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Papyrus-Forschung: So weltlich waren die frühen Christen wirklich - WELT

Die Kirchenväter behaupteten, dass die ersten Christen für den Glauben lebten. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, sagt die Historikerin Sabine …
Copertino
Wenn DIE WELT schreibt, nun müsse die Geschichte des frühen Christentums umgeschrieben werden, weil es Christen gab, die ein bürgerliches Leben führten, dann zeigt das nur, wie gründlich einige Journalisten bisher offenbar das Urchristentum missverstanden haben. Natürlich waren die Christen auch Teil der sie umgebenden Sozialstruktur, eben um darin als Sauerteig zu wirken. Die frühe Kirche lässt …More
Wenn DIE WELT schreibt, nun müsse die Geschichte des frühen Christentums umgeschrieben werden, weil es Christen gab, die ein bürgerliches Leben führten, dann zeigt das nur, wie gründlich einige Journalisten bisher offenbar das Urchristentum missverstanden haben. Natürlich waren die Christen auch Teil der sie umgebenden Sozialstruktur, eben um darin als Sauerteig zu wirken. Die frühe Kirche lässt sich nicht auf eine "Sklavenreligion" reduzieren, auch wenn sie gerade für die soziale Unterschicht anziehend war - ähnlich wie heute die Kastenlosen in Indien bevorzugt Christen werden. Reiche Christen stellten Häuser als Versammlungsorte zur Verfügung, leisteten Nothilfe für Arme und Verfolgte. Nicht alle gaben ihren ganzen Besitz auf, um als Eremiten zu leben. Es gab ruhigere Zeiten, und es gab Wellen von Verfolgungen. Altchristliche Märtyrerakten berichten von angesehenen Bürgerinnen und Bürgern, welche im Zuge einer Verfolgung jäh aus ihrem Alltagsleben gerissen wurden und dann Zeugnis für ihren Gott ablegten, während andere Christen vor den Drohungen einknickten. Hätte es nicht neben Weizen auch Spreu gegeben, so hätte sich nach dem Abebben einer Verfolgung die Frage erübrigt, zu welchen Bedingungen man Abgefallene wieder in der Kirche aufnehmen könne.
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