Clicks715

Johann Gottlieb Fichte - Die Bestimmung des Menschen

Der deutsche Philosoph Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) war der erste philosophische "Held" der frühen deutschen Romantik. Was unzählige Dichter und Denker gleichermaßen begeistert, ist die …More
Der deutsche Philosoph Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) war der erste philosophische "Held" der frühen deutschen Romantik. Was unzählige Dichter und Denker gleichermaßen begeistert, ist die unerhörte Kühnheit (Hybris) seines idealistischen Weltentwurfs, demzufolge der Mensch in transzendentaler Freiheit die Welt voll und ganz aus sich selber heraus erschaffe.
M.RAPHAEL
Wieder ein wichtiger Beitrag wie fast alle, verehrter @Santiago74. Der Religiosität Fichtes, die auf der Moral beruht, besonders wie sie hier beschrieben wird, fehlt das DU, genauso wie für Kant und Schleiermacher (Gefühl schlechthinniger Abhängigkeit) und alle anderen Aufklärer. Aber alle unsere katholischen Gebete wenden sich an das Du; Vater Unser, Ave Maria, unsere ganzen täglichen Gebete …More
Wieder ein wichtiger Beitrag wie fast alle, verehrter @Santiago74. Der Religiosität Fichtes, die auf der Moral beruht, besonders wie sie hier beschrieben wird, fehlt das DU, genauso wie für Kant und Schleiermacher (Gefühl schlechthinniger Abhängigkeit) und alle anderen Aufklärer. Aber alle unsere katholischen Gebete wenden sich an das Du; Vater Unser, Ave Maria, unsere ganzen täglichen Gebete der Militia Immaculatae. Das Entscheidende ist immer das DU, meine demütige Unterwerfung unter das Du, welches durch die unvorstellbare Liebe begründet wird und nicht durch hündische Macht. Wie lange müssen wir noch leere Worthülsen der Vat.2 Kleriker (über Freiheit, pfff., Kardinal SUR) ertragen, deren Religiosität der von Fichte nicht unähnlich sein wird. Deren Du ist eine kindliche Regression. Aber sie sind gute Humanisten. Dafür müssen sie den, aus ihrer Sicht, Aberglauben des realen Du hinter sich lassen. Dessen sind sie sich bewusst. Deshalb sind sie schon längst voll und ganz häretisch. Sie sind nicht mehr katholisch. Vor der Priesterweihe müsste jeder Weihekandidat einen Du Test bestehen.
Eines Tages werden die machthungrigen hündischen Modernisten, die sich für Gott halten, nicht mehr die Kirche von innen heraus pervertieren können. Wir müssen Geduld haben und ihnen niemals den öffentlichen Raum überlassen. Wir dürfen nicht schweigen, obwohl es fast immer hoffnungslos erscheint.
Santiago74
Herzlichen Dank, werter M. Raphael, für diese freundlichen Worte. Ein Ansporn doch noch weiter hier zu machen. Möge Gott Ihnen ihren unermüdlichen Einsatz vergelten!
michael7
@M.RAPHAEL.
Selbsterkenntnis, Gotteserkenntnis und Erkenntnis des Nächsten und der sich daraus ergebenden sittlichen Pflichten sind wichtige Pfeiler bei jedem Bemühen um die Erkenntnis der Wirklichkeit.
Kein Philosoph und kein Mensch wird sich um diese Fragen herumdrücken können, auch Fichte nicht. Als Nicht-Katholik stellte er diese Fragen zunächst durch die Irrtümer seiner Zeit geprägt und …More
@M.RAPHAEL.
Selbsterkenntnis, Gotteserkenntnis und Erkenntnis des Nächsten und der sich daraus ergebenden sittlichen Pflichten sind wichtige Pfeiler bei jedem Bemühen um die Erkenntnis der Wirklichkeit.
Kein Philosoph und kein Mensch wird sich um diese Fragen herumdrücken können, auch Fichte nicht. Als Nicht-Katholik stellte er diese Fragen zunächst durch die Irrtümer seiner Zeit geprägt und musste, von den philosophischen Bemühungen seiner Zeit ausgehend, erst überzeugende Antworten auf seine Fragen geben lernen.

Es ist richtig: Das DU Gottes offenbart sich uns vollkommen und klar nur in Jesus Christus und in der von Ihm gestifteten Kirche. Hier fehlt Fichte noch etwas, trotz aller Bemühung um Sittlichkeit, und vielleicht hat auch der frühe Tod diese Vollendung seiner Bemühungen verhindert (was dann allerdings vom Feld der Philosophie herausgeführt und mehr auf das Feld der Theologie gehört hätte).

Eines ist klar: Jede Erkenntnisbemühung ist anfänglich auf das eigene Bewusstsein zurückgeworfen, da es bei Erkenntnis ja immer um die eigene und nicht um irgendwelche "fremde Erkenntnisse" gehen kann.
Die Erkenntnis einer Beziehung unseres Geistes auf absolute Wahrheit offenbart uns, dass nicht wir die absolute Norm des Erkennens selbst vorgeben, sondern dass sie uns bereits vorgegeben ist: Wir erkennen uns als Wahrheits-Suchende der absoluten Wahrheit (Gott) gegenüber.
Die Wahrheit (Gott) liefert uns die Inhalte, die erkannt werden können.

Dass das Ich durch Gott und den Nächsten aufgerufen ist und dieser Aufruf vor allem ein sittlicher Aufruf zum Guten ist, fehlt auch bei Fichte nicht, sondern zeichnet seinen Ansatz gegenüber vielen anderen Philosophen aus.
.
Da er aber in der Philosophie ganz radikal die Frage nach dem Wissen ("Wissenschaftslehre") und nicht nur nach dem bloßen "Meinen" (Vermuten) stellt, geht er natürlich methodisch vom Ich und seinen Möglichkeiten, etwas zu wissen und zu erkennen, aus.
Erich Foltyn
der Mensch, weiß Gott was er sich allerweil einbildet, er ist der Sklave von einem Computer-Algorithmus und den Programmierer kann man nicht mehr eruieren
michael7
@Erich Foltyn: Wenn Sie sich als fremdgesteuerten "Roboter" verstehen, der von seinem "Programmierer" (Gott?) nichts mehr weiß, dann haben Sie doch schon einen geistigen Akt der Erkenntnis vollzogen, der Sie über das bloße Programmiert-Sein erhebt und Ihnen Ihre sittliche Freiheit offenbart!
Denn selbst wenn Sie ihr "unbekannter Programmierer" auch körperlich herumschubsen könnte wie einen …More
@Erich Foltyn: Wenn Sie sich als fremdgesteuerten "Roboter" verstehen, der von seinem "Programmierer" (Gott?) nichts mehr weiß, dann haben Sie doch schon einen geistigen Akt der Erkenntnis vollzogen, der Sie über das bloße Programmiert-Sein erhebt und Ihnen Ihre sittliche Freiheit offenbart!
Denn selbst wenn Sie ihr "unbekannter Programmierer" auch körperlich herumschubsen könnte wie einen Gelähmten auf dem Rollstuhl und so andere vielleicht zu Schaden kämen, so wären Sie doch nicht verantwortlich für diese Tat, so lange Sie sich nicht willentlich mit der bösen Tat Ihres "Programmierers" identifizieren würden!
michael7
@Erich Foltyn: Physiker, die nur Naturgesetze sehen, oder Mediziner, welche die Wirkungen von Hormonen oder chemischen Stoffen auf den Menschen beobachten, neigen manchmal dazu, den Menschen von solchen Stoffen und "Gesetzen" abhängig und deshalb nicht wirklich "frei" zu sehen!

Hier muss man unterscheiden: Der Mensch ist zwar durch seine Leiblichkeit wie durch seine Umwelt in Vielem "gehemmt". …More
@Erich Foltyn: Physiker, die nur Naturgesetze sehen, oder Mediziner, welche die Wirkungen von Hormonen oder chemischen Stoffen auf den Menschen beobachten, neigen manchmal dazu, den Menschen von solchen Stoffen und "Gesetzen" abhängig und deshalb nicht wirklich "frei" zu sehen!

Hier muss man unterscheiden: Der Mensch ist zwar durch seine Leiblichkeit wie durch seine Umwelt in Vielem "gehemmt". Er kann nicht einfach alles so vollbringen, wie er es gerne möchte!
Aber wir dürfen die geistige Dimension nicht aus den Augen verlieren: Der Geist des Menschen ist dennoch frei, das Gute zu Wollen, selbst wenn es ihm vielleicht körperlich oder sichtbar nicht so gelingt, wie er es gerne hätte!
Gott weiß um diese Schwierigkeit unserer irdischen Existenz! - Darum schaut ER auch auf unseren Wollen und nicht auf den "äußeren" Erfolg!
Selbst Christus unterwarf sich dieser Beschränkung, ER starb völlig erfolglos und schmachvoll am Kreuz! Aber dennoch hat ER durch Seine Liebe die Welt errettet!

Wir sind nicht durch materielle Vorgänge in unserer geistigen Entscheidung "determiniert"! Wir können und sollen uns gerade trotz aller äußeren und vielleicht auch innerlichen Schwierigkeiten für das Gute entscheiden: Das nennt man im Christlichen "Askese" oder "sein Kreuz tragen".
Sittliche Liebe besteht gerade darin, trotz (!) der Schwierigkeiten das Gute zu tun!
michael7
Wenn man die unten von Santiago74 verlinkte "Einführung in die Philosophie J.G. Fichtes" von Prof. Jacobs hört, dann wird in diesem Beitrag hier vieles ziemlich verzerrt dargestellt, so als ob es bei Fichte um die Frage ginge, ob der Mensch sich die Welt in "Hybris" willkürlich selbst "erschaffen" wolle oder könne und als ob Fichte dann erst am Ende die Bestimmung des Menschen im Tun des Guten …More
Wenn man die unten von Santiago74 verlinkte "Einführung in die Philosophie J.G. Fichtes" von Prof. Jacobs hört, dann wird in diesem Beitrag hier vieles ziemlich verzerrt dargestellt, so als ob es bei Fichte um die Frage ginge, ob der Mensch sich die Welt in "Hybris" willkürlich selbst "erschaffen" wolle oder könne und als ob Fichte dann erst am Ende die Bestimmung des Menschen im Tun des Guten erkannt hätte.
Prof. Jacobs erklärt, dass es Fichte von Anfang an darum ging, einen moralischen Determinismus, den viele "Aufklärer" vertraten und auch heute gern vertreten (also die Behauptung, dass der Mensch gar nicht frei sei, sondern einfach fremdbestimmt handelt, so dass es letztlich nichts Gutes oder Böses mehr gibt), zu widerlegen.
Jacobs zeigt das Anfangsproblem Fichtes: Geht man von der sinnlichen Welt aus, so gibt es für uns keine "Freiheit", uns die Welt selbst "auszudenken". Die Welt erscheint determiniert. (Also genau das Gegenteil von der Behauptung in obigem Film, der es so darstellt als ob Fichte in "Hybris" sich seine Welt selbst erschaffen hätte).
Erst darin, dass der Mensch sich aufgerufen erkennt, das Gute zu tun, erkennt er auch die Freiheit und findet seine Seligkeit im Tun des Guten.
Das ist also der Ausgangspunkt seiner Bemühung, und nicht, wie im Film oben behauptet, erst das Ende (als der "Rationalist" Fichte angeblich erst dann Gefühl zugelassen habe).

Das, was man an Fichte mit Recht kritisieren kann und muss, ist, dass er die sittliche Vollkommenheit und wahre "Religion" ohne die Erlösung durch Jesus Christus finden zu können meint.

Er übersieht, dass der Mensch nach dem Sündenfall die übernatürliche Gnade, die übernatürliche Kraft und das übernatürliche Licht des Heiligen Geistes braucht, um überhaupt wieder vollkommen sittlich und gut leben und sterben zu können!
sedisvakanz
Es ist eben das typische Freimaurerdenken jener Zeit: Gut-sein wollen/können/sollen - aber ohne den Dreifaltigen Wahren Gott. Fichte gehörte auch zu ihnen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass es zu dieser Zeit unmöglich und verboten war, als Atheist Freimaurer zu werden!
Es durfte bei den "Brüdern" nur nicht über die Wahrheit oder Falschheit eines Glaubens diskutiert werden.
Die Geburtsstunde …More
Es ist eben das typische Freimaurerdenken jener Zeit: Gut-sein wollen/können/sollen - aber ohne den Dreifaltigen Wahren Gott. Fichte gehörte auch zu ihnen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass es zu dieser Zeit unmöglich und verboten war, als Atheist Freimaurer zu werden!
Es durfte bei den "Brüdern" nur nicht über die Wahrheit oder Falschheit eines Glaubens diskutiert werden.
Die Geburtsstunde der "Religionsfreiheit": 1717
michael7
@sedisvakanz: Man sollte Fichte durchaus kritisch sehen, aber: Das Interessante ist, dass Fichte "Sittlichkeit" nicht einfach als willkürliche menschliche Norm darstellt wie die meisten seiner (und unserer!) Zeitgenossen, sondern als absolute (!) Forderung der (praktischen) Vernunft, also nicht relativ oder veränderlich, sondern als absolut!
Hier vollzieht sich Erkenntnis nicht deduktiv als Able…More
@sedisvakanz: Man sollte Fichte durchaus kritisch sehen, aber: Das Interessante ist, dass Fichte "Sittlichkeit" nicht einfach als willkürliche menschliche Norm darstellt wie die meisten seiner (und unserer!) Zeitgenossen, sondern als absolute (!) Forderung der (praktischen) Vernunft, also nicht relativ oder veränderlich, sondern als absolut!
Hier vollzieht sich Erkenntnis nicht deduktiv als Ableitung von bestimmten Voraussetzungen, bei der ich immer auch Fehler machen kann (wie jeder aus Mathematik-Aufgaben aus der Schulzeit kennt!), sondern als unmittelbare Offenbarung eines absolut guten Willens, der die Forderung des Guten aus sich selbst rechtfertigend, hell und klar unmittelbar offenbart!

Das ist für ihn auch der Ausgangspunkt jeder Sicherheit in der Erkenntnis. Erkennen ist für ihn nicht ein Behaupten der Existenz toter Dinge (wie bei den meisten anderen Philosophen), sondern ein Aufruf absoluter Art, das sittlich Gute zu verwirklichen. Damit ist die absolute Wahrheit für ihn immer Wille, d.h. letztlich auch Person!
Das kommt der christlichen Erkenntnis von Wahrheit wesentlich näher als wenn man Gott z.B. nur als "unbewegten Beweger" usw. aus anderen Wahrheiten ableitet, aber damit überhaupt nichts darüber aussagen kann, wer Gott eigentlich in Seinem Wesen ist: Die Liebe!
Die Freimaurer haben Fichte als "hellen Kopf" am Anfang gesucht und verehrt (und auch umgekehrt hat Fichte vielleicht bei den Freimaurern eine Stütze in seinem moralischen Bemühen gesucht), aber es kam doch relativ bald zum Bruch. Fichte war eben kein "Relativist", wie es die Freimaurer in der Regel sind...
sedisvakanz
@michael 7
Und damit ist Fichte mit seiner Philosophie in der Sackgasse gelandet ohne es zu bemerken.
Diese Sittlichkeit die er forderte - da sie absolute Forderung der Praktischen Vernunft sei - sieht die menschliche Vernunft als absolut und erkennt nicht ihre Relativität.

Mit der bloßen menschlichen Vernunft ist es durchaus möglich, unter bestimmten Umständen Abtreibungen und Euthanasie zu …More
@michael 7
Und damit ist Fichte mit seiner Philosophie in der Sackgasse gelandet ohne es zu bemerken.
Diese Sittlichkeit die er forderte - da sie absolute Forderung der Praktischen Vernunft sei - sieht die menschliche Vernunft als absolut und erkennt nicht ihre Relativität.

Mit der bloßen menschlichen Vernunft ist es durchaus möglich, unter bestimmten Umständen Abtreibungen und Euthanasie zu befürworten und sie als eine gute Tat zu empfinden.

Die bloße menschliche Vernunft, nicht gelenkt von dem Dreifaltigen Gott, ist immer auch ein Kind ihrer Zeit.
Fichte hat die menschliche Fähigkeit zum Gutsein sehr überschätzt.

Er hat die Rechnung ohne den Teufel gemacht, der uns alles Mögliche einflüstert, was da gut sein soll und auf dessen Geflüster die ohne-Gott-gut-sein-wollenden Menschen dann pausenlos hereinfallen, bis sie vor einem Trümmerhaufen stehen und nicht begreifen, wie das geschehen konnte.
Sie wollten doch nur gut sein.

Man sehe sich nur all die "Gutmenschen" in unserer Gesellschaft an.
Sie meinen es sicher ehrlich und erkennen nicht das Desaster, das sie anrichten.
michael7
@sedisvakanz: Alles menschliche ist relativ (weil nicht aus sich selbst unmittelbar wahr!), weshalb auch heute, da das Menschliche in den Mittelpunkt gestellt wird, auch nur noch "relative Wahrheiten" anerkannt werden.
Absolut ist nur Gott, weil Er nicht bedingt durch vorläufige Wahrheiten oder Erkenntnisse will oder handelt.
Unser Bewusstsein ist immer auf absolute Wahrheit hin ausgerichtet, …More
@sedisvakanz: Alles menschliche ist relativ (weil nicht aus sich selbst unmittelbar wahr!), weshalb auch heute, da das Menschliche in den Mittelpunkt gestellt wird, auch nur noch "relative Wahrheiten" anerkannt werden.
Absolut ist nur Gott, weil Er nicht bedingt durch vorläufige Wahrheiten oder Erkenntnisse will oder handelt.
Unser Bewusstsein ist immer auf absolute Wahrheit hin ausgerichtet, also relativ, d.h. auf das Absolute, Gott selbst bezogen! Nur Gott ist wirklich absolut, von allem relativen Wollen unabhängig und vollkommen gut!
Wahre Moral ist also nicht veränderliche Willkür, sondern nur im Hinblick auf Gottes absolute Güte und Vollkommenheit erfüllbar und denkbar!
michael7
Fichte sieht nicht die begrenzte menschliche Vernunft als absolut und wahrheitsstiftend an, sondern nur die absolute Wahrheit selbst! Diese aber kann aber nur Gott selbst sein, der Schöpfer von allem!
2 more comments from michael7
michael7
Es gibt also ein absolutes SOLL, das nicht aus unserem Bewusstsein oder unserer Willkür kommt, sondern uns als endliche Vernunft zur Ver-Antwortung ruft!
michael7
Man könnte vielleicht sagen: Fichte hat die natürliche Fähigkeit der Vernunft zur Erkenntnis des absolut Guten (des Willens Gottes) erfasst, allerdings das übernatürliche Licht des Heiligen Geistes, das zur Erkenntnis der vollen Wahrheit in der sündebelasteten Welt nötig ist, nicht berücksichtigt oder (noch?) nicht gekannt (vielleicht, weil er - aus dem Protestantismus kommend - sich nur mir der …More
Man könnte vielleicht sagen: Fichte hat die natürliche Fähigkeit der Vernunft zur Erkenntnis des absolut Guten (des Willens Gottes) erfasst, allerdings das übernatürliche Licht des Heiligen Geistes, das zur Erkenntnis der vollen Wahrheit in der sündebelasteten Welt nötig ist, nicht berücksichtigt oder (noch?) nicht gekannt (vielleicht, weil er - aus dem Protestantismus kommend - sich nur mir der "natürlichen Vernunft" des Menschen gegen die dort gepredigte Vernunftlosigkeit und Unfreiheit des Menschen wenden konnte?)