Der Marsch für die Familie und ein Interview mit dem Kardinal, bei dem er die Fragen endlich ernstnimmt

Der Beitrag von Hochwürden Herbert Stichaller erschien im Satiremagazin Päpstlicher Ehrenkaplan, Oktober 2022.

Am 11. Juni 2022 fand beim Wiener Stephansdom – abseits der Regenbogenparade am Ring – die Kundgebung der christlichen Plattform für Familie statt. Thema war der Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum Tod.

Nach der Rede einer Ordensschwester und den Worten des Sprechers von Pro Vita legten junge Vertreter der Pro-Life-Bewegung ein Zeugnis ihres Glaubens ab, darunter auch aus Polen, Ungarn und der Slowakei.

Der anschließende Marsch fürs Leben konnte erst mit Verspätung beginnen, da es der Polizei nicht "gelungen" war, die Gegenkundgebung der linksradikalen A-Faschisten auf Distanz zu halten (Bild).

Mit gotteslästerlichen Botschaften auf Tafeln, obszönen Gesten und hasserfüllten Sprechchören versuchten die zumeist maskierten und schwarzgewandeten Demonstranten die Teilnehmer der christlichen Kundgebung zu provozieren. Diese jedoch blieben ruhig.

Der Ehrenkaplan war Augenzeuge. In der Nacht träumte er von einem Gespräch mit dem Kardinal.

Ehrenkaplan: Was sagen Sie zu den Störaktionen der linksextremen Antifa bei der Kundgebung der Plattform für Familie?
Kardinal: Das Konzil hat gute Arbeit geleistet, doch ist noch lange nicht alles erreicht. Wir sind im synodalen Prozess.

Ehrenkaplan: Mehrere Medien berichteten von den Ausschreitungen, ohne jedoch die Verursacher beim Namen zu nennen. Der Hinweis, die Parade am Ring wäre friedlich verlaufen, erweckte den Eindruck, die Gewalt sei von den Familien ausgegangen. Was hat die Erzdiözese unternommen um sich gegen diese Falschnachrichten zu wehren?
Kardinal: Synodal heißt: Miteinander in Liebe. Es gibt neue Formen von Familie. Vor Gott sind alle gleich.

Ehrenkaplan: Die Kirche äußert sich immer wieder zu Themen der Gesellschaft. Sie beteiligt sich an der Klimadebatte und setzt sich für Menschenrechte ein. Warum hören wir wenig über den Schutz des Lebens?
Kardinal: Der synodale Weg ist breit und bunt wie eine Wohnstraße. Wir kommen spielend in den Himmel. Alle haben Platz, außer jene, die uns nicht folgen.

Ehrenkaplan: Weihbischof Schneider, Erzbischof Viganò, Kardinal Sarah und Kardinal Müller warnen vor einer globalen Diktatur. Ihre Namen sucht man vergebens in kirchlichen Medien. Wenn doch, dann als angebliche Verschwörer und Kritiker des Papstes. Ist die Kirche auch für die neue Weltregierung?
Kardinal: Wir sind stolz auf unseren Dom. Seine Fassade erstrahlt in allen Farben des Regenbogens. We pray with pride.

Ehrenkaplan: Was genau ist der Synodale Prozess?
Kardinal: Im Synodalen Prozess hören wir einander zu. Wir nehmen die Fragen des anderen ernst und geben nicht Antworten, die nur uns gefallen.
Ursula Sankt shares this
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Fiktives Satire-Interview ist besser als echte.
Goldfisch
JA, genau so könnte das Gespräch mit Schönborn verlaufen sein. Viel intelligentere AUssagen kann man sich von ihm ohnehin nicht erwarten, das ist bereits schon "Aussage auf Höchstform"!