Karmel von Nogoyá: Der Bruder einer ehemaligen Karmeliterin spricht - Interview

(Sr. Mary Theresa von der Eucharistie [Silvia Albarenque]) GloriaTVnews berichtete am 7. Juli über den Fall von Mutter Maria Isabel, der ehemaligen Priorin des Karmels in Nogoyá, Argentinien, die …
Bei dem geschilderten Fall zeigt sich vor allem ein Versagen der kirchlichen Oberen. Einiges ist dabei nicht ganz nachvollziehbar. Die Kirche trennt "forum externum" und ""forum internum" sehr strikt. Während es beim f. e. um äußere Dinge, von denen jeder wissen kann, geht, geht es beim f. i. um Gewissenssachen, die, auch nach Kirchenrecht, im Interesse des sich Aussprechenden stark geschützt …More
Bei dem geschilderten Fall zeigt sich vor allem ein Versagen der kirchlichen Oberen. Einiges ist dabei nicht ganz nachvollziehbar. Die Kirche trennt "forum externum" und ""forum internum" sehr strikt. Während es beim f. e. um äußere Dinge, von denen jeder wissen kann, geht, geht es beim f. i. um Gewissenssachen, die, auch nach Kirchenrecht, im Interesse des sich Aussprechenden stark geschützt sind. Keineswegs dürfen sie vom Seelsorger an Dritte weitergegeben werden, auch nicht an eine Ordensobere. Sollten in den Beichtstühlen od. Ausspracheräumen Abhörgeräte angebracht gewesen sein, wäre das ein arger Missbrauch gewesen und hätte unbedingt beim kirchlichen Vorgesetzten gemeldet werden müssen. So weit ich weiß, hat jeder Frauenkarmel einen kirchlichen Vorgesetzten, d. i. eine Art "Verbindungsoffizier", ein Priester, der gegenüber dem zuständigen Bischof das Kloster vertritt und gegenüber dem Kloster den Bischof, der natürlich nicht überall sein kann. Jede Nonne hat das Recht, sich auch außerhalb der Beichte an diesen zu wenden, ja sogar die Pflicht, wenn es Unregelmäßigkeiten zu beanstanden gibt. Hier ist also einiges schief gelaufen. So etwas Extremes habe ich noch von keinem Kloster gehört.
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Solimões
Die Story erinnert mich an Doris Wagner vom WERK. Und andere Begebenheiten.

Ich bin kein Freund weltlicher Justiz in geistlichen Angelegenheiten, aber das ist kein Freipass für geistliche "Obere" zu tun was ihnen beliebt.
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Susi 47
die oberin beharrte auf den gehorsam den die schwestern bestimmt auch ihr versprachen-
einige missbrauchen das
Solimões
@Susi 47
Die Schwestern versprachen NICHT dieser Oberin den Gehorsam.
michael7
In Katechese und Predigt müsste auch der wahre christliche und sittliche Gehorsam und die Aufgaben der Führung samt ihren gottgegebenen Grenzen mehr thematisiert werden!
Wie kann es z.B. sein, wenn der Fall sich so abgespielt hat, wie berichtet, dass sich die anderen Mitschwestern für die bedrängten und ungerecht behandelten Nonnen nicht eingesetzt haben?!
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Solimões
@michael7
Das ist ganz einfach: Angst. Wie ich eingangs geschrieben habe: "und andere Begebenheiten". Trotz frömmsten Absichten bestehen irdische Seilschaften, und viele Untergebene können nichts anderes als ausharren. Dazu kommt der Glaube an die Heiligkeit von Gelübden, die man nicht leichtfertig verletzt. @Susi 47
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michael7
@Solimões : Ja, auch der gottgewollte und gottwohlgefällige Umgang mit Gelübden sollte aus einer christlichen Grundperspektive immer wieder theoretisch wie praktisch (an Beispielen) thematisiert werden, vor allem in Orden und von denjenigen, die für das Wohl der Ordensleute verantwortlich sind (die kirchliche Autorität).
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michael7
Fälle wie diese lassen sich oft nur schwer von außen völlig gerecht beurteilen.
Dennoch muss es uns wachsam machen, dass geistliche Gewalt auch missbraucht werden kann (ohne geistliche Führung oder Gewalt von vornherein schlechtzureden!).
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Ist ja furchtbar, das sowas heutzutage noch möglich ist!
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Nicolaus
Also ich habe große Zweifel an der Heilsamkeit der zu geringen Strafe dieser Bauerntrinen-Oberin und wäre meine eigene leibliche Schwester davon betroffen, würde ich mich nach der Entlassung aus dem Gefängnis dieser ehemaligen Oberin sehr intensiv annehmen...
michael7
Wir kennen die Motive und die Umstände zu wenig, die zu den beschriebenen Problemen geführt haben.
Es muss nicht immer schlechter Wille sein. Ursache könnte auch einfach Überforderung sein (wegen mangelnder Bildung, fehlendem Einfühlungsvermögen, mangelnden Problemlösungsstrategien oder sonstigem Mangel an Sozialkompetenz - möglicherweise auf beiden Seiten - oder auch sonst eine schwierige …More
Wir kennen die Motive und die Umstände zu wenig, die zu den beschriebenen Problemen geführt haben.
Es muss nicht immer schlechter Wille sein. Ursache könnte auch einfach Überforderung sein (wegen mangelnder Bildung, fehlendem Einfühlungsvermögen, mangelnden Problemlösungsstrategien oder sonstigem Mangel an Sozialkompetenz - möglicherweise auf beiden Seiten - oder auch sonst eine schwierige Persönlichkeitsstruktur, möglicherweise verursacht durch die Lebensvorgeschichte), mit einer Situation angemessen umzugehen?
Antiquas
zum Fürchten.
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michael7
Der Fall erinnerte mich auch an das merk- oder fragwürdige "Verschwinden" und "Vergessen-Machen" von Schwester Lucia von Fatima unter Joh. XXIII.. die praktisch mit niemand mehr Kontakt haben durfte. Nicht einmal ihr ehemaliger Beichtvater durfte sie noch besuchen, bis sie plötzlich in einer merkwürdig veränderten, jungen und extravertierten Gestalt mit Paul VI. in Fatima wieder auftrat und von …More
Der Fall erinnerte mich auch an das merk- oder fragwürdige "Verschwinden" und "Vergessen-Machen" von Schwester Lucia von Fatima unter Joh. XXIII.. die praktisch mit niemand mehr Kontakt haben durfte. Nicht einmal ihr ehemaliger Beichtvater durfte sie noch besuchen, bis sie plötzlich in einer merkwürdig veränderten, jungen und extravertierten Gestalt mit Paul VI. in Fatima wieder auftrat und von da an auch ganz anders über Fatima gesprochen hat als die Lucia noch unter Pius XII.
Man sieht auch, wie leicht man in einem geschlossenen Karmel selbst die Verwandten täuschen oder abhalten kann.
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Goldfisch
Man möchte gar nicht glauben, daß sowas auch im Christlichen stattfindet, sehr bedauerlich! Frustrierend!!
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Solimões
@michael7
Das ist eine interessante und erleuchtete Anmerkung: die Doppelluzia wäre demnach nicht von heute, sondern direkt vorkonziliar. Es durften ja auch nicht die Studien von P. Condor SVD veröffentlicht werden.

Vielleicht wäre ruchbar geworden, dass die Kirche auf Abwegen ist.

Paul VI. wollte bekanntlich nichts von der Sr. Luzia wissen, hat man am Ende das Duplikat vorgeführt ?
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Danke Gloria TV
Danke Gloria TV ❤

Erste katholische Medien, die auf unsere Stimme hören
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Eremitin
gruselig-- und alle Schwestern total hilflos? Wieder mal ein Fall, der für mich mehr Fragen als Antworten aufwirft.
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Das grösste Verbrechen an den Menschen ist die Ohrenbeichte. Sie ist der Türöffner zum Missbrauch. Meine Kinder sind erwachsen. Sie würden heute nicht mehr zum Beichtunterricht angemeldet.
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michael7
@vir probatus: Wie kann die Ohrenbeichte ein "Verbrechen" sein?
Rein logisch betrachtet kann nur der Missbrauch der Ohrenbeichte ein Verbrechen sein!

P.S.: Haben Sie noch nie einen guten Beichtvater oder eine wirklich ehrliche und umfassende Beichte erlebt?

Die Sakramente, die Jesus eingesetzt hat, ermöglichen dem Menschen trotz all seiner Schwäche und Schuld immer wieder einen …More
@vir probatus: Wie kann die Ohrenbeichte ein "Verbrechen" sein?
Rein logisch betrachtet kann nur der Missbrauch der Ohrenbeichte ein Verbrechen sein!

P.S.: Haben Sie noch nie einen guten Beichtvater oder eine wirklich ehrliche und umfassende Beichte erlebt?

Die Sakramente, die Jesus eingesetzt hat, ermöglichen dem Menschen trotz all seiner Schwäche und Schuld immer wieder einen frohmachenden und von aller menschlichen Unvollkommenheit unbeschwerten Neuanfang!
Die Sündenvergebung ist die eigentliche Mitte der Frohbotschaft Jesu!
Die bewusste Abkehr und Distanzierung von der Sünde durch das Bekennen der eigenen Schuld, sowie die Bemühung von Aufarbeitung und Wiedergutmachung von Schuld ist nicht nur heilend und heiligend im übernatürlichen Sinn, sondern hilft dem Menschen auch sonst zu einem heilen, frohen, unverkrampften, freien und demütigen, aber auch dankbaren und als Gotteskind auch selbstbewussten Leben!

Damit will ich natürlich den Missbrauch, den Sie möglicherweise meinen, nicht klein reden!
Es sollte nur das Problem richtig formuliert werden!
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