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Einführung in die Handhabung von Schott und Volksmissale

Kontakt: Pastor Oliver Dembski pastor@alte-messe-im-norden.de
Eugenia-Sarto
Ich habe als Jugendliche immer den Schott benutzt und die Gebete mitgebetet. Schliesslich konnte ich die feststehenden Teile auswendig. Bei Beginn des Kanon schliesse ich immer den Schott und lege ihn weg. Dann kommt der Zeitpunkt, auf den ich nur im inneren Gebet sein möchte. Da wäre mir jeder Text einfach störend.
Nicolaus
Lassen Sie das bloß nicht Lutrina lesen, die meint Sie würden dabei das Messkleid tragen.
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Lutrina
Es gibt nichts alberneres als den Priester mit ihrem Schott nachäffende Gläubige
Was soll das bitteschön bringen? Kann man die Messe auch grad in Landessprache lesen lassen
Moselanus
Kann man tatsächlich so sehen. Freilich wäre das auf die Spitze getrieben. Vielen ist freilich heute schon nicht mehr bewusst, dass das vollständige lat.-dt. Messbuch nicht der am weitesten verbreitete Schott war. Den hatten eigentlich nur höhere Gymnasiasten, Studenten und Akademiker.
Moselanus
In der Piusbruderschaft hat ihn heute praktisch jeder.
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nujaas Nachschlag
Die Laien, die an den Messen in der Piusbruderschaft teilnehmen. sind ein wesentlich liturgisch interessierteres und geschulteres Volk als jede Gemeinde vor der Liturgiereform. Ich sehe das Problem nicht. Warum sollen sie, jedenfalls bis sie die Abläufe und ihre Bedeutung verinnerlicht haben, keinen Schott benutzen?. Der Wert der Liturgiesprache liegt doch nicht in ihrer Unverständlichkeit.
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Moselanus
Das ist ebenfalls richtig. Ich finde es nur problematisch, wenn manche sosehr auf den Schott konzentriert sind, dass sie die Nase nur darin stecken haben, ohne die Liturgie, die gerade tatsächlich vor ihnen gefeiert wird, überhaupt noch zu regisieren, die Erhebung von Hostie und Kelch zur Wandlung ausgenommen.
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Lutrina
Sie scheinen die Aufgaben des Laienstandes zu verkennen @nujaas Nachschlag. Laien sind nicht Teil der Liturgie (wenn auch zeitlich und örtlich präsent). Es zeigt sich einmal mehr, welcher Neid auf die Priester bzw. ihre Gnadenbevorzugung besteht - ist bei den Tradi nicht anders als bei den Modernisten.
Hätte Papst Pius V. und das Konzil von Trient gewollt, daß die Laien die Texte der Priester …More
Sie scheinen die Aufgaben des Laienstandes zu verkennen @nujaas Nachschlag. Laien sind nicht Teil der Liturgie (wenn auch zeitlich und örtlich präsent). Es zeigt sich einmal mehr, welcher Neid auf die Priester bzw. ihre Gnadenbevorzugung besteht - ist bei den Tradi nicht anders als bei den Modernisten.
Hätte Papst Pius V. und das Konzil von Trient gewollt, daß die Laien die Texte der Priester beten, dann hätten sie das auch so verfügt. Offensichtlich war das aber kein Thema. Glauben Sie Pius V. hätte geirrt?
Allein die Tatsache, daß Schott & Co. der liturgischen Bewegung - also dem Vorläufer des VK II Modernismus - entspringen, sollte Skepsis wecken...
Moselanus
Da irren Sie jetzt grundlegend. Denn Laien sind als Getaufte und Gefirmte auch Glieder des Mystischen Leibes, der die Kirche ist. Die Liturgie ist der öffentliche Kult dieses Leibes, von Haupt und Gliedern. Das Konzil von Trient schreibt vor, dem Volk die Liturgie oft zu erklären. Nichts anderes geschah in diesem Teil der Liturgischen Bewegung und in Büchern wie dem Schott. Sie pauschalieren zu …More
Da irren Sie jetzt grundlegend. Denn Laien sind als Getaufte und Gefirmte auch Glieder des Mystischen Leibes, der die Kirche ist. Die Liturgie ist der öffentliche Kult dieses Leibes, von Haupt und Gliedern. Das Konzil von Trient schreibt vor, dem Volk die Liturgie oft zu erklären. Nichts anderes geschah in diesem Teil der Liturgischen Bewegung und in Büchern wie dem Schott. Sie pauschalieren zu stark. Deshalb stimmen Ihre Einschätzungen häufig nicht, auch und gerade, wenn Sie sie für besonders traditionstreu und superkatholisch halten! Aber damit sind Sie nicht allein.
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Moselanus
Außerdem hätten Schotts 1570 nicht allzu viel bewirken können. Man bedenke den Grad der Alphabetisierung.
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Joseph Franziskus
Eines Tages, nachdem ich längere Zeit, zur lat. Messe gegangen bin, kaufte ich mir schließlich einen Schott. Aber eigentlich nicht zur Mittfeier, der hl. Messe, sondern da bei uns häufig auch mal eine Messe gefeiert wurde, die nicht eigentlichen Gesangs und Gebetsbuch (Magnificat) vertont, zu finden ist. Ausserdem auch, um die lateinischen Gebetstexte, der jeweiligen hl. Messe,bzu verstehen. …More
Eines Tages, nachdem ich längere Zeit, zur lat. Messe gegangen bin, kaufte ich mir schließlich einen Schott. Aber eigentlich nicht zur Mittfeier, der hl. Messe, sondern da bei uns häufig auch mal eine Messe gefeiert wurde, die nicht eigentlichen Gesangs und Gebetsbuch (Magnificat) vertont, zu finden ist. Ausserdem auch, um die lateinischen Gebetstexte, der jeweiligen hl. Messe,bzu verstehen. Allerdings habe ich mir die Übersetzungen immer schon vor der hl. Messe durchgelesen, ich habe nicht während der hl. Messe, die jeweiligen Gebete, die vom Priester gerade verrichtet wurden, simultan, für mich übersetzt, das hätte mich zu sehr, vom hl. Geschehen abgelenkt. Dazu zieht mich auch eine hl. Messe viel zu sehr in ihren Bann. Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, auf mich wirkt eine hl. Messe, ohne dass ich jedes Wort übersetzen muß, daß gerade in den Gebeten gesprochen wird, das ganze geschehen bewirkt, daß ich eine geheimnisvolle Gottnähe empfinde, da würde mich ständiges mitlesen und umblättern, ablenken und stören.
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Moselanus
Urbanus Nimm wäre ganz sicher ein starker Befürworter Ihrer Methode.
Joseph Franziskus
,@Moselanus, in wie fern? Urbanisierung Nimm sagt mir leider nichts.
Joseph Franziskus
Entschuldigung, Urbanisierung Nimm war entsprang einer Selbstkorrektur, ich meine Urbanus Nimm
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Eugenia-Sarto
Dieser Mission wünsche ich Gottes Segen !
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Moselanus
Der Kyriale-Anhang befindet sich im Schott seit 1934, im Bomm, seitdem er als Plenarmissale vorlag, also seit 1936. Den Schott als lat.-dt. Vollmessbuch gab es übrigens auch erst seit 1926.
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Vered Lavan
Danke. Sehr hilfreich.
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Eremitin
ich habe das Volksmissale auch und es gefällt mir auch besser
Moselanus
Das Volksmissale (Ramm) ist nicht mit dem Volksmeßbuch (Bomm) zu verwechseln!
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Joseph Franziskus
@Eremitin, @Moselanus, Ramm sagt mir jetzt überhaupt nichts, vom Bomm habe ich zumindest schon gehört. Erstaunlich, was es da alles gab. waren diese Messbücher früher tatsächlich so wichtig, für das gläubige Volk? Zudem sie ja nicht gerade billig sind. Mir ist beispielsweise nicht bekannt, daß etwa meine sehr frommen Großeltern, eines dieser Bücher besaßen, dabei fand ich in deren Nachlass, …More
@Eremitin, @Moselanus, Ramm sagt mir jetzt überhaupt nichts, vom Bomm habe ich zumindest schon gehört. Erstaunlich, was es da alles gab. waren diese Messbücher früher tatsächlich so wichtig, für das gläubige Volk? Zudem sie ja nicht gerade billig sind. Mir ist beispielsweise nicht bekannt, daß etwa meine sehr frommen Großeltern, eines dieser Bücher besaßen, dabei fand ich in deren Nachlass, ansonsten allerlei religiöse Schriften, Bücher und auch Heiligenbilder, ezetera.
Eremitin
nein, die allermeisten Gläubigen besaßen früher ein kleines Gebetsbüchlein mit Gebeten , die sie während der hl. Messe beten konnten oder sie beteten den Rosenkranz. Erst mit der neuen Welle der tridentinischen Begeisterung kamen gehäuft die Schotts und Volksmissale auf. Früher konnten sich und wollten auch nur wenige Leute( meist fromme gebildete Männer) aus dem Schott die Messe mitbeten. Meine …More
nein, die allermeisten Gläubigen besaßen früher ein kleines Gebetsbüchlein mit Gebeten , die sie während der hl. Messe beten konnten oder sie beteten den Rosenkranz. Erst mit der neuen Welle der tridentinischen Begeisterung kamen gehäuft die Schotts und Volksmissale auf. Früher konnten sich und wollten auch nur wenige Leute( meist fromme gebildete Männer) aus dem Schott die Messe mitbeten. Meine Oma betete Rosenkranz, Mutti hatte ein kleines "Gebetsbichl" , Vati verfolgte so die hl. Messe, er war früher Messdiener und auch einige Zeit in einem Seminar und ich zählte gelangweilt die Hüte , Kopftücher der Frauen, ordnete sie nach Farben und freute mich, wenn die Messe aus war. Gottlob hat sich das alles gebessert,als ich älter wurde.
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Kreidfeuer
Für alle, die bei dem Titel „Pastor“ erstmal an Protestanten denken mussten, hat Wikipedia eine Erklärung:

In der katholischen Kirche bezeichnet Pastor einen selbständigen, vom Bischof beauftragten Priester, der – im Gegensatz zum Pfarrer – nicht mit der Leitung einer Pfarrei beauftragt ist.
Moselanus
Und im Rheinland, an der Mosel, im Hunsrück und in der Eifel ist der kath. Pfarrer der Pastór und der evang. Pástor der Pfarrer!
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Kreidfeuer
@Moselanus Einspruch! Ich habe eins und mag es sogar mehr als den Schott.
😁
Moselanus
Das freut mich, und ich gratuliere dazu. Ich bin außerdem derselben Meinung und finde sogar, eine Neuauflage des Bomm wäre wertvoller als die des Schott!
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Sehr gut gemacht.
Moselanus
Niemand hat einen Bomm! 😉
Der Bomm scheint eh tot zu sein. (Also ich kenne keinen der ihn noch benutuzt).
Moselanus
Er ist erheblich besser (übersetzt) gewesen als der Schott. Ich habe und benutze machmal auch die letzte 14. Auflage von 1961. Die Rechte liegen bei der Abtei Maria Laach.
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Mich gruselt es bei den Namen Maria Laach nur, weil dort hat durch einen Abt Herwegen und Odo Casel der ganze Volksaltar-Muttersprachendreck angefangen.
Moselanus
Sie haben offenbar in diesem Punkt nur Halbwissen.Von der Editio Lacensis des Missale Romanum von 1931 haben Sie vermutlich noch nie gehört.
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