Die Bärin
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Die Abzocke-Masche macht vor katholisch-kirchlichen Institutionen nicht Halt

Die Abzocke-Masche ist in vollem Gange, und auch katholische Institute beteiligen sich daran! Früher (once upon a nice time…) war es so, dass der z. B. Arbeitnehmer seinen Lohn/sein Gehalt zur Bank …
Anonytier
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michael7
Im Alten Testament und auch noch lange nach Christus galt das Zins-Nehmen als "Wucher", weil man sich hier bei denjenigen "bereichtert", die aus Not Geld ausborgen müssen. Die Kirche erlaubte allmählich erst das maßvolle Zinsnehmen im Sinn einer Gebühr, die ja auch für andere Dienstleistung keineswegs unmoralisch ist... Man könnte also hier die Frage diskutieren, welche Haltung wir als Christen …More
Im Alten Testament und auch noch lange nach Christus galt das Zins-Nehmen als "Wucher", weil man sich hier bei denjenigen "bereichtert", die aus Not Geld ausborgen müssen. Die Kirche erlaubte allmählich erst das maßvolle Zinsnehmen im Sinn einer Gebühr, die ja auch für andere Dienstleistung keineswegs unmoralisch ist... Man könnte also hier die Frage diskutieren, welche Haltung wir als Christen zur Niedrig-Zins-Politik einnehmen sollen.

Grundsätzlich gilt: Niedrige Zinsen begünstigen eher diejenigen, die Geld brauchen, und bringen denjenigen weniger, die viel aufhäufen (volkswirtschaftlich begünstigen sie also auch die Staaten, die viel Schulden haben auf Kosten derer, die sparen, also auch vieler kleiner Leute).
Die heutige Niedrig-Zins-Politik enteignet allerdings dort, wo die Zinsen unter der Inflationsrate bleiben, stillschweigend und international alle Sparer in einem vielstelligen Milliardenbetrag, ohne dass dafür eine "Gebühr" oder Steuer zur Finanzierung der Schuldenländer eingehoben werden muss, was bei den Bürgern auf großen Widerstand stoßen würde.

Man könnte also sagen: Ok, das ist ja gut, dann erfolgt wenigstens eine Umverteilung von "Reich" nach "Arm", zugleich wird auch die Wirtschaft angekurbelt, weil ohne Zinsen ja niemand mehr sparen will!

Allerdings muss man sich auch fragen, warum praktisch von allen Ländern so leichtfertig Schulden gemacht werden und wurden, oft bis zu einem Vielfachen des Bruttoinlandsproduktes!?
Letztlich profitiert davon nur die Finanzelite, die sich ohne viel Aufwand auf Kosten der kleinen Steuerzahler riesige Einnahmen sichern kann. In den letzten Jahren haben die Geldinstitute praktisch auch das Risiko von Ausfällen auf die kleinen Sparer abgewälzt, die ihr Geld nicht mehr einfach ohne Verluste aufs Sparbuch legen können, sondern sich selbst nach Anlagemöglichkeiten umsehen müssen!

Christlich gesehen muss also auch hier wieder die Frage gestellt werden, ob dadurch nicht wieder nur die kleinen Leute "geschröpft" werden, die ja bei allen Anlageformen gegen professionelle Finanzspekulanten nie eine Chance haben und daher auf das einfache "Sparen" angewiesen bleiben.
Gleichzeitig muss man die regierenden Politiker fragen, wie sie es verantworten, dass auf Kosten der kleinen Steuerzahler so Unmengen an Schulden aufgenommen werden, die für die Finanzelite eine nicht endende Goldgrube bleiben, weil ja selbst dann, wenn mal etwas dazwischen kommt, wieder die Staaten mit den Steuerzahlern für die Banken einspringen!

Also: Grundsätzlich sind niedrige Zinsen moralisch sinnvoll, aber zugleich dürfen die Menschen nicht durch immer weitere Schuldenaufnahme durch ihrer Staatsvertreter zu Melkkühen der Finanzindustrie gemacht werden!
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Die Bärin
@michael7 Das muss eine "Zauber"-Bank sein!?
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michael7
Da lob ich mir halt meine Bank: Wenn ich da was vom Konto abhebe, habe ich hinterher nie weniger, sondern immer mehr drauf!
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Sandorn
Gute Beschreibung!
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Eremitin
ooooh oooh
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