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Gloria Global am 13. März. Mit Gloria.tv im Sommer 2012 nach Patmos St. Pölten: Kirche als Würstelbude Fastenbrief gegen die Homo-Ehe Markus Lanz mahnt zur Sonntagspflicht, die er nicht hältMore
Gloria Global am 13. März.

Mit Gloria.tv im Sommer 2012 nach Patmos
St. Pölten: Kirche als Würstelbude
Fastenbrief gegen die Homo-Ehe
Markus Lanz mahnt zur Sonntagspflicht, die er nicht hält
elisabethvonthüringen
aninici
Je oller, je toller, dies trifft doch wirklich zu. Was kann man da noch von den Enkelkindern erwarten, wenn diese Alten ein solches Beispiel abgeben ?
a.t.m
Ja liebe EvT: Teile der Kirche Deutschlands weis halt doch noch was sich wahrlich gehört, und hat daher dem "Berufskatholiken" Häretiker und Schismatiker Schüller verbannt, während viele Ö- Bischöfe (Wölfe/Mietlinge??) den von Gott dem Herrn und seiner Kirche abgefallenen Priestern um des Götzen Mammons Willen in den Hintern kriechen. Ist ja auch in den obigen Nachrichten zu erkennen.

Leider …More
Ja liebe EvT: Teile der Kirche Deutschlands weis halt doch noch was sich wahrlich gehört, und hat daher dem "Berufskatholiken" Häretiker und Schismatiker Schüller verbannt, während viele Ö- Bischöfe (Wölfe/Mietlinge??) den von Gott dem Herrn und seiner Kirche abgefallenen Priestern um des Götzen Mammons Willen in den Hintern kriechen. Ist ja auch in den obigen Nachrichten zu erkennen.

Leider wird aber auch immer klarer das viele Wölfe im Vatikan wirken, denn dieser stellt sich ja auch Blind, Taub und Stumm, um ja nicht mit der Welt anzuecken.

Gott zum Gruße
elisabethvonthüringen
Jauchz-Jubelmeldung des Tages...

Auftrittsverbot von Helmut Schüller im Bistum Hildesheim

In Deutschland ist für die Pfarrer-Initiative weiterhin nur wenig zu holen. Bischof Norbert Trelle hat jetzt im Bistum Hildesheim eine Veranstaltung mit Helmut Schüller untersagt

Wien-München (kath.net)
Für die Pfarrer-Initiative von Helmut Schüller gibt es in Deutschland erneut Bad News. Jetzt hat das …More
Jauchz-Jubelmeldung des Tages...

Auftrittsverbot von Helmut Schüller im Bistum Hildesheim

In Deutschland ist für die Pfarrer-Initiative weiterhin nur wenig zu holen. Bischof Norbert Trelle hat jetzt im Bistum Hildesheim eine Veranstaltung mit Helmut Schüller untersagt

Wien-München (kath.net)
Für die Pfarrer-Initiative von Helmut Schüller gibt es in Deutschland erneut Bad News. Jetzt hat das Bistum Hildesheim eine Veranstaltung mit Helmut Schüller in einer katholischen Kirchengemeinde verboten wie der NDR berichtet. Auf Wunsch des Bischofs von Hildesheim, Norbert Trelle (siehe Foto!), wurde eine bereits geplante Veranstaltung abgesagt. Schüller, der übrigens vom Ortspfarrer Meik Barwisch eingeladen wurde, wollte vor Ort für seine Thesen Werbung machen. Ein Priester, der offen zum Ungehorsam gegenüber der Kirche aufrufe, lasse den für den Dialog nötigen Respekt vermissen. So begründete ein Sprecher des Bistums Hildesheim die Absage.

Zuletzt bekam Schüller aus den Bistümern Regensburg und Passau eine klare Abfuhr. Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller bezeichnete die Initiativa als "unchristlich". "Darum ist es ganz und gar unchristlich und unserem katholischen Glauben diametral entgegengesetzt, wenn in unserem Nachbarland eine von einigen Leuten ins Leben gerufene sog. „Pfarrer-Initiative“ in ihrer Besserwisserei meint, sich in Fragen der Lehre und Pastoral über den Glauben der Kirche stellen zu können.", so Müller. Auch der Passauer Bischof Wilhelm Schraml lehnte den Aufruf ab. Diesem "Aufruf zum Ungehorsam" müsse theologisch klar und argumentativ entschieden entgegengewirkt werden.

Foto: (c) Bistum Hildesheim
Maris
@Albertus Magnus

Bezügl. Ihrem Posting an mich: Da ist wohl was dran, aber die Senioren tun, als hätte man ihnen im Leben nie was beigebracht. Sie hatten noch würdige und vorbereitete Erstkommunionen.
elisabethvonthüringen
Immer dieses "Sorgen & Nöte-Geschwafel".. 🤒 Giovanni bringt es auf den Punkt...

Viel Sorgen und noch mehr Nöte
Bert Brandstetter (KA Diözese Linz) hat gesprochen:

Viele Probleme, mit denen die Kirche heute zu kämpfen hat, hängen damit zusammen,dass sich viele Menschen mit ihren Sorgen und Nöten nicht mehr verstanden fühlen.

Nun, wer könnte da etwas dagegen sagen? Zunächst ist dieses Zitat …More
Immer dieses "Sorgen & Nöte-Geschwafel".. 🤒 Giovanni bringt es auf den Punkt...

Viel Sorgen und noch mehr Nöte
Bert Brandstetter (KA Diözese Linz) hat gesprochen:

Viele Probleme, mit denen die Kirche heute zu kämpfen hat, hängen damit zusammen,dass sich viele Menschen mit ihren Sorgen und Nöten nicht mehr verstanden fühlen.

Nun, wer könnte da etwas dagegen sagen? Zunächst ist dieses Zitat zur Hälfte ohnehin ein Zitat aus der Pastoralkonstitution „Gaudium et Spes“. Dann aber sucht man vergeblich in der Rede Brandstetters nach einer genaueren Spezifizierung dieser Sorgen und Nöte, deren Existenz niemand ernsthaft bezweifelt. Interessant sind die Lösungsansätze, die er zur Behebung derselben sieht:

Um die Kultur des Miteinanders in der Katholischen Kirche zu verbessern, tritt die KA dafür ein, ... ... Anleihe bei der Praxis in Klöstern zu nehmen, wo Äbte nicht mehr auf Lebenszeit gewählt werden, sondern sich periodisch das Vertrauen ihrer Mitbrüder bestätigen lassen müssen: Auch für Pfarrer sollte eine begrenzte Amtsdauer gelten, nach der sie sich der Wiederwahl ihrer Pfarre stellen sollten (10 Jahre als Vorschlag).… die Beziehungen zu den anderen christlichen Kirchen auch auf offizieller Ebene so zu gestalten, wie sie an der pfarrlichen Basis vielfach gepflogen werden, einschließlich des gemeinsamen Kommunionempfangs / Abendmahls.… dass das höchste Gremium der Diözese, der Pastoralrat, für die Ernennung eines neuen Bischofs einen oder mehrere Namens-Vorschläge unterbreiten darf, aus denen der Papst den Kandidaten bestellt.

Nicht nur, dass das wohl kaum die wahren Sorgen und Nöte unserer Mitmenschen auch nur im Ansatz berührt, dieser Vorschlagskatalog beruht zum Teil sogar auf sachlich falschen Prämissen. Äbte werden auch in den österr. Klöstern nicht grundsätzlich für zehn Jahre gewählt. Es gibt diese Option aber sie ist bei weitem nicht die Regel. Und Die Forderung nach einer Wiederwahl eines Pfarrers nach 10 Jahren Amtszeit verwirrt, denn mir war bisher nicht bewusst, dass Pfarrer in Oberösterreich oder sonst wo von ihrer Pfarre überhaupt gewählt werden. Die zweite Forderung ist anmaßend und zeigt ein sehr tiefschwelliges theologisches Wissen von Herrn Brandstetter über die Bedeutung der Eucharistie. Die letzte ist schlicht dreist, denn sie ist -wie die erste- eine Mogelpackung. Nichts gegen eine transparentere Mitwirkung von Laien bei der Suche nach geeigneten Kandidaten für das Amt des Bischofs. Aber eine Art Plebiszit, aus dessen Ergebnis der Papst dann nur mehr aussuchen darf, zeugt von einer nicht wirklich tiefgehenden Durchdringung der Materie. Die Gefahr von Parteiungen und Streitigkeiten und intransparenter Machtkämpfe ist bei einem derartigen pseudodemokratischen Auswahlverfahren vorprogrammiert.
Herr Brandstetter ist von Beruf Journalist. Ein wenig mehr Vertiefung in die Materie bevor er sich öffentlich so weit hinauslehnt, darf man auch als nicht von ihm vertretener Katholik doch wohl erwarten.

Posted 2 hours ago by Giovanni
UNITATE!
lanz ist mir sehr unsympatisch aber durch das interview ist es besser!
UNITATE!
DIE KIRCHEN WERDNE PROFANIERT DURCH FRA? UND TRANK UND KONZERTE UND DIE GEMEINDEÄLE WERDEN ZU GOTTESDIENSTRÄUMEN DIE SIND DOCH KRANK!

DANN WUNDERT MAN SICH-WENN SOGAR "GLÄUBIGE" DIE KIRCHEN SCHÄNDEN -SIE GEBEN EIN GUTES BEISPIEL!!
Albertus Magnus
@elisabet

die spinnen, die KAler 🙄
naja, das überlebt sich irgendwann mal...

wie alt sind diese "Aktionisten" eigentlich? Ich werd den Eindruck nicht los, dass das Leute sind, die schon ein bisserl nicht ganz so juvenil sind. Der Schwung, den die drauf haben mit ihrer Verbürokratisierung, ist ja enor 🤐
Albertus Magnus
jetzt hätt ma also schon Deutschland und Österreich beieinand. Und dann noch Polen, wo die Räte aber vom Pfarrer bestimmt werden.

Wie schauts in anderen Ländern aus, die katholisch sind bzw. waren? Spanien, Italien, Lateinamerika insgesamt....?
Latina
lieber Albertus Magnus,es gibt vor allem in deutschland pfarrgemeinderäte in jeder pfarrer( es sein denn ,die leute haben darauf keine lust mehr und niemand stellt sich zur wahl) ---in einem solchen gremium geht es natürlich durchaus auch heiß her,denn unterschiedliche ansichten kommen zum tragen--in meiner stadt ist es allerdings sehr ruhig,ich selbst bin kein mitglied und möchte das auch nicht …More
lieber Albertus Magnus,es gibt vor allem in deutschland pfarrgemeinderäte in jeder pfarrer( es sein denn ,die leute haben darauf keine lust mehr und niemand stellt sich zur wahl) ---in einem solchen gremium geht es natürlich durchaus auch heiß her,denn unterschiedliche ansichten kommen zum tragen--in meiner stadt ist es allerdings sehr ruhig,ich selbst bin kein mitglied und möchte das auch nicht sein,da ich als lehrerin bereits ne menge konferenzen habe.
elisabethvonthüringen
Katholische Aktion will begrenzte Amtszeit für Pfarrer 🤒
Für Pfarrer sollte es eine begrenzte Amtszeit geben, und sie sollten sich nach einigen Jahren einer Wiederwahl stellen müssen, fordert die Katholische Aktion Oberösterreich. Bei Bischofsernennungen will man ebenfalls ein Mitspracherecht.
Mehr dazu in oesterreich.ORF.at
Albertus Magnus
@akluinga

hmmm.... Interessant.. vom Pfarrer nominiert....

So ähnlich hab ich es auch in Erinnerung von meinem Leben als KInd am Land. Da gabs auch schon Pfarrgemeinderäte. Aber die waren im Prinzip nur mit dem Einverständnis des Pfarrers auf der Liste. DA konnte sich keiner was anderes vorstellen, gegen den Priester ging da gar nix,auch später noch in der Stadt.

Naja, ich glaube, diese ganze…More
@akluinga

hmmm.... Interessant.. vom Pfarrer nominiert....

So ähnlich hab ich es auch in Erinnerung von meinem Leben als KInd am Land. Da gabs auch schon Pfarrgemeinderäte. Aber die waren im Prinzip nur mit dem Einverständnis des Pfarrers auf der Liste. DA konnte sich keiner was anderes vorstellen, gegen den Priester ging da gar nix,auch später noch in der Stadt.

Naja, ich glaube, diese ganze Verweltlichung der kirchlichen STrukturen wird sich auch mal wieder aufhören, spätestens dann, wenn hierzulande die Pfarren "ausgeblutet" sind.
barbaramaria
Off topic, aber darüber sollte gesprochen werden. Der ESM-Vertrag oder: die Entmachtung der Parlamente. Wird demnächst vermutlich Realität.

www.youtube.com/watch
akluinga
@Albertus Magnus
In Polen gibt's die. Zumindest theorethisch, wenn ein Bischof kommt und für ein Treffen zu Weihnachten.
Die, die ich kenne, wurden aber nicht gewählt sondern vom Pfarrer nominiert :)

Das mit der Wurst kennen wir leider mittlerweile auch. Zwar nicht so, aber man kann schon in manchen Pfarrzeitschriften oder Webseiten sehen, wie bei der Arbeit in der Kirche die Leute unter dem …More
@Albertus Magnus
In Polen gibt's die. Zumindest theorethisch, wenn ein Bischof kommt und für ein Treffen zu Weihnachten.
Die, die ich kenne, wurden aber nicht gewählt sondern vom Pfarrer nominiert :)

Das mit der Wurst kennen wir leider mittlerweile auch. Zwar nicht so, aber man kann schon in manchen Pfarrzeitschriften oder Webseiten sehen, wie bei der Arbeit in der Kirche die Leute unter dem Kreuzweg mit Kuchen und Kaffee sitzen.
Albertus Magnus
ganz banale Fragen an alle:

Wo ausser in Österreich gibt es eigentlich in der weltumspannenden katholischen Kirche noch Pfarrgemeinderäte? Und falls es sie nicht überall auf der Welt gibt, wie kann die Kirche ohne diese Leute denn überhaupt überleben?
Und haben Personalprälaturen, Presonalpfarreien udgl. auch Pfarrgemeinderäte? Oder andere Räte? Wie schaffen denn die das?
elisabethvonthüringen
Linz: Pfarrer nominiert "seine" Kandidaten für PGR-Wahl

Konflikt rund um PGR-Wahl in Linz-Herz Jesu
Die Erstellung der Kandidatenliste zur Pfarrgemeinderatswahl führt in der Pfarre Linz Herz Jesu zu erheblichen Differenzen. „Mir ist bekannt, dass Personen, die bis zu 30 Mal in den Wahlvorschlägen genannt wurden, nicht auf der Wahlliste aufscheinen“, sagt Roland Forster, noch bis zu der im März …More
Linz: Pfarrer nominiert "seine" Kandidaten für PGR-Wahl

Konflikt rund um PGR-Wahl in Linz-Herz Jesu
Die Erstellung der Kandidatenliste zur Pfarrgemeinderatswahl führt in der Pfarre Linz Herz Jesu zu erheblichen Differenzen. „Mir ist bekannt, dass Personen, die bis zu 30 Mal in den Wahlvorschlägen genannt wurden, nicht auf der Wahlliste aufscheinen“, sagt Roland Forster, noch bis zu der im März auslaufenden Amtsperiode Pfarrgemeinderat in Linz Herz Jesu. Er glaubt, dass diese nicht der Linie des Pfarradministrators Dietmar Neubauer entsprochen hätten und deshalb gar nicht erst kandidieren dürfen.
Weiter in der Linzer Kirchenzeitung >>
elisabethvonthüringen
Dienstag, März 13, 2012

Die katholische Schatzsuche

[Von Bastian]
Die Frage war: was kann einem der Klerus eigentlich sinnvolles sagen?
Ich habe diese Antwort versucht:

Mit dem Glauben ist es wie mit einer Schatzsuche. Wenn ich wissen will, wo ich graben muss, frage ich den, der die Karte hat. Alles andere wäre Blödsinn. Wenn ich aber wissen will, wo ich den besten Spaten bekomme oder wie ich …More
Dienstag, März 13, 2012

Die katholische Schatzsuche

[Von Bastian]
Die Frage war: was kann einem der Klerus eigentlich sinnvolles sagen?
Ich habe diese Antwort versucht:

Mit dem Glauben ist es wie mit einer Schatzsuche. Wenn ich wissen will, wo ich graben muss, frage ich den, der die Karte hat. Alles andere wäre Blödsinn. Wenn ich aber wissen will, wo ich den besten Spaten bekomme oder wie ich rudern muss, um die Insel zu erreichen, frage ich Fachleute. Mag sein, dass da der Kartenbesitzer dabei ist, aber das ist nicht zwingend.

In der Kirche ist die Karte dem Lehramt anvertraut. Sie enthält das Ziel, den Weg dorthin und die Dinge, auf die man aufpassen muss. Eine richtige Schatzkarte eben. Der Schiffsbau, die weitere Ausrüstung, die Verpflegung und was sonst noch so dazugehört, sind Sache aller, also vornehmlich der Laien, denn davon gibt es mehr. In dieser Konstellation ist alles gegeben, den Schatz zu heben.

Heute ist es leider oft so, dass Priester versuchen, Ruderunterricht zu erteilen oder Spaten zu zimmern. Und weil man damit nicht weit kommt, verlegen sie auf der Karte das Kreuzchen, das das Versteck markiert, aufs Festland und in weichen Sand, damit die Schatzsuche eher der Lebenswirklichkeit der Sucher entspricht. Die sind auch ganz froh darüber, weil sie nur diese falsche Karte kennen. So einfach kommt man an den Schatz! Und sie buddeln munter drauf los, finden aber nichts. Sie graben so lange, bis sie irgendein rostiges Stück Eisen finden und stellen fest: die Schätze der Kirche sind verrottet, ihre Karten taugen nichts. Und sie verspotten die Kartenbesitzer.
Wenn jetzt jemand mit der richtigen Karte kommt, erhält er natürlich die Antwort: „Wie bitte? Jetzt sollen wir auch noch Schiffe bauen, rudern, klettern, wandern und Felsen sprengen? Damit wir wieder ein Stück rostiges Eisen finden? Nein danke!“

Es ist eben wichtig, den richtigen Fundort zu kennen und für die Suche die richtigen Fragen zu stellen.
One more comment from elisabethvonthüringen
elisabethvonthüringen
studiosus hat Recht; ich finde die Nachrichten durchaus okay!
Für Leute wie Quadri' kann man ja Ergänzungen einstellen, wie diese z. B.

Auf der Todesliste, weil sie Schwarz tragen
Teenager der Jugendkulturbewegung "Emo" sind im Irak in Lebensgefahr. Radikale Schiitenmilizen betrachten sie als Satanisten.

Irak

Foto: mauritius images / imagebroker/imagebroker Gefühle wie Trauer und Verlust, aber…More
studiosus hat Recht; ich finde die Nachrichten durchaus okay!
Für Leute wie Quadri' kann man ja Ergänzungen einstellen, wie diese z. B.

Auf der Todesliste, weil sie Schwarz tragen
Teenager der Jugendkulturbewegung "Emo" sind im Irak in Lebensgefahr. Radikale Schiitenmilizen betrachten sie als Satanisten.

Irak

Foto: mauritius images / imagebroker/imagebroker Gefühle wie Trauer und Verlust, aber auch schmachtende Liebe: Emos
Sie nennen sich „Emos“, eine Abkürzung für „Emotionals“, etwas freier übersetzt: Gefühlsbetonte. Sie sind jung, hüllen sich in enge, überwiegend schwarze Kleidung und tragen Frisuren, die auffallen – nicht in Berlin, London oder New York, aber in Bagdad. Ihr Anderssein, ihre optische Provokation ist im Irak lebensgefährlich. Religiös-fanatische Milizen machen Jagd auf sie, weil sie sie für Teufelsanbeter halten und für Homosexuelle.

Aktivisten berichten davon, dass diesem Wahn in den vergangenen Monaten Dutzende junge Iraker zum Opfer gefallen seien, darunter mindestens zwei Mädchen. Menschenrechtsaktivisten liegen Berichte vor, dass die Jugendlichen auf besonders grausame Weise zu Tode gekommen sind: Die Teenager seien zumeist mit Zementblöcken und Ziegelsteinen erschlagen oder einfach erschossen worden.
"Die Brigaden des Zorns“ zeichnen in Handzetteln und Internetbotschaften dafür verantwortlich, berichten Einwohner von Badr-City, mit zwei Millionen überwiegend schiitischen Einwohnern eine Art Slum nördlich von Bagdad. Im Moment stünden 22 Jugendliche auf ihrer „schwarzen Liste“, die „bestraft“ werden müssten.

"Wer tötet unsere Kinder?"
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) ist alarmiert und „sehr besorgt“, doch bisher seien „die Quellen kaum belastbar, die Informationen nicht überprüfbar“, sagte der HRW-Irak-Beauftragte Samer Muscati der „Welt“. Saut al-Iraq (Stimme des Irak) fragt panisch: „Wer tötet unsere Kinder?“

In der westlichen Kultur zeichnen sich Emos durch ihre extravagante Kleidung und ihren speziellen Musikgeschmack aus. Der musikalische Emo-Ursprung liegt in der sogenannten Washington-DC-Hardcore-Punk-„Schule“. Bands wie Minor Threat, Government Issue oder Bad Brains prägten diese Punk-Richtung. Die bekanntesten Bands der deutschen Emo-Szene heißen Yage, Escapado oder Andorra-Atkins. Aus der Musik wurde später auch ein Modestil abgeleitet.

Keine spezielle sexuelle Ausrichtung
Charakteristisch dafür sind ein schwarz – seltener auch ein platinblond gefärbter –, meist gescheitelter Pony-Haarschnitt, Röhrenjeans, enge T-Shirts, Arm- oder Schweißbänder, Sportschuhe, dunkel geschminkte Augen (bei beiden Geschlechtern) sowie Nietengürtel und grelle Accessoires.
Einer speziellen sexuellen Ausrichtung lassen sich die Emos nicht zuordnen. Im Irak aber wird das getan: Die schiitischen Mörderbanden dichten ihren Opfern eine homosexuelle Orientierung an, um breite Empörung und gesellschaftliche Rechtfertigung für ihre Morde zu erwirken – denn in arabischen Ländern mit konservativer Bevölkerung ist Homosexualität noch immer gesellschaftlich geächtet und steht unter Strafe, in einigen unter Todesstrafe.

Islamische Strafe für Homosexuelle – von Dächern stoßen
Nach Angaben der Hilfsorganisation Brussels Tribune wurden seit dem 6. Februar zwischen 90 und 100 jugendliche Iraker im Zuge der Emo-Hetzjagd ermordet. Einige Opfer seien – angelehnt an die traditionelle islamische Strafe für Homosexuelle – von Dächern gestoßen worden. Fotos verunstalteter Jugendlicher kursieren im Internet und sollen Nachahmer abschrecken.
„Am meisten schockiert, dass die Opfer so jung sind“, sagt Hana al-Bayaty von Brussels Tribune. Gefährlich sei, dass die grausamen Morde von irakischen Regierungsstellen quasi heimlich sanktioniert würden: Das irakische Innenministerium brandmarkte das „Emo-Phänomen“ vor wenigen Wochen als „Satanismus“ und lieferte damit den religiösen Extremisten eine Art Lizenz zum Töten.

"Auslöschung der sogenannten Homosexuellen"
Ein Schreiben, das aus dem Innenministerium stammen soll und angeblich von der Badr-Miliz zur eigenen Entlastung ins Internet gestellt wurde, hat folgende Botschaft: „Es wurde entschieden, dass eine Zelle gegründet werden soll, um die Auslöschung der sogenannten Homosexuellen sicherzustellen.“
Die Schiiten-Miliz soll große Teile der irakischen Polizei und der Armee unterwandert haben. Inzwischen agiert sie offiziell im Auftrag der Regierung und gilt als integrierter Teil der irakischen Sicherheitskräfte. Das irakische Bildungsministerium soll irakischen Medienberichten zufolge schon vor Monaten den Beamten der religiösen Sittenpolizei, in Schulen und Universitäten Anhänger des „Emo-Kults“ zu identifizieren.

Ermordete Teenager als traurige Bankrotterklärung
Der höchste schiitische Geistliche des Landes, Großayatollah Ali al-Sistani, bezeichnete die Morde als „Akt des Terrorismus“ und rief dazu auf, die Hetzjagd zu beenden. Die radikaleren Elemente des schiitischen Klerus hingegen begrüßen die „Maßnahmen gegen die Emos“. Ein Sprecher des radikalen Schiitenführers Muktada al-Sadr nannte Emos eine „Plage für die Gesellschaft“, sie seien „verrückt“, aber das Problem müsse auf legale Art gelöst werden.
Es gehört zur bitteren Ironie westlicher Interventionen im arabisch-islamischen Raum, dass ausgerechnet diejenigen, die ihre neuen Freiheiten und Rechte in Anspruch nehmen wollen, zu Opfern werden. Emos gehören dazu, aber auch Frauen, Homosexuelle, Christen, Demokraten.
Diejenigen, die auffallen und anders sind, die frei sein und dies auch zeigen wollen, müssen um ihr Leben fürchten. Niemand wird sie mehr schützen, wenn die westlichen Truppen endgültig abgezogen sein werden. Die Tragödie der von paranoiden Fanatikern ermordeten Teenager im Irak ist eine besonders traurige Bankrotterklärung.
Albertus Magnus
@Maris

in einem Altenheim kann man sich das nicht aussuchen.

Ansonsten fällt mir auf, dass gerade die Generation 60plus diejenige ist, die am meisten auf solchen Absurditäten beharrt.
Die Jungen - wenn sie denn gläubig sind - gehen eher in die andere Richtung. Entweder Neocon/charismatisch oder überhaupt gleich retro 😁