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M.RAPHAEL
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Der furchtbare Rationalismus

Einer der größten Feinde des Seelenheils ist der Rationalismus. Dieser beinhaltet die zweifelsfreie Überzeugung, dass die menschliche Vernunft in der Lage ist, mehr oder weniger die gesamte Wirklichkeit zu erfassen, weil diese in ihrer Ordnung der Vernunft immer schon entspricht. Hat die Tradition noch behauptet, dass die natürliche Vernunft nur bis zur Existenz Gottes vordringen kann und die Erkenntnis aller anderen Heilswahrheiten von der durch die Offenbarung erleuchteten übernatürlichen Vernunft abhängt, so ebnet der Rationalismus diese Differenz bald ein. Jetzt wird die Vernunft selbst vergöttlicht. Sie steht nun über Gott. Er hat sich vor ihr zu rechtfertigen. Der selbstvergötzende Mensch richtet Gott mit Hilfe seiner Vernunft. Die Verhältnisse sind völlig umgedreht. Dieser auf die Heilswahrheiten ausgreifender Rationalismus ist eine unvorstellbare und böse Lüge. Durch sie werden unzählige Menschen in die Hölle gehen.

Die Wahrheit, Gott, ist übernatürlich und vor allem übervernünftig. Sie ist für den rationalistischen Menschen deshalb nicht zu erkennen, weil sein vernunftzentrierter Erkenntnisapparat noch nicht mal im Ansatz die grenzenlosen Paradoxien der personalen Liebe nachverfolgen kann. Das Ganze der Schöpfung des Herrn entzieht sich dem Menschen nicht nur wegen dessen mangelnden Wissens, sondern weil dieses prinzipiell nicht macht- und kontrollrational angelegt ist. Nur die Logik der Liebe lässt sich vom Liebeswerben Gottes erfassen und erkennt alles was wichtig ist. Aber es ist kein Erkennen, mit dem man sich Gewinn erarbeiten kann, sondern es macht nur glücklich, tief und weise.

Der Einsiedler geht in die Wüste. Jetzt stammelt er nur noch in Zungenrede und Paradoxien (siehe die Apophthegmata Patrum). Unter seiner Kapuze sieht er nach Innen und nach Oben. Er schaut Gott in für das menschliche Auge unsichtbarer Gestalt. Er kann nur noch anbeten, singen, preisen und von honigfließender Poesie träumen.

Der hochmütige Selbstvergötzer will das nicht verstehen. Hier hat er keine Kontrolle. Hier ist er nicht Gott. Weil der wahre Gott übervernünftig ist und sich dadurch der menschlichen Machtgier entzieht, hasst der Mensch Ihn dafür. Er verleumdet ihn als einen weichen Hippie in Schlapfen. Warum wehrt sich Gott auch nicht gegen die menschliche Aggression? Wenn Er doch nur einmal zuschlagen würde, dann würde auch Merkel an Ihn glauben. Aber so nicht. So wird Er zu einem lieben Gott umgedeutet, einem Watschenbubi, der will, was man selber will. Systematisch werden alle seine Priester bald selber zu schwulen Weicheiern, in einer Kirche, die nur noch von Gemeindeschokokuchen und Luftschlangen träumt. Wenn dann ein Charakterkopf in ein Kloster eintritt, weint die Mutter mit der Bemerkung: „Du kannst doch was. Du hast doch Rückgrat. Warum?“ Danke, ihr Konzilsweicheier.

Gott ist übervernünftig. Was Erzbischof Viganò verkündigt, ist dies auch. Im Moment scheint es wenig sinnvoll zu sein, aber er hat völlig recht, wenn er die feministisch liberale Gesellschaft der kollektivistischen Übermenschen (m.E. die wahren letzten Menschen Nietzsches) angreift. Siehe:

Nietzsche Der letzte Mensch

Ich werde wieder und wieder darauf zurückkommen. Deshalb beschimpfe ich auch Bergoglio. Wenn ich vernünftig wäre, würde ich das nicht tun. Aber ich rufe aus der Wüste. In ihr ist Bergoglio ein Narr und ein böser dazu, weil er die moderne Hybris immer weiter bestärkt.

Ihr Gutmenschen, nimmt eure „menschengöttliche“ Vernunft mit auf die Toilette, nur dort taugt sie etwas oder vielleicht auch nicht.

Ehrfurcht vor Gott kann ich euch weder vernünftig erklären noch beibringen. Einen Beweis gibt es noch viel weniger. Als moderner Karussellfahrer, der im Gegensatz zu euch die Demut hat, auf die Wahrheit zu hören und zu achten, kann ich euch nur warnen. Lieb ist niemand. Nur eure lügende Vernunft ist vom Gegenteil überzeugt.
Salzburger
In der Tat: Zu den AntiNomien unseres DaSeins gehört, daß, wenn wir GOTT beweisen könnten, es keinen GOTT geben könnte, weil unsere eigene Vernunft absolut wäre.
Aber der sog. "Rationalismus" ist nur ein gnostischer IrRationalismus: Daß wir vom Subjekt ausgehen müssen, heißt mitnichten, daß dieses absolut zu setzen wäre, was die ganz Großen - DESCARTES, HUME, KANT - sehr wohl wußten, die …More
In der Tat: Zu den AntiNomien unseres DaSeins gehört, daß, wenn wir GOTT beweisen könnten, es keinen GOTT geben könnte, weil unsere eigene Vernunft absolut wäre.
Aber der sog. "Rationalismus" ist nur ein gnostischer IrRationalismus: Daß wir vom Subjekt ausgehen müssen, heißt mitnichten, daß dieses absolut zu setzen wäre, was die ganz Großen - DESCARTES, HUME, KANT - sehr wohl wußten, die Enzyklopädisten usw. allerdings nicht...
M.RAPHAEL
U.a. Prof. Jörg Splett hat immer wieder betont, dass wer mehr sieht, recht hat. Erzbischof Viganò sieht mehr. So wie er, halte ich die aufkommende Diktatur der feministisch liberalen Selbstvergötzer für den Anfang des satanischen Zeitalters. Das Böse kann nicht aufhören, immer böser zu werden. Wem die Abtreibung noch nicht widerlich genug ist, kann sich „freuen“. Er wird Furchtbares erleben. Die …More
U.a. Prof. Jörg Splett hat immer wieder betont, dass wer mehr sieht, recht hat. Erzbischof Viganò sieht mehr. So wie er, halte ich die aufkommende Diktatur der feministisch liberalen Selbstvergötzer für den Anfang des satanischen Zeitalters. Das Böse kann nicht aufhören, immer böser zu werden. Wem die Abtreibung noch nicht widerlich genug ist, kann sich „freuen“. Er wird Furchtbares erleben. Die normalen Menschen werden die ganze Entwicklung immer ganz normal finden. Wer sich gegen die Blutorgie wehren wird, wird für dumm gehalten und als ewig Gestriger bemitleidet werden. Motto: „Die Natur ist brutal und die Schwachen müssen weg. So ist es eben“ Und sie werden geifernd jaulen vor Freude, wie beim Sieg vom Biden. In einigen Monaten werden die in diesen Tagen gezeugten „Sieg von Biden“ Kinder abgetrieben.
Ziehen wir uns bis zum Martyrium in die Felsenhöhlen zurück.