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M.RAPHAEL
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Modern gegen die Moderne

Dieser Artikel bezieht sich auf den Artikel Der Pazifismus der Vat.2 Kirche.
Drei konkrete Fragen werden hier adressiert: 1. Sind traditionelle Katholiken (auch) Narzissten? 2. Bin ich esoterisch? 3. Warum benutze ich bewusst eine „weltliche“ Alltagssprache?

Noch einmal das Grundproblem: Spätestens seit der Aufklärung hat sich der Mensch über Gott erhoben. Heute in der Moderne herrscht der Mensch. Sein Wille geschehe. Gott hat ihm in der Form des alles erlaubenden lieben Gottes zu dienen. Die esoterische Postmoderne ist weder die Infragestellung noch die Verneinung der Moderne. Sie ist ihre Bestätigung. Der Mensch ist Gott. Er sucht sich seinen Heilsweg selber aus. In den Himmel kommt er sowieso. Er erlöst sich selbst.

Damit ist die säkulare Moderne die alles beherrschende Weltreligion. Sie definiert den Menschen. Sie gibt ihm Halt und Identität. Gott ist tot. Die alten Religionen sind nur noch sozialkonstitutiv. Sie bieten Gemeinschaft für bestimmte soziale Gruppen, wie unterschiedliche Restaurants auf einer Fressmeile. Das kann die unpersönliche Moderne als solche nicht so gut, obwohl sie es mit Hilfe der Massenmedien immer mehr versucht. Peer Steinbrück, selber ein bekennender Atheist, hat vor einigen Jahren diese Rolle der Kirchen sehr begrüßt. Auch Jürgen Habermas hat das uneingelöste Diskurspotential der Religion anerkannt.

Mit dem Vat.2 Konzil hat sich die katholische Kirche „freiwillig“ der Herrschaft der Moderne unterworfen. Niemals mehr erwähnt sie die Hölle, weil das den alten Gott zurückbringen würde. Die Menschengötter der Moderne wollen das nicht hören. Die Vat.2 Kirche gehorcht. Anstatt dass die zivile Verwaltungsgesellschaft die tierische Grundbedürfnisanstalt, mit Merkel als Toilettenfrau, der herrschenden Katholischen Kirche ist, ist es umgekehrt. Der Papst ist die Toilettenfrau. Berlin ist der eigentliche Vatikan. Das ist die nackte Wahrheit.

Aber der wahre Gott ist nicht tot. Nein, Er ist sehr lebendig. Er ist die einzige Realität, die es gibt. Er hat nicht aufgehört zu rufen, aber die Berufenen laufen zur Vat.2 Kirche, nur um dort den modernen Götzen des „lieben Gottes“ als Ersatzgott präsentiert zu kommen, seine Unwirklichkeit zu erkennen und enttäuscht und hoffnungslos die Kirche wieder zu verlassen. Der wahrhaft Berufene will nicht esoterisch werden, weil er in der Berufung das Gegenüber des personalen Gottes erkannt hat. Wie soll das esoterische Grundprinzip der Selbsterlösung jemals diesem Liebeswerben des göttlichen Gegenübers gerecht werden? Das hat der Berufene ja erfahren und findet es jetzt nicht, weil die katholische Tradition und Mystik von der Vat.2 Kirche als unmodern marginalisiert und verteufelt wird. Traurig und verlassen setzt sich der enttäuschte Berufene in ein Straßencafe. Vielleicht helfen ein Cafe Macchiato und vorbeilaufende weibliche Schenkel über die Sinnlosigkeit und Enttäuschung hinweg? Sie helfen nicht. Unzählige Menschen sind einsam. Sie vegetieren ohne Sinn. In der Vat.2 Kirche bekommen sie nur Händchenhalten mit einem Bergoglio Kleriker und feministische Stuhlkreise. Sowas nennt Bergoglio Missionierung. Haha.

Der Moderne muss Schaden zugefügt werden. Jemand muss sich opfern. Gott hat mich gefragt. Ich habe ja gesagt. Ich gebe mein Leben hin, um die Moderne und damit auch die Vat.2 Kirche zu schwächen. Die Strategie im Detail entzieht sich dem Alltagsbewusstsein. Deshalb habe ich alles, was ich bin, dem Herrn übergeben. Er hat mich umfassend modern gemacht (US Doppelwirtschaftsstudium, Zentrale einer deutschen Großbank, Düsseldorfer Avantgarde Kunstszene, erfolgreich selbstständig) und mir dann in Himmerod meine tatsächliche Wahrheit gezeigt. Weil ich modern bin, kann ich der Moderne Schaden zufügen. Sie muss mich zerstören, weil ich sie radikal und entschieden verneine. Dadurch zerstört sie sich selbst. Weil ich modern bin, ist meine Sprache modern. Es geht nicht anders. Pommes Rot-Weiß und Karussells gehören dazu. Ich muss Weltmensch und Straßenköter zugleich sein, um dem menschlichen Hochmut einen empfindlichen Schlag (übrigens unsichtbar für das menschliche Machtkalkül) zu versetzen. Nein, ich bin nicht esoterisch. Ich diene Gott in vollkommenem Gehorsam. Wie sehr liebe ich die Piusbruderschaft! Danke.

Das beantwortet Frage 2 und 3 von oben. Als Antwort auf die Frage 1 möchte ich daran erinnern, dass für wirklich fromme Katholiken der Narzissmus kein Problem ist. In der Tradition knien die Frommen zusammen mit dem Priester und schauen auf den realpräsenten Herrn im Tabernakel. Alle schauen in eine Richtung. Sie schauen sich nicht gegenseitig an. Sie schauen nach innen und nach oben auf den Herrn. Der Herr schaut sie an. Er schaut jeden einzelnen an. Mit diesem Blick verwandelt er jede Seele in Sich selbst. Er integriert sie in Seinen Leib. In Ihm gibt es wahrhaftige Differenz (die Leber ist nicht die Lunge). In diesem Geist, im Heiligen Geist, können die Frommen sich alle wahrhaftig und liebevoll gerade in der Differenz bejahen und aneinander interessiert sein, soweit das der eigenen Berufung entspricht.

Genau das können die Anhänger der Vat.2 Kirche nicht. Sie haben keinen wahren Gott, der sie verwandelt. Sie haben keinen Heiligen Geist, der zum Seelengrund vordringt. Sie schauen nicht nach innen und nach oben. Sie schauen nach außen und nach unten. Unten ist nichts. Deshalb muss die Vat.2 Kirche die Liebe humanistisch erzwingen. Sie benutzt gruppendynamische Mechanismen der äußeren Formenangleichung. Alle werden auf das kleinste gemeinsame Niveau runter nivelliert. Es ist ein grauenhaftes und menschenverachtendes Bett des Prokrustes. Weil die individuellen Seelen dadurch nicht berührt werden, hassen sie sich alle wie die Pest. Jeder versucht, den anderen in seine Formensprache und Identität zu zwingen. Am Ende bleibt nur ein Kindergarten aus lieblosem Beton, in dem jeder macht was er will, eben modern und satanisch! Deshalb helfen die Corona Masken sehr.
Salzburger
Zu den grausamen PerVersionen der Moderne gehört, daß man als träger StaatsSklave heute noch eher geistig frei ist als in der "freien" Wirtschaft, wo man sich durch Tüchtigkeit zwar vielleicht genug FreiRaum erkämpfen kann, um seine Meinung halbwegs offen zu sagen, diese aber nicht mehr intelligent ist, weil die Seele schon längst durch Technizismus, Streß usw. verödet worden ist.
alfredus
Der Modernismus ist einer der größten Feinde der Kirche ... ! Deshalb mußte vor dem Konzil der Anti-Modernisten-Eid abgelegt werden. Bewusst hat man diesen nach dem Konzil nicht übernommen und hat gleichermaßen den Kommunismus und die Freimaurer nicht verurteilt. Dadurch rutschte der Mensch, der Laie in den Mittelpunkt und wurde der Priesterschaft zugerechnet. Damals gab es einige die das …More
Der Modernismus ist einer der größten Feinde der Kirche ... ! Deshalb mußte vor dem Konzil der Anti-Modernisten-Eid abgelegt werden. Bewusst hat man diesen nach dem Konzil nicht übernommen und hat gleichermaßen den Kommunismus und die Freimaurer nicht verurteilt. Dadurch rutschte der Mensch, der Laie in den Mittelpunkt und wurde der Priesterschaft zugerechnet. Damals gab es einige die das Sagen hatten, zum Beispiel der Jesuit Karl Rahner, der schrieb in einem seiner vielen Bücher : ... der Mensch muss sich weiter entwickeln und sich quasi " vergöttlichen "... ?! Damals nahm das Schicksal seinen Lauf, nachdem man Jesus im Tabernakel den Rücken zugedreht und die Handkommunion gestattet hatte, konnten die Laien im Altarraum agieren und sich präsentieren. Den Rest vollbrachten die vielen Kommunionhelfer und die Gemeindereferenten/innen. Anbetung, Ehrfurcht wichen dem neuen Geist, einer modernen Zeitgeistkirche, einer Kirche der Moderne ... !