Christus, der gute Hirt
Predigt zum 4. Sonntag der Osterzeit (Lesejahr A, Joh 10,1–30) - Von Archimandrit Andreas-Abraham Thiermeyer.
Hilpoltstein (kath.net)
Einleitung
Liebe Schwestern und Brüder, das Evangelium dieses Sonntags stellt uns ein alttestamentliches Bild vor Augen, das älter ist als unsere Kirchen – und zugleich aktueller als viele moderne Begriffe: Christus, der gute Hirt. Ein frühchristliches Bild, das bereits in den Katakomben dargestellt ist. Auf den ersten Blick wirkt dieses Bild befremdlich. Wir leben doch nicht mehr zwischen Herden und Weideplätzen. Wir denken nicht mehr in Kategorien von Hirten und Schafen. Und doch – wenn man genauer hinschaut – trifft dieses Bild mitten ins Leben. Denn es erzählt von etwas, das wir alle brauchen: Führung, Schutz, Orientierung, Nähe.
I. Ein Bild aus der Wirklichkeit des Lebens – nicht aus der Idylle
Ein Hirte zur Zeit Jesu hatte kein leichtes Leben. Er war unterwegs – bei Hitze und Kälte. Er musste Wasser finden, Wege kennen, Gefahren …More
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