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Mailand verbietet Mundkommunion.
vaticannews.va
Tesa
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Italien: Wie die Kirche mit dem Corona-Virus umgeht

Wegen des Corona-Virus haben zwei italienische Bistümer erste Maßnahmen zur Minderung der Infektionsgefahr ergriffen. So verfügte das Erzbistum Maila…
elisabethvonthüringen
<<Woher diese Panik und die Hamsterkäufe als Ausdruck einer Weltuntergangsstimmung?
In meinem Lebensumfeld habe ich eine interessante Beobachtung gemacht. Je mehr die Menschen eine Beziehung zu Jesus haben und aus diesem Glauben an ihn leben, desto gelassener sind sie ob des Coronavirus. Kein blindes Vertrauen in Gott wird da gelebt. Wie Jesus schon zum Teufel in der Wüste sagte: „Du sollst …More
<<Woher diese Panik und die Hamsterkäufe als Ausdruck einer Weltuntergangsstimmung?
In meinem Lebensumfeld habe ich eine interessante Beobachtung gemacht. Je mehr die Menschen eine Beziehung zu Jesus haben und aus diesem Glauben an ihn leben, desto gelassener sind sie ob des Coronavirus. Kein blindes Vertrauen in Gott wird da gelebt. Wie Jesus schon zum Teufel in der Wüste sagte: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.“ (Mt 4, 7), zeigen diese Gläubigen eine katholische Haltung: Sowohl auf Gott vertrauen, als auch die normalen hygienischen Vorsichtsmaßnahmen. Vor allem das regelmäßige und gründliche Händewaschen.
Mir scheint, die aktuelle Panik ist ein Ausdruck von Gottvergessenheit. Je weiter Gott entfernt ist, je mehr der Tod verdrängt wird, desto größer die Angsteinkäufe und Hygienebesessenheit. Die Menschen scheinen gerade zu auf die Frohe Botschaft von Jesus Christus zu warten. Diese befreit uns zwar nicht von unserer Verantwortung, was Hygiene betrifft. Diese Botschaft hilft uns aber, gelassener mit der Grippewelle umzugehen und nicht in einen Weltuntergangsmodus zu fallen. annuntiator.blogspot.com
elisabethvonthüringen
Mittlerweile stellt sich ja die Frage: Wie bekämpft man Panik? 😲
One more comment from elisabethvonthüringen
elisabethvonthüringen
Wenn in Italien Streiks verlegt werden, dann muss es ernst sein. Seit dem Wochenende hat der Ausbruch des Coronavirus den Norden des Landes im Griff. Das hat nicht zuletzt für den religiösen Alltag des katholischen Landes Konsequenzen. Das Erzbistum Mailand hat alle religiösen Dienste ausgesetzt. Dasselbe gilt für das Patriarchat Venedig. Das bedeutet: keine Messen, keine Taufen, keine Firmungen.…More
Wenn in Italien Streiks verlegt werden, dann muss es ernst sein. Seit dem Wochenende hat der Ausbruch des Coronavirus den Norden des Landes im Griff. Das hat nicht zuletzt für den religiösen Alltag des katholischen Landes Konsequenzen. Das Erzbistum Mailand hat alle religiösen Dienste ausgesetzt. Dasselbe gilt für das Patriarchat Venedig. Das bedeutet: keine Messen, keine Taufen, keine Firmungen. Die Kirchen sind für die einzelnen Gläubigen offen, mancherorts sollen die Leute nur gestaffelt eintreten. Aschermittwochsmessen wurden über Youtube übertragen. Francesco Moraglia, der Patriarch von Venedig, appellierte an die Verantwortung der einzelnen Bürger und bat darum, nicht in Panik zu verfallen. www.die-tagespost.de/…/Im-Blickpunkt-E…
Adelita
alfredus
Die geistige Kommunion ist eine gute Möglichkeit, aber nur wenn eine wirkliche Gefahr besteht ! 👍 🙏 👏
Pater Jonas
Ganz im Gegenteil. Es sollte bei all den vielen unwürdigen Kommunionen viel mehr zur geistigen Kommunion aufgerufen werden. Wie viele gehen ohne gebeichtet zu haben zur Kommunion? Der Grund aufgrund Gefahr ist eine Farce..... Entweder glaubt der Kommunikant dass in der Kommunion Jesus Christus in Fleisch und Blut gegenwärtig ist und somit die Macht hat auch gegen das Übel zu schützen oder jener …More
Ganz im Gegenteil. Es sollte bei all den vielen unwürdigen Kommunionen viel mehr zur geistigen Kommunion aufgerufen werden. Wie viele gehen ohne gebeichtet zu haben zur Kommunion? Der Grund aufgrund Gefahr ist eine Farce..... Entweder glaubt der Kommunikant dass in der Kommunion Jesus Christus in Fleisch und Blut gegenwärtig ist und somit die Macht hat auch gegen das Übel zu schützen oder jener gehe nicht zur Kommunion. So einfach
Eremitin
ich schätze und praktiziere die geistige Kommunion
Undset
Die geistige Kommunion

Die geistige Kommunion (manchmal auch geistliche Kommunion oder Begierdekommunion lat.: communio spiritualis) ist das von lebendigen Glauben an Christi Gegenwart im Allerheiligsten Sakrament und von Akten der Hoffnung, der Liebe beseelte Verlangen nach sakramentaler Vereinigung mit Christus. Sie wird seit Jahrhunderten von den Gläubigen praktiziert, …More
Die geistige Kommunion

Die geistige Kommunion (manchmal auch geistliche Kommunion oder Begierdekommunion lat.: communio spiritualis) ist das von lebendigen Glauben an Christi Gegenwart im Allerheiligsten Sakrament und von Akten der Hoffnung, der Liebe beseelte Verlangen nach sakramentaler Vereinigung mit Christus. Sie wird seit Jahrhunderten von den Gläubigen praktiziert, vor allem jenen, die aus verschiedenen Gründen an der Teilnahme der sakramentalen Kommunion gehindert werden, z. B. Alte, Kranke, bei verspäteter Erinnerung an das Nüchternheitsgebot, Christen in Diaspora, in Missionsländern u.a. Bei der geistlichen Kommunion werden alle zur eucharistischen Kommunion gehörenden Akte vollzogen, außer dem realen Sakramentsempfang selbst.
Die heilige Kommunion soll sowohl geistlich als auch sakramental empfangen werden. Die geistliche Kommunion bereitet auf die sakramentale Kommunion vor und verinnerlicht diese. Papst Paul VI. weist darauf hin, dass sie auch eine Form ist, im täglichen Leben mit dem Herrn vereint zu werden und zu bleiben.

Wirkungen und Wirksamkeit der geistlichen Kommunion
Die geistige Kommunion vermittelt nicht die eigentliche sakramentale Gnade und ersetzt daher nicht die sakramentale Kommunion. Aber sie kann ähnliche Wirkungen wie der Empfang des Sakramentes hervorbringen: die geistige Einigung mit Christus. Die geistige Kommunion vereinigt - abhängig von der übernatürlichen Liebe und Sehnsucht (ex opere operantis) - wirksam mit Christus, sie vermehrt die heiligmachende Gnade und damit auch die Tugend der Liebe. Sie verleiht auch helfende Gnaden, wie man sie in der augenblicklichen Lage braucht. Man kann also sagen, sie ist ein einfaches und leichtes Mittel, reichen Segen zu erlangen. Und das nicht nur einmal am Tag: im Unterschied zum Empfang des Sakramentes kann die geistige Kommunion beliebig oft, an jedem Ort und zu jeder Zeit empfangen werden. Sie ist geeignet, die sakramentale Kommunion auf das ganze Leben auszudehnen, das Leben geistlich zu erneuern und zu einem eucharistischen Menschen (Christusträger) zu werden. Ein Teilablass wird demjenigen Christgläubigen gewährt, der in irgend einer frommen, rechtmäßig approbierten Weise einen Akt der geistlichen Kommunion erweckt z.B. Seele Christi, heilige mich, Siehe, o guter und lieber Jesus.

Aussagen Heiliger zur geistlichen Kommunion
Die Praxis der geistlichen Kommunion wird von verschiedenen Heiligen empfohlen. Die hl. Teresa von Avila schreibt ihren Jüngerinnen: "Meine Töchter, wenn ihr die Heilige Messe hört, ohne zur Kommunion zu gehen, sucht die geistliche Kommunion und sammelt euch in euch selbst. Das ist eine überaus nützliche Praxis, und sie entzündet in euch die große Liebe Gottes".
Der hl. Alfons Maria von Liguori ermahnt die Gläubigen, die geistliche Kommunion mehrmals am Tag zu praktizieren, vor allem, wenn sie das Allerheiligste Sakrament besuchen. Nach Meinung des Heiligen sind zwei Dinge nötig, um sie zu empfangen: Das erste ist der brennende Wunsch, den sakramentalen Jesus zu empfangen, und das zweite ist eine liebende Umarmung, als ob er schon empfangen worden wäre.
Der hl. Johannes Bosco sagt: "Wenn ihr nicht sakramental kommunizieren könnt, übt wenigstens die geistliche Kommunion, die in einem brennenden Verlangen besteht, Jesus in eurem Herzen zu empfangen".
Der heilige Franz von Sales empfiehlt: „Kannst du in der heiligen Messe nicht wirklich kommunizieren, dann tu es wenigstens dem Herzen und dem Geiste nach, indem du voll heißer Sehnsucht dich mit dem lebenspendenden Leib des Heilands vereinigst.“

Päpstliches zur geistlichen Kommunion
Das Konzil von Trient setzt bei der sakramentalen Kommunion die Wunschkommunion voraus. Es sagt: „dass die anwesenden Gläubigen an jeder einzelnen Messe nicht nur mit geistigem Verlangen, sondern auch durch den sakramentalen Empfang der Eucharistie teilnehmen, auf dass in ihnen umso reichere Früchte dieses hochheiligen Opfers gezeitigt werden“. Ebenso sagt es: dass die, welche jenes himmlische Brot zu essen verlangen, werden infolge ihres lebendigen Glaubens dessen Frucht und Nutzen empfinden).
Das Konzil und der Catechismus Romanus unterscheidet drei Arten zu kommunizieren: „Die einen empfangen nur das Sakrament; so die Sünder, die ohne Scheu die heiligen Geheimnisse in ihren unreinen Mund und Herz aufzunehmen wagen und von denen der Apostel sagt, »sie essen und trinken den Leib des Herrn unwürdig« (1 Kor 11, 29).“ „Andere empfangen die Eucharistie nur geistigerweise, wie man sagt. Es sind das jene, die im Wunsch und Verlangen jenes Himmelsbrot genießen, beseelt von lebendigem »Glauben, der in der Liebe wirksam ist« (Gal 5, 6). Durch solche geistige Kommunion sichern sie sich, wenn auch nicht alle, so doch sehr bedeutende Gnadenfrüchte. Andere endlich empfangen die heilige Eucharistie im Sakrament und im Geist. Sie haben sich nach des Apostels Vorschrift zuerst geprüft (1 Kor 11, 28) und so treten sie mit hochzeitlichem Gewand angetan zu diesem göttlichen Tisch, und machen sich all jene überreichen Früchte zu eigen, von denen oben die Rede war. Mithin berauben sich, wie leicht ersichtlich, jene der größten übernatürlichen Güter, die sich damit begnügen, die heilige Kommunion nur geistigerweise zu empfangen, wiewohl sie genügend vorbereitet wären, den Leib des Herrn auch im Sakrament zu empfangen.“

Mediator Dei 1947
Papst Pius XII. macht in der EnzyklikaMediator Dei“ auf die Begierdekommunion mit den Worten aufmerksam: Die Kirche „wünscht vor allem, dass die Christen - besonders wenn sie die eucharistische Speise nicht leicht in Wirklichkeit empfangen können - sie wenigstens geistigerweise empfangen und zwar so, dass sie durch lebendigen Glauben, durch demütige und ehrfürchtige Hingabe an den Willen des göttlichen Erlösers in möglichst innigem Liebeseifer sich mit ihm verbinden.“

Eucharisticum mysterium 1967
Durch die Teilnahme am Leib und Blut des Herrn fließt die Gabe des Geistes wie lebendiges Wasser (vgl. Joh 7,37-39 EU) reichlich den Einzelnen zu, vorausgesetzt, dass die heilige Kommunion sowohl sakramental als auch geistlich empfangen wird, nämlich im lebendigen Glauben, der durch die Liebe wirksam wird . Die Vereinigung mit Christus, auf die das Sakrament hingeordnet ist, soll nicht nur für die Zeit der Eucharistiefeier angestrebt werden, sondern muss das ganze christliche Leben umfassen, so dass die Gläubigen, die empfangene Gabe beständig im Glauben betrachtend, das tägliche Leben unter Leitung des Heiligen Geistes in der Haltung des Dankes leben und reiche Früchte der Liebe bringen. Damit sie leichter in dieser Danksagung, die in der Messe Gott in hervorragender Weise dargebracht wird, verharren, wird denen, die kommuniziert haben, empfohlen, eine gewisse Zeit im Gebet zu verweilen.

Sacerdotium ministeriale 1983
Auch nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wird diese geistliche Praxis empfohlen, um im Alltag dem Herrn nahe zu sein: "Die einzelnen Gläubigen oder Gemeinden, die aufgrund von Verfolgungen oder durch den Mangel an Priestern über kürzere oder längere Zeit der Eucharistiefeier entbehren müssen, gehen deshalb der Gnade des Erlösers keineswegs verlustig. Wenn sie, zutiefst vom Wunsch nach dem Sakrament geleitet und im Gebet mit der ganzen Kirche vereint, den Herrn anrufen und ihre Herzen zu ihm erheben, haben sie in der Kraft des Heiligen Geistes Gemeinschaft mit der Kirche, die der lebendige Leib Christi ist, und mit dem Herrn selbst. Durch ihr Verlangen nach dem Sakrament mit der Kirche vereint, sind sie, wenn auch äußerlich von ihr getrennt, zuinnerst und wirklich ganz mit der Kirche verbunden und empfangen daher die Früchte des Sakraments; das Verhalten jener aber, die unrechtmäßig für sich das Recht zur Feier der Eucharistie in Anspruch nehmen, führt schließlich dahin, dass sich ihre Gemeinschaft in sich selbst verschließt".

Ecclesia de eucharistia 2003
Der hl. Johannes Paul II. schließlich findet sehr bedeutende Worte für die Praxis der geistlichen Kommunion: "Die Eucharistie erscheint als Höhepunkt aller Sakramente, weil sie die Gemeinschaft mit Gott Vater im Einswerden mit dem eingeborenen Sohn durch den Heiligen Geist zur Vollendung führt. Ein bedeutender Schriftsteller der byzantinischen Tradition (Nicolas Cabsilas) brachte diese Wahrheit mit gläubigem Scharfsinn zum Ausdruck: In der Eucharistie ,ist vor jedem anderen Sakrament das Geheimnis [der Gemeinschaft] so vollkommen, dass es zum Gipfel aller Güter führt: Hier liegt das höchste Ziel jeder menschlichen Sehnsucht, weil wir hier Gott folgen, und Gott sich mit uns in der vollkommensten Einheit verbindet'. Eben darum ist es angemessen, in der Seele das dauernde Verlangen nach dem eucharistischen Sakrament zu pflegen. Hier liegt die Übung der ,geistlichen Kommunion' begründet, die sich seit Jahrhunderten in der Kirche verbreitet hat und von heiligen Lehrmeistern des geistlichen Lebens empfohlen wurde".

Textbeispiele zur geistlichen Kommunion

1. Gebet

Der Text eines Gebetes, das auf den hl. Pater Pio zurückgehen soll:
Mein Jesus, ich glaube, dass Du im allerheiligsten Sakrament des Altares zugegen bist. Ich liebe dich über alles und meine Seele sehnt sich nach Dir. Da ich Dich aber jetzt im Sakrament des Altares nicht empfangen kann, so komme wenigstens geistigerweise zu mir. Ich umfange Dich, als wärest Du schon bei mir und vereinige mich mit Dir! Ich bete Dich in tiefster Ehrfurcht an. Lass nicht zu, dass ich mich je von Dir trenne. Amen

2. Gebet
Zu deinen Füßen, o mein Jesus, werfe ich mich nieder und bringe Dir die Reue meines zerknirschten Herzens dar, das sich mit seinem Nichts in Deiner heiligen Gegenwart verdemütigt. Ich bete Dich an im Sakrament Deiner Liebe, der unfassbaren Eucharistie. Ich sehne mich danach, Dich in der armen Wohnstatt meines Herzens zu empfangen. Während ich das Glück der sakramentalen Kommunion erwarte, möchte ich Dich im Geist besitzen. Komm zu mir, o mein Jesus, da ich zu Dir komme! Die Liebe umfange mein ganzes Sein im Leben und im Tod. Ich glaube an Dich, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich. Amen.

3. Gebet
Herr, allmächtiger Vater
ich danke Dir für alle Deine Wohltaten und ganz besonders dafür, dass Du mich mit dem kostbaren Leib und Blut Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, geistig speisen möchtest.
Ich bitte Dich, lass dieses Heilige Sakrament mir zur Quelle des Erbarmens und zum ewigen Heil gereichen.
Die Heilige Eucharistie sei für mich, Rüstung des Glaubens und Schild des guten Willens; sie möge mich von meinen Fehlern reinigen und alle Tugenden vermehren; mich gegen alle Nachstellungen meiner sichtbaren und unsichtbaren Feinde schützen, mich innig und unzertrennlich mit Dir, dem einen und wahren Gott, verbinden und mir so helfen, mein letztes Ziel zu erreichen.
Schenke mir armen Sünder, zu jenem unaussprechlichem Gastmahl zu gelangen, wo Du mit Deinem Sohn und dem Heiligen Geist Deinen Heiligen das wahre Licht bist, die ewige Freude, der vollendete Friede und die vollkommene Seligkeit.
Amen.

4. Gebet
Jesus, ich glaube an Dich , ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich, ich bereue meine Sünden. Jesus, komme in mein Herz; ich sehne mich nach Dir. Jesus, Du bist bei mir; ich bete Dich an, ich danke Dir, ich weihe mich Dir; hilf mir in allen Anliegen, segne mich und alle Menschen, besonders die Sterbenden, bekehre die Sünder, heile die Kranken, erlöse die armen Seelen im Fegfeuer. Jesus, ich glaube an Dich, komm' in mein Herz. Bleibe bei mir; ich bete Dich an, segne mich.

5. Gebet
Ich möchte dich empfangen, Herr, mit jener Reinheit, Demut und Andacht, mit der deine heiligste Mutter dich empfing, mit dem Geist und der Inbrunst der Heiligen.

Die geistige Kommunion

TEXT DES HEILIGEN BISCHOFS JÓZEF BILCZEWSKI (1860–1923)


Wie der Hirsch nach Wasserbächen, so lechzt meine Seele nach dir, Gott. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Meine Tränen sind mir Brot geworden bei Tag und bei Nacht. PSALM 41
Die geistige Kommunion ist der Genuss des Leibes Christi durch den Glauben und durch das liebende Verlangen, d. h. allein durch den Geist.
Gibt es ein Mittel, den Hunger der Seele nach dem Brot der Engel zu stillen? Manche Menschen sind in der glücklichen Lage, täglich die heiligen Messe besuchen und kommunizieren zu können. Anderen ist das verwehrt. Doch die Sehnsucht nach Jesus im Allerheiligsten Sakrament kann gestillt werden. Vom hl. Stanislaus Kostka wissen wir, dass ihm ein Engel die hl. Eucharistie brachte, als er sie sich von den Menschen vergeblich erbat. Es gibt aber auch eine wunderbare Übung, welche in gewissem Maß die heiligen Sakramente und auch die sakramentale Kommunion bei denen ersetzt, die sie nicht in Wirklichkeit empfangen können. Die Liebe tauft im Notfall ohne Wasser, d.h. sie schenkt die heiligmachende Gnade und die Vergebung der Erbsünde. Die Liebe spricht auch ohne Priester all jene von ihren Sünden los, welche sehnlichst zu beichten wünschen, dazu aber keine Gelegenheit haben. Die Liebe öffnet schließlich auch geheimnisvoll die Tür des Tabernakels und ermöglicht die Vereinigung mit dem Heiland ohne Mitwirkung des Priesters und ohne heilige Hostie. Dies nennt man in Gegenüberstellung zur wirklichen, sakramentalen Kommunion, die geistige Kommunion. Obwohl im Katechismus die geistige Kommunion erklärt wird, ist diese wenig bekannt und noch weniger in Übung. Doch sie ist eine wunderbare Erfindung des heiligsten Herzens Jesu, eine gewaltige Macht der geistigen Welt, ein wunderbares Mittel zur innigen Vereinigung mit Christus. Die geistige Kommunion ist der Genuss des Leibes Christi durch den Glauben, durch das Verlangen, durch den Willen, d. h. allein durch den Geist. Sie besteht in der Erweckung des Glaubens, der Liebe, der Reue über die Sünden und vor allem in dem Verlangen, den Leib des Herrn zunächst geistig und bei nächster Gelegenheit auch sakramental zu empfangen. Ohne dieses Verlangen kommt sie nicht zustande. Man kann es mit eigenen Worten zum Ausdruck bringen, etwa in dieser Weise: „O mein Jesus im allerheiligsten Sakrament, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich liebe Dich von ganzem Herzen. Aus Liebe zu Dir bereue ich alle meine Sünden und will dich nie mehr beleidigen. Ich habe das Verlangen, Dich in der hl. Kommunion zu empfangen, aber weil mir das jetzt nicht möglich ist, so flehe ich aus tiefster Seele: Komm, Herr Jesus, mein Alles! Komm wenigstens geistigerweise in mein Herz. Wie der Hirsch nach dem Quell lebendigen Wassers, so verlange ich nach Dir. Komm, mein Jesus, und nimm mich dafür als Gegengabe. Ich will ganz Dein Eigen sein. Dir übergebe ich mich für Zeit und Ewigkeit.“ Auch ein kurzer Schrei der Seele zu Jesus im allerheiligsten Sakrament genügt: „Ich glaube an Dich, ich liebe Dich, ich verlange nach Dir, komm in mein Herz!“ – Und die geistige Kommunion ist vollbracht. Die geistige Kommunion verleiht dem Menschen eine besondere Gnade, welche dem sakramentalen Empfang der hl. Kommunion am nächsten kommt. Sie vereinigt den Kommunizierenden mit Christus. Die Früchte dieser geistigen Stärkung lassen sich näher beschreiben: Wenn auch in geringerem Grad als die sakramentale Kommunion, bewahrt, entfaltet und kräftigt auch die geistige Kommunion das Leben Gottes in uns. Sie gibt Stärke zur Bekämpfung der Versuchungen und Leidenschaften, tröstet im Kummer, entzündet eine heilige Freude in der Seele, tilgt die lässlichen Sünden und bewahrt vor Todsünden, sie vergibt zeitliche Strafen. Die Größe unseres Gewinnes hängt von dem Grad und dem Maß unseres sehnsüchtigen Verlangens ab, mit dem wir den eucharistischen Jesus in die Seele rufen. Wer also eine größere Sehnsucht nach der hl. Kommunion hat, wer sein Herz in Liebe weiter öffnet, der schöpft auch mehr Licht und Gnade aus der Sonne der Eucharistie. Er vereinigt sich umso inniger mit dem Heiland im Sakrament des Altares. Ein großer Vorzug der geistigen Kommunion besteht darin, dass sie sehr einfach ist. Sie nimmt kaum Zeit in An-spruch. Man braucht nicht nüchtern zu sein und bedarf keines Priesters. Der Heiland versagt sie keinem, wenn der Mensch nur, ähnlich wie bei der sakramentalen Kommunion, sein Herz von schweren Sünden gereinigt hat und die Verherrlichung Gottes sowie die Heiligung seines Lebens beabsichtigt. Daher kann man die geistige Kommunion über-all, in der Kirche und zu Hause, empfangen, wann immer man es sich wünscht: Bei Versuchungen, bei Besuchen des Allerheiligsten Sakramentes, beim Vorübergehen an einer Kirche, vor Erledigung wichtiger und schwieriger Angelegenheiten, vor dem Schlafengehen ...Welch großer Trost kann diese Übung auch in Leidens-stunden sein, in schlaflosen Nächten, in denen man Kummer und Angst doppelt schwer empfindet, weil man die Last mit niemandem teilen kann! Dann versetze man sich geistigerweise vor das allerheiligste Sakrament, erwecke Akte des Glaubens, der Liebe, der Reue und äußere das betende Ver-langen: „Komm, mein Jesus, mein eucharistischer Heiland, Du, meine Stärke, komm in meine Seele, entzünde in mir Dein Licht, stärke meine Seele, tröste mein Herz!“ Und Jesus wird kommen, in unseren Herzen eine wunderbare Veränderung bewirken und unserer schmerzerfüllten Seele Beruhigung schenken. Wenn der Sturm wiederkehrt, kann man ein zweites, drittes, viertes Mal die hl. Kommunion auf diese Weise empfangen. Man wird erfahren, dass die hl. Hostie, nach der man sich sehnt, wie ein stiller geistiger Mond die Finsternis erleuchtet. Die finstere Nacht wird durch die Vereinigung mit Jesus im Allerheiligsten Sakrament zur „heiligen Nacht“ und in der Seele wird das Echo des Engelsgesangs ertönen: Friede den Menschen, die guten Willens sind. Die geistige Kommunion ist in der Kirche Brauch von Anfang an. In Zeiten der Verfolgung bildete sie die Weg-zehrung der Martyrer, falls diese den Leib des Herrn nicht wirklich empfangen konnten. Die Kirchenväter empfehlen sie eindringlich. Das Trienter Konzil lobt sie und betont, dass die Gläubigen in der geistigen Kommunion „das Himmelsbrot genießen“ und durch ihren lebendigen Glauben „seine Frucht und seinen Nutzen“ empfangen. Ist die geistige Kommunion vielleicht das große Geheimnis der Heiligen, das sie dazu befähigt hat, die Liebe, die die Form aller Tugenden ist, heroisch zu üben? Die Zeugnisse aus dem Leben der Heiligen lassen darauf schließen. Der hl. Bernhard von Clairvaux gestaltete sein Leben als eine beständige Kommunion, als ein ständiges Leben in Christus und aus Christus. Der hl. Leonhard von Porto Maurizio schreibt: „Wenn du mehrfach am Tag diese hl. Übung machst, wird dein Herz sich im Lauf eines Monats vollständig ändern.“ Die hl. Katharina von Siena pflegte zu sagen: „Wenn ich das Allerheiligste Sakrament nicht wirklich empfangen kann, dann gehe ich zur Kirche und schaue unverwandt auf Jesus in der Eucharistie, und das sättigt mich.“ Die hl. Angela vom Kreuz bekennt: „Ich würde die Last des Lebens nicht tragen können, wenn mein Beichtvater mich nicht die geistige Kommunion gelehrt hätte.“ Der Sr. Paula Mareska zeigte Christus in einer Vision zwei kostbare Gefäße, eines von Gold und eines von Silber, mit der Erklärung, dass er in dem ersten ihre sakramentalen Kommunionen aufbewahre und in dem zweiten ihre geistigen. Wann werden wir damit beginnen, solche Schätze zu sammeln, die bei Gott in Ewigkeit unvergessen bleiben und die uns das ewige Leben sichern helfen? Der hl. Thomas von Kempen widmete in seinem Buch der Nachfolge Christi dieser heiligen Übung einen ganzen Abschnitt, den man einen Hymnus zu Ehren der geistigen Kommunion nennen kann. Die Lieblingsgewohnheit des hl. Alfons von Liguori war die geistige Kommunion. Bedenken wir, dass sie auch die tägliche Kommunion der Engel ist, die ständig bei dem Allerheiligsten Ehrenwache halten und ihren Hunger nach ihm durch geistigen Ge-nuss stillen. Wenn also die geistige Kommunion Jesus so lieb und wenn sie so nutzbringend ist, warum beginnen wir nicht heute damit, sie zu einer ständigen Übung und heiligen Gewohnheit zu machen? „Komm zu mir, o Jesus, im heiligsten Sakrament, komm in mein Herz! Sei mein Licht und meine Stärke!“ Und der Herr, der getreu ist in seinen Verheißungen, wird uns erhören und sprechen: „Siehe, hier bin ich!
elisabethvonthüringen
Bua, wos geht??
Undset
Nicht nur in Mailand; auch in Südtirol
elisabethvonthüringen
Per Virus wird die "Alte Messe" wiederbelebt?? Jaja...Gottes Wege sind nicht unsere... 😉 👏 🤗
Moselanus
@Franziskus: Warum zitieren Sie laut NOM?
Franziskus
@Moselanus: warum nicht?
Moselanus
Ungewöhnlich hier. Außerdem ist das natürlich kein echtes Argument. Eine rein symbolische Händewaschung. Wenn irgendwo ein Virus so massiv vorhanden ist, meidet man am besten alle Menschenansammlungen, auch Messfeiern, und kommuniziert überhaupt nicht.
alfredus
Die Menschen fallen immer wieder von einem Extrem in das andere ! Panikmache wird von Vielen betrieben, besonders von den Gegnern der Mundkommunion ! 🤬 🤫 😜
Franziskus
Bei der Handkommunion fängt man sich ungleich mehr Viren ein, als bei der korrekt empfangenen Mundkommunion. 🤬 Der Priester wäscht sich ja zwei Mal die Hände. Vor der Messe und bei der Gabenbereitung. Lava me, Domine, ab iniquitate mea et a peccato meo munda me