Tina 13
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Hl. Thomas Morus

Hl. Thomas Morus Lordkanzler, Familienvater, Märtyrer * 7. Februar 1478 in London † 6. Juli 1535 in London Thomas Morus erlebte in seinem Land eine außergewöhnliche politische Karriere. Der aus …More
Hl. Thomas Morus
Lordkanzler, Familienvater, Märtyrer
* 7. Februar 1478 in London
† 6. Juli 1535 in London
Thomas Morus erlebte in seinem Land eine außergewöhnliche politische Karriere. Der aus ehrenwerter Familie stammende Thomas wurde 1478 in London geboren und kam schon als Jugendlicher in das Haus des Erzbischofs von Canterbury und Lordkanzlers John Morton. Danach setzte er das Rechtsstudium in Oxford und London fort, wobei sein weitreichendes Interesse auch umfassenden Gebieten der Kultur, Theologie und klassischen Literatur galt. Er lernte gründlich Griechisch, pflegte geistigen Austausch und knüpfte freundschaftliche Beziehungen zu bedeutenden Gelehrten der Kultur der Renaissance, darunter Erasmus Desiderius von Rotterdam.
Seine religiöse Sensibilität führte ihn durch eine ausdauernde asketische Praxis zur Suche nach der Tugend: Er pflegte freundschaftliche Beziehungen zu den Observanten des Konvents von Greenwich und lebte längere Zeit bei den Londoner Kartäusern. Beide …More
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Hl. Thomas More (1478-1535), englischer Staatsmann, Märtyrer

„Er erwies ihnen seine Liebe bis zur Vollendung“

„Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung“ […] Im Evangelium wird Johannes eigens als „der Jünger, den Jesus …More
Hl. Thomas More (1478-1535), englischer Staatsmann, Märtyrer

„Er erwies ihnen seine Liebe bis zur Vollendung“

„Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung“ […] Im Evangelium wird Johannes eigens als „der Jünger, den Jesus liebte“ bezeichnet. Dieser Jünger macht hier durch seine Worte deutlich, wie treu unser Retter, der Johannes so sehr liebte, in seiner Liebe war.

Auf diese Worte nämlich folgt sogleich der Bericht über die bittere Passion Christi, beginnend mit dem Letzten Abendmahl, und zwar zunächst über den demütigen Dienst der Fußwaschung, den Jesus seinen Jüngern erwies und den Hinauswurf des Verräters. Danach folgen die Abschiedsreden Christi, sein Gebet, seine Festnahme, sein Prozess, seine Geißelung, seine Kreuzigung und die ganze schmerzhafte Tragödie seiner bitteren Passion.

Der hl. Johannes führt die soeben erwähnten Worte vor allem deswegen an, weil er uns verstehen lassen will, dass Jesus all das aus reiner Liebe getan hat. Diese Liebe hat er seinen Jüngern beim Letzten Abendmahl eindringlich vor Augen gestellt, als er ihnen deutlich machte, sie würden seinem Beispiel folgen, wenn sie einander liebten (Joh 13,34). Denn die, die er liebte, liebte er bis zur Vollendung, und er wollte, dass sie es ihm gleichtäten.

Er war nicht wankelmütig wie so viele, deren Liebe von kurzer Dauer ist, die sich bei der ersten Gelegenheit davonmachen, die Freunde waren und Feinde wurden, so wie der Verräter Judas. Jesus aber blieb bis zum Ende seiner Liebe treu, bis er, eben wegen dieser Liebe, dieses schmerzhafte Ende fand. Und das nicht nur für die, die bereits seine Freunde waren, sondern auch für seine Feinde, um sie zu Freunden zu machen: nicht zu seinem eigenen Nutzen, sondern zu ihrem.

Abhandlung über die Passion, I
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