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Homokleriker und das Lächeln des Bösen

Die Homokleriker sind viele. Als Jugendliche waren sie schwach aber hochmütig. Ihre lieblosen erzkonservativen Mütter hatten sie zum Beten gezwungen. Sie rebellierten. Sie wollten etwas Besonderes sein. Die Homosexualität versprach einen Ausweg für Sensible. Sie fühlten sich so gut und mitmenschlich, im Gegensatz zu ihren kalten Müttern und deren sexualitätsfeindlichen Kirche. Sie hielten sich für die besseren Menschen. Sie kannten Proust. Dorian Gray war nicht nur eine Disko am Frankfurter Flughafen. Sie waren gebildet und vielschichtig. Sie konnten sich sehr mit Gregor Samsa identifizieren, der als ungeheures Ungeziefer eines Morgens in der Verwandlung von Franz Kafka aufwacht. Und da waren ihre katholischen aber gesellschaftsfixierten Eltern. Zu denen konnten sie nicht gehen. Wenn sie denen ihren Wunsch nach mitfühlender Humanität gestanden hätten, hätten sie sofort eine über die Rübe bekommen: „Wir dulden keine Sensiblen in der Familie. Geh zur Beichte!“ Ihre Wut wurde unerträglich. Nur noch das Böse, die Homosexualität, erschien als Ausweg. Es war die radikale Verneinung der für sie kalten göttlichen Schöpfungsordnung.

Homosexualität ist NICHT angeboren. Sie ist nicht pathologisch. Sie ist nicht krankhaft. Sie ist kein ererbtes Schicksal. (vgl. Psychologische Grundbegriffe, Reinbek 1994, S. 455) Homosexualität ist eine freie Entscheidung gegen Gott, gegen die Liebe, die kindliche Einfachheit, die Keuschheit und die Aufrichtigkeit.
Für die Homokleriker wurde die Kirche zum Hassobjekt. Niemand kann die Zerstörung der kirchlichen Schönheit durch die Konzilskirche erklären ohne diesen umfassenden Hass solch „sensibler“ Kleriker. Sie haben die Kirche in eine unerträgliche Trottelei verwandelt. Ein Betonkindergarten in Rödermark ist herrlicher als ihr Konzilsdreck. Das ist keine Liebe, das ist nur noch Hass.

Die Konzilskleriker haben sich nicht getraut, ihren Eltern ihre Homosexualität zu gestehen. Dafür waren sie zu schwach. Genauso würden alle ihre folgenden Taten und Handlungen immer nur noch verdeckt und heimtückisch erfolgen. Kein offenes Wort mehr, nur noch Lügen, genauso wie die verlogenen Liebesbekenntnisse ihrer Eltern ihnen gegenüber. So wie sie keinen Mut für Prinzipien haben, sollen auch alle anderen keine mehr haben. Sie wünschen sich nur noch die Herrschaft der Lüge. Das ist die einzige Wahrheit, die ihnen bleibt, weil sie gezwungen sind, ihr ganzes Leben eine Liebe zu Gott vorzuspiegeln, den sie eigentlich abgrundtief hassen. Dann stehen sie vor dem homophoben Kirchenvolk, das sie auch hassen, weil dieses alles verneint, was sie selber möchten. Was für ein furchtbares verlogenes Leben! Aber sie sind schuldig.

Hätten sie wirklich geliebt, wären sie ausgetreten und in der Gosse aus Liebe zum wahren Gott verrottet. Weil sie vom Hochmut und der Feigheit der Sünde geprägt sind, zerstören sie lieber die gesamte Kirche und ihre Morallehre, als selber die Problematik auf ihre Schultern zu nehmen.

Sie sagen, dass sie ja immer nur die Liebe gewollt haben. Nein, das haben sie nicht. Jeder sexuelle Akt außerhalb der göttlichen Ordnung verdirbt die Seele. Alle Perversen haben, bewusst oder auch nicht, eine dunkle Seite. Sie halten sich für schlauer als die einfachen Gotteslieblinge. Sie sehen und verstehen viel mehr als die „hölzernen“ Traditionalisten. Das wirkt sich aus in einem unglaublich bösen Lächeln und einem wissenden Augenzwinkern. Ich wünsche keiner reinen Seele, das jemals zu sehen. Es ist wie ein Blick in eine Jauchegrube. Aber die Reinheit schützt davor. Der Reine sieht das nicht.

Homokleriker, ihr habt keine Entschuldigung für eure zerstörerischen Machenschaften in Bezug auf die Kirche. Versucht, nicht zu sterben.
Salzburger
"Homosexualität ist NICHT angeboren." ist großteils falsch: Die Gene dürften der HauptFaktor sein, dann kommt das Milieu (dominante Mutter, schändender Onkel usw.) und erst an dritter Stelle persönliche EntScheidungen. Nur PsychoLogisten reduzieren alles auf letztere und tun so, als ob diese eine tabula rasa wären ohne EinFlüsse von Genen und UmWelt.
Auch die ebenfalls psychologistischen AusFühr…More
"Homosexualität ist NICHT angeboren." ist großteils falsch: Die Gene dürften der HauptFaktor sein, dann kommt das Milieu (dominante Mutter, schändender Onkel usw.) und erst an dritter Stelle persönliche EntScheidungen. Nur PsychoLogisten reduzieren alles auf letztere und tun so, als ob diese eine tabula rasa wären ohne EinFlüsse von Genen und UmWelt.
Auch die ebenfalls psychologistischen AusFührungen, als ob "die Konzilskleriker" alle homosexuell wären und alle homesexuelle Kleriker über einen Kamm zu scheren wären, sind nur noch grotesk, ja krank.
studer
Woher haben Sie die Kenntnis, dass Gene ein Hautpfaktor sei? Die wissenschaftlichen Vefechter dieser These stammen ja meist auf militanten Homokreisen. Ich denke, dass man diese Frage weit offen lassen sollte.
Viel wichtiger dürfte es sein phänomenologisch zu arbeiten und, das verzerrende somatische Selbstbild aufzuhellen und plastisch vor Augen zu halten, die ein Mensch hat, der etwas innig …More
Woher haben Sie die Kenntnis, dass Gene ein Hautpfaktor sei? Die wissenschaftlichen Vefechter dieser These stammen ja meist auf militanten Homokreisen. Ich denke, dass man diese Frage weit offen lassen sollte.
Viel wichtiger dürfte es sein phänomenologisch zu arbeiten und, das verzerrende somatische Selbstbild aufzuhellen und plastisch vor Augen zu halten, die ein Mensch hat, der etwas innig begehrt, dass implizit an sich selber verneint. Ich denke, dass Homosexualität mit grosser Denkfaulheit einhergeht, die Phänomenologie von Sein und Haben zu durchleuchten.
Ein weiterer Fehler besteht darin, dass man die intentionale Ethik eines Hl. Anselms, eines Abelards zugunsten einer reinen Aktethik eines Hl. Thomas ernst nimmt. Thomas folgend halten die meisten Katechismen nur den Vollzug von sexuellen Handlungen für sündhaft, kaum jedoch die dahinterstehenden Gefühlsregungen. Das führt zu einer reinen kasuistischen Ethik, welche sich mühseligere die Arbeit der Analse der Intentionen in der Tiefe der Seele entzieht. So hat die Kirche die Psychologie, die sich vormals mit der Erhellung impliziter Intentionen beschäftigte und aristotelische Wurzeln hatte (cf, Parva Naturalia) vernachlässigt und sie ist dann mit der Psychoanalyse ausserhalb der Kirche mit verzerrenden szientistischen Prämissen wieder aufgetaucht und und wurde bis in die Fünzigerjahre nur sporadisch von der Kirche wieder aufgegriffen wie bei Reformierten Pfarrer Oskar Pfister in den Zehnerjahren des 20. Jahrhunderts.
Also wir brauchen eine christliche "Tiefenpsychologie" welche die intentiones animae in ihrem grösseren Panorama stärkend ausrichtet und gegebenfalls heilt, so das e radice sündhaften Schwächen der Boden entzogen wird.
Ist der Stamm kräftigt, so pickt der Specht nicht lange, dran, ist er morsch, so macht er sich dort ein Zuhause. Also stärken wir die vires animae, durch Gebet und Einsicht! Sapere audete!
Salzburger
@studer Während ich keinem BioLogismus oder SozioLogismus frönte, reden Sie hier einem PsychoLogismus & Pädagogismus & Reformismus das Wort, der in der Tradition der sog. "Aufklärung" steht: Die menschliche Seele als tabula rasa, die Psycho-Ingenieure beliebig ausfüllen und umschreiben können. Doch die ErKenntnisse der HumanGenetik ("Die wissenschaftlichen Vefechter dieser These stammen ja …More
@studer Während ich keinem BioLogismus oder SozioLogismus frönte, reden Sie hier einem PsychoLogismus & Pädagogismus & Reformismus das Wort, der in der Tradition der sog. "Aufklärung" steht: Die menschliche Seele als tabula rasa, die Psycho-Ingenieure beliebig ausfüllen und umschreiben können. Doch die ErKenntnisse der HumanGenetik ("Die wissenschaftlichen Vefechter dieser These stammen ja meist auf militanten Homokreisen" ist falsch, denn quasi jeder Genetiker wird dies sagen, wiewohl die meisten heterosexuell sind) widersprechen dem klarst. Und ich glaube sogar an einen GOTT, welcher Fleisch ward und sich somit auch dessen Nötigungen aussetzte (ohne freilich völlig in ihm aufzugehen). So wie an eine Röm. Kirche, welche diese Schwachheiten des Fleisches - frührer - sehr gut in Rechnung stellte.
Salzburger
p.scr.: Das war&ist in der WeltGeschichte auch immer das Kriterium gewesen: Die selbstvergötzenden IdeoLogen mögen in der Theorie sogar einen Determinismus vertreten haben (MOHAMMED, CALVIN, MARX usw.), aber in der Realtität glaubten sie stets an einen Voluntarismus mit beliebig knetbarer Seele ("everything goes"). Wohingegen Rom und alle verantwortungsbewußten StaatsMänner sich stets mit dem …More
p.scr.: Das war&ist in der WeltGeschichte auch immer das Kriterium gewesen: Die selbstvergötzenden IdeoLogen mögen in der Theorie sogar einen Determinismus vertreten haben (MOHAMMED, CALVIN, MARX usw.), aber in der Realtität glaubten sie stets an einen Voluntarismus mit beliebig knetbarer Seele ("everything goes"). Wohingegen Rom und alle verantwortungsbewußten StaatsMänner sich stets mit dem geringen SpielRaum, der zur VerBesserung gegeben ist, begnügten.
studer
@Salzburger Danke für Ihre anregenden Bemerkungen. Ich gehe nicht von einer beliebig ausdehnbaren Macht der psychischer Manipulation aus aber es ist das A und O der klassischen Ethik, und auch jender der katholischen Scholastik, dass wir nicht nur durch anstrengende Selbstbeherrschung (enkrateia) uns von üblen und lasterhaften Handlungen entziehen können, sondern auch durch innere Stärkung …More
@Salzburger Danke für Ihre anregenden Bemerkungen. Ich gehe nicht von einer beliebig ausdehnbaren Macht der psychischer Manipulation aus aber es ist das A und O der klassischen Ethik, und auch jender der katholischen Scholastik, dass wir nicht nur durch anstrengende Selbstbeherrschung (enkrateia) uns von üblen und lasterhaften Handlungen entziehen können, sondern auch durch innere Stärkung mittels natürlicher und übernatürlicher Einwirkung eine Haltung entwickeln, die das gute mit Leichtigkeit ausüben lässt und der teleologischen Bestimmung des Menschen besser entspricht. das nennt Aristoteles areté. (Vgl. dazu auch die Ausführungen zum Hl. Thomas in den hervorragenden Ethikbüchern von Prof. Martin Rhonheimer. Die Calvinisten wie Danaeus haben die antike Ethik in der Tradition der katholischen Scholastik gelehrt und daher keine besonders originelle Ethik betrieben, aber auch keine esondere Manipulationen veranlasst. Die Perfektibilität des Menschen, welche in der Aufklärung durch die Pädagogik entstanden ist, heisst nicht beliebige Manipulation, sondern veratwortliche Förderung bürgerlicher Tugenden in der Erziehung. Das geht von einfacher Suchtprävention bis zur Förderung humanistischer Bewandertheit durch die klassische Literatur oder durch inniges Gebet. Die ganze klassische Paideia ist Erziehung durch Sprache zur Menschlichkeit und zu bürgerlich-veratwortlicher republikanischer Ermächtigung. Sie kennt ganz klare Grenzen der Manipulation in der Würde des Mitbürgers und ist das entscheidende Bollwerk gegen den nihilistischen Totalitarismus, der in der europäischen Kultur verankert ist und den Chinesen z.B. völlig fehlt.
Dies führt mitnichten zu einem Modell beliebiger Manipulation im Sinne von Marx, der von der teleologischen Natur jedes einzelnen Menschen durch seine gottunmittelbare Berufung und sozialen Verrantwortung nichts wissen wollte und die menschliche Würde nicht zu achten vermochte.
Der Ausdruck "Psychologismus" sollte man nur gebrauchen für die Irrlehre, die logischen Prinzipien von empirisch-psychologische Gegebenheiten abzuleiten.
Daher nehme ich gerne Ihre Warnung auf, sich nicht vom Wahn der Manipulation der menschlichen Seele erfassen zu lassen und einen künstlichen homo novus erzeugen zu wollen. Allerdings ist es wichtig, dass man klar sieht, dass man die intentiones animae sehr wohl pflegen und bearbeiten kann und das gilt in sexuellen Angelegenheiten ganz besonders. Dass die Forscher, welche die Homosexualtität auf genetische Vorgaben zurückführen wollen meist mit dem militanten Homomilieu verknüpft sind, hat vor kurzem Dr. Christian Spaemann in einem brillantnen und einschlägigen Vortrag zum Thema auf den Punkt gebracht anlässlich der Tagung der Pro Life International vom November 2020. Vielleicht können Sie bei ihm Unterlagen anfragen.
Salzburger
@studer Ich danke Ihnen wiederum für Ihre ausführlichen AusFührungen!
Der hw. Prof. M.RHONHEIMER gibt ganz schamlos zu, ein Liberaler zu sein. (In Wahrheit ist Er ohnehin nur ein liberaler Demokrat, der mit den großen Liberalen, welche durchwegs AntiDemokraten waren [von LOCKE oder deTOQUEVILLE bis runter zu meinem LandsManne E.v.KÜHNELT-LEDDIHN], nichts anfangen kann.) Von meinem zeitweiligen …More
@studer Ich danke Ihnen wiederum für Ihre ausführlichen AusFührungen!
Der hw. Prof. M.RHONHEIMER gibt ganz schamlos zu, ein Liberaler zu sein. (In Wahrheit ist Er ohnehin nur ein liberaler Demokrat, der mit den großen Liberalen, welche durchwegs AntiDemokraten waren [von LOCKE oder deTOQUEVILLE bis runter zu meinem LandsManne E.v.KÜHNELT-LEDDIHN], nichts anfangen kann.) Von meinem zeitweiligen Nachbar (KirchenBank), dem alten SPAEMAeNNchen, kann ich leider nicht wesentlich mehr halten (wiewohl Er in unseren Tagen sicher noch zu den "Besten", d.h. noch am wenigsten Schlechten, gehörte - aber was bedeutet das schon sub specie aeternitatis?). Sein Sohn geht ja m.W. nicht einmal in die alte Messe.
Und schockierenderweise scheinen Sie sich von solchen Charakteren (dabei dann natürlich noch PapaRatzi mit Seinem "aufgeklärten Christentum, gereinigt von den Pathologien der Religion") den AufKläricht aufschwatzen haben lassen! Diese irrationalen SelbstVerGötzer (=AntiChristen), die die Religion auf eine "nützliche" (nämlich dem Menschen nützliche) Moral reduzieren (was übrigens schon der proto-aufgeklärte Calvinismus mit seinem moralistischen Perfektionismus getan hatte)! Deren "cartesianischer Rationalismus" mit dem AUGUSTINischen Skeptizismus des hlm. DESCARTES nichts zu tun hatte; die vom Skeptizismus HUMEs und Kritizismus KANTs in der Luft zerfetzt warden; die durch die Radikalität ROUSSEAUs und die romantischen Genies theoretisch längst überwunden worden wären.
Und diese Vat.II-Nichtse äffen die "christlichen" Abbes des XVIII., die über sich und ihren Glauben so "geistreich" witzeln konnten (ohne die Konsequenzen zu bedenken), geistlos&langweilig nach - noch dazu mit einem ViertelJahrtausend VerSpätung!
studer
@Salzburger Hoch interessant, was sie hier konzis auf den Punkt bringen. In der Tat waren die meisten Liberalen des 19. Jahrhunderts (Contant, Bluntschli) und auch danach entschiedene gegner der direkten Demokratie und insbesondere des Bodin'schen Konzepts der Souveränität, dessen Auswüchse insbesondere in der demokratischen Spielweise beargwöhnten. Daher wollten Sie wie Sistmondi die …More
@Salzburger Hoch interessant, was sie hier konzis auf den Punkt bringen. In der Tat waren die meisten Liberalen des 19. Jahrhunderts (Contant, Bluntschli) und auch danach entschiedene gegner der direkten Demokratie und insbesondere des Bodin'schen Konzepts der Souveränität, dessen Auswüchse insbesondere in der demokratischen Spielweise beargwöhnten. Daher wollten Sie wie Sistmondi die Mischverfassung propagieren ganz in der Tradition von Montesquieu.
Was ich aber bei Ihren Auführungen nicht ganz verstanden habe ist, was sie über Descartes aussagen wollten, ob sie ihn mit dem "cartesischen Rationalismus" der Frühcalvinisten oder eher mit Augustinus, Hume und Kant in Zusammenhang bringen wollten.
Ferner scheint mir in Ihren Ausführungen, der Tenor beherrschend, dass alle Denker welche in der Tradition der Antike die Perfektilität des Menschen bis zu einem gewissen Grade annehmen (Tugendethik von Aristoteles, Cicero aber auch Anselm und der Docotor Angelicus) und die Lehre der Anähnlichung des Menschen an sein Bild (Irenäus von Lyon, Origenes, Gregorius von Nyssa, Maximus Confessor, Nemesius von Emesa) auf den gleichen Nenner bringen wollen wie die Aufklärungstheologen des 18. Jahrhunderts, die die ganze Theologie gleichsam auf die Nützlichkeit für die Bewirkung von Glückseligkeit reduziert wollten, wie Mosheim, Miller, oder die Neologen wie Spalding und Bahrdt oder die Philanthropisten Basedow, Salzmann, Trappe oder ihre katholischen Epigonen Sailer und Wessenberg. Habe ich Sie da richtig verstanden?
Was Prof. Rhonheimer angeht, so ist sein Libelarismus nach meinen Kenntnissen nicht ableitbar aus seinen frühren exzellenten Arbeiten über die Ethik des Aristoteles und des Hl. Thomas. Rhonheimers Liberalismus ist verknüft mit seiner Begeisterung für den neoliberalen Kapitalismus eines Haykes und der Schule von Chicago und dürfte auch im Zusammenhang stehen mit seiner unternehmerischen Familientradition. Seien "liberalen" Thesen zum Verhältnis Staat-Kirche sind wiederum ein Thema für sich, das von den beiden vorangehenden auch nicht abgeleitet werden können.
Ich wäre sehr dankabr, wenn Sie mir noch zu zwei Punkten über sie Sprünge helfen könnten. (1) Was halten Sie von der Tugendethik des Hl. Thomas?
(2) Welche Aufklärungstheologen wiesen Selbstironie auf? (Mir scheine Sie alle Todernst) Zählen Sie vielleicht Shaftesbury dazu?
Salzburger
@studer Na, das ist ja eine wunderbare ÜberrRaschung und Freude, daß jemand so viel Kenntnis in PhiloSophie besitzt!
Den AUGUSTINUS redivivus stellte ich freilich zum Hl.AUGUSTINUS, HUME und KANT.
SelbstIronie - AusDruck eines jeden überlegenen Geistes - hatte damals in der Tat niemand - nur die unbedeutenden "aufgeklärten" Geistlichen (und auch da nur gegenunter ihrer Position und ihrem …More
@studer Na, das ist ja eine wunderbare ÜberrRaschung und Freude, daß jemand so viel Kenntnis in PhiloSophie besitzt!
Den AUGUSTINUS redivivus stellte ich freilich zum Hl.AUGUSTINUS, HUME und KANT.
SelbstIronie - AusDruck eines jeden überlegenen Geistes - hatte damals in der Tat niemand - nur die unbedeutenden "aufgeklärten" Geistlichen (und auch da nur gegenunter ihrer Position und ihrem Glauben).
Ihre Äußerungen zur TugendEthik von diesem oder jenem Denker, dem PseudoDenker CICERO oder dem NichtDenker hw. Prof. Rhonheimer usw. lassen ein additives VerStändnis von PhiloSophie erkennen, welches ich nicht teilen kann. In den HandBüchern zur PhilosophieGeschichte wird langwierig zu OntoLogie und AxioLogie, Ethik und Aesthetik herummäandert, so, als ob der Denker eine AnSammlung von Personen gewesen wäre. Aber mit G.SIMMEL sollte man zumindest große Denker mit Gletschern vergleichen: Für die Menschheit unbewohnbar, zwangsläufig fast allesamt falsch und grausige ProkrustesBetten (BURCKHARDT: "Gott schütze uns vor der Herrschsucht der Philosophen!"); zugleich aber ist jeder Denker ein Sieg über die Trivialität und insofern wahr. Vor allem aber muß man sie vom Gipfel her verstehen: Widerstanden sie dem Angebot der Schlange - oder nicht? Die liberal-humanistischen Esel der NeuZeit glaubten, auf die Welt, die Immanenz bauen zu können - aber selbst der Empirist geht von der GOTTesFrage aus! Und jeder Liberalismus endet im Sozialismus&Kommunismus, wie auch DONOSO CORTÉS verstand - man denke an Aristotelismus, Thomismus, den Bauer von der Garonne und Seinen Mailänder Schüler. FICHTE z.B. hatte die Freiheit als oberstes telos - und endigte im Geschlossenen HandelsStaat dennoch als ProtoNazi. Sogar Golo MAeNNchen kapierte (in seinem RÖPKE-AufSatz), daß diese österr. CapitalistenClowns CryptoCommunisten gewesen waren.
"Das Laster der mittelalterlichen Scholastik bestand nicht darin, ancilla theologiae zu sein, sondern ancilla Aristotelis." "Die Autonomie, die der Aristotelismus der Welt zuschreibt, scheidet den Aristotelismus vom Christentum; die Autonomie, die der Christ Gott zuschreibt, scheidet den Christen vom Neuplatoniker." "Das moderne Denken taucht aus den Trümmern des scholastischen Ordnungsbegriffs auf. Die Scholastik selbst verursachte die Katastrophe, indem sie den ursprünglichen Begriff des platonischen Himmels auf die aristotelische sublunare Welt anwandte. Der Begriff versagt in einer Welt, die der Begriff der antagonistischen Unordnung besser erklärt. Es reichte trotz allem das Dogma der Erbsünde, um das christliche Denken die Ordnung nur hinter den Dingen suchen zu lassen, so wie wir die logischen Strukturen hinter dem empirischen Material der Psychologie suchen. Ordnung ist, was in der Welt durchscheint, ohne Teil dieser zu sein, wie die Normen, die Strukturen, die Werte." "Wert ist, was der Wille behauptet, wenn der behauptete Wille der Wille Gottes ist. Der Wert ist für Gott subjektiv, für den Menschen objektiv. Der thomistische Rationalismus macht aus Gott einen Menschen, der axiologische Subjektivismus aus dem Menschen einen Gott." "Der heilige Thomas: ein Orleaniste der Theologie?" "Wenn die aristotelische Mechanik angesichts des Trägheitsprinzips - welches die Idee der Intentionalität des Universums unterdrückt - unterliegt, wird die moderne Philosophie geboren. Philosophieren heißt seit dem 17. Jahrhundert die Suche nach den Grenzen des Prinzips." "Thomisten und Marxisten können ihr Personal untereinander austauschen." "Die marxistische Philosophie ist die aristotelische Physik der Sozialwissenschaften." (GOMEZ DAVILA)
studer
@Salzburger Sehr interessant, was Sie schreiben, da werde ich darüber meditieren und das eine oder andere nachfragen müssen. Es erschliesst jedenfalls, weshalb die jetzigen Monopol und Oligopolkapitalisten, die sich Liberal wähnen Hand nin Hand gehen mit dem Enteignungs-Rest der Davoser und mit der Stalinianisch despotischen Regierung der Rotnazichinesen. Eine Sinisierung der Welt scheint ihnen …More
@Salzburger Sehr interessant, was Sie schreiben, da werde ich darüber meditieren und das eine oder andere nachfragen müssen. Es erschliesst jedenfalls, weshalb die jetzigen Monopol und Oligopolkapitalisten, die sich Liberal wähnen Hand nin Hand gehen mit dem Enteignungs-Rest der Davoser und mit der Stalinianisch despotischen Regierung der Rotnazichinesen. Eine Sinisierung der Welt scheint ihnen erstrebenswert zu sein.
studer
@Salzburger Hier können Sie die Reduktion des Christentums auf die Glückseligkeit der Eigenliebe, die Sie beargwöhnen, in Reinform finden:

Gotthilf Samuel Steinbarts System der reinen Philosophie oder Glückseligkeitslehre des Christenthums : für die Bedürfnisse seiner aufgeklärten Landesleute und andrer, die nach Weisheit fragen, eingerichtet
Autor: Steinbart, Gotthilf Samuel, 1738-1809 ;
Verla…More
@Salzburger Hier können Sie die Reduktion des Christentums auf die Glückseligkeit der Eigenliebe, die Sie beargwöhnen, in Reinform finden:

Gotthilf Samuel Steinbarts System der reinen Philosophie oder Glückseligkeitslehre des Christenthums : für die Bedürfnisse seiner aufgeklärten Landesleute und andrer, die nach Weisheit fragen, eingerichtet
Autor: Steinbart, Gotthilf Samuel, 1738-1809 ;
Verlagsort: Züllichau | Erscheinungsjahr: 1785
reader.digitale-sammlungen.de/…solve/display/bsb10400087.html
Der gegenwärtige Machthaber des Vatikanstaates vertritt im Konzert der Mächtigen genau diese Lehre.
kyriake
In der Bibel heißt es: "Wegen der Sünden ihrer Väter überließ ich sie ihren verkehrten Trieben."
Homosexualität hat sehr viel mit Vorfahrenschuld zu tun.
AlexBKaiser
Seht, wie sie einander lieben
Tesa
"Betonkindergarten" - treffende Wortschöpfung.
Seidenspinner
Der Text trifft auf SEHR viele Priester und Bischöfe zu. Die starken, herzlosen Mütter, die ihren Buben die "Berufung" vorgaben.