jonatan
Mgr. Schneider hat schon recht, aber die Brevierreform als Anfang vom Ende sehen wir nur im Rückblick weil es nachher so abgründig geworden ist mit der neuen Messe. Am besten die letzten rund 200 Jahre Liturgie einfach streichen. Kein liturgisches Buch nach 1789 und wir sollten relativ sicher sein.
Caruso
@Severin
Selbstverständlich ist die Fliege geweiht, wenn sie - da ja auch Geschöpf Gottes - in das Weihwasser fällt bzw. hineinfliegt. Wie sollte sie das Weihwasser "entweihen", da sie doch ohne Sünde, weil ohne schuldfähiges Bewusstsein ist.
Gedanken machen müsste man sich höchstens, wenn sich mehr und mehr tote Fliegen sammeln, ob das Weihwasser noch OK ist. :-)
alfredus
Es ist mit Sicherheit richtig was Bischof Athanasius sagt, aber der Zeitpunkt wo es um andere Sachverhalte geht, ist als unglücklich zu bezeichnen. Außerdem kennt man nicht den Zusammenhang und Situation, wo so etwas gesagt worden ist. 🙏 🙏 🙏
Moselanus
@Herr Bachmeier: Von rückgängig gemacht kann nicht die Rede sein, wenn ein Teil der Gemeinschaft ad experimentum die älteren Karwochenriten verwendet. Wenn die Piusbruderschaft jetzt den Schott auf dem Stand von 1962 neu herausbringt, wie es der Sartoverlag für Anfang Dezember ankündigt, ist ebenfalls nicht zu erwarten, dass die FSSPX in absehbarer Zukunft zu Rubriken zurückkehrt, die älter sind …More
@Herr Bachmeier: Von rückgängig gemacht kann nicht die Rede sein, wenn ein Teil der Gemeinschaft ad experimentum die älteren Karwochenriten verwendet. Wenn die Piusbruderschaft jetzt den Schott auf dem Stand von 1962 neu herausbringt, wie es der Sartoverlag für Anfang Dezember ankündigt, ist ebenfalls nicht zu erwarten, dass die FSSPX in absehbarer Zukunft zu Rubriken zurückkehrt, die älter sind als diejenigen, die 1962 in Kraft waren.
DrMartinBachmaier
Vor Reformierung der Karwoche wurde bei der Überführung der Monstranz auf einen Seitenaltar am Gründonnerstag das melancholisch klingende Vexilla regis gesungen. Das war dem Anlass (Vorabend des Leidens) angemessen.
Nach der Reform der Karwoche wurde es durch das feierliche Pange lingua / Tantum ergo des Thomas von Aquin ersetzt, das ja eigentlich für Fronleichnam gedichtet und komponiert …More
Vor Reformierung der Karwoche wurde bei der Überführung der Monstranz auf einen Seitenaltar am Gründonnerstag das melancholisch klingende Vexilla regis gesungen. Das war dem Anlass (Vorabend des Leidens) angemessen.
Nach der Reform der Karwoche wurde es durch das feierliche Pange lingua / Tantum ergo des Thomas von Aquin ersetzt, das ja eigentlich für Fronleichnam gedichtet und komponiert ist.
Da zeigt sich die Taktlosigkeit dieser Reform.
DrMartinBachmaier
Die Liturgie-Reformen von Pius XII. sind von der Petrus-Bruderschaft wieder rückgängig gemacht worden, leider (noch) nicht von der Piusbruderschaft.
ratiorustica
Stimmt nicht zu 100%
DrMartinBachmaier
@ratiorustica: Genaueres weiß ich nicht.
Moselanus
Sachlich gesehen, hat er recht. Aber auf das MP berufen kann er sich nicht und auch bei Pius X. wird man ihm da nicht zustimmen. Trotzdem stimmt es im Prinzip. Wieso sollten die Piuspäpste unantastbar sein, Johannes XIII. und folgende jedoch Freiwild der Kritik sein? Manche Tradis haben schon ein naives Geschichtsbild.
a.t.m
Es hat immer in der Geschichte der Kirche Änderungen gegeben, bis zum Unseligen VK II wahren diese aber immer im Sinne Gottes unseres Herrn und seiner Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche. Das müsste auch seiner Exzellenz Weihbischof Schneider bekannt sein, denn wenn es keine Neuerungen in der Kirche Gottes unseres Herrn gegeben hätte, dann wären wir noch immer in Katakomben zu …More
Es hat immer in der Geschichte der Kirche Änderungen gegeben, bis zum Unseligen VK II wahren diese aber immer im Sinne Gottes unseres Herrn und seiner Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche. Das müsste auch seiner Exzellenz Weihbischof Schneider bekannt sein, denn wenn es keine Neuerungen in der Kirche Gottes unseres Herrn gegeben hätte, dann wären wir noch immer in Katakomben zu finden, es gäbe keine Ohrenbeichte, keine Taufe von Kindern und Jugendlichen, über die Art und Dauer einer Bußstrafe würde von der Gemeinschaft abgestimmt werden, es gäbe keinen Katechismus, keine Dogmatik und auch keine Glaubenswahrheiten, usw.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
ratiorustica
Stimmt so nicht. Seit Quo Primum gab es keine.
Klaus Elmar Müller
Sehr geehrter @alfredus, wenn der hl. Papst Pius X. eine "actuosa participatio" bei der hl. Messe verlangt, eine tätige Teilnahme, und das in der Folgezeit nur missverstanden wird, oder wenn er das Rosenkranzgebet während der Stillen Messe abzulehnen scheint (man solle nicht in der Messe beten, sondern die Messe beten), dann darf die Vernunft fragen: War das nachteilig oder günstig? Die …More
Sehr geehrter @alfredus, wenn der hl. Papst Pius X. eine "actuosa participatio" bei der hl. Messe verlangt, eine tätige Teilnahme, und das in der Folgezeit nur missverstanden wird, oder wenn er das Rosenkranzgebet während der Stillen Messe abzulehnen scheint (man solle nicht in der Messe beten, sondern die Messe beten), dann darf die Vernunft fragen: War das nachteilig oder günstig? Die Heiligkeit eines Papstes, das Segensvolle seines Wirkens, man denke nur an den Antimodernisteneid, wird dadurch nicht in Frage gestellt.
alfredus
Das hat uns gerade noch gefehlt ... ? Bischof Athanasius Schneider, den ich sehr verehre, stellt in der Gegenwart, wo alles drunter und drüber geht, Kritik an den Päpsten Pius X. und Pius XII. in den Raum. Wozu ? Diese vom Christentum hoch verehrten Päpste, die noch richtige Päpste waren, jetzt einer unguten Revolution zu bezichtigen, ist mehr als skandalös. Natürlich kennt man nicht den …More
Das hat uns gerade noch gefehlt ... ? Bischof Athanasius Schneider, den ich sehr verehre, stellt in der Gegenwart, wo alles drunter und drüber geht, Kritik an den Päpsten Pius X. und Pius XII. in den Raum. Wozu ? Diese vom Christentum hoch verehrten Päpste, die noch richtige Päpste waren, jetzt einer unguten Revolution zu bezichtigen, ist mehr als skandalös. Natürlich kennt man nicht den Zusammenhang dieser Aussage, aber sie ist in jedem Fall unangebracht. Man könnte sich manchmal ins Salz werfen, wenn man solche Dinge erfahren muss. Wenn man Päpste kritisieren muss, dann sind es die Päpste Johannes XXIII. und die danach kommen, weil diese verantwortlich sind, für eine Kirche, wie sie sich nach dem Konzil entwickelt hat. 🙏 🙏 🙏
Klaus Elmar Müller
Wer bist Du,@Novigrod, dass Du dich nicht "Emporkömmling" und "Wichtigtuer" nennst: aus adligem Geschlecht, mit mehr Recht zum Bischof erwählt? DEO GRATIAS, dass Exzellenz Athanasius Schneider (im Sinne des 2. Vatikanums und seines Gewissens) die Verantwortung für die ganze Kirche wahrnimmt. Sonst wäre wirklich nur Friedhofsruhe. Bist Du Bergoglianer, der alle zum Schweigen bringen will, und …More
Wer bist Du,@Novigrod, dass Du dich nicht "Emporkömmling" und "Wichtigtuer" nennst: aus adligem Geschlecht, mit mehr Recht zum Bischof erwählt? DEO GRATIAS, dass Exzellenz Athanasius Schneider (im Sinne des 2. Vatikanums und seines Gewissens) die Verantwortung für die ganze Kirche wahrnimmt. Sonst wäre wirklich nur Friedhofsruhe. Bist Du Bergoglianer, der alle zum Schweigen bringen will, und hättest damals den hl. Athanasius zum "Emporkömmling und Wichtigtuer" erklärt?
Ottaviani
der Mann steht also nicht am Boden dessen was durch das MP möglich ist
Sascha2801
"Bischof Schneider kritisiert die liturgischen Revolutionen von Pius X. und Pius XII." …. und feiert selbst teilweise die neue Messe????
Vered Lavan
@byzantiner - Richtig. Nach DrDr. Hw. Gregorius Hesse waren das alles kleine Einzelschritte, die sub summarum nachher zum Desaster führten.
byzantiner
Pius X war derjenige der das Mitsingen der Gemeinde eingeführt hat. Ohne diese Entscheidung wäre es im V-II nicht möglich gewesen, die moderne protestantisch geprägte Musik in der Messe durchzusetzten, die mit dem Kirchenchor allein ohne Gemeindegesang völlig deplaziert rübergekommen wäre und die es im Latein gar nicht gibt. Auch wenn die Intention des Pius X in Tra le sollecitudini eine andere …More
Pius X war derjenige der das Mitsingen der Gemeinde eingeführt hat. Ohne diese Entscheidung wäre es im V-II nicht möglich gewesen, die moderne protestantisch geprägte Musik in der Messe durchzusetzten, die mit dem Kirchenchor allein ohne Gemeindegesang völlig deplaziert rübergekommen wäre und die es im Latein gar nicht gibt. Auch wenn die Intention des Pius X in Tra le sollecitudini eine andere war: Zitat: "Die eigentliche Sprache der römischen Kirche ist die lateinische. Daher ist beim feierlichen liturgischen Gottesdienst überhaupt Gesang in der Volksprache verboten". Der Hauptkampf der Protestanten gegen die Kirche richtete sich gegen das "anstrengende" Praktizieren wie u.a. Fasten, Beichte, Knien vor dem Herrn ,Heiligung durch die Messe und Wiederverheiratungsverbot. Die Rechtfertigungslehre als cut des Praktizierens. Das entscheidende Erfolgsrezept im Kampf waren aber letzendlich die schmissigen protestantischen Lieder in der Volkssprache.
ratiorustica
Das war der XI
Vered Lavan
Der schaft es noch babylonische Strukturen abzuschaffen. 👍 🙂
Eugenia-Sarto
Nachher ist man immer schlauer. Was haben wir dem grossen Papst Pius X. alles zu verdanken. Er ist eine grosse Leuchte in der Finsternis!
Boni
War es nicht auch Pius X., der die Erstkommunion vor die Firmung verlegte?
Bethlehem 2014
@Immaculata90 Die Reform Pius X. stieß damals schon auf Widerstand, besonders, daß er die Sonntags-Laudes so abgeändert hatte und für die Wochentagskomplet eigene Psalmen verwendete. Eine "moderatere" Brevierreform wäre damals durchaus denkbar gewesen. - Leider liegen mir keine Dokumente aus der Zeit vor. Die sind wohl verschlossen im Keller des Vatikan.
Dennoch hatten weder Pius X., noch Pius …More
@Immaculata90 Die Reform Pius X. stieß damals schon auf Widerstand, besonders, daß er die Sonntags-Laudes so abgeändert hatte und für die Wochentagskomplet eigene Psalmen verwendete. Eine "moderatere" Brevierreform wäre damals durchaus denkbar gewesen. - Leider liegen mir keine Dokumente aus der Zeit vor. Die sind wohl verschlossen im Keller des Vatikan.
Dennoch hatten weder Pius X., noch Pius XII. die Absicht, die Liturgie, die Kirche zu zerstören.
Das Brevier war durchaus vor Pius X. mit "Nebensächlichkeiten" überladen; so mußte man z. B. bei der gewöhnlichen Sonntagsprim (die - zugegebenermaßen - ÄUSSERST selten gebetet wurde!) drei (!) Glaubensbekenntnisse ablegen: zu Beginn das apostolische, nach den Psalmen das sog. athanasische, in den Fürbitten (?!?) wiederum das apostolische. In den sog. großen Horen kamen mitunter sieben oder neun oder gar noch mehr Orationen/Kommemorationen vor. Viele der 150 Psalmen wurden im Jahr nur drei-, viermal gebetet, andere mehrmals täglich. Da war eine ordnende Hand vielleicht doch nicht ganz überflüssig?
Aber wie gesagt: man hätte das Ganze sehr viel moderater durchführen müssen!
Vered Lavan
S.E. Bishop Schneider for pope!