Betrachtungen vom 18.Juni

Betrachtung am 18. Juni - Über die heiligen Geheimnisse der Religion Herr, unser Gott, wie bist du wunderbar. Dem treuen Glauben ist dein Ausspruch klar; Der Frevler aber, der dich will ergründen, …More
Betrachtung am 18. Juni - Über die heiligen Geheimnisse der Religion
Herr, unser Gott, wie bist du wunderbar.
Dem treuen Glauben ist dein Ausspruch klar;
Der Frevler aber, der dich will ergründen,
Wird in dem Licht der Majestät erblinden.
1. Wir leben hier auf der Erde noch im geheimnisvollen Helldunkel des Glaubens. Zwar ist die Wahrheit unser Licht, doch ist es noch von Wolken umschleiert, und erst in der Heimat des Lichts, zu der wir pilgern, werden wir sowohl die Geheimnisse der göttlichen Offenbarung als der Natur in ihrer vollen Klarheit schauen. Wäre unsere Religion ohne unerfassliche Geheimnisse, so wäre sie keine göttliche Religion. Denn unendlich und unbegreiflich ist unser Gott, und notwendig müssen seine Offenbarungen und Geheimnisse mit diesem Siegel seiner unendlichen Unbegreiflichkeit besiegelt sein. Der Menschengeist, der die unfasslichen Ratschlüsse Gottes begreifen will, wäre ähnlich einem Kind, das alle Gewässer des Meeres in die hohle Hand fassen möchte.
2. Wie in …More
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18. Juni

Der heilige Markus und der heilige Marcellianus, Märtyrer zu Rom,

+ 18.6.286 (oder 287) – Fest: 18. Juni

Markus und Marcellianus waren Brüder, und stammten aus einer der ersten Familien Roms. Beide waren schon in ihrer Jugend zum Christentum bekehrt worden, traten nachher in den Ehestand, und lebten in hohen Ehren.

Als Diokletian im Jahr 284 auf den Kaiserthron gelangt war, erhoben …More
18. Juni

Der heilige Markus und der heilige Marcellianus, Märtyrer zu Rom,

+ 18.6.286 (oder 287) – Fest: 18. Juni

Markus und Marcellianus waren Brüder, und stammten aus einer der ersten Familien Roms. Beide waren schon in ihrer Jugend zum Christentum bekehrt worden, traten nachher in den Ehestand, und lebten in hohen Ehren.

Als Diokletian im Jahr 284 auf den Kaiserthron gelangt war, erhoben sich kurz nachher verschiedene Stürme gegen die Christen, zwar nicht als hätte dieser Fürst schon damals Befehle gegen die Kirche ergehen lassen, sondern weil er sich der Wut der Götzendiener nicht widersetzte. In einer dieser Verfolgungen wurden nun auch Markus und Marcellian verhaftet, in das Gefängnis geworfen, und dann von Chromatius, dem Stellvertreter des Präfekten der Stadt Rom, zur Enthauptung verdammt.

Ihre Verwandten gaben indessen die Hoffnung nicht auf, eine Widerrufung des gefällten Urteils zu bewirken. Sie erlangten einen Verschub von dreißig Tagen, weil sie sich schmeichelten, die Bekenner dahin zu stimmen, dass sie sich dem Verlangen des Richters fügten. Man brachte sie daher in das Haus des Nikostrat, ersten Schreibers der Präfektur. Tranquillin, ihr Vater, Marcia, ihre Mutter, samt ihren Frauen mit den noch kleinen Kindern, besuchten sie in diesem Verhaft, und bemühten sich durch Bitten und Tränen ihre Standhaftigkeit zu besiegen, und sie zum Abfall zu bewegen. Allein der heilige Sebastian, ein Hofbedienter des Kaisers, der sein kurzem nach Rom gekommen war, besuchte sie alle Tage, um sie zur unerschütterlichen Beharrlichkeit zu ermahnen. Diese Unterredungen hatten zudem noch den schönen Erfolg, dass Tranquillin, Marcia und die Gattinnen der zwei Heiligen sich auch bekehrten. Auch Nikostrat entsagte dem Heidentum, worin ihm sogar bald Chromatius nachfolgte, der die Bekenner dann in Freiheit setzte, und sich, nachdem er sein Amt niedergelegt hatte, auf ein Landgut zurückzog.

Ein christlicher Hauptmann, namens Castulus, verbarg Markus und Marcellian in dem Gemach, das er im kaiserlichen Palast hatte. Allein sie wurden durch Torquatus verraten, der feigherzig vom Glauben abgefallen war; worauf man sie von neuem gefänglich einzog. Fabianus, der Chromatius in dem Amt nachgefolgt war, verurteilte sie, mit den Füßen an einen Pfahl genagelt zu werden, in welchem schmerzhaften Zustand sie einen Tag und eine Nacht blieben, bis sie des folgenden Tages mit Lanzen durchbohrt wurden. Man beerdigte sie zwei Meilen von Rom, in dem Arenarium, welches nachher in einen Kirchhof ihres Namens umgewandelt wurde, der zwischen der appischen und ardeatischen Straße lag. Ihr Fest ist in allen alten Martyrologien auf diesen Tag angezeigt.

Oft legte man einer Handlung den Namen Tugend bei, die doch nur den Schein hat. Die Verfolgung ist gleichsam der Prüfstein, durch den man die wahre Tugend unterscheidet. Nur die Prüfungen können beweisen, was wir in der Wirklichkeit sind. Es kostet uns wenig zu sagen, dass wir Gott über alles lieben; es kostet uns ebenfalls nicht mehr uns einzubilden, dass wir den Mut der Märtyrer haben würden, solange die Gefahr entfernt ist. Wo sind aber die Beweise, die die Aufrichtigkeit unserer Liebe zu Gott zeigen? „Die Verfolgung“, sagt der heilige Bernhard, „lehrt den Unterschied zwischen einem guten Hirten und einem Mietling.“ Dieser Grundsatz lässt sich nach Verhältnis auf die Christen aller Stände anwenden.

Der heilige Amandus, Bischof von Bordeaux,

+ 18.6. nach 400 – Fest. 18. Juni

Man liest beim heiligen Paulinus von Nola, dass der heilige Amandus Gott von seiner Kindheit an diente, dass er in den heiligen Schriften unterrichtet worden ist, und seine Unschuld vor den Flecken bewahrte, durch die man gewöhnlich im Umgang mit der Welt verunreinigt wird. Sobald er vom heiligen Delphinus, Bischof von Bordeaux, für dessen Kirche zum Priester geweiht war, bewies er großen Eifer für die Ehre Gottes: da war es auch, wo er den heiligen Paulinus in den Geheimnissen des Glaubens unterrichtete, um ihn zum Empfang der heiligen Taufe vorzubereiten. Von jener Zeit an stand auch Paulinus stets in enger Freundschaft mit dem heiligen Amandus. Er schrieb ihm mehrere Briefe, und wir sehen aus denen, die auf uns gekommen sind, dass er große Verehrung für dessen Tugend hegte.

Nach dem Tod des heiligen Delphinus wurde der heilige Amandus zum Bischof der Kirche von Bordeaux erwählt; allein er legte bald dieses Amt zugunsten des heiligen Severins nieder, der sich zu ihm zurückgezogen hatte (Dieser Heilige ist nicht der heilige Severin, der Bischof von Köln war, sondern es wird von ihm gesagt, dass er aus dem Morgenland ex partibus Orientis nach Bordeaux gekommen sei.), und er wollte es nicht eher wieder annehmen, als nach dem Tod dieses Heiligen. In allem bewies er sich, nach der Erzählung des heiligen Paulinus, als einen treuen Verteidiger der Religion und des Glaubens. Sein Name steht auf diesen Tag im römischen Martyrologium. Das Jahr seines Todes ist ungewiss. Er ist es, dem wir die Erhaltung der Schriften des heiligen Paulinus zu verdanken haben, der im Jahr 431 starb.

Die heilige Elisabeth, Äbtissin von Schönau,

+ 18.6.1164 – Fest: 18. Juni

In Deutschland gab es drei Klöster unter dem Namen Schönau. Das eine lag bei Heidelberg, gehörte den Zisterziensern an, und war im Jahr 1135 von Buggo, Bischof von Worm, gestiftet worden. Das zweite, welches gleichfalls den Zisterziensern angehörte, lag im Frankenland. Das dritte, von der Regel des heiligen Benedikt, lag hinter dem Rheingau in Hainrich, vier deutsche Meilen von Bingen, im ehemaligen Erzstift Trier, das von Hildelin gestiftet worden ist, der 1125 das Ordenskleid annahm, und als dessen erster Abt erwählt wurde. In einiger Entfernung von diesem Kloster erbaute Hildelin auch ein Frauenkloster, in welches dann die heilige Elisabeth, die von Kindheit an Gott mit aller Treue gedient hatte, schon in ihrem zwölften Lebensjahr sich zurückzog, die Gelübde ablegte, und in der Folge zu dessen Äbtissin erwählt wurde. Immer war sie kränklich, dessen ungeachtet stets in den göttlichen Willen ergeben, und harrte mit Freuden auf dem Weg der Trübsal aus, den sie ihr göttlicher Bräutigam, damit sie ihm ähnlicher würde, ihr Leben lang führte. Um aber desto vollkommener geläutert zu werden, musste sie, nebst den körperlichen Leiden, auch harte innere Prüfungen bestehen. Sonst hatte sie im Gebet und der Betrachtung göttlicher Dinge ihren Trost gefunden, und nun wurde ihr auch auf einige Zeit diese Stütze genommen; tiefe Schwermut lastete auf ihrer Seele; sie empfand Ekel und Widerwillen am Heiligsten; zweifelte an den wichtigsten Glaubenswahrheiten, empfand heftige Versuchungen des Fleisches, und war sogar am Ende von dem Gedanken befallen, sich selber den Tod anzutun. Allein auch unter den grauenvollsten Versuchungen ließ sie das Vertrauen auf Gott nicht sinken, und der Wächter Israels schlief nicht, wie sie selbst sagt, sondern errettete sie in seiner grenzenlosen Barmherzigkeit aus allen Gefahren. Schon in ihrem dreiundzwanzigsten Jahr wurde sie mit der Gabe himmlischer Erleuchtungen begnadet, besonders an Sonn- und Festtagen, wenn sie den göttlichen Geheimnissen beiwohnte. Über diese Gesichte drückt sie sich in einem Brief an die heilige Hildegard unter anderem folgendermaßen aus: „Ich gestehe, dass ich neulich etwas betroffen war, als ich hörte, dass törichte und unwahre Gespräche von mir unter dem Volk gangbar seien. Gerne würde ich das Gerede der gemeinen Leute ertragen, wenn nur nicht auch jene, die im Ordenskleid daher gehen, mein Gemüt sehr empfindlich betrübten. Denn diese, ich weiß nicht von welchem Geist getrieben, verlachen Gottes Gnade in mir, und entblöden sich nicht, über das, was sie nicht wissen, abzusprechen. Ich vernehme, dass man einige, von mir geschrieben sein sollende, Briefe umherbiete, die vorlügen, ich habe vom jüngsten Gericht prophezeit: was ich aber zu wagen mir nie herausgenommen habe, da diese Ankunft der Kenntnis aller Sterblichen unbekannt bleibt. Indessen will ich dir die Veranlassung dieses Geredes aufdecken, auf dass du urteilen mögest, ob ich desfalls etwas Anmaßendes getan oder gesprochen habe. Wie du von anderen gehört hast, hat der Herr seine Barmherzigkeit an mir kundgetan, mehr als ich es verdient habe, oder je verdienen konnte; so zwar, dass er mir jeweilig himmlische Dinge zu offenbaren, mir die Gnade erwies. Häufig auch hat er mir durch seinen Engel zur Kenntnis gebracht, welches Ungemach hereinbrechen solle in diesen Tagen über sein Volk, wofern es nicht Buße wirke über seine Missetaten, und dass ich dieses öffentlich verkünde, hat er mir befohlen. Um aber jeglichem Stolz vorzubeugen, und damit ich nicht scheinen möge, als befördere ich die Neuerungen, war es mein möglichstes Bestreben, dieses alles zu verbergen.“ Nun erzählt sie, dass ihr der Befehl geworden, diese Gunstbezeigungen nicht länger in sich zu verschließen, und alle Verleumdungen und Verspottungen geduldig zu ertragen, nach dem Beispiel dessen, der, obgleich der Schöpfer des ganzen Weltalls, dennoch der Menschen Schmach erduldete. In einem Brief, den die heilige Hildegard an sie schrieb, suchte sie dieselbe durch verschiedene Trostgründe aufzumuntern: „Vernimm mein Wort, o Kummer fühlende Tochter! Die Sanftmütigen, Armen und Bedrängten sollen sich bewaffnen mit dem Schild des Glaubens; die einfältigen Sinnes sind, züchtigt der Herr, wohl wissend, dass ihr irdenes Gefäß nicht zerbricht. O Tochter, Gott wolle dich erküren zum Spiegel des Lebens!“

Die heilige Elisabeth von Schönau starb den 18. Juni 1165, in ihrem sechsunddreißigsten Lebensjahr. Ihr Name steht an diesem Tag im römischen Martyrologium.

Die selige Maria Dolorosa, die Schmerzensreiche genannt,

Märtyrin zu Woluwe, Brabant,

+ 18.6.1290 – Gedenktag: 18. Juni

Heute gedenkt die Kirche einer heldenmütigen Jungfrau, in deren Herz die Liebe zur Tugend so fest gewurzelt war, dass sie eingedenk des Wortes Christi: „Wer sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es erhalten“, lieber das Leben hingab als die Blume der Reinheit sich knicken ließ.

Die selige Maria, die schmerzhafte genannt, im Jahr 1260 in dem brabantischen Dorf Wolna geboren, war schon von Jugend auf ein Muster der Frömmigkeit und eine eifrige Verehrerin der seligsten Jungfrau, nicht nur in Gebet und Andachtsübungen, sondern auch durch Nachahmung ihrer Tugenden. Sich ganz dem Dienst der Gebenedeiten zu weihen, zog sie mit Einwilligung der Eltern aus dem väterlichen Haus und nahm ihre Wohnung in der Nähe einer Liebfrauenkirche, wo sie leben und sterben wollte. Vor dem Bild Mariens legte sie das Gelübde ewiger Keuschheit und freiwilliger Armut ab, indem sie allen Ansprüchen auf künftige Erbschaft entsagte und nur vom Erwerb ihrer Hände und von Almosen leben wollte. Ihre schöne Gestalt, obwohl mit ärmlicher Kleidung bedeckt, erweckte in einem leichtfertigen Menschen das unreine Feuer, und er gab sich alle erdenkliche Mühe, sie zu verführen. Die gottesfürchtige Jungfrau wies seine schändlichen Anträge mit Entsetzen zurück, und betete um so inniger zur Königin der Jungfrauen um Schutz und Beistand in den Versuchungen.

Da entwendete der Bösewicht in dem Haus, wo Maria öfter Almosen erhielt und zu Mittag bewirtet wurde, einen silbernen Becher, und wusste ihn heimlicher Weise in den Bettelsack der Jungfrau zu stecken. Bald wurde der Becher vermisst. Der gottlose Mensch ging zu Maria, sagte, dass man Argwohn gegen sie habe, nahm, als sie ihre Unschuld an dem Diebstahl beteuerte, dem Becher aus dem Sack, und drohte sie anzuzeigen, wenn sie noch länger taub gegen seine Wünsche bliebe. Welch harte Prüfung für ein Mädchen! Ihr guter Name – ja ihr Leben stand auf dem Spiel –, aber von Gott und der seligsten Jungfrau gestärkt wollte sie als eine zweite Susanna lieber guten Namen und Leben verlieren, als Gott beleidigen und ihr Gott und Maria gemachtes Gelübde verletzen. Der Versucher, von Zorn und Rachgier entbrannt, vollführte wirklich seine Drohung und klagte die Jungfrau öffentlich des Diebstahls an. Da sie, durch die Tortur gepeinigt, keine Lüge sagen wollte, und nicht leugnete, dass der Becher bei gefunden worden war, obwohl sie beteuerte, sie habe ihn nicht entwendet und wisse nicht, wie er in ihren Bettelsack gekommen ist, so wurde sie für schuldig gehalten und zum Tode verurteilt. Am nämlichen Tag noch spät abends führte man sie ganz in der Stille, um vor dem Volk kein Aufsehen zu erregen, auf den Richtplatz. Als man auf diesem Gang an ihrer Wohnung vorbeikam, bat sie um die letzte Gnade, vor dem Bild der seligsten Jungfrau noch einige Augenblicke beten zu dürfen. Es wurde ihr gestattet, und nun warf sie sich auf die Knie nieder, flehte zu Gott und Maria um Beistand für ihren Todeskampf und betete mit Inbrunst auch für ihren Verleumder und für den Richter. Da sie nebst des Diebstahls auch der Zauberei angeklagt war, so wurde ihre Todesart nach den Gewohnheiten der Zeit eine schreckliche. Es wurde auf dem Richtplatz eine Grube gemacht, so groß, dass sie den Körper der Verurteilten fassen konnte. Es wurden ihr die Augen verbunden, Hände und Füße mit Stricken zusammengeschnürt, und sie so lebendig in die Grube gelegt, die man nun mit Erde verschüttete. Auf den Erdhügel wurde hierauf ein spitzer Pfahl gesteckt und mit gewaltigen Schlägen eingetrieben, so dass der Leib der lebendig Begrabenen gespießt werden musste.

Bald erreichte den gottlosen Ankläger die göttliche Gerechtigkeit. Er wurde von einem bösen Geist besessen und so wütend, dass man ihn in Ketten legen musste. Seine Verwandten brachten ihn an verschiedene Wallfahrtsorte, um seine Befreiung zu erlangen, aber vergeblich. Sieben volle Jahre dauerte sein schrecklicher Zustand, der böse Geist selbst schrie aus ihm, dass er nur am Grab der schmerzhaften Maria ausgetrieben werden könne. Man brachte ihn endlich dahin, was nur mit größter Gewalt geschehen konnte, betete für ihn und der höllische Geist wurde genötigt, ihn zu verlassen. Reuevoll gestand er seine falsche Anklage gegen die selige Maria und tat aufrichtig Buße.

Die Stelle, wo die unschuldige Maria den so schaudervollen Tod erlitten hat, wurde durch Wunder verherrlicht. Man sah dreizehn schöne Jungfrauen vom Himmel herniederschweben und sich auf das Grab niederlassen, an ihrer Spitze eine im Lichtglanz strahlende majestätische Frau mit einer Krone auf dem Haupt. Sie gingen dreimal um das Grab herum, als wollten sie ein Leichenbegängnis halten, dann entschwanden sie den Augen der Beobachtenden. Über dem Grab wurde eine Kapelle erbaut, und viele Unglückliche fanden hier Tröstung und Hilfe in ihren Leiden.

Gebet am 18. Juni

O Königin des Himmels, Mutter der heiligen Liebe, allerseligste Jungfrau Maria, du bist unter allen Geschöpfen das liebenswürdigste, das von Gott am meisten geliebt wird, du bist die Geliebte meines Herrn. Verschmähe nicht die Liebe des undankbarsten und elendesten Sünders, der auf Erden lebt und von Liebe zu dir entbrannt ist, weil er erkennt, dass er allein durch deine Vermittlung, ohne dass er eine solche Wohltat verdient hätte, von der Hölle befreit ist. Ich wünschte, dass ich allen Menschen, die dich noch nicht kennen, zeigen könnte, wie liebenswürdig du bist, damit alle dich lieben und ehren. Ja, ich möchte aus Liebe zu dir für die Verteidigung deiner Jungfrauschaft, deiner hohen Würde als Mutter deines Gottes und deiner unbefleckten Empfängnis sterben, wenn dies nötig wäre, um deine Ehre zu befördern. Amen.

Andenken an die seligste Jungfrau

Um diese Zeit, den nächsten Sonntag nach dem Herz-Jesu-Fest wurde in verschiedenen Kirchen Frankreichs, Deutschlands und Italiens ein Fest unter dem Titel des Herzens Mariä in einer deswegen errichteten Bruderschaft begangen, die Papst Clemens IX. im Jahr 1668 durch eine besondere Bulle mit vielen Ablässen begnadet hat.
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