Betrachtungen vom 14.Juni

Betrachtung am 14. Juni - Wirkungen des Heiligen Geistes Entzünde, heil`ger Geist, mit einem Blitz Der heil`gen Liebe meine kalte Seele, Und nimm darin dann deinen Wonnesitz: Dass sie durch dich …More
Betrachtung am 14. Juni - Wirkungen des Heiligen Geistes
Entzünde, heil`ger Geist, mit einem Blitz
Der heil`gen Liebe meine kalte Seele,
Und nimm darin dann deinen Wonnesitz:
Dass sie durch dich die göttlichen Befehle
In Schmerz und Freude gleich getreu vollbringe,
Und deiner Gnade Lobgesänge singe.

1. Betrachte die wunderbaren Wirkungen des göttlichen Geistes. Den Tröster und den Geist der Wahrheit nennt Jesus ihn, der Zeugnis von ihm geben wird: damit auch wir von Jesus Zeugnis geben. Nimmermehr hätten, ohne die übernatürliche Kraft seines himmlischen Trostes, die Apostel den Tod und alle Leiden besiegt, die sie bei der Verkündigung des Evangeliums erlitten. Und nicht nur bei ihnen, sondern fortwährend wirkt dieser göttliche Geist, seit seiner Sendung, in den Herzen aller wahren Gläubigen. Er kräftigt uns durch den starken Trost seiner Liebe, uns selbst Gewalt anzutun, alle Feinde unseres Heils zu besiegen, und die Gottheit, die Erlösung und das Mittleramt Jesu Christi standhaft …More
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14. Juni

Der heilige Basilius der Große, Erzbischof von Cäsarea,
Ordensstifter, Kirchenlehrer,
+ 1.1.379 - Fest: 14. Juni


Sehr selten erhält ein Heiliger den Beinamen „der Große“. Geschieht es aber, so ist der betreffende Heilige in Wahrheit ein großer Mensch gewesen. Ein Beweis für die Tatsache ist der Tagesheilige Basilius, ein Mann, groß im Wesen, groß im Wirken, groß im Sterben.

In seinem …More
14. Juni

Der heilige Basilius der Große, Erzbischof von Cäsarea,
Ordensstifter, Kirchenlehrer,
+ 1.1.379 - Fest: 14. Juni


Sehr selten erhält ein Heiliger den Beinamen „der Große“. Geschieht es aber, so ist der betreffende Heilige in Wahrheit ein großer Mensch gewesen. Ein Beweis für die Tatsache ist der Tagesheilige Basilius, ein Mann, groß im Wesen, groß im Wirken, groß im Sterben.

In seinem Wesen war Basilius erzkatholisch. Dass er gar nicht anders sein konnte, wird sofort klar, wenn man die Familienverhältnisse betrachtet, unter denen er aufwuchs. Der Großvater war in der letzten römischen Christenverfolgung als Martyrer gestorben, und die Großmutter, Makrina mit Namen, musste sich sieben Jahre lang in den Bergen Kleinasiens verborgen halten. Oft erzählte die edle Frau den Enkelkindern von den vergangenen Zeiten, von der Feigheit der Abtrünnigen und von dem herrlichen Mut der Blutzeugen, und was sie berichtete, erklärte sie durch das leuchtende Beispiel eines christlichen Lebenswandels. So kam es, dass ihre zehn Enkelkinder sämtlich Heilige wurden. Welch ein Segen kann doch von einer guten Großmutter auf die ganze Familie ausstrahlen!

Als junger Mann begab sich Basilius nach Athen in Griechenland, um auf der Hochschule zu studieren. Dort schloss er jene berühmte Freundschaft mit dem heiligen Gregor von Nazianz. Weil die beiden Freunde außer dem Weg zur Schule nur noch den Weg zur Kirche kannten, konnte es nicht ausbleiben, dass sie tüchtige Männer wurden, für die der Aufstieg zu hohen Stellungen nur noch eine Frage der Zeit war. Basilius suchte jedoch jenen Aufstieg, der allein sich lohnt, den Aufstieg zum Himmel. Zunächst ging er nach Ägypten, um bei den dortigen Mönchen das Einsiedlerleben kennenzulernen, und als er heimkehrte, gründete er ein Kloster und schrieb eine Ordensregel, die so vortrefflich ist, dass sie heute noch in zahlreichen Klöstern Osteuropas befolgt wird.

Die letzten neun Jahre des Lebens, von 370 bis 379, waltete Basilius als Erzbischof in der Heimatstadt Cäsarea. In Wort und Schrift gewandt, war er in schwieriger Zeit der rechte Mann auf vorgeschobenem Posten, der als unerschrockener Streiter gegen die Irrlehrer auftrat. „Inmitten der Kirche“, sagt das Lied, „ließ ihn der Herr seinen Mund auftun. Er erfüllte ihn mit dem Geist der Weisheit und des Verstandes. Er kleidete ihn mit dem Gewand der Ehre.“ Auch darf nicht verschwiegen werden, dass Basilius es war, der in seiner Bischofsstadt Cäsarea das erste christliche Kranken-, Alters- und Armenhaus gründete. Alle späteren Caritasanstalten gehen auf diese erste Stätte der dienenden Barmherzigkeit zurück. Groß war also Basilius in seinem Wirken, groß schließlich auch in seinem Sterben.

Damals nahm die arianische Irrlehre eine Vormachtstellung ein, auch der Kaiser bekannte sich zu ihr. Basilius wurde vor Gericht geladen, und der Richter fuhr ihn an, wie er es wagen könne, sich wegen seines katholischen Glaubens dem Kaiser zu wiedersetzen, dem doch der halbe Erdkreis untertan sei. Der Kaiser könne sein Vermögen einziehen, könne ihn verbannen, könne ihn zur Marter und zum Tod führen. So sagte der Richter, und was Basilius darauf antwortete, muss man als gediegen katholisch ansehen; er sagte:

„Mehr kann der Kaiser nicht? Vor all dem habe ich keine Angst. Mein Hab und Gut lasse er ruhig einziehen, ich besitze nur meine Kleider und einige Bücher. Verbannung gibt es für mich keine, denn wo Gott ist, bin ich daheim, und Gott ist überall. Die Marter schreckt mich auch nicht, denn ich bin so mager und gebrechlich, dass ich beim ersten Streich erliege. Was schließlich den Tod betrifft, so könnte mir nichts Besseres zustoßen, weil mich der Tod zu Gott in den Himmel führt.“

So sprach Basilius. Es sind herrliche Worte, erzkatholisch, und als der Richter dem mutigen Bekenner entgegnete, so frei habe noch niemand mit ihm zu reden gewagt, erhielt er noch eine zweite katholische Antwort, denn Basilius entgegnete ihm: „Das kommt wohl daher, dass du noch nie mit einem katholischen Bischof zu tun hattest.“

Kurz und gut, das prächtige Auftreten des Heiligen machte einen solchen Eindruck, dass man ihn ungeschoren ließ. So kam es, dass Basilius im Jahr 379 eines natürlichen Todes starb.

Gebet am 14. Juni

O Mutter der Barmherzigkeit, besänftige deinen Sohn. Als du noch auf Erden warst, nahmst du nur eine niedrige Stelle ein, aber jetzt, nachdem du über den höchsten Himmel erhoben bist, jetzt betrachtet dich die ganze Welt als den gemeinsamen Gnadenthron für alle Völker. Wir bitten dich also, o heilige Jungfrau Maria, gewähre uns den Beistand deiner Fürbitte. Amen.

Zu Gott

O Gott, gib den Dienern der Kirche Eifer und dem Volk Gottseligkeit, damit uns alle der Geist der Liebe vereinige, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Andenken an die seligste Jungfrau

Am heutigen Tag hat Papst Pius V. im Jahr 1566 die Rosenkranz-Bruderschaft durch eine Bulle von neuem gutgeheißen und mit Ablässen begnadet: Injunctum nobis desuper etc.