstände fröhlich kichernd erzählten und mit der stereotypen Wendung schlossen: „Da wird sich der Chef aber freuen!“
oder: " ja, von denen da oben können sogar wir unten noch etwas lernen!"
Und omnia verlief natürlich unter …More
Im "Watschenmann" der fünfziger Jahre – als es noch einen kritischen Rundfunk in Österreich gab – da traten regelmäßig zwei Teuferln auf, die einander haarsträubende Übelstände fröhlich kichernd erzählten und mit der stereotypen Wendung schlossen: „Da wird sich der Chef aber freuen!“
oder: " ja, von denen da oben können sogar wir unten noch etwas lernen!"
Und omnia verlief natürlich unter dem jesuitischen Motto ad maiorem Dei gloriam.

🤦
Coelestin V
So ist es leider HedwigvonSchlesien. Gott seis geklagt.
HedwigvonSchlesien
der Geist des Bösen waltet in der Kirche - und dieser Geist hasst die heilige Tradition und blühende Ordensgemeinschaften.