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Dieser Papst sah das Schicksal der Christenheit in bedrängter Zeit voraus

Papst Pius XII. sah schon zu seiner Zeit in der Kirche grosse Bedrängnisse und beschreibt, wie die Kirche durch die zukünftigen Krisen hinduchgehen werde.

"Kirchenverfolgungen wie zur Zeit der Frühkirche

In einem Sinn allerdings ist das Wort von der Rückkehr der Kirche zu ihren Anfängen in unsern Tagen eine ernste, aber auch hehre Wirklichkeit. Wie in der Urkirche und jedenfalls mehr als in manchen anderen Zeiten, steht die göttliche Stiftung Christi, ohne vor ihren Gegnern bange zu sein, auch heute an vielen Orten in heißem Ringen um Sein und Nichtsein.

Ein kämpferischer Atheismus, ein grundsätzliches Antichristentum, ein flacher Indifferentismus erheben sich wider sie vielfach in Formen und Auffassungen, die nichts mehr zu tun haben mit den vornehmen Gepflogenheiten geistiger Wettkämpfe, sondern hinabsinken in die Niederungen rohen Zwanges.

Wieder einmal findet in manchen Ländern eine öffentliche Gewalt, die ihre sittliche Bindungen vergisst und Macht mit Recht zu verwechseln geneigt ist, die Christen von heute der gleichen Gesetzwidrigkeit schuldig, welche die Cäsaren der ersten Jahrhunderte bei Petrus und Paulus zu finden vorgaben; dann bei Sixtus und Laurentius, bei Cäcilia, bei Agnes und Perpetua, bei der ungezählten Schar jener Unschuldiger, die heute, sei es im Angesichte der Kirche, sei es vor dem Antlitz des Lammes, die Krone des Martyriums tragen. Und das Verbrechen, das man den Christen vorwirft, was ist es anders als die Wahrung ihrer beschworenen Treue gegenüber dem König der Könige und dem Herrn aller Herren?

Aus keinem anderen Grund ist auch heute der lebendige Glaube an den Sohn Gottes, die Unterwerfung unter Sein Gesetz, die sichtbare Verbundenheit mit Seiner Kirche, das Treuverhältnis zu Seinem Stellvertreter auf Erden an manchen Orten gleichbedeutend geworden mit einer nicht mehr abreißenden Kette von Verdächtigungen und Verachtung, von Ausschließung und Benachteiligung, von Zurücksetzung trotz Leistung und Verdienst, von Bedrängnis und Leid, von Verarmung und Not, von Schaden und Elend an Leib und Seele.

In solcher Lage, geliebte Söhne und Töchter, hat unsere Zeit mit ihren, Befürchtungen und ihren Gefahren wohl allen Grund, ihren Vorfahren aus der ersten christlichen Kirche im Geiste die Hände zu reichen; aus ihrem hehren Vorbild, aus ihrem glühenden Glauben, ihrem ungebrochenem Mut, ihrer selbstbewussten Siegeszuversicht wie aus einer Quelle der Kraft und des Heils neue Stärke zu trinken, neuen Schwung und Durchhaltewillen.

Bedenken wir, dass, was sie geglaubt, gehofft, geliebt, gebetet, gewirkt, gelitten und glorreich verdient haben, auch für uns Leben und Ehre bedeutet, und dass dies der Kirche unvergänglicher Schatz ist.

Der Rückblick auf die Triumphe der Urkirche stärke eure Hoffnung und eröffne euch die Horizonte neuer Siege in den Sturmwettern der Jetztzeit. Früher oder später wird auch diese Übergangsepoche aus dem Toben irdischer Zusammenbrüche nur um so licht- und glanzvoller die beglückende Wahrheit des Johanneswortes sich bewähren sehen: „Das ist der Sieg, der die Welt überwindet, unser Glaube!“ (1. Joh. 5,4).

Die Blutsiegel Jahrhunderte währender Opfer und Leiden, die auf der Stirne der Frühkirche leuchten, erscheinen uns heute als der strahlende Rubin ihrer Siegeskrone.

Auch für die Christenheit der Gegenwart wird nach der Feuerprobe furchtbarer Heimsuchungen die Größe ihres kommenden Sieges der Hochherzigkeit ihrer Opferbereitschaft entsprechen.

Die starke, entschlossene Opferkraft jener Helden, „die uns vorangegangen sind mit dem Zeichen des Glaubens" ist weder durch das Wüten eines Nero oder eines Diokletians noch durch die heimtückischen Anschläge Julians des Abtrünnigen zu überwinden gewesen. Keine Art von Folter und Marter vermochte ihrer überlegenen Bereitschaft eine Grenze zu setzen. Nicht Schmähung auf Schmähung, nicht Wunde auf Wunde, nicht die brutale Gewalt, nicht die lauernde List der Christusfeinde brachte sie außer Fassung.

Eine Christenheit von heute, die den Opfersinn der Frühjahrhunderte in sich wiedererweckt, wird unweigerlich dem Geist des in harter Kampfzeit geschriebenen Petruswortes die Treue halten: „Wenn ihr um der Gerechtigkeit. willen etwas zu leiden habt, Heil euch !" Des Erbes ihrer Vergangenheit würdig, der Größe ihrer Zeitaufgabe bewusst, wird sie zu der von Gott bestimmten Frist, zum hart aber glorreich errungenen neuen Frieden gelangen. Dann wird sie mit dem Völkerapostel in Jubel ausbrechen dürfen: „Der Dank aber sei Gott, der uns den Sieg verliehen hat !" (1. Kor. 15, 57)"

Quelle: Pius XII. Rundfunkbotschaft "Circondati dal concorso". Auszug copiert von Kathpedia. Fettdruck hinzugefügt.
Eugenia-Sarto
Bitte keine Werbungsartikel einstellen. Das lenkt von dem Sinn des eingestellten Artikels ab. Kommentare sind immer willkommen, wenn sie auf das Thema eingehen.
Immaculata90
Beherzigenswerte Worte des letzten Heiligen Vaters! Möge der hl. röm. Kirche bald wieder ein wahrer Pontifex geschenkt werden!
Eugenia-Sarto
Ob es der letzte war, das weiss Gott allein. Auf jeden Fall war Pius XII. ein wunderbarer Papst.
Eugenia-Sarto
Der Anspruch, den Papst Pius XII. an uns stellt, ist hoch. Aber so muss der Katholik sein, dass er einen starken Glauben hat, alle Leiden und Verfolgungen um des Himmelreiches willen auf sich nimmt und aus diesem schweren Kampf siegreich hervorgeht. Bitten wir Gott um diese Gnade, die wir brauchen, um nicht schwach zu werden in den Stunden der Prüfung. Der Herr wird diese Bitte erhören.