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Übersetzung der Wandlungsworte

In einem an die Präsidenten der Bischofskonferenzen adressierten Brief vom 17. Oktober 2006 thematisierte der damalige Präfekt der Gottesdienstkongregation, Francis Kardinal Arinze, im Auftrag von …
Kleine Korrektur: Benedikt XVI. hatte mit einem Schreiben aus dem Jahre 2006 die Richtigstellung der Übersetzung von "pro multis" mit "für viele" angeordnet.
Empfehlung für eine Gesprächsstrategie.
Gelegentlich müssen sich Gläubige, die bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. praktizieren, gegen den Vorwurf von Seiten der Priester im offiziellen Raum der Kirche wehren, sie seien Rom nicht gehorsam, weil sie nicht das Konzil und den NOM uneingeschränkt anerkennen.
Ich empfehlen in einem solchen Fall mit Pfarrer Milch zu antworten: Der Gehorsam in der …More
Empfehlung für eine Gesprächsstrategie.
Gelegentlich müssen sich Gläubige, die bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. praktizieren, gegen den Vorwurf von Seiten der Priester im offiziellen Raum der Kirche wehren, sie seien Rom nicht gehorsam, weil sie nicht das Konzil und den NOM uneingeschränkt anerkennen.
Ich empfehlen in einem solchen Fall mit Pfarrer Milch zu antworten: Der Gehorsam in der Kirche ist entweder geboten oder verboten. Geboten ist er, wenn er im Sinne des Glaubens eingefordert wird, verboten ist er, wenn er gegen den Glauben eingefordert wird. Damit ist die Gehorsamsforderung so lange ausgesetzt, bis geklärt ist, ob das Konzil und die Neue Messe glaubenskonform sind oder nicht.

Dann gehe ich zum Gegenangriff über und bringe die Sprache auf die Falschübersetzung der Wandlungsworte bei der Konsekration des Weines. CSc hat in seinem vorigen Beitrag das Konzil von Trient zitiert, demzufolge das "für alle" falsch ist und es "für viele" heißen muss. Sein Blut hat Christus zwar für alle Menschen aller Zeiten vergossen, aber nur für diejenigen, die dieses Opfer annehmen, wird es auch wirksam, kurzum: Das Heilsangebot des Herrn ist zwar universell, die Heilswirksamkeit ist aber nicht universell.
Bis zum Summorum pontificum von Benedikt XVI. wurde im offiziellen Raum der Kirche die Falschübersetzung mit "für alle" verwendet, und zwar an der wichtigsten Stelle in der hl. Messe. Für eine solche Messe durfte der Gehorsam also gar nicht eingefordert werden.
Obwohl Benedikt XVI. den Fehler in der Neuübersetzung korrigieren ließ, zelebrieren heute in Deutschland offenbar noch viele, wenn nicht sogar die meisten Priester mit der falschen Übersetzung. Deshalb frage ich dann den Priester, wie er übersetzt. Wenn er dann sagt, mit "für alle", dann muss er eingestehen, dass er ungehorsam ist und wird sich vielleicht überlegen, ob er den Vorwurf des Ungehorsams noch einmal erhebt gegen Gläubige, die bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. praktizieren.
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CSc
Der Römische Katechismus, der im Auftrag des Konzils von Trient herausgegeben wurde, lehrt uns:

„Aber jene Worte, welche beigefügt sind; «für euch und für viele» sind teils aus Matthäus, teils aus Lukas genommen, von der heiligen Kirche aber, welche vom Heiligen Geist belehrt ist, verbunden worden und dienen dazu, um die Frucht und den Nutzen des Leidens zu verdeutlichen. Denn wenn wir die …More
Der Römische Katechismus, der im Auftrag des Konzils von Trient herausgegeben wurde, lehrt uns:

„Aber jene Worte, welche beigefügt sind; «für euch und für viele» sind teils aus Matthäus, teils aus Lukas genommen, von der heiligen Kirche aber, welche vom Heiligen Geist belehrt ist, verbunden worden und dienen dazu, um die Frucht und den Nutzen des Leidens zu verdeutlichen. Denn wenn wir die Kraft desselben betrachten, so muss man sagen, dass der Heiland sein Blut für das Heil aller vergossen hat; wenn wir aber die Frucht, welche die Menschen daraus ziehen, im Auge haben, werden wir leicht einsehen, dass dessen Nutzen nicht allen, sondern nur vielen zuteil werde. Indem er also «für euch» sagte, meinte er damit entweder die Anwesenden oder die Auserkorenen des Judenvolkes, wie die Jünger waren, mit Ausnahme des Judas, mit welchen er redete. Wenn er aber beifügte: «für viele», so wollte er darunter die übrigen Auserwählten aus den Juden und Heiden verstanden wissen. Es ist also mit Recht geschehen, dass nicht gesagt wurde «für alle», da hier bloss von den Früchten des Leidens die Rede war, welches doch nur den Auserwählten die Frucht des Heiles gebracht hat. Und hierauf beziehen sich jene Worte des Apostels [Hebr. 9,28]: «Christus ist einmal geopfert worden, um die Sünden vieler wegzunehmen», und was der Herr bei Johannes sagt [Io. 17,9]: «Ich bitte für sie, nicht für die Welt bitte ich, sondern für diese, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind.»“

(Catechismus Romanus II,4,24; Katechismus nach dem Beschlusse des Konzils von Trient für die Pfarrer. Auf Befehl der Päpste Pius V. und Klemens XIII. herausgegeben. Übersetzt nach der zu Rom 1855 veröffentlichten Ausgabe mit Sachregister, 2. Auflage, Kirchen/Sieg 1993, S. 170)
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für alle zu sagen ist auch falsch, weil die Meisten im Volk sind alles andere als Christen und wenn die Geweihten so großzügig sind, dann bin ich nicht mehr dabei. Weil wenn dem Gott alles egal ist, dann gibt es gar keinen Gott mehr und dann braucht man nicht stundenlang in der Messe stehen. Man kann ja einen Feind lieben, aber wir sind nicht Jesus persönlich und man muss den übermächtigen …More
für alle zu sagen ist auch falsch, weil die Meisten im Volk sind alles andere als Christen und wenn die Geweihten so großzügig sind, dann bin ich nicht mehr dabei. Weil wenn dem Gott alles egal ist, dann gibt es gar keinen Gott mehr und dann braucht man nicht stundenlang in der Messe stehen. Man kann ja einen Feind lieben, aber wir sind nicht Jesus persönlich und man muss den übermächtigen Feinden zu ihrem eigenen Wohl und zu unserem ein Benehmen beibringen. Wenn der Klerus nicht dazu bereit ist, ist es für mich keine Kirche mehr. Und ausserdem was wollen sie dann daher kommen, etwas Anderes sei noch eine Sünde und man solle büßen. Dann fällt das auch weg und die Kirche hat die Sünde abgeschafft.
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Der Ungehorsam der Bischöfe ist sehr erstaunlich. Dass sie sich gar nicht schämen! Sonst tun sie doch so, als seien sie dem Papst gehorsam ( wenn es gerade passt).
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Eben. Und warum sollte man dann im Gegenzuge ungehorsamen Bischöfen gehorchen??
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CollarUri
Es ist ein Fall bekannt, wo ein Bischof einem Priester ausdrücklich erlaubt hat, die richtige Übersetzung zu verwenden.
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alfredus
Die Bischöfe wollen keine Filiale Roms sein, so Kardinal Marx ! Denn man hat als Bischöfe inzwischen soviel Macht bekommen, dass man kollegial die Bischofskonferenzen als eine eigene Ortskirche sehen kann und muss ! Wer wird sich denn da noch nach Vorschriften aus Rom richten ? Die Progressisten haben immer schon den Slogan : Rom ist weit weg, was schert uns Rom ! Außerdem, der Bischof auf …More
Die Bischöfe wollen keine Filiale Roms sein, so Kardinal Marx ! Denn man hat als Bischöfe inzwischen soviel Macht bekommen, dass man kollegial die Bischofskonferenzen als eine eigene Ortskirche sehen kann und muss ! Wer wird sich denn da noch nach Vorschriften aus Rom richten ? Die Progressisten haben immer schon den Slogan : Rom ist weit weg, was schert uns Rom ! Außerdem, der Bischof auf der Höhe der Zeit, hört nicht auf das Lehramt, sondern auf die Zeitgeist-Theologen. Daraus resultiert der Ungehorsam der Bischöfe und des Klerus.
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alfredus
Schöne, wahre Worte : .. es ist der Herr .. ! !
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CSc
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