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"Lutherischer" Marienaltar

Stimmt so nicht ganz: es ist der Marienaltar der einst katholischen, doch seit der "Reformation" lutherischen Kirche St. Maria Magdalena in einem Dorf südlich von Nürnberg. Von einem Altar kann man …More
Stimmt so nicht ganz: es ist der Marienaltar der einst katholischen, doch seit der "Reformation" lutherischen Kirche St. Maria Magdalena in einem Dorf südlich von Nürnberg. Von einem Altar kann man eigentlich nicht mehr sprechen; denn es ist ein Altaraufsatz, der an der Wand befestigt ist. Viele dieser alten lutherischen Kirchen haben noch viel von ihrer ursprünglichen katholischen Ausstattung und strahlen trotzdem irgendwie einen katholischen Geist aus. Schließlich wurden sie ja einst katholisch geweiht. Wie arm und trostlos hingegen wirken besonders in solchen Dörfern die neugebauten kalten und leeren modernen katholischen Kirchen?!
So einen Altar, würde ich mir für unsere umgebaute (entleerte) katholische Pfarrkirche wünschen. Dieser besteht aus einen schmutzig-weissen Steinwürfel, der mitten im Raum, vor einem ebenfalls schmutzig-weissen steinernen riesigen und schmucklosen Steinkreuz, ohne Korpus steht. Der Tabernakel ist ein kleiner Steinwürfel, der selben Farbe, absolut bar jeder religiöser Symbolik. Ausserdem befindet …More
So einen Altar, würde ich mir für unsere umgebaute (entleerte) katholische Pfarrkirche wünschen. Dieser besteht aus einen schmutzig-weissen Steinwürfel, der mitten im Raum, vor einem ebenfalls schmutzig-weissen steinernen riesigen und schmucklosen Steinkreuz, ohne Korpus steht. Der Tabernakel ist ein kleiner Steinwürfel, der selben Farbe, absolut bar jeder religiöser Symbolik. Ausserdem befindet er sich ca 10 m, links vom Altar entfernt, in einer dunklen Nische und ist nicht ohne weiteres, als Tabernakel zu erkennen. Die früheren Kreuzweg Bilder, wurden durch minimalistische Metallskulpturen ersetzt. Die frühere wunderschöne Wandbemalung wurde ersatzlos überpinselt. Ich erinnere mich noch gut an den Zeitungsartikel, als die damals fertiggewordenen Renovierungen, lobend von Pfarrgemeinde Mitarbeitern erwähnt wurden. Auffällig ist, daß es, bis auf eine einzige Marienfigur, die aus der ursprünglichen Ausstattung übernommen wurde, keinerlei Mariendarstellungen zu finden sind, auch ein Bild, des Erzengels Michael, mußte weichen. Vor kurzen lag in unserer Pfarrkirche ein Zettel mit einen Spendenaufruf, für die Renovierung der Friedhofskapelle, in unserer Pfarrei aus. Es soll der Altarraum renoviert werden und die betagten Kirchenbänke, sollen ausserdem ersetzt werden. Wie kann man guten Gewissens, dafür Geld geben? Was damit verbrochen wird, kann man sich denken. Der Witz dabei ist, gerade dieser Minimalismus, ist besonders kostspielig. Es wirkt zynisch, wenn dazu immer geschrieben wird, was sich die verantwortlichen Künstler bei ihren Arbeiten gedacht haben.