Prof. Ohly fürchtet zwei Schismen: Rom/deutsche Kirche und Rom/FSSPX
Seine Eminenz Rainer Maria Kardinal Woelki hatte gegen die moderne Theologie an der Katholischen Fakultät der Universität Bonn eine eigene Katholische Hochschule für Katholische Theologie in Köln gegründet. Mitgründer und Rektor Prof. Christoph Ohly gibt nun sein Leitungsamt, das Rektorat, auf, zusammen mit zwei weiteren Persönlichkeiten, bleibt der Hochschule aber als Lehrstuhlinhaber für kirchliches Recht erhalten.
CNA berichtet:
Der Kölner Stadt-Anzeiger schrieb (...) Es "liegen dieser Redaktion Stellungnahmen vor, die den Verdacht einer Intrige nahelegen (...) Deren Ziel sei es dem Vernehmen nach gewesen, das Führungstrio loszuwerden, weil es sich Plänen einer immer weiteren Orientierung nach Rechts und dem Aufbau eines Netzwerks mit Verbindungen zu finanzkräftigen, ultrakonservativen Kreisen in den USA widersetzt."
In einem Interview mit Margarete Strauss bei EWTN wenige Tage vor den Weihen in Ecône bestreitet Prof. Ohly das Vorliegen einer aktuellen Notlage für die FSSPX bzw. …More
@Kordula Bayer Ich glaube eher, dass Herr Prof. Ohly tiefgläubig ist, das oft im katholischen Fernsehen bewies und ja sogar an einer Universität lehrt, die gegen den Modernismus gegründet wurde. Die Katholizität der DBK zu bezweifeln, wie er es im Interview tut (die Romtreue der DBK sei hoffentlich ernst gemeint, sagte er), ist schon sehr mutig. Was die FSSPX angeht, ist er ein kühler Rechtspositivist, der aber Canon 1323 Nr. 7 CIC partout nicht sehen will, weil dieser Canon gegenüber rechtspositivistischem Denken eine höhere Gerechtigkeit ins Spiel bringt. Auch die Kardinale Burke und Müller haben diesen Canon nicht "auf dem Schirm". Der Rechtspositivist setzt auf das niedergeschriebene Gesetz. Deshalb macht Herr Prof. Ohly an einer Stelle seines Interviews das Vorliegen eines Schismas davon abhängig, ob es ein römisches Dekret in diesem Sinne gebe.
@Klaus Elmar Müller So gesehen gibt es einen Wildwuchs in Rom, der dazu führt, dass alles möglich ist, hier das Umarmen einer anglikanischen Frau als Bischöfin und dort die harte Verurteilung der FSSPX ... ! Das entspricht dem Ansinnen der Beschürzten ! Alles was der Kirche schadet und ganz ihr entgegen steht, wird gefördert . So werden Hirten platziert und ebenso die Päpste, die das Kirchenvolk in die Irre führen und die Kirchen leeren . Von Mission, Glaubenslehre und Andacht, spricht heute niemand mehr . Ein Kirchgänger wurde gefragt, ihr habt ja keinen Kreuzweg mehr ? Dazu die Antwort : ... wer hat denn heute noch einen " Kreuzweg " ? Das ist Kirche heute ... ? !
Er scheint vorauszusetzen, daß "Rom" jeweils unschuldig ist.
Das sehe ich differenzierter; "Rom" ist beiden gegenüber schuldig geworden: der "deutschen Kirche", weil es sie gewähren läßt,
der FSSPX, weil es sie verfolgt.
Prof. Ohly bestreitet das Vorliegen einer Notlage. Durch diesen Satz erinnerte ich mich an meine Kindheit. Ich schloss die Augen und dachte, dass mich jetzt niemand sieht. - Keine Notlage zu sehen (sehen zu wollen), ist eine sehr bequeme Art, auf einen Kampf zu verzichten!