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Tina 13

„Öffne mir die Augen für das Wunderbare an deiner Weisung“ (Ps 119(118),18)

Hl. Hieronymus (347-420)

Priester, Bibelübersetzer und Kirchenlehrer
Homilien zum Markus-Evangelium, 8, 235; SC 494 (trad. © Evangelizo)

„Öffne mir die Augen für das Wunderbare an deiner Weisung“ (Ps 119(118),18)

„Jesus bestrich seine Augen mit Speichel, legte ihm die Hände auf und fragte ihn, ob er etwas sehe“ (vgl. Mk 8,23). Erkenntnis ist immer fortschreitend. […] Nur um den Preis eines großen Zeitaufwands und einer langen Lehrzeit kann man zur vollkommenen Erkenntnis gelangen. Zuerst verschwinden die Verschmutzungen, dann die Blindheit, und so kommt das Licht. Der Speichel des Herrn ist eine vollkommene Lehre: Um auf vollkommene Weise zu lehren, kommt er aus dem Mund des Herrn. Der Speichel des Herrn, der sozusagen aus seiner Substanz fließt, ist die Erkenntnis, so wie sein Wort, das aus seinem Mund kommt, eine Arznei ist […] „Ich sehe Menschen; denn ich sehe etwas, das wie Bäume aussieht und umhergeht“; ich sehe immer noch Schatten, noch nicht die Wahrheit. Der Sinn dieses Wortes ist folgender: Ich sehe etwas im Gesetz, aber ich nehme noch nicht das strahlende Licht des Evangeliums wahr. […] „Da legte er ihm nochmals die Hände auf die Augen; nun sah der Mann deutlich.“ Er sah, meine ich, alles, was wir sehen: Er sah das Geheimnis der Dreifaltigkeit, er sah alle heiligen Geheimnisse, die im Evangelium enthalten sind. […] Auch wir sehen sie, denn wir glauben an Christus, der das wahre Licht ist.