Sonia Chrisye
Heute habe ich an diesem Thema weitergearbeitet und bin ziemlich überrascht. Die Textinterpretation Luthers zum Jakobusbrief Kapitel 3 liegt mir im Originalwortlaut vor.

Eines ist schon sehr deutlich geworden:
Aus meiner jetzigen Sicht hat Luther vermutlich den Vers 22 übersehen, der den Vers 21 erklärt. Dort heißt es:


DER GLAUBE WIRD ERST DURCH DAS WERK VOLLKOMEN
Jakobus 2, Vers 22


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Heute habe ich an diesem Thema weitergearbeitet und bin ziemlich überrascht. Die Textinterpretation Luthers zum Jakobusbrief Kapitel 3 liegt mir im Originalwortlaut vor.

Eines ist schon sehr deutlich geworden:
Aus meiner jetzigen Sicht hat Luther vermutlich den Vers 22 übersehen, der den Vers 21 erklärt. Dort heißt es:


DER GLAUBE WIRD ERST DURCH DAS WERK VOLLKOMEN
Jakobus 2, Vers 22


Das ist für mich ein sehr sehr wichtiger Satz.

Nun gilt es noch, die Frage der Beschneidung zu untersuchen, denn sie wurde eingeführt durch Abraham, (also durch die Väter und nicht durch die Gesetzgebung Mose).

Zur Zeit kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass Luther nicht nur in der Auseinandersetzung mit der kath. Kirche sondern noch viemehr mit den Juden hatte, und das aufgrund des sogenannten Gesetzeswerkes der Beschneidung.

Wenn sich das bestätigen sollte, ....?
Gott sei es geklagt.
Heilwasser
Möglich. Luther musste vieles übersehen, weil er sich von allen Kirchenvätern distanzierte und somit eine große Fehlbarkeit hatte. Ohne die sichere Auslegungsgemeinschaft der Kirche konnte das nichts werden. Die ersten Kirchenväter waren großartige Bibelkenner, z.B. St. Augustinus oder St. Hieronymus, den wir heute im Trid. Ritus feiern, und diese haben auch immer ihre Vorgänger beachtet.
Sonia Chrisye
@Heilwasser
Ja, diesen Ausspruch Luthers kenne ich. Doch möchte ich mit der Rechtfertigungslehre in diesen Abhandlungen einmal Luther außenvor lassen.
Heute habe ich 1. Mose 15 eingestellt.
Es ist spannend zu lesen, wie Gott die Erlögungstat Jesu vorschattet, die uns rechtfertigt.
Es wird weitere Folgen geben in dieser Auseinandersetzung, und ich freue mich auf rege Beteiligung.
Wir dürfen einan…More
@Heilwasser
Ja, diesen Ausspruch Luthers kenne ich. Doch möchte ich mit der Rechtfertigungslehre in diesen Abhandlungen einmal Luther außenvor lassen.
Heute habe ich 1. Mose 15 eingestellt.
Es ist spannend zu lesen, wie Gott die Erlögungstat Jesu vorschattet, die uns rechtfertigt.
Es wird weitere Folgen geben in dieser Auseinandersetzung, und ich freue mich auf rege Beteiligung.
Wir dürfen einander helfen auf der Suche nach einem tieferen Verständnis.
Heilwasser
Rechtfertigung aus christlichem Glauben: ja. Aber der Glaube ohne Werke ist tot.

Luther hätte nur eine kanonische Exegese machen müssen, d.h. alle Bibelstellen zu demselben Thema beachten müssen.
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Was Lutheraner zu diesem nie heranziehen: was Luther selber so von sich gegeben hat: er sagte, allein im Glauben sei man gerechtfertigt und dabei könne und solle man nach Herzenslust …More
Rechtfertigung aus christlichem Glauben: ja. Aber der Glaube ohne Werke ist tot.

Luther hätte nur eine kanonische Exegese machen müssen, d.h. alle Bibelstellen zu demselben Thema beachten müssen.
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Was Lutheraner zu diesem nie heranziehen: was Luther selber so von sich gegeben hat: er sagte, allein im Glauben sei man gerechtfertigt und dabei könne und solle man nach Herzenslust sündigen. Es wird hierzu immer nur der geschönte/verfälschte Luther zitiert und auch der lag falsch.
Heilwasser
Zum Satz: Glaube ohne Werke ist tot.

Abraham wollte aber das Werk des Gehorsams ausführen. Gott hatte ihn geprüft, ob er es tun würde. Da er seinen gehorsamen Willen sah, koste es, was es wolle, hat er ihm letztlich die Tat erspart. Abraham hat geglaubt und wollte auch die Tat ausführen. All dies zusammen hält die Bibel für den Glauben Abrahams: den Gehorsam, der bis zur Tatausführung …More
Zum Satz: Glaube ohne Werke ist tot.

Abraham wollte aber das Werk des Gehorsams ausführen. Gott hatte ihn geprüft, ob er es tun würde. Da er seinen gehorsamen Willen sah, koste es, was es wolle, hat er ihm letztlich die Tat erspart. Abraham hat geglaubt und wollte auch die Tat ausführen. All dies zusammen hält die Bibel für den Glauben Abrahams: den Gehorsam, der bis zur Tatausführung gegangen wäre.

Darum ist die Formulierung Luthers "Rechtfertigung allein aus dem Glauben", so wie es Luther meinte, irreführend, denn wenn die Bibel sagt, der Glaube wurde Abraham angerechnet, so meint sie den ganzen Glauben Abrahams inklusive gewollte Tatausführung, also den bedingungslosen Gehorsam.