Betrachtungen vom 21.April

Betrachtung am 21. April - Unsere Fehler sollen uns nicht von der heiligen Kommunion zurückhalten. Brot, vom Himmel uns gegeben, Du verleihest Kraft zum Streit, Und bereitest unser Leben Für den …More
Betrachtung am 21. April - Unsere Fehler sollen uns nicht
von der heiligen Kommunion zurückhalten.

Brot, vom Himmel uns gegeben,
Du verleihest Kraft zum Streit,
Und bereitest unser Leben
Für den Tag der Ewigkeit.

1. Wer oftmals zum Tisch des göttlichen Sakramentes hinzutritt, und dadurch nicht besser, sondern sündhafter wird, der wird dem Gericht nicht entfliehen. Nicht sündhafter jedoch bist du geworden, weil du mächtig zum Bösen dich geneigt fühlst. Denn die Kommunion nimmt dem Gemüt nicht alle bösen Neigungen, damit es auf der Hut bleibt, und seine Abhängigkeit von der Gnade erkennt. Verhindert sie aber die Empfindung des Bösen nicht, so verhindert sie dagegen die Einwilligung. Dies selbst aber ist eine große Frucht des Sakraments. Möchtest du eine Todsünde begehen? Wie also sagst du denn, deine Kommunionen gereichen dir nicht zum Guten? Könntest du je des Bösen dich enthalten, wenn die Kraft dieses göttlichen Sakramentes dich nicht stärkte?
2. Es ist ein großer Unterschied: …More
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21. April

Der heilige Anselm, Erzbischof, Kirchenlehrer von Canterbury,
+ 21.4.1109 - Fest: 21. April


Viele Kinder müssen tagtäglich längere Strecken mit der Bahn oder mit dem Bus in die Schule Fahren. Das ist in doppelter Hinsicht nicht gut. Erstens kostet es Geld und zweitens verlieren die jungen Leute dadurch Zeit und sind auch manchen Gefahren für Leib und Seele ausgesetzt.

Etwas Ähnliches…More
21. April

Der heilige Anselm, Erzbischof, Kirchenlehrer von Canterbury,
+ 21.4.1109 - Fest: 21. April


Viele Kinder müssen tagtäglich längere Strecken mit der Bahn oder mit dem Bus in die Schule Fahren. Das ist in doppelter Hinsicht nicht gut. Erstens kostet es Geld und zweitens verlieren die jungen Leute dadurch Zeit und sind auch manchen Gefahren für Leib und Seele ausgesetzt.

Etwas Ähnliches und vielleicht noch Schlimmeres gab es bereits im Mittelalter. Da hat mancher Junge schon nach einigen Jahren Schule Schule sein lassen und ist in die Welt gezogen.

Ich reise übers grüne Land,
Der Winter ist vergangen.
Hab um den Hals ein gülden Band,
Daran die Laute hangen.

Fahrende Scholaren nannte man die Gesellen. Zu zweien oder dreien zogen sie durch Stadt und Dorf, sangen und spielten vor den Häusern und bettelten die Leute an. Jahraus und jahrein trieben sie es so, lernten nichts und verkamen und verdarben nicht selten auf der Landstraße in Not und Schande.

Auch der heilige Anselm gehörte in der Jugend dieser losen Gesellschaft an, und dass er nicht ebenso wie andere an Leib und Seele zugrunde ging, verdankt er wohl dem Segen seiner braven Mutter, dem sie ihm vom Sterbebett aus erteilte.

Ohne Zweifel stand über den jungen Jahren des großen Mannes ein Unstern. Die Mutter war eine fromme Frau, aber der Vater galt als Holdrio, als ein leichtsinniger Lebemann. Solange die Mutter lebte, war Anselm ein anständiger Junge, aber kaum hatte sie die Augen geschlossen, da trat der Sohn in die Fußstapfen des unguten Vaters, und nur zu bald trieb er es fast noch toller als dieser. Es kam zu Krach und Bruch, und Anselm verließ die Heimat an der Südseite der Alpen und schlug sich als fahrender Scholar durchs Leben.

Weh dem, der keine Heimat hat! Manches Leid hat in diesen Jahren den jungen Anselm getroffen, aber es war sein Glück, dass ihn das Andenken an die verstorbene Mutter aufrecht hielt und ihn davor bewahrte, ein schlechter Mensch zu werden. Eine gute Mutter ist für ihre Kinder in der Tat ein Segen noch übers Grab hinaus.

Eines Abends kehrte der fahrende Scholar in der Abtei Bec in der Normandie ein mit der Bitte, über Nacht bleiben zu dürfen. Natürlich wurde es ihm gestattet. Da stellte es sich heraus, dass der Prior des Klosters ein Landsmann war. Gern nahm Anselm daher die Einladung an, mehrere Tage zu verweilen, und aus den Tagen wurden Wochen und Monate und Jahre, und es zeigte sich, dass das wilde Ross, das Anselm hieß, in dem Prior einen Bändiger gefunden hatte.

Wieder saß Anselm auf der Schulbank und holte mit eisernem Fleiß die Versäumnisse nach. Dann wurde er Mönch, dann Prior, dann Abt und schließlich Erzbischof von Canterbury in England, hochberühmt durch seine gewissenhafte Treue in der Führung des verantwortungsvollen Amtes, hochberühmt auch durch seinen Mannesmut vor Königsthronen zur Wahrung kirchlicher Rechte und hochgerühmt endlich wegen seiner gelehrten Schriften, derentwegen ihn die Kirche später zum Kirchenlehrer erhob und durch die er, wie das Evangelium sagt, zum Salz der Erde und zum Licht der Welt wurde. Am Lebenslauf des heiligen Anselm erkennt man deutlich die Wahrheit des Sprichwortes: „Muttersegen gilt auf allen Wegen.“

Der heilige Anselm starb am 21. April 1109.

Der heilige Bruder Konrad von Parzham, Kapuziner,
+ 21.4.1894 – Fest: 21. April


Gibt es in unserer modernen Zeit noch Heilige? Vermag unser Land Heilige hervorbringen? Ja, nämlich neben anderen den heiligen Bruder Konrad, der 1930 von Papst Pius XI. selig- und am 20.5.1934 heiliggesprochen wurde. Gottes Fügung hat diese Leuchte der christlichen Tugendhaftigkeit an einen Platz gestellt, wo möglichst viele Seelen in und außerhalb des Klosters von der Heiligkeit gewinnen konnten – an die Pforte des Kapuzinerklosters St. Anna im großen Marien-Wallfahrtsort Altötting. Unsere Zeit mit ihren Forderungen hat dort die herrliche Basilika „Neu St. Anna“ gebaut. Zu den Wohltätern des „Bauherrn und Baubettlers“ der Basilika zählt nicht zuletzt der heilige Pförtner des Klosters, dessen irdische Überreste neben der Basilika ruhen, auf dessen Anrufung in den Geldverlegenheiten und sonstigen Schwierigkeiten des Baues oft wunderbare Hilfe wurde.

Wer ist nun dieser „moderne deutsche Heilige“? Der Heilige, Kapuzinerbruder Konrad von Parzham, während einundvierzig Jahren Pförtner im Kapuzinerkloster St. Anna zu Altötting, ein Musterbild aller christlichen und klösterlichen Tugenden und Apostel des guten Beispiels.

Auf dem sogenannten Venushof in Parzham, Pfarrei Wenig, Diözese Passau, verbrachte Johann Ev. Birndorfer seine Jugendzeit bis zum 30. Lebensjahr in einem stillen, verborgenen Leben. In diesem großen, wohlhabenden Bauernhof herrschte noch der alte streng-christliche Geist, die christliche Hausordnung und tiefer religiöser Sinn. Hier, in diesem Nazarethheim, wuchs der Junge auf in Gebet und Arbeit, Lerneifer und Gehorsam und Unschuld. Wohl hätte er gerne seine Tugendhaftigkeit unter demütiger Unauffälligkeit verborgen, allein der kritische Blick seiner Umgebung hatte bald den „Ausnahmemenschen“ entdeckt, und man nannte ihn allgemein den „Engel“. Alle frommen Vereine und Bruderschaften der Umgebung zählten den frommen, angesehenen jungen Mann zu ihren eifrigsten Mitgliedern. Als Laienapostel ging er selbst voran durch sein ausgezeichnetes Beispiel, so durch den Eintritt in den Dritten Orden des heiligen Franziskus und in die berühmte Marianische Männerkongregation in Altötting. Der heilige Franziskus und die liebe Gnadenmutter in Altötting hatten diese Seele zu Höherem auserwählt; ein Klosterleben in der Welt führte der idealgesinnte junge Mann; beständig in Gebet und Sammlung und Stillschweigen auch während der Arbeit; in den freien Stunden eingeschlossen in seine Klosterzelle mit dem Hausaltärchen im Venushof oder bei Anbetung oder Sakramentenempfang in der Kirche. Immer gleichmäßig heiter und ernst, dienstwillig und opferfreudig, nur in heiliger Entrüstung glühend bei Beleidigungen Gottes und Gesinnungsschlechtigkeit.

Im 30. Lebensjahr erging an ihn wie einst an den reichen Jüngling im Evangelium der Gnadenruf zu engerer Nachfolge Jesu Christi und zur Befolgung der evangelischen Räte. Es kostete den innerlich gereiften jungen Mann kein sonderlich großes Opfer, auf das reiche, väterliche Erbgut zu verzichten und das raue Bußkleid der Kapuziner anzulegen unter dem Namen „Bruder Konrad“. Nach kurzem Aufenthalt in Burghausen und Laufen kam Bruder Konrad in sein liebes Muttergottesparadies nach Altötting zurück, um da über vierzig Jahre den schweren Dienst als Pförtner mit aller Liebe, Klugheit und Geduld zu versehen und seine Selbstheiligung zu wirken.

Der Heilige verstand in ausnehmender Weise das Geheimnis der Tugendübung, in und durch getreue Erfüllung seiner Ordens- und Berufspflichten zu hohem Grad der Vollkommenheit emporzusteigen. Vergeblich wird man in seinem Leben allzu viel Außerordentliches und Außergewöhnliches suchen; das Gewöhnliche mit außergewöhnlichem Eifer, das war Bruder Konrads heilige Kunst, und auf die Dauer durchgeführt, erfordert sie heldenmütige Selbstüberwindung. Chor, Zelle und Pforte waren die Übungsplätze seiner übermenschlichen Liebe und Sanftmut und Geduld, seiner Klugheit, seines Opfersinnes und Gebetseifers. Tag und Nacht war Bruder Konrad mit mündlichem oder betrachtendem Gebet beschäftigt; unter seinen aufregenden und zerstreuenden Arbeiten blieb er innerlich gesammelt; ein Blick auf das Kreuz, das nach seinen eigenen Worten ihm ein Buch sei, aus dem er Geduld Demut, Geistessammlung und übernatürliche, christliche Weltauffassung lerne, gab ihm immer wieder Leidensmut und Kraft zur Selbstaufopferung im Dienst der Mitmenschen, besonders der Armen und Kranken. Je weniger der aufwärts gerichtete Sinn des frommen Bruders sich um die Neuigkeiten aus der Welt bekümmerte, umso mehr Blicke durfte er tun in die Überwelt. Wer zu ihm kam, musste seine Seele und sein Gewissen gut in Ordnung haben, denn der greise Kapuzinerbruder sah wohl die Geheimnisse der Herzen und trieb manchen mit ernstem Blick zur Bekehrung oder schaute das Zukünftige wie das Gegenwärtige.

Über siebzig Jahre war der greise Bruder Pförtner alt und tat immer noch in gleicher Ruhe und Heiterkeit und Liebe seinen schweren Dienst. Da nahte sich im als Freund und Erlöser „Bruder Tod“ und schloss ihm nach kurzer Krankheit im Jahr 1894 die Himmelstür auf – und seitdem hat der heilige Bruder Konrad durch mancherlei wunderbare Hilfe sein früheres Amt als Helfer der Bedrängten in allen zeitlichen und geistlichen Anliegen getreulich fortgeführt, Gott zur Ehre und den Seelen zum Heil.

Gott sei Dank, dass es auch in unserer modernen Zeit noch viele Heilige gibt auf der Welt, meist solche Seelen, die von ihrer Tugendgröße am wenigsten selbst eine Ahnung haben. Nicht Wunderwerke und weltümstürzende Großtaten verlangt Gott von uns, nicht in Absonderlichkeiten und Extravaganzen besteht die Vollkommenheit, sondern in ganzer Hingabe an Gott und Abkehr von der sündhaften Anhänglichkeit an die Geschöpfe, in getreuer Erfüllung der Christen- und Berufspflichten, in hochherziger Nachfolge Jesu Christi und Gleichförmigkeit mit dem heiligen Willen Gottes. Von der heiligen Katharina von Siena heißt es: Sie war wie auch die anderen und doch war sie wieder mehr wie die anderen, durch ihr reines opferfreudiges Innenleben der Heiligkeit.

Gebet am 21. April

Heiliger Anselm, erbitte mir von Gott die Gnade, dass ich in all meinem Handeln und Streben nur die Ehre Gottes suche und aushalte in der Erfüllung meiner Pflichten bis an das selige Ende. Amen.
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