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Geistliche Grundsätze, die ein Christ annehmen muß

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

(Foto: Privatoratorium des hl. Alfons in Pagani. An diesem Altar hat er in seinen letzten Lebensjahren das hl. Meßopfer dargebracht.)

Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber an seiner Seele Schaden leidet?

Alles hat ein Ende, nur die Ewigkeit endet nie.

Die ganze Welt kann unser Herz nicht zufriedenstellen, nur Gott kann es.

Mag ich alles verlieren, wenn ich nur Gott nicht verliere.

Es wäre tausendmal besser, Himmel und Erde gingen zugrunde, als daß Gott auch nur mit der geringsten Sünde beleidigt wird.

Will ich Gott gefallen, so muß ich mich selbst verleugnen.

Alles, was man bloß tut, um sich selbst zu gefallen, ist für die Ewigkeit verloren.

Damit ich selig werde, muß ich immer fürchten, zu fallen.

Was Gott will, ist immer das Beste, und ich muß es immer auch wollen.

Wer in der Vereinigung mit dem Willen Gottes lebt, ist in jeder Lage zufrieden.

Alle Glückseligkeit besteht in der Liebe zu Gott, und Gott lieben heißt: seinen heiligsten Willen erfüllen.

All unser Reichtum hängt vom Gebet ab. Wer viel betet, erhält viel; wer wenig betet, erhält wenig.

Den Tag muß ich für verloren halten, an dem ich die Betrachtung versäume. "Wer die Betrachtung aufgibt", sagt die hl. Theresia, "der stürzt sich in die Hölle."

Lasse keinen Tag vorbeigehen, ohne in einem geistlichen Buch zu lesen.

Die Ehrsucht ist die schrecklichste Pest des Geistes.

Wer die Betrachtung nicht liebt, kann auch Jesus nicht lieben.

Dem, welcher wohl bedenkt, daß er die Hölle verdient habe, erscheint jeder Schmerz als gering.

Wer die Armut um Jesu willen liebt, der besitzt den größten Reichtum.

Eine gehorsame Seele ist die Freude des Himmels.

Die wahre Nächstenliebe besteht darin, daß wir demjenigen Gutes tun, der uns Schlechtes zugefügt hat.

Was nützen uns Reichtum und Ehre in der Stunde des Todes?

Es ist eine große Gnade Gottes, daß man zu seiner heiligen Liebe berufen ist.

Jede Anhänglichkeit, auch an gute Dinge, ist nicht gut.

Gott läßt kein, auch nicht das geringste gute Verlangen unbelohnt.

Heiliges Leben und sinnliche Freuden vertragen sich nicht miteinander.

Wer auf sich vertraut, ist verloren. Wer auf Gott vertraut, der vermag alles.

Gott ist bereit, sich dem ganz zu schenken, der aus Liebe zu Ihm alles verläßt.

Wer Gott liebt und auf ihn vertraut, kann nicht zugrundegehen.

Der einzige Weg, heilig zu werden, ist der Weg des Leidens.

Durch Trockenheit des Geistes und durch Versuchungen prüft Gott jene, die Ihn lieben.

Wer auf Jesus am Kreuz schaut, erträgt alles mit Geduld.

Alles, was nicht wegen Gott geschieht, ist auf ewig verloren.

Nicht mit finsterer Schwermut, nicht mit Kopfhängen, nicht mit übertriebener Traurigkeit, sondern mit heiliger Freude soll man Gott dienen.

Durch jeden Akt der Liebe zu Gott kann ich mir einen höheren Grad der Seligkeit verdienen.

Breit ist die Straße und weit das Tor, das zum ewigen Verderben führt, und viele wandeln darauf; schmal ist der Weg und eng die Pforte, die zum ewigen Leben führt, und nur wenige gehen hinein.

Wer nicht müde wird, zu wandern, kommt sicher ans Ziel.

Wer nur Gott verlangt, ist reich und zufrieden, und spottet der Welt.

Man muß alles besiegen, um alles zu gewinnen.