Tina 13
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Visionen zur Endzeit – Erna Stieglitz

Einführung Erna Stieglitz

Geboren wurde sie am 9. Oktober 1894 in Augsburg. Nicht nur ihre Kindheit war von Verzichten geprägt, auch ihr ferneres Leben: Kaum war sie verheiratet, verlor sie im Ersten Weltkrieg den Gatten. Zuerst mit ihrer Mutter zusammen und nach deren Tod allein betrieb sie am Judenberg ein "Lädele", in dem es, wie das die alten kleinen Läden so an sich hatten, alles gab, mehr noch, in dem es Menschlichkeit gab, Trost, Ermunterung, Zuflucht. In ihrem kleinen Haus gründete Mutter Stieglitz eine Volksküche und eine Nähstube, in der sie für die Armen nähte, sie half kranken Familienmüttern, die sich keinen Rat mehr wußten, gründete ein regelrechtes caritatives Hilfswerk und stellte ihre Wohnung für die Büroarbeit zur Verfügung. Ja sogar den Speicher ihres Hauses ließ "Mutter Erna", wie sie immer genannt wurde, ausbauen, ließ Waschgelegenheiten einrichten und zwölf Betten aufstellen, damit die Familienpflegerinnen immer verfügbar waren. Schließlich gründete sie, aus demselben Antrieb, das kleine Altersheim St. Joseph in Augsburg-Hochzoll.

Die Kraft für ihr caritatives Hilfswerk holte sie sich aus dem Gebet im Geiste des heiligen Franziskus; in seinen 3. Orden trat sie ein. Mit den Englischen Fräulein, dem Institutum Beatae Mariae Virginis, stand sie in enger Verbindung. Sie starb am 15. April 1975. Begraben liegt sie auf dem Hermannfriedhof in Augsburg. Auf ihrem Grabstein stehen die Worte: "Es lebe Christus der König und seine heilige Mutter. Halleluja." Auf ihrem Sterbebild heißt es: "Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, alles andere wird euch dazugegeben werden." Am Gründonnerstag 1980 erfolgte durch den Bischof von Augsburg die kanonische Errichtung der pia unio 'Christus lumen gentium' (Erna Stieglitz-Vereinigung). Der Seligsprechungsprozess der Erna Stieglitz ist in Vorbereitung.

Visionen der Erna Stieglitz

Der Stand der Technik öffnet zum ersten Mal die Möglichkeit, die ganze Welt von einem Machtzentrum aus zu beherrschen. Während im Westen Bequemlichkeit und Weichheit, Wohlstand und Luxus obenan stehen, bereitet sich der Osten vor, erzieht zur Entbehrung, stählt seine Völker, sorgt für Nachwuchs und Waffen.

Nach den Gesetzen der Militärstrategie stärkt Russland seine Flanken, bevor es in der Mitte, daß heißt gegen Westeuropa, vorstößt. Es muß an den Flanken unverwundbar sein. Die Südflanke heißt: Afghanistan, Persien, Irak, Türkei, Griechenland, Jugoslawien. Die Nordflanke heißt: Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark.

Bis zur bayerischen Grenze wird eine russische Weitspurbahnlinie herangeführt. In einem Sommer, wahrscheinlich im Monat Juli, wenn die Erdölregion bereits in ziemlich festen russischen Händen ist, erfolgt der Angriff aus dem Osten auf die Süd- und Nordflanke, auf die Türkei, auf Griechenland, auf Jugoslawien und auf Skandinavien. Gegen Ende Juli stoßen die östlichen Angriffskeile blitzartig gegen Westeuropa vor. Anfang August werden die eingedrungener. Panzerarmeen in Mittelfrankreich, vermutlich um Lyon, und wenig später bei Ulm vernichtet.

Mitte August greifen russische Eliteeinheiten Alaska an. In Europa kommt es zum Abwurf einer radioaktiv strahlenden 'gelben Wand'. Prag wird zerstört. Ungefähr um dieselbe Zeit werden die Panzereinheiten des Nordkeils in Westfalen eingekesselt und fast völlig aufgerieben. Die Russen sind in Westeuropa in die Verteidigung gedrängt. Als Rache erfolgt der atomare Gegenschlag gegen alle Städte der USA. Gleichzeitig schlagen die USA atomar zurück. Weite Teile Russlands und die letzten Raketensilos werden zerstört. Als Folge dieser Ereignisse kommt es in Russland zu einer Gegenrevolution, die das bisherige System stürzt. Im September gibt es den letzten verzweifelten Versuch russischer Unterseebooteinheiten, Europa atomar zu verwüsten. Bei diesem Angriff werden viele französische und deutsche Städte in ein Flammenmeer verwandelt.

Um ins einzelne zu gehen: Auf die blitzartige Besetzung aller militärischen Basen in Skandinavien folgt ein zweiter Flankenangriff gegen die Türkei. Dort und in Persien finden Panzerschlachten statt. Der Russe bemüht sich, möglichst rasch durch den Balkan zur Adria vorzudringen. Der Mittelangriff gegen Westeuropa erfolgt in drei gewaltigen Stoßkeilen. Der erste wird aus dem Raum Stettin – Berlin nach Lübeck, Hamburg und in die Niederlande vorstoßen. Der zweite aus dem Raum Sachsen und Dresden ins Ruhrgebiet: Der dritte Stoßkeil wird aus Böhmen nach Bayern hereinbrechen und zum Oberrhein streben. Eine unvorstellbare Masse von Panzern rollt an den Bergketten der Schweiz vorbei bis hinunter nach Lyon. Die Truppen der Nato sind auf einige wenige Verteidigungsräume zusammengedrängt. Die meisten Gebiete sind von der Roten Armee längst überflutet und besetzt. Die Verteidigungsräume heißen: Ruhrgebiet und Niederlande, sodann Bayern, die Alpen und die Schweiz, sowie das südfranzösische Rhonegebiet. Außerdem wird es Verteidigungsräume geben in Oberitalien, am Balkan, in der Türkei.

Der Angriff der Ostarmee in Europa wird gebrochen – mehr noch, die russische Armee wird vernichtend geschlagen. Russland verliert allein in seinen Heersäulen sieben Millionen Menschen, ein hoher Blutzoll für ein Volk, das eben in Massen vom Dialektischen Materialismus abgefallen war und wieder zu glauben begonnen hatte.

Paris wird von den Franzosen (den aufständischen) selbst in Brand gesteckt. Der Papst muß aus Rom fliehen, wohin er nach zweihundert Tagen wieder zurückkehrt. Die katholischen (mit den Augen der ehemaligen Sowjetunion 'reaktionären') Länder haben in diesem letzten Kampf eine entscheidende Aufgabe. Bayerische und österreichische, schweizerische und französische Truppen werden nach den Vernichtungsschlachten bei Lyon und Ulm nach Norden vorstoßen, um sich an der Schlacht gegen die dort eingekreisten russischen und preußischen (gemeint ist die zum Zeitpunkt der Gesichte noch bestehende DDR) Verbände zu beteiligen.

(Ein lang gehegter Gedanke drängt sich dem Verfasser in diesem Zusammenhang auf: Die 'Spaltung' Deutschlands in Süd und Nord ist eigentlich keine Spaltung, sondern ein uraltes Zweierlei aus Roma und Germania. Dieses Zweierlei von Süd und Nord brach wieder auf durch Luther und den Dreißigjährigen Krieg, der Bayern und Österreich nach Rom zurückverwies. Und auch die sogenannte Ost-Westspaltung nach dem Zweiten Weltkrieg ist im Grund eine nur nicht ganz konsequent durchgeführte Süd-Nord-Spaltung. Im Süden jedenfalls liegen die Länder Bayern und Österreich, die mehr als je vorher zur Wiederherstellung des alten Großbaiern herausfordern. – So weit der Einschub des Verfassers.)

Von den aus Süden heraufkommenden, entscheidend eingreifenden Truppen ist in den ältesten Prophezeiungen schon die Rede. Während die Schlacht bei Lyon das Schicksal Frankreichs wendet, erfüllt sich in der Schlacht bei Ulm das Schicksal Bayerns und Österreichs. Die dritte und größte Schlacht, diejenige in Westfalen, bestimmt das Schicksal ganz Europas.

Die nach Europa eingedrungenen östlichen Verbände werden durch eine westliche Blitzaktion von ihren Nachschubbasen abgeschnitten. Im Rücken der vorgedrungenen Armeen des Ostens wird ein 'gelber' Vorhang heruntergelassen. Ob es sich um eine radioaktive Strahlenwand handelt? Man kann es sich nicht anders erklären, da es über diese Wand hinweg kein Vor und Zurück mehr gibt, außer durch den Tod hindurch. Erst gegen Ende dieses verhältnismäßig kurzen Krieges kommt es zum Duell mit Atomwaffen. Und schließlich zum totalen atomaren Krieg. Seine verheerenden Auswirkungen entziehen sich jeder Beschreibung.

Die Aussagen von Mutter Erna Stieglitz über den Bayerischen Wald und die Oberpfalz decken sich weitgehend mit denen Alois Irlmaiers. Südlich der Donau gibt es vereinzelte atomare Explosionen, hinter der Grenze am unteren Inn fürchterliche Zerstörungen, ebenso am Oberlauf der Donau. Teilweise bis in die oberbayerisch-salzburgischen Alpen herein kommen die Osttruppen über Österreich und Jugoslawien. Bei Ulm gibt es eine gigantische Kesselschlacht gegen die Ostarmee, die ihren Südkeil der Donaulinie entlang zur Schweiz und nach Mittelfrankreich vorgetrieben hatte.

Die Hauptgefahr für das Gebiet, das ungefähr von den Städten Mindelheim und Altötting, Pfaffenhofen und Weilheim begrenzt wird, also für den mittelbayerischen Raum, besteht in den Zerstörungen, die Terrorismus, Plünderung, Brandstiftung, Mord- und Totschlag anrichten. Das Faustrecht kehrt wieder, Gesetzlosigkeit, Chaos! Hungernde Großstädter werden zu Räubern an den Bauern! Bewaffnete Banden ziehen durchs Land, Fanatiker, Mörder, Psychopathen, Mob. Es ist ein nie vorher, außer vielleicht im Dreißigjährigen Krieg, dagewesener Schrecken! Und endlich dann die atomar verursachte Giftwolke, die auch hier ein Drittel der Menschheit dahinrafft!

KOMMHERRJESUS - Erna Stieglitz