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eiss

Zur unseligen Rechtfertigung der Todesstrafe

Die Rechtfertigung der Todesstrafe in unserer Zeit ist dann sinnvoll, wenn der Iran, Saudi-Arabien, die USA oder China als das neue Rom der Zukunft betrachtet werden. Das sind jedenfalls die Länder …
Roland Wolf
Ganz praktisch gesprochen: Menschen irren sich, es gibt Fehlurteile. Eine Haftstrafe kann korrigiert und mit Geld eine Wiedergutmachung geeistet werden, bei Todesurteilen wird dies schwierig.
www.spiegel.de/…/todesstrafe-in-…
Plaisch
@Laurentius von Brindisi
Genau so ist es: der Heilige Geist kann reden wo und wie Er will.

Gott kann also eine (Lehr)meinung Jahrhunderte lang hinnehmen, bis Er sagt: so jetzt reicht es, jetzt rede ich durch Meinen Sohn im heiligen Petrus.

Es ist dann gar nicht zwingend notwendig, dass man andere Theologen kennt, es reicht, an den Heiligen Geist im papst zu glauben (wessen auch immer) und … More
Plaisch
@Laurentius von Brindisi
Danke für die Explizierung. Lehrmeinung der Kirche, Sie sind ja als Laurentiusfan gewissermassen ein geistlicher Neffe des Thomas von Aquin. Wenn Sie LEHRMEINUNG schreiben, relativieren Sie ja (zurecht) die Aussage eines Kirchenlehrers in dem Sinn, dass sie nicht absolut ist - und deshalb infrage gestellt oder von einem anderen Standpunkt aus interpretiert werden kann. … More
Santiago74
Der hl. Thomas von Aquin über die Todesstrafe: Thomas von Aquin - Summe der Theologie II-II
CollarUri
@Plaisch Gott hat mir die früheren Päpste, die Vernunft und den Katechismus gegeben, und wer sie mir nehmen will, mag nachvollziehbar begründen. Ich empfehle hiermit offiziell der Regierung von Sri Lanka und auch dem Kardinal dieses Landes, die Todesstrafe wieder einzuführen, kraft der Autorität Gottes und der römisch-katholischen Lehre.
Plaisch
@CollarUri
Sie haben jetzt mal von Inspiration keine Ahnung. Was bedeutet die Susanne, und was bedeuten die Alten Herren? Die Susanne zeigt die Unschuld, die alten Herren zeigen die Äusserlichkeit, die Bäume rufen das Holz. Dass die Alten einen Phantasiebaum nannten, zeigt dass sie gar nicht dabei waren, das NICHT SEIN ist in der Verlegenheitsantwort ausgedrückt.

Und Sie werfen dem Papst Dinge … More
CollarUri
@Plaisch Was Sie mir im Zusammenhang mit Dan 13 vorwerfen wollen, bleibt mir schleierhaft. Die beiden Heuchler forderten zu Unrecht die Todesstrafe für Susanna und wurden nachher zu Recht mit der Todesstrafe belegt.
Plaisch
@CollarUri

Das Urteil über sich selber sprechen Sie in Dan 13.

Zudem betet der Priester nicht für den Papst, sondern mit ihm, und dann sagt Jesus: hört auf die Pharisäer auf dem Thron des Moses, = annehmen was die Autoritäten sagen weil es Gnade wirkt, aber nicht tun was sie machen, weil es ihnen selber nichts nützt. Es ist für die Gläubigen nicht von Bedeutung, ob Franz oder Benedikt Papst … More
CollarUri
@Plaisch Wenn Sie nicht wissen, wer er ist, woher wollen Sie dann wissen, dass ich für ihn anders beten würde als nur für seine Bekehrung? Inspirationen hat er keine vom Heiligen Geist aus. Er hat nämlich bereits eine Häresie gelehrt. Bevor man glauben kann, dass er im Geist Gottes spricht, mag er jene Häresi(-en) widerrufen. Ansonsten ist ihm nicht zu folgen. Im übrigen widerspricht Sich der … More
Plaisch
@CollarUri
Ich weiss nicht, wer der Jesuit ist. Sie sollten sich einer sachgerechten Sprache bemühen. Meines Erinnerns nach sind Sie Geistlicher, wie können Sie da die Messe lesen in konstitutioneller Auflehnung gegen den Oberhirten? Glauben Sie nicht, dass er als Stellvertreter Christi auch seine Inspirationen haben kann????
CollarUri
@Plaisch "Wer definiert welche Schuld" ist die sachgerechte Frage, mein "Like" haben Sie dafür. Der weltliche Richter arbeitet mit einem weltlichen Schuldbegriff, der geistliche mit einem geistlichen. Wenn der Jesuit will, dass weniger Seelen auf ewig verlorengehen, mag er mithelfen, dass mehr Leute auf dem Sterbebett beichten. Wenn er aber mit einer Zunge den Einfluss der Kirche auf die Welt … More
Plaisch
@Laurentius von Brindisi
Sie schreiben um die Ecke herum, ich hatte Mühe zu verstehen, wo Sie nun stehen.

Aber auch die vermeintliche Manipulierung von Lehrsätzen ist nicht so demagogisch, Sie erinnern sich doch an Roberto de Matei und seine Besessenheit von der Unmöglichkeit eines emeritierten Papstes? Sogar NP sagt, er versteige sich in etwas.

Viele Lehrsätze beruhen auf ersten Interpretation… More
Plaisch
@CollarUri
Die Stelle ist ambivalent, wie vieles (oder alles) bei Lukas; der erste Sinn ist die Referenz der Magdalena zu Jesus, sie stellt die Ecclesia paenitens dar, und die Busse besteht gerade in der Hinwendung zu Jesus.
Das Evangelion kommt dreimal im Jahr, in der Passionswoche, am 22.7. und am Kreuzquatemberfreitag, also zweimal Stationsmesse. Die Stationsmessen legen das Evangelion … More
Zu @Laurentius von Brindisi: Von billigem Talk-Show-Publikum finde ich nichts hier. Die Verteidiger der Todesstrafe sollten sich aber erklären, warum sie, nach Ihren Worten, die Todesstrafe nicht "automatisch hier und heute" zurückwünschen, dennoch aber engagiert (mit feinen "Zwischentönen"?) verteidigen. Geht es um den restaurativen Traum eines europäisch-katholischen Kaisertums? Der Traum … More
CollarUri
@Plaisch Sie sind es, der die Stelle nicht verstanden hat. Simon meint, Jesus müsse den Kontakt zur reuigen Sünderin vermeiden, wenn Er ein Prophet sei. Er übersieht die Möglichkeit, dass hier mehr ist als ein Prophet. Es geschieht mehr als bei der Todesstrafe: Es wird die ewige Höllenstrafe vergeben. Wäre ein weltliches Gericht vorhanden und nähme der Frau das Leben: Es würde ihre Seligkeit … More
Plaisch
@CollarUri
Dann haben Sie offensichtlich NICHTS davon verstanden, die Passage ist ganz gegen den aussätzigen Simon gerichtet, welcher meinte äusserlich ein Urteil fällen zu können.
CollarUri
@Plaisch Die Stelle Lk 7,38 ff ist auf reumütige Sünder anzuwenden und nicht auf verstockte, schon gar nicht aber auf Wesen, die den Glauben in seinen Grundfesten angreifen. Für solche sind die Namen, die ich ihnen gebe, noch viel zu milde, es gibt gar keine passenden. Im Dienste des Feindes sind sie tätig, das trifft als Beschreibung am ehesten auf sie zu. Dämonen, Verwirrer, Widersacher, … More
Plaisch
@CollarUri
Wie Sie den Papst bezeichnen, scheinen Sie jedenfalls am wenigsten Gewähr für eine faire Rechtssprechung zu geben, und gerade DESWEGEN (wegen solcher Radikaler) kommt die gute Meinung in Verruf, weil diejenigen welche meinen Recht zu haben - odeer auch haben - gegenüber anderen ohne jegliche Milde und Toleranz sind.

Sie kennen doch Lk 7,38-50 ?
CollarUri
@Plaisch Es gibt auch Unbekehrbare und Unbelehrbare, Feinde Gottes und der Menschen, die versprechen, baldmöglichst weiterzumorden, in Ländern, wo die Gefängnisse unsicher sind. Man kann dann meinetwegen sagen, es sei keine Todesstrafe, sondern Notwehr. Dieser Aspekt ist aber in jeder Todesstrafe enthalten: Die richtende Gesellschaft wehrt den Verurteilten mit seinem ganzen irdischen Dasein ab, … More
Plaisch
@CSc @CollarUri
Die Strafen sind an sich legitim, wenn es denn gerechte Richter gibt. Wenn man heute sieht, wie gegen materielle Delikte unsinnig harte Strafen gesprochen und geistige Delikte straffrei oder bagatell ausgehen, ist es angemessen das Prinzip in Frage zu stellen - um zu schauen, ob die Rechtsprechung wirklich der Rechtssetzung entspricht. Da sind schon SEHR grosse Zweifel angesagt, … More
CollarUri
@eiss
Sie reden, wenigstens was die Vertreter der Tradition betrifft, ganz schön an der Sache vorbei.
Es geht doch nicht darum, ob man in der konkreten Situation dafür oder dagegen sei. Bei der Verkehrung des Katechismus geht es vielmehr darum, ob man
p r i n z i p i e l l, aus theologischem Grunde und absolut, im Sinne der absoluten Wahrheit, dagegen sein müsse, zur Annahme Gottes, des Glaubens … More
Zu @CSc: Der katholische Staat (auch er mit sündigen Herrschern und Richtern) ist heute ein papiernes Ideal; der Weltstaat des Antichristus breitet sich aus. Ihm brauchen wir keine katholischen Argumente für die Verfolgung der Christen zu liefern.
CSc
Diese Staaten sind nicht deshalb schlecht, weil es in ihnen die Todesstrafe gibt, sondern weil sie auf einer falschen Weltanschauung gründen. Die Legitimität der Todesstrafe ergibt sich aus der beständigen Lehre der römischen Kirche und der beständigen Praxis der katholischen Staaten. Weder die schlichtweg falsche Behauptung von einer bloß "vermeintlichen Tradition" noch die äußerst oberflächlich… More