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"Das Mägdlein ist nicht tot, es schläft nur." Wie kann man das verstehen?

Bibelblüten

(27) „Das Mägdlein ist nicht tot, es schläft nur.“
Wie kann man das verstehen?


„Geht hinaus, das Mägdlein ist nicht tot, es schläft nur.“
(Mt 9,24)

Dies sagt Jesus, obwohl der Synagogenvorsteher, ihr
Vater, sie vor seinem Kommen bereits für verstorben
hielt. Und doch glaubte dieser, dass die Handauflegung
Jesu Wiederbelebung bewirken würde.

Sein Glaube war also noch nicht erstorben, obwohl er
seine Tochter für verstorben hielt. Und weil sie auch
von den Flötenspielern, die wohl bereits eine Art feier-
liche Totenklage über sie hielten, für tot gehalten war,
wird man annehmen müssen, dass sie nach menschlichem
Ermessen tatsächlich wie verstorben war, denn in wessen
Leib sich die Seele nicht mehr regt, ist sie im Normalfall
entwichen und der Mensch „eingeschlafen“, wie man
den Todesvorgang nennt, v.a. wenn es sich um ein sanftes,
frei von Todeskämpfen vor sich gehendes Einschlafen
handelt.

Jesus verwendet nun dieses Wort einschlafen: „es schläft
nur“. Sie ist also nicht so eingeschlafen, dass die Seele
endgültig und unwiderruflich dem Leibe, welches die
Magd der Seele ist, entwichen ist, sondern nur vorüber-
gehend, weswegen der Leib wahrhaftig nur geschlafen
hat, weil er noch nicht in den Verwesungsprozess über-
gegangen war. Wo war dann die Seele die ganze Zeit?
Das ist ein Geheimnis, aber sicher ist, dass sie rückruf-
bereit dem Ruf des Lebens, Jesus Christus selbst, folgte.

Dies ist ein geheimnisvolles und beeindruckendes Bei-
spiel
dafür, was möglich ist, wenn man an Jesus, das
Leben glaubt. Der Glaube versetzt nicht nur Berge,
sondern er erweckt sogar „Eingeschlafene“ ebenso
wie Tote, die schon einige Tage in der Verwesung
waren wie später Lazarus. Genauso wie Jesus leiblich
Eingeschlafene zum Leben zurückrief, tut Er dies mit
seelisch Eingeschlafenen.

Dieses Einschlafen erinnert mich an so manch begnadete
Person, insbesondere an das Sterbeerlebnis von Herrn
Lungenschmid, der eigentlich auf dem Zahnarztstuhl
für 15 min. tot war und seine Seele war in der Tat schon
im Jenseits, doch dann durfte sie wieder in den Leib
zurückkehren, der nun wiederbelebt war.

Die Worte Jesu in Mt 9,24 sind also nicht wie für die
Flötenspieler „zum Lachen“, sondern zum Wundern,
denn Jesus gebührt alle Ehre für dieses Wunder.

In der Bibelstelle ist der Leib erst tot, wenn die Seele
endgültig entwichen ist, vorher schläft er nur.

Hl. Gregor, du Wundertäter, bitte für unseren Glauben,
dass er wundersam wiederbelebt werde !

Wunderbare Betrachtung - besten Dank!
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