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michael7

Wenn Christen das "Froh-Sein" vom Karnevalsprinzen lernen sollen ....

"'Das Froh-sein' können Priester vom Prinzen lernen" schreibt domradio.de.

Warum diese neue "Frohbotschaft" der "modernen Kirche" vom Evangelium und von der wahren Freude, die Christus gebracht hat, wegführt.


Im Artikel auf domradio.de wird zwar beschrieben, wie ein Priester, der sich erfolgreich dem Karnevalstreiben verschrieben hat, schließlich sein Priestertum aufgegeben hat, oder wie ein Diakon, der dasselbe versucht hat, plötzlich der Depression zum Opfer gefallen ist.
Dennoch wird der Slogan vom "Froh-Sein", das man als Christ angeblich im Karneval lernen solle, völlig unkritisch weitergereicht!?
Es geht hier nicht darum, über bestimmte Menschen zu urteilen, deren Lebensumstände wir ja kaum kennen.
Es erscheint aber notwendig, zu fragen, ob es richtig ist, so zu tun, als ob die wahre Frohbotschaft von der Welt komme und dort gelernt werden könne oder müsse, wie es uns ein neue und moderne "Verkündigung" seit dem II. Vaticanum weis machen will!?
Und ist es wirklich wahr, dass die hochgepriesene "Frohbotschaft" des Karnevals dieselbe ist wie die Botschaft der wahren Freude des Evangliums, das uns Christus gelehrt hat, und die in der Erlösung von der Sünde ihren Grund hat?
Stimmt es, wenn im Artikel gesagt wird, dass Christen oder gar Priester das wahre Froh-Sein und die wahre Freude im "Karneval" finden oder "lernen" könnten?
Müssen Christen erst dort "zur Schule" gehen und die "Frohbotschaft" der Welt annehmen? Ist das nicht letztlich eine verwirrte und verworrene Verkehrung des wahren Evangeliums und des Auftrags Christi an Seine Jünger?
Diese neue "Frohbotschaft" erinnert an jene Sicht der Dinge, die von Johannes XXIII. stammen soll, der angeblich meinte, dass die Kirche Fenster zur Welt hin öffnen müsse, damit in die Kirche von draußen die angeblich frische Luft hereinkönne?
Wer so redet, setzt der nicht voraus, dass in der Kirche gar nicht der Heilige Geist wohne oder dass dieser Heilige Geist Gottes letztlich "Mief" sei, der durch die Abgase der Welt, die als "frische Luft" ausgegeben werden, hinausgeblasen werden müsse?!

Jedem Christen war bisher klar, dass nicht die Freuden der Welt die wahren Freuden sind, für die der Mensch erschaffen ist.
Nicht der "Karneval", den es in verschiedenen ähnlichen Erscheinungsformen ja auch schon in der Antike gegeben hat, war die Frohbotschaft, welche die ersten Christen verkündet haben, sondern Christus!
Nur Er hat doch mit der Frohbotschaft vom Reiche Gottes auch wieder die wahre Freude in die Welt gebracht, welche durch die Herrschaft der Sünde und des Bösen in der Finsternis der Gottesferne geraten war!
Sollten Christen das nicht auch heute noch wissen und neu in Erinnerung rufen? Müsste nicht gerade heute wieder neu verkündet und klar gemacht werden, dass die wahre Freude, die uns Christus gebracht hat, etwas anderes ist, als bloß weinselige, oder ausgelassene Karnevals"freude" oder "-lustigkeit"!
Die Freude am Guten, an Gott, am Sinn des Lebens ist etwas ganz anderes als die bloße Freude an weltlicher Lust oder am Unsinn!

Die Frohbotschaft vom Reiche Gottes ruft uns gerade vom Unsinn und von der Sucht nach der vordergründigen, doch letztlich sinn-leeren Ausgelassenheit, die auch in der Antike weit verbreitet war, zurück zum Sinn und zum endgültigen Ziel unseres Lebens und allen Seins!

Natürlich kann auch ein Christ Unsinn machen oder über eine aus den Fugen geratene Situation, selbst wenn sie nur vorgestellt wird, herzlich lachen! Auch kann er durchaus einmal sein eigenes "närrisches Gesicht" zeigen oder es z.B. im Karneval unter einer närrische Maske eher indirekt offenbaren!

Hinter dieser Lustigkeit oder Komik lebt im Herzen des Jüngers Jesu aber immer der Glaube und das Wissen um die wahre Sinnfülle des Lebens, oder anders ausgedrückt: Die Liebe zu Gott und zum Nächsten, die uns als Lebensaufgabe gestellt ist, und die deswegen nicht bloß "Lustigkeit" oder äußerliches Wohlfühlen im Sinn irdischer "Glückseligkeit" sucht, sondern auch bereit ist, für die Liebe auch wenn nötig das Kreuz auf sich zu nehmen!

Nicht das irdische Froh-Sein für sich selbst ist das Größte (wie es heute die meisten Menschen als "Selbstverwirklichung" suchen)), sondern die Liebe, die nicht mehr sich selbst lebt, sondern für Gott und den Nächsten!
Wer krampfhaft "froh-sein" will nur im Sinn weltlicher Lustigkeit, wird die wahre Freude aus den Augen verlieren und möglicherweise auch die Ent-täuschung der "Freuden" dieser Welt, die ja schnell vergehen und oft nur Langeweile oder Sehnsucht nach dem "Mehr" zurücklassen, zu spüren bekommen!

Wer nicht die Freude allein in Gott sucht, wer sich oder anderen die Losung gibt, dass Christen in der reinen Diesseitigkeit das wahre "Froh-Sein" lernen oder suchen sollen, der hat wahrscheinlich noch gar nicht verstanden, was wirklich Christ-Sein bedeutet, worin der Wert des Lebens wirklich und letztlich besteht und was die wirkliche und eigentliche Freude ist, für die Gott den Menschen erschaffen hat und die Er uns in Christus wieder neu geschenkt hat.
Eine Christenheit, die in weltlichen Veranstaltungen das "Froh-Sein" lernen will, lebt noch (oder wieder) weitgehend ohne wirkliche Verwurzelung in der Freude Jesu Christi und wird sich vielleicht auch wieder von Ihm abwenden, wenn nicht mehr die wahre Liebe zum einzigen und höchster Wert, nämlich Gott, ihr Herz umwandelt und mit einer wahren und tiefen Freude und Hingabe an Gott und den Nächsten ausfüllt?

Der Karneval hat also wenig mit der wirklichen und der von Christus gewollten Freude zu tun. Er kann, in einer allzu gottabgewandeten Haltung auch zur Gefahr werden, die wahre Freude gar nicht finden zu können!

"Modernen" Christen wird das leider nicht mehr klar gemacht, im Gegenteil: Ihnen wird eingeredet, dass sie das Froh-.Sein nicht von Christus, sondern vom Karneval und seine Prinzen lernen sollen!
Man verhindert mit einer so letztlich völlig verdrehten "Frohbotschaft" das Verständnis dafür dafür, was Christ-Sein und christliche Freude eigentlichseinsein soll und welch großer und unermesslicher Schatz uns damit anvertraut ist, so dass wir nicht mehr irdischer oder vergänglicher Freuden bedürfen, die wir ja die wahren und himmlischen Freuden verkosten dürfen!