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Gott liebt auch die Tiere. Tiergeschichten eines Bischofs. Von Prof. Josef Seifert

Dieses vom B&B Verlag schon ausgestattete Buch des pensionierten Weihbischofs von Salzburg nimmt eine besondere Stellung innerhalb des breiten Spektrums der Schriften des Autors ein, der uns wertvolle moraltheologische Werke, Schriften über den Lebensschutz, Bücher über Heilige, wie den hl. Franz von Sales, Erzählungsbände, eine vollständige Reihe von Religionsbüchern und anderes geschenkt hat.

Gott liebt auch die Tiere ist sehr anschaulich und einfach geschrieben. Jeder normale Mensch, gleich welcher Religion, kann es mit Gewinn lesen und weite Teile seinen Kindern vorlesen. Und dennoch enthält es auch tiefe theologische und biblische Argumente, warum wir hoffen dürfen, dass auch unsere geliebten Tiere in den Himmel kommen, und eine glänzende Kritik der Evolutionstheorie. Dazu wertvolle Unterscheidungen: zwischen gesunder Tierliebe und einer Vergötzung der Tiere, einer umweltfreundlichen und artgerechten Haltung der Tiere und den Exzessen, in denen Tiere weit über Menschen erhoben werden und Millionen erben, während unzählige Menschen sterben. Der Bischof macht auch, in viele Kapitel zerstreut, wertvolle Bemerkungen über die berechtigte Tierethik und die moralische Verantwortung, die wir gegenüber Tieren haben, Bemerkungen, über die sich Tierliebhaber, Grüne und Papst Franziskus freuen werden.

Laun gibt ferner teils faszinierende, teils humorvolle Berichte über die vielen Rollen, die Tiere nach der Heiligen Schrift im Dienste Gottes für die Menschen spielen, wie Warnungen, Strafen oder auch Belehrungen, etwa die Lektion, die ein Esel dem Propheten erteilt, der auf ihm reitet, eine Lektion, die der Engel, der das Tier vor der Brutalität des Propheten schützt, ergänzt.

„Gott liebt auch die Tiere“ enthält einige wunderschöne Geschichten von Heiligen und ihrer Tierliebe, Predigten an Tiere und den frommen Pakt, den der hl. Franziskus mit dem bösen Wolf von Gubbio geschlossen und zwischen diesem und den Einwohnern des Ortes, die dem Wolf nach seinem Tod eine Statue auf ihrem Dorfplatz errichtet haben, vermittelt hat, und viele andere, teils erfundene, teils wahre Geschichten. Laun erzählt etwa, wie der geheimnisvolle Hund (der Graue), der Don Bosco nicht gehörte, aber wo immer er von ihm gebraucht wurde, herbeieilte, den hl. Don Bosco mehrfach beschützte und ihm zwei Mal das Leben gerettet hat.

Berührend sind auch die Seiten, in denen der Bischof von seiner Schäferhündin Pamina erzählt, an deren Ende auf S. 144 man auch ein entzückendes Bild des Bischofs mit seiner Hündin Pamina findet.

Sehr amüsant ist die witzig erfundene Geschichte von der Aufregung und Revolution im Himmel, die das Eintreten des Grauen Don Boscos in den Himmel ausgelöst hat und wie im Namen ihrer denen des Grauen überlegenen Ansprüche nach dem Hund Don Boscos auch Ochs und Esel von der Krippe Jesu, der Hahn des hl. Petrus und die Tiere aus der Arche Noahs, die alle ihre gleichen Tierrechte geltend machen, den Himmel betreten haben.

Unter der reichen Vielfalt der Geschichten der Katechese durch Tiere ist besonders berührend die wahre Geschichte von einem Pfarrer und seinen Vögeln. Der Pfarrer trifft einen Buben, der drei gewöhnliche Vögel in einem Käfig trägt und fragt ihn, was er denn mit ihnen vorhabe. Der Knabe antwortet, er und seine Freunde wollen sich mit den Vögeln belustigen, ihnen die Feder ausreißen und sehen, wie sie reagieren, wenn sie geschunden werden. Der Pfarrer fragt ihn: Wieviel willst Du für diese Vögel? Der Junge erklärt, der Pfarrer wolle sie sicher nicht haben, denn es seien weder schöne Vögel noch Singvögel. Dem Pfarrer macht dies nichts und er zahlt dem Buben den von diesem frech festgesetzten Wucherpreis von 100 Euro, nur um die Vögel in Freiheit zu setzen und vor der Grausamkeit der Kinder zu retten.

Im nächsten Gottesdienst erzählt der Priester die Geschichte in seiner Predigt und fügt eine von ihm erdachte Geschichte hinzu: Der Teufel rühmt sich vor Gott, dass er die ganze Menschheit besitze, in einem Käfig, dem sie nicht entkommen können, gefangen und zur Sünde verführt habe. Nach allen möglichen Sünden, die er sie gelehrt hat, fügt er in teuflischer Schadenfreude hinzu, werden sie alle zu ihm in die Hölle kommen, wo er sie ewig quälen wird. Gott fragt den Teufel, um welchen Preis er ihm die Menschen verkaufen würde. Der Böse sagt, Gott wolle sie sicher nicht haben. Er habe sie gründlich zum Bösen verführt und wenn Gott sie wiederhätte, würden sie ihn verhöhnen, anspucken und, wenn sie es könnten, töten. Gott beharrt auf seiner Frage: Was willst Du für sie verlangen, was ist ihr Preis?

Und als der Teufel höhnisch zur Antwort gibt: „Das Blut Deines Sohnes“, sagt Gott nur: „Einverstanden“ und zahlt den Preis.

Der Pfarrer erzählte dem Bischof, wie die ganze Gemeinde, tief erschüttert, in Schweigen verharrte.

Ich beurteile das außergewöhnliche Buch mit 5 Sternen und empfehle es allen Lesern ab 6 oder 7 Jahren. Die Geschichten daraus kann man sicher auch kleineren Kindern mit eigenen Worten nacherzählen.
Carlus
das Buch kann eine Hilfe sein.
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Nicolaus
Jaja, wegen des Schweineglücks schenke ich es Moslems, kommen nicht so viele in Frage, weil sie nicht lesen können. Dass Tiere keine unsterbliche Seele haben ist klar, ein jeder hängt an deinem Tier, ich an meinem Hund. Vor muslimischen Fahrern wird man oft mit dem Taxi nicht mitgenommen, wenn man seinen Hund dabei hat, dieses Dreckspack gehört entlassen.
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Nicky41
Nicky41
kathvideo
@Schüler Gottes Gott hat doch nicht die Schlange als Tier verflucht, sondern die Schlange als Symbol des teuflischen Versuchers. Dass es im neuen Himmel und in der neuen Erde auch Tiere und Pflanzen zur Freude der an Leib und Seele verherrlichten Menschen geben wird - wer kann das ausschließen? Tiere werde aber nie Gott schauen können, worin die himmlische Seligkeit besteht.
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Nicky41
"Das Tier hat ein Verhältnis zum Schöpfer, das man als Gott-unmittelbar
bezeichnen kann und sich darin vom Menschen unterscheidet. Das Paradies
ist ohne Tiere nicht vorstellbar, allein der Mensch hat es verloren und ist aus
dem Garten Eden vertrieben, der „Aufenthaltsort“ der Tiere ist immer noch
„dort“: „Diesseits von Eden“. Wir können uns frei für oder gegen Gott ent-
scheiden und schuldig …More
"Das Tier hat ein Verhältnis zum Schöpfer, das man als Gott-unmittelbar
bezeichnen kann und sich darin vom Menschen unterscheidet. Das Paradies
ist ohne Tiere nicht vorstellbar, allein der Mensch hat es verloren und ist aus
dem Garten Eden vertrieben, der „Aufenthaltsort“ der Tiere ist immer noch
„dort“: „Diesseits von Eden“. Wir können uns frei für oder gegen Gott ent-
scheiden und schuldig werden. Das Tier hat diese Freiheit nicht. Wir haben
die Gottunmittelbarkeit nicht und müssen uns selbst finden. Jeder sieht,
dass das Tier diese Not der Identitätsfindung, die Sorge vor dem Tod nicht kennt. Sie leben schlicht und wach ganz im Augenblick, im Hier und Jetzt, in
der Wahrnehmung und sind beheimatet."
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Nicolaus
Ich lobe mir die Dominikaner, die haben die Treue eines Hundes entdeckt und ein Priester Christkönig Institutes hat einen wundervollen Labrador, die Kinder sind ganz begeistert; ich auch.
Das ist Vermenschlichung von Tieren! Wir haben sie anständig zu behandeln, sie haben aber nicht den Rang von Menschen!! Trauergottesdienste für Tiere sind Häresie, denn sie haben keine menschliche Seele!!
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kathvideo
@Theresia Katharina Prof. Seifert erwähnt nirgends, dass Weihbischof Laun Trauergottesdienste für Tiere befürwortet.
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Mangold03
ist richtig, wird heutzutage aber von vielen vernarrten Tierliebhabern gemacht @Jan-Erik Stuhldreier
Meine protestantische Tante war ganz außer sich als ich wagte zu sagen, daß ihre Hunde nicht in den Himmel kommen.
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CSc
kathvideo
Zur letzten Geschichte, die Prof. Seifert hier referiert: Dass Gott dem Teufel einen Preis zu zahlen hätte, damit die Menschen gerettet würden, ist absurd! Denn wer ist von wem abhängig: Gott vom Teufel oder der Teufel von Gott? Gott übereignet dem Teufel doch nicht das Blut Christi!
Freilich: Wenn man den Sinn etwas weiter auffasst, mag man es gelten lassen. Der Sohn Gottes hat sich ja der …More
Zur letzten Geschichte, die Prof. Seifert hier referiert: Dass Gott dem Teufel einen Preis zu zahlen hätte, damit die Menschen gerettet würden, ist absurd! Denn wer ist von wem abhängig: Gott vom Teufel oder der Teufel von Gott? Gott übereignet dem Teufel doch nicht das Blut Christi!
Freilich: Wenn man den Sinn etwas weiter auffasst, mag man es gelten lassen. Der Sohn Gottes hat sich ja der Grausamkeit der Menschen und des Teufels gleichsam ausgeliefert, als er am Kreuze starb. Und doch hat er gerade dadurch den Teufel besiegt!
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