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Tägliche Predigt | Mittwoch, XXV. Woche in der Regelzeit | 22.09.2021 Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 9,1-6. In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und gab ihnen die Kraft und die …More
Tägliche Predigt | Mittwoch, XXV. Woche in der Regelzeit | 22.09.2021

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 9,1-6.
In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und gab ihnen die Kraft und die Vollmacht, alle Dämonen auszutreiben und die Kranken gesund zu machen.
Und er sandte sie aus mit dem Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen.
Er sagte zu ihnen: Nehmt nichts mit auf den Weg, keinen Wanderstab und keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und kein zweites Hemd.
Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst.
Wenn euch aber die Leute in einer Stadt nicht aufnehmen wollen, dann geht weg, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie.
Die Zwölf machten sich auf den Weg und wanderten von Dorf zu Dorf. Sie verkündeten das Evangelium und heilten überall die Kranken.

Lektionar. Rechte: staeko.net


Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407)

Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Homilien über den ersten Brief an die Korinther, IV, 3–4 (Bibliothek der Kirchenväter; leicht angepasst)

„Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob“ (Ps 8,3)
Das Kreuz hingegen überzeugte durch ungelehrte Männer, es überzeugte den ganzen Erdkreis, und das nicht über gleichgültige Dinge, sondern über Gott, über die wahre Gottesverehrung, über das Leben nach dem Evangelium und über das künftige Gericht, – und es machte alle Unwissenden und Ungelehrten zu Philosophen. Siehe da, wie das töricht scheinende Werk Gottes die Weisheit der Menschen übertrifft, und wie das schwach scheinende Werk Gottes mehr vermag als die Menschen. Wie vermag es mehr? Indem es sich auf dem ganzen Erdenrund verbreitete, mit Kraft alle gefangen nahm und, ob sich auch Tausende bemühten, den Namen des Gekreuzigten zu vertilgen, dennoch das Gegenteil geschah: denn dieser Name prangte und wurde herrlicher, jene aber vergingen und verdarben: die Lebenden vermochten nichts gegen den Toten, den sie bekriegten […] denn was mit der Gnade Gottes Zöllner und Fischer vermochten, das konnten Redner, Weltweise, Herrscher, kurz die ganze Welt bei aller Anstrengung nicht einmal im Gedanken erreichen […] Das hatte Paulus im Sinn, als er sprach: „Das schwache Werk Gottes vermag mehr als alle Menschen.“ Dass aber die Verkündigung des Evangeliums Gotteswerk ist, lässt sich auch hieraus erkennen. Denn woher kam es doch zwölf ungelehrten Männern in den Sinn, so große Dinge zu unternehmen […]?