Oenipontanus
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Die "hl. Philomena" - eine moderne Erfindung

Da ich jedesmal, wenn ich darauf hinweise, dass die "hl. Philomena" im 19. Jahrhundert erfunden wurde, moderiert, blockiert oder beides werde, stelle ich hier für wache Geister, die ihren Verstand noch …More
Da ich jedesmal, wenn ich darauf hinweise, dass die "hl. Philomena" im 19. Jahrhundert erfunden wurde, moderiert, blockiert oder beides werde, stelle ich hier für wache Geister, die ihren Verstand noch nicht ganz abgeschaltet haben, den von Johann Peter Kirsch verfassten Eintrag über die "hl. Philomena" in der "Catholic Encyclopedia" von 1911 ein:
"On 25 May, 1802, during the quest for the graves of Roman martyrs in the Catacomb of Priscilla, a tomb was discovered and opened; as it contained a glass vessel it was assumed to be the grave of a martyr. The view, then erroneously entertained in Rome, that the presence of such vessels (supposed to have contained the martyr's blood) in a grave was a symbol of martyrdom, has been rejected in practice since the investigations of De Rossi (cf. Leclercq in "Dict. d.archéol. chrét. et de liturg.", s.v. Ampoules de sang). The remains found in the above-mentioned tomb were shown to be those of a young maiden, and, as the name Filumena was discovered …More
DrMartinBachmaier
Wenn ich alles richtig verstanden habe, geht es nicht um die Existenz des gefundenen Leichnams, der einer Jungfrau (young maiden), sondern nur darum, ob man ihr die Grabplatten in korrigierter Reihenfolge und damit den Namen Filumena, das Glasgefäß und damit ein Martyrium und evtl. sogar die Story der Nonne zuordnen kann.
Eine Verehrung wäre also nur dann verkehrt, wenn sie keine Heilige oder …More
Wenn ich alles richtig verstanden habe, geht es nicht um die Existenz des gefundenen Leichnams, der einer Jungfrau (young maiden), sondern nur darum, ob man ihr die Grabplatten in korrigierter Reihenfolge und damit den Namen Filumena, das Glasgefäß und damit ein Martyrium und evtl. sogar die Story der Nonne zuordnen kann.

Eine Verehrung wäre also nur dann verkehrt, wenn sie keine Heilige oder wenigstens Erlöste wäre. Denn auch ein unter falschem Namen Angerufener, dem man eine falsche Lebensgeschichte zuordnet, sollte sich angerufen und verehrt vorkommen.
Oenipontanus
@Jerry Maus
Mausibärli, ich habe 33 Accounts, für jeden Homosexfreimaurersatanistenilluminatengrad einen! 😎
DrMartinBachmaier
@Jerry Maus: Die Heiligenlegende, die ihr eine Nonne zufantasiert hat, glaube ich schon mal nicht. Warum sollte sie neben Pfeilen auch mit einem Anker gemartert worden sein? Nur weil diese auf der Grabplatte zu sehen waren, soll da extra von einer Küste ein Anker hergeschleppt worden sein?
Zu Pater Pio: der hat sich offenbar gegen Ende seines Lebens zu wenig um seine Wunden gekümmert, sodass sie …More
@Jerry Maus: Die Heiligenlegende, die ihr eine Nonne zufantasiert hat, glaube ich schon mal nicht. Warum sollte sie neben Pfeilen auch mit einem Anker gemartert worden sein? Nur weil diese auf der Grabplatte zu sehen waren, soll da extra von einer Küste ein Anker hergeschleppt worden sein?

Zu Pater Pio: der hat sich offenbar gegen Ende seines Lebens zu wenig um seine Wunden gekümmert, sodass sie verschwunden sind. Offenbar war ihm sein Seelenheil doch wichtiger.

Den Pfarrer von Ars kenne ich bisher nur positiv. Wenn der Wunder mit ihrer Verehrung erlebt hat, mag das schon ein Zeichen dafür sein, dass sie eine große Heilige war und ist, egal, wie sie denn wirklich geheißen hat. Ich wurde auch 7 Jahre meines Lebens im Internat Sepperl genannt, obwohl mein richtiger Vorname Martin ist.
Oenipontanus
@DrMartinBachmaier
Man braucht ja seine positive Sicht auf den Pfarrer von Ars nicht zu ändern, nur weil er eine fiktive Heilige verehrt hat. Er war ein frommer Mann, der es eben nicht besser gewusst hat!
St.Martin
Wie ist es dann mit dem hl. Pfarrer von Ars?
Der heilige Pfarrer von Ars wurde etlicher Erscheinungen von der hl. Philomena gewürdigt.
Alles vom Teufel? Auch seine Anweisungen an die Gläubigen die Novene zu hl. Philomena zu halten?
Wurden die Heilungen vom Teufel gemacht?
Sind das keine Fakten?More
Wie ist es dann mit dem hl. Pfarrer von Ars?

Der heilige Pfarrer von Ars wurde etlicher Erscheinungen von der hl. Philomena gewürdigt.

Alles vom Teufel? Auch seine Anweisungen an die Gläubigen die Novene zu hl. Philomena zu halten?

Wurden die Heilungen vom Teufel gemacht?

Sind das keine Fakten?
Oenipontanus
Warum muss es immer gleich der Teufel sein? Heilungen kann Gott, der bekanntlich als Einziger auch auf krummen Zeilen gerade schreiben kann, auch dann bewirken, wenn die Heilige, deren Fürsprache in gutem Glauben erbeten wurde, nicht existiert.
Der Pfarrer von Ars war gewiss ein frommer und seeleneifriger Mann, aber das impliziert nicht, dass alle Erscheinungen, die er angeblich oder wirklich hatte …More
Warum muss es immer gleich der Teufel sein? Heilungen kann Gott, der bekanntlich als Einziger auch auf krummen Zeilen gerade schreiben kann, auch dann bewirken, wenn die Heilige, deren Fürsprache in gutem Glauben erbeten wurde, nicht existiert.
Der Pfarrer von Ars war gewiss ein frommer und seeleneifriger Mann, aber das impliziert nicht, dass alle Erscheinungen, die er angeblich oder wirklich hatte, tatsächlich ein Fundament in der Realität hatten. Ohnehin ist das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Erscheinungen und deren Wahrheitsgehalt von Außenstehenden nicht überprüfbar, weshalb keine Notwendigkeit besteht und auch nicht bestehen kann, daran zu glauben. Anders gesagt: Die angeblichen oder wirklichen Erscheinungen des Pfarrers von Ars gehen alle anderen Menschen außer ihm nichts an, außer den, der daran glauben will.
Aquila
Hl. Philomena, bitte für uns, auch für die, welche nicht an Deine Existenz glauben!
Oenipontanus
Es ist sinnlos, jemanden, der nie existiert hat, um Fürbitte anzurufen.
Aquila
Der hl. Papst Pius X. sagt über die Verehrung der Heiligen am 21. Mai 1912: "Es sei und bleibe für immer festgesetzt, gültig und wirksam, dass man Ihr (der hl. Philomena) volle und ungeteilte Ehren erweise. Nach dieser Regel soll geurteilt und entschieden werden. Wenn in anderer Weise verfahren wird, so soll dies null und nichtig sein, von wem immer es ausgegangen sein mag."
Oenipontanus
@Jerry Maus
Wenn, dann schon Homosexilluminatenfreimaurer bitteschön! 😲
Guntherus de Thuringia
Den puren Fakten, die Kirsch anführt, kann zwar kaum widersprochen werden. Doch braucht man seine offenbar rationalistische, naturalistische Sicht nicht zu teilen. Über die neapolitanische Nonne und die von ihr empfangenen Offenbarungen müsste man Genaueres wissen, davon hängt eigentlich alles ab. Aus dem Artikel ist darüber nichts zu erfahren. Grundsätzlich können Privatoffenbarungen Täuschung …More
Den puren Fakten, die Kirsch anführt, kann zwar kaum widersprochen werden. Doch braucht man seine offenbar rationalistische, naturalistische Sicht nicht zu teilen. Über die neapolitanische Nonne und die von ihr empfangenen Offenbarungen müsste man Genaueres wissen, davon hängt eigentlich alles ab. Aus dem Artikel ist darüber nichts zu erfahren. Grundsätzlich können Privatoffenbarungen Täuschung oder gar Schwindel sein. Sie können aber auch echt sein. Hat nicht die selige Anna Katharina Emmerich in ihren Visionen das Wohnhaus der Gottesmutter bei Ephesus geschaut, welches nach ihren Angaben daraufhin von Archäologen entdeckt wurde? Ein beeindruckendes zeitgenössisches Zeugnis der Echtheit solcher Visionen im ostkirchlichen Bereich ist das Buch von Metropolit Dimitrios von Goumenissa, Axioupolis und Polykastron: "Das Leben aus den Gräbern – Die erschütternden authentischen Zeugnisse der wunderbaren Erscheinung der heiligen Raphail, Nikolaos und Irini zu Karyes beim Dorf Thermi auf der Insel Lesvos", Hildesheim-Himmelsthür 2003, 300 S. Die Viten dieser kirchlich kanonisierten Märtyrer wurden nach den Visionen zusammengestellt, die verschiedene Personen unabhängig voneinander hatten und die nachher durch reale Funde bestätigt wurden - siehe hier. Ich gebe der katholischen Kirche soviel Kredit, dass sie die obenerwähnte Nonne gründlich geprüft hat, bevor sie ihre Offenbarungen übernahm. Während jedoch die orthodoxe Kirche die wunderbar entdeckten Heiligen offiziell verehrt, war die Konzilskirche skeptischer und hat Philomena aus dem Heiligenkalender gestrichen, obwohl Gregor XVI. ihre liturgische Feier gestattet hat (siehe Philomena von Rom - Ökumenisches Heiligenlexikon).
Oenipontanus
@Guntherus de Thuringia
Kirsch ist weder rationalistisch noch naturalistisch, sondern schlichtweg ein vernunftgeleiteter Gelehrter. Lesen Sie auch den von mir verlinkten Aufsatz von Prälat Anton de Waal, v. a. dessen Fazit am Ende des Aufsatzes. Wer die Fakten nicht vergewaltigt und nicht jeden frommen Schwindel für bare Münze nimmt, wird einsehen müssen, dass diese "hl. Philomena", so wie sie …More
@Guntherus de Thuringia
Kirsch ist weder rationalistisch noch naturalistisch, sondern schlichtweg ein vernunftgeleiteter Gelehrter. Lesen Sie auch den von mir verlinkten Aufsatz von Prälat Anton de Waal, v. a. dessen Fazit am Ende des Aufsatzes. Wer die Fakten nicht vergewaltigt und nicht jeden frommen Schwindel für bare Münze nimmt, wird einsehen müssen, dass diese "hl. Philomena", so wie sie von Pfarrer de Lucia etc. beschrieben wird, schlichtweg nicht existiert hat. Da können noch so viele Päpste ihre Verehrung gestattet haben, es ändert nichts an den Fakten.