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Gerti Harzl

War es gewollter Massenmord? Der Holodomor von 1932/33

Aufruf des Kardinals Erzbischofs von Wien, Dr. Theodor Innitzer (1875-1955). In einer Stunde, die mit ihrem tiefen Ernst das Verantwortungsbewußtsein der gesitteten Menschheit wachruft, erwächst die …
Gerti Harzl
Zitat, Homepage der ED Wien: "Es gab international nur eine Person von hohem Rang im öffentlichen Leben, die im Jahr 1933 lautstark und vor der ganzen Welt die Hungerkatastrophe öffentlich gemacht und eine internationale Hilfsaktion eingeleitet hatte: Kardinal Theodor Innitzer in Wien.

Von Innitzer, der von 1932 bis zu seinem Tod 1955 Erzbischof von Wien war, kennt man weithin nur seine Rolle …
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Gerti Harzl
Bundeszentrale für politische Bildung, Zitat: "Der letzte Akt des Verbrechens war das Verschweigen. Der Holodomor wurde zum Tabu, zum Nichtgeschehen. Es hatte keine Hungersnot gegeben. Niemand sprach darüber, niemand schrieb darüber. Kein Friedhof, keine Erinnerung, kein öffentliches Wort – ein halbes Jahrhundert lang. Sogar in geheimen Dokumenten der politischen Führung wurde der Hunger seit … More
Alexander Solschenizyn erwähnt diese Hungersnot in seinem Buch
Der Archipel Gulag
Gerti Harzl
Zitat von pro-oriente: "Für Österreich ist das „Holodomor“-Gedenken von besonderer Bedeutung. Denn es war der damalige Wiener Erzbischof, Kardinal Theodor Innitzer, der eine internationale und interkonfessionelle Hilfsaktion für die Hungeropfer in der Sowjetunion ins Leben rief. Am 20. August 1933 veröffentlichte Innitzer einen eindringlichen Appell, „auf übernationaler und interkonfessioneller … More
Gerti Harzl
Hungerbrief von F. K., Frau, Schwiegermutter und zwei Kinder: Ich, Fr. K., bin im Winter des Morgens früh in einen Brunnen gefallen und habe dort von halb 6 bis halb 8 Uhr bei 28 Grad Frost gelegen, ehe ich errettet wurde. Ich war wie ganz zu Eis gefroren und habe mich nach langem Krankenlager wieder soweit ausgeheilt, daß ich gehen und ganz leichte Arbeit verrichten kann auf kurze Zeit. Da ich … More
Gerti Harzl
Dr. Ewald Ammende, Generalsekretär der Europäischen Nationalitäten-Kongresse, August 1933:

„Die Hungerkatastrophe in Rußland läßt sich nicht mehr verheimlichen. Die zivilisierte Welt wird vor die Frage gestellt: will sie es mit ansehen, wie im kommenden Winter, gleich wie im letzten Halbjahr, Millionen unschuldiger Menschen in der Sowjetunion – in der Ukraine, an der Wolga, im Nordkaukasus … More
Iacobus
Das ist heute an der Basis des Hasses vieler Ukrainer gegen Russen...
Angestachelt von US und EU.
Gerti Harzl
Hungerbrief aus dem Wolgagebiet, März 1933: „Das große Dorf (von etwa 8000 Einwohnern) ist halb leer. Die Leute streiten sich um ein Stückchen Vieh, das kaputt gegangen (krepiert) ist. Leute kommen aus der Stadt mit Kleidern und teuren Anzügen, um sie für ein Stückchen Brot einzutauschen. Aus allen Gegenden kommen Leute, um dem Hungertod zu entgehen, aber es wird ihnen nichts helfen. Heute sind … More
Gerti Harzl
Eine weitere Zeugenaussage: Der in Paris erscheinende „Messager socialiste“ veröffentlicht am 10. Oktober 1933 ein Interview mit dem amerikanischen Journalisten Lang, der zahlreiche Orte in Rußland bereist hat und dabei in den verschiedensten Schichten mit der Bevölkerung in Berührung gekommen ist. Der Bericht Mrs. Langs schließt mit den Worten: „Eines ist jedenfalls sicher: ich verließ Rußla… More
Gerti Harzl
Zeugenaussage vor dem Plenum der Entente Internationale in Genf am 10. Oktober 1933 von einer Frau aus dem Volke, die eben aus einer der fruchtbarsten Gegenden des asiatischen Rußlands eingetroffen ist, nachdem sie das ganze europäische Rußland durchquert hatte. „Die Gegend, die ich bewohnte, hatte Sklaverei nie gekannt. Die Bevölkerung, nomadische mohammedanische Kirgisen und russische Koloniste… More
Gerti Harzl
Zitat aus der sogenannten Zweiten Denkschrift Dr. Ewald Ammendes, Anfang Dezember 1933: „Die Katastrophe in den südlichen Gebieten der Sowjetunion während des Jahres 1933 gehört mit zu den furchtbarsten Heimsuchungen, die unseren Erdteil jemals betroffen haben. Viele Millionen unschuldiger Menschen sind an Hunger und seinen Begleiterscheinungen zugrunde gegangen, ohne daß ihnen von irgendeiner … More
Gerti Harzl
Hungerbrief von Lena (1932/33): "Grüß Gott! Teure Freunde. Helft mir. Die Mutter ist alt und schwach und der Hunger nimmt sie mir noch weg, so bin ich ganz allein, denn Vater und sechs Geschwister sind schon im vorigen Hungerjahr gestorben - 1922 -, und ich und meine Mutter haben das Leben erhalten; ich kann mich nicht erinnern, denn ich blieb als Kind von drei Jahren am Leben, aber die Mutter … More
Gerti Harzl
Hungerbrief aus Südrußland, April 1933: „Es ist noch grausamer wie im Hungerjahr. Die Menschen sterben, sterben und sterben. Mein Schwager K. Ist auch am 3. d. M. Gestorben. Es darf kein Lied gesungen werden, kein Gebet gesprochen. Furchtbar, furchtbar ...“
Elista
Angelus: Das Reich Gottes wird durch die Liebe zum Nächsten verwirklicht

In seinem Gruß an die ukrainischen Pilger erinnerte Benedikt XVI. an den 75. Jahrestag der großen Hungersnot 1932-1933, die zu Millionen von Toten in der Ukraine und der ehemaligen Sowjetunion während des kommunistischen Regimes führte, und er hofft, dass niemals mehr eine politische Macht im Namen der Ideologie, die … More
Gerti Harzl
Hungerbrief aus der Ukraine (1932/33): „Die Kinder sitzen zusammengekauert in der Ecke, in Lumpen gehüllt, auf einem Haufen Stroh, vor Hunger und Kälte zittern sie. Mein Mann starb vor nicht langer Zeit. Die Krankheit können Sie sich denken: Hungertod. Ach, man kann es gar nicht beschreiben, was wir aushalten müssen … Bitte, bitte, erbarmt Euch unser, denn wenn nicht Ihr und der liebe Gott sich … More
Gerti Harzl
Hungerbrief aus dem Wolgagebiet, April 1933: "Gleich zu Anfang meines Briefes stelle ich Euch meine Not vor. Die Not ist so groß und schwer und muß ich sagen, näher, mein Gott, zu Dir, näher zu Dir, drückt mich auch Kummer. Die Not ist so groß, daß die Toten, die hier sterben, gegessen werden, und Hunde sein keine mehr hier zu finden und Katzen noch weniger. Das Vieh, wo hier kaputt geht, wird … More
Gerti Harzl
Zitat von Kardinal Innitzer: "Keine Ableugnungsversuche können die Tatsache widerlegen, daß hunderttausende, ja Millionen von Menschen in den letzten Monaten in Sowjetrußland am Hunger zugrunde gegangen sind."
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Das war mir lange Zeit völlig unbekannt! In dieser von mir neu erstellten Gruppe sollen Informationen darüber zusammengetragen werden.