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Ordinariat München neu geordnet: Frauen in Leitungspositionen

(gloria.tv/ Erzbistum München) Mit der Umgestaltung von bislang 15 Referaten zu sieben übergreifenden Ressorts wird die Arbeit im Erzbischöflichen Ordinariat München (EOM) neu ausgerichtet und die Verwaltung des Erzbistums München und Freising zu einer zukunftsfähigen Organisation weiterentwickelt.

„Damit ist Verantwortung noch klarer als bisher verortet und eine schnellere Informationsweitergabe gewährleistet“, erklärt Prälat Peter Beer, Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising. Beer hat am Dienstag, 21. Dezember, die jeweiligen Ressortleiter benannt. Diese werden im Laufe des nächsten Jahres die Ressorts prozessual ausgestalten. Grundlage bilden dabei die im Rahmen des Projekts „EOM 2010 – Zukunft gestalten, Rahmen Setzen“ erarbeiteten Strukturen.

Die neuen Ressortleiter an der Spitze der Verwaltung des Erzbistums München und Freising berichten direkt an den Generalvikar. Sie stehen sieben neuen Ressorts vor: Grundsatzfragen, Finanzen und Bauwesen, Personal, Seelsorge und kirchliches Leben, Bildung, Caritas und soziale Dienste, Zentrale Funktionen. Mit der Neubesetzung nimmt sowohl der Anteil der Frauen wie der Laien auf der obersten Führungsebene des Ordinariats zu. Drei der sieben Ressorts werden von Priestern geleitet, vier von Laien, davon sind drei Frauen.

Gabriele Rüttiger, 57, ist künftig zuständig für Grundsatzfragen, darunter fallen theologische Fragestellungen, eine pastorale Denkwerkstatt sowie Qualitätssicherung und strategische Entwicklung. Nach dem Studium von Erziehungswissenschaften, Sozialpädagogik und Theologie in Bamberg und Benediktbeuern absolvierte Rüttiger ihren Pastoralkurs in der Diözese Würzburg und ein Promotionsstudium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Sie arbeitete als Schulseelsorgerin und Religionslehrerin sowie als wissenschaftliche Referentin, bevor sie akademische Oberrätin an der Fakultät für Religionspädagogik/Kirchliche Bildungsarbeit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wurde. Seit September 2002 leitet Rüttiger den Fachbereich Schulpastoral und Ganztagsschule im Schulreferat des Erzbischöflichen Ordinariats. Neben der Mitarbeit in verschiedenen Kommissionen und Projekten und diversen Veröffentlichungen zur Schulpastoral gehörten zu ihren inhaltlichen Schwerpunkten der vergangenen Jahre die Entwicklung und Etablierung der Krisenseelsorge im Schulbereich für die bayerischen Diözesen sowie die Leitung des Projektes „Kirchliches Engagement in der Ganztagsschule in Bayern“.

Monsignore Klaus-Peter Franzl, 45, übernimmt das Ressort Finanzen und Bauwesen mit den Bereichen Haushalt und Vermögen, Kirchliches Bauen und Kunst sowie dem Kirchensteueramt. Franzl, seit Oktober 2009 Erzbischöflicher Finanzdirektor, absolvierte zunächst eine Banklehre in Erding, bevor er am Spätberufenenseminar Waldram Abitur machte und anschließend Philosophie und Theologie in München und Innsbruck studierte. Franzl wurde 1997 von Kardinal Wetter in Freising zum Priester geweiht, im Jahr 2000 wurde er Regionalpfarrer in der Seelsorgsregion Süd unter Weihbischof Franz Dietl. Von September 2007 bis zu seiner Berufung als Finanzdirektor war Franzl stellvertretender Generalvikar. Franzl leitete im Auftrag des Erzbischofs von München und Freising unter anderem das Reformprojekt „Dem Glauben Zukunft geben“, mit dem die Seelsorge im Erzbistum neu strukturiert wird. Franzl ist Vorsitzender des Katholischen Jugendsozialwerks und Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung St. Zeno in Kirchseeon.

Monsignore Siegfried Kneißl, 55, leitet das Ressort Personal und ist damit verantwortlich für das pastorale, das Schul- und Kindertagesstätten- sowie das Verwaltungspersonal, ferner für Personalsachbearbeitung und -entwicklung. Kneißl, 1984 in Freising zum Priester geweiht, studierte Theologie in München und Pastoralpsychologie in Innsbruck, wo er mit einer Arbeit über „Psychotherapie und Seelsorge“ promovierte. Von 1987 bis 1991 war er Subregens im Priesterseminar der Erzdiözese. Kneißl ist seit 1991 in der Verwaltung der Erzdiözese tätig, zunächst im Bereich Seelsorge für Pflegeberufe, von 2000 an als Leiter des Fachbereichs Krankenhausseelsorge. Er war von 2002 an zudem Bischöflicher Beauftragter für Vorwürfe sexuellen Missbrauchs. Im Jahr 2006 organisierte er den Gottesdienst anlässlich des Besuchs von Papst Benedikt XVI. in München-Riem. Im September 2010 übernahm Monsignore Kneißl das Referat Pastorale Dienste.

Thomas Schlichting, 46, der zum 1. Januar 2011 die Leitung des bisherigen Referats Allgemeine Seelsorge übernimmt, wird in der neuen Struktur verantwortlich für das Ressort Seelsorge und kirchliches Leben und damit für die Bereiche Liturgie und geistliches Leben, territoriale und kategoriale Seelsorge sowie Apostolat. Schlichting, seit 1999 Pfarrer der Gemeinde Zum Heiligsten Erlöser in Traunreut und seit 2005 Dekan im Dekanat Baumburg, wurde 2009 zum Sprecher des Priesterrats der Erzdiözese gewählt. Von 1993 bis 1999 war er Erzbischöflicher Sekretär von Kardinal Friedrich Wetter, davor Kaplan in Waldkraiburg. Nach Abschluss seines Theologiestudiums und vor seiner Priesterweihe 1992 in Freising absolvierte Schlichting zwei Auslandspraktika: zunächst in Wien in der Obdachlosenarbeit, dann in Istanbul, wo er im Österreichischen St. Georgs-Kolleg Religionsunterricht erteilte und im Spital der Barmherzigen Schwestern mitarbeitete.

Sandra Krump, 39, übernimmt die Leitung des Ressorts Bildung mit den Bereichen Schule, Außerschulische Bildung sowie Kindertagesstätten. Krump studierte in Passau und Rom die Fächer Katholische Religionslehre, Deutsch und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien. Nach Promotion und einigen Jahren als Lehrerin am Gymnasium wurde Krump Mitarbeiterin und Fachreferentin im bayerischen Kultusministerium. Dort war sie unter anderem zuständig für den Religionsunterricht und Gymnasien in privater Trägerschaft. Seit April 2008 leitet sie die Abteilung II des Schulreferats im Ordinariat der Erzdiözese. Ihr Aufgabengebiet umfasst dabei alle Fragen rund um den Religionsunterricht an Gymnasien, Realschulen und beruflichen Schulen und zudem die Bereiche Schul- und Hochschulpastoral.

Elke Hümmeler, 53, leitet künftig das Ressort Caritas und soziale Dienste mit der Verantwortung für Beratungsdienste und soziale Verbände. Nach dem Lehramtsstudium der Fächer Katholische Religionslehre, Geschichte und Pädagogik in Münster und neben der Promotion in Katholischer Theologie arbeitete Hümmeler zunächst als Referentin bei der Geschäftsstelle des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, bevor sie von 1992 bis 1995 die Geschäftsführung des Landeskomitees übernahm. 1996 wurde Hümmeler Leiterin des Referats Caritative Dienste und soziale Aufgaben im Erzbischöflichen Ordinariat München. Im Ordinariat ist sie in jüngster Zeit zudem tätig unter anderem für das Projekt „Zukunft Pfarrkindergärten“, als Mitglied der Steuerungsgruppen der Projekte „Dem Glauben Zukunft geben“ und „EOM 2010“ sowie als Vorsitzende der bischöflichen Kommission Prävention. Hümmeler ist außerdem Vorsitzende der Diözesankommission für Katholische Tageseinrichtungen für Kinder und des Diözesanforums „Senioren“.

Stefan Korta, 40, wird Ressortleiter Zentrale Funktionen. Das Ressort gliedert sich in die Bereiche Recht, Kommunikation, Dokumentation und Technische Dienste. Korta promovierte an der Universität Freiburg im Fach Kirchenrecht und absolvierte ein Aufbaustudium am Institut für Kanonisches Recht der Universität Münster, das er mit dem Lizentiat abschloss. Bevor er im September 2002 für das Ordinariat der Erzdiözese tätig wurde, war er wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Kirchenrecht und kirchliche Rechtsgeschichte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seit 1. Januar 2010 leitet Korta das Rechtsreferat des Ordinariats, zuvor war er persönlicher Referent des Offizials der Erzdiözese. Bis Ende 2009 stand Korta zudem als Vorsitzender an der Spitze der Bayerischen Regional-KODA, der „Tarifkommission“ der katholischen Kirche in Bayern.

Den Startschuss für das Projekt „EOM 2010 – Zukunft gestalten, Rahmen setzen“ hat der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, am 2. Februar 2009 im Rahmen einer Auftaktveranstaltung gegeben. Das Projekt nimmt die geplante Zusammenlegung verschiedener Standorte des Erzbischöflichen Ordinariats München in der Kapellenstraße zum Anlass, das Selbstverständnis des Ordinariats zu klären und seine Arbeit neu auszurichten.

Im Laufe des Projekts wurde die Notwendigkeit deutlich, eine transparente, selbsterklärende Struktur für das Ordinariat zu finden. Als Leitlinien gelten eine deutliche Fach- und Sachorientierung sowie die Konzentration bestimmter Arbeitsfelder. Nicht zuletzt soll das neue Modell die Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter ausbauen.
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Pastoraltheologie D.

Quellensammlung zur späteren fachlichen Auswertung um eine Antwort auf die Frage zu gewinnen "Wie geht Neuevangelisierung" oder "Wie, auf welche weise, können wir heute und hier erfolgreich Mitmenschen, die der katholischen Religion und Kirche fernstehen, wenigstens etwas "näher" an unsere Religion, ihre Dogmatik, Moral und Liturgie heranführen - oder noch besser sie zum …More
Pastoraltheologie D.

Quellensammlung zur späteren fachlichen Auswertung um eine Antwort auf die Frage zu gewinnen "Wie geht Neuevangelisierung" oder "Wie, auf welche weise, können wir heute und hier erfolgreich Mitmenschen, die der katholischen Religion und Kirche fernstehen, wenigstens etwas "näher" an unsere Religion, ihre Dogmatik, Moral und Liturgie heranführen - oder noch besser sie zum Glauben an Jesus Christus finden lassen.
elisabethvonthüringen
Da bin ich wohl in einer höheren Position...mit meinem "Knien" vor dem HERRN...
ich frage mich schon länger...warum immer so viele Marthas für immer weniger werdende wenige Marias... 😲
Vesperfan
@Elisabeth

"Es gab doch immer schon tüchtige Weibsbilder"

Ja, aber nicht in hohen kirchlichen Funktionen. Das ist neu. Wow!
Salutator
Nur gut, wenn dieser freigeistige Unfug in den diözesanen Einrichtungen noch schneller wächst, dann wächst sich dieses Unkraut auch schneller zu Tode.

Kirche ist etwas anderes als "Räteverein und ein bischen Emanzipation, Hauptsache man eckt nicht an"
Latina
gell,liebe Eli,des brauchts bei uns beiden net-- 😁 😌
Janis
ATM: 🤦
a.t.m
Janis: Haben sie eigentlich alles an Gloria Tv zu kritisieren und vor allem ohne das sie die Quellen so wie zum Glück Herz Mariae (* vergelt's Gott dafür) überprüfen?

Sankt Michael: Ja dies sind die Früchte einer falsch verstandenen Ökumene mit den Lutheranern. Aber der Kardinal wird schon wissen warum er die Kirche nach protestantischen Vorbild umgliedert, vieleicht um gemeinsam mit anderen …More
Janis: Haben sie eigentlich alles an Gloria Tv zu kritisieren und vor allem ohne das sie die Quellen so wie zum Glück Herz Mariae (* vergelt's Gott dafür) überprüfen?

Sankt Michael: Ja dies sind die Früchte einer falsch verstandenen Ökumene mit den Lutheranern. Aber der Kardinal wird schon wissen warum er die Kirche nach protestantischen Vorbild umgliedert, vieleicht um gemeinsam mit anderen Gleichdenkenden in Kürze eine eigene Kirche auf die Beine stellen zu können, so in die Richtung "Körperschaft öffentlichen Rechts der Protestkatholischen Antirom Kirche des deutschsprachigen Raumes) um auch weiterhin an die Kirchensteuergelder zu gelangen??????
elisabethvonthüringen
Also, Vesperfan...sind Frauen wirklich immer so hervorzuheben?
Es gab doch immer schon tüchtige Weibsbilder, siehe Kaiserin Maria Theresia... 🚬
HerzMariae
@Janis

die Originalmeldung der Erzdiözese München mit Untertitel lautete:

Spitze des Ordinariats wird neu geordnet
Reformprojekt im Erzbistum: Mehr Frauen übernehmen Leitungspositionen in Verwaltung

Mit diesem Untertitel hat das Erzbistum selber auf die Frauensache hingewiesen. Sie sind ein gezielter Verdreher....
Sankt Michael
"Vier Laien in hohen Funtionen. Davon drei Frauen: Wow!"

Besser:
Mit Gewalt das Leck geschlagene Schiff ganz zum Sinken bringen: Wow!
Janis
Sehr seltsam: Die Originalmeldung des Erzbistums München war betitelt mit: "Spitze des Ordinariats wird neu geordnet". Was macht gloria.tv daraus: "Ordinariat neu geordnet - Frauen in Leitungspositionen". Man berichtige mich, wenn das keine "Meinungsmache" gegen Frauen in Führungsämtern sein bzw. die "allgemeine Empörung" darüber anstacheln soll. Kommt die Redaktion nicht damit zurecht, das es …More
Sehr seltsam: Die Originalmeldung des Erzbistums München war betitelt mit: "Spitze des Ordinariats wird neu geordnet". Was macht gloria.tv daraus: "Ordinariat neu geordnet - Frauen in Leitungspositionen". Man berichtige mich, wenn das keine "Meinungsmache" gegen Frauen in Führungsämtern sein bzw. die "allgemeine Empörung" darüber anstacheln soll. Kommt die Redaktion nicht damit zurecht, das es in unserer Kirche eine große Anzahl kompetenter Frauen gibt, die eben auch fähig sind, entsprechende Aufgaben zu übernehmen? Ich halte es da mit "Vesperfan": "Vier Laien in hohen Funktionen. Davon drei Frauen: WOW!"
Vesperfan
Vier Laien in hohen Funtionen. Davon drei Frauen: Wow!
elisabethvonthüringen
Hoffentlich fällt die Kirchensteuer auch mit dem Euro... 🤒